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Angst zur Arbeit zu gehen und wieder zu versagen

Leon1

Leon1

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Hallo mein Name ist Leon,

Ich bin mitte zwanzig und KFZ - Mechatroniker,
ich war schon immer von einer gewissen unsicherheit im Beruf Geplagt hielt sich allerdings in grenzen, allerdings wurde das ganze seit ich in der neuen firma bin immer schlimmer das ich jetzt richtig panik habe zur arbeit zu gehen, ich bin eigentlich gut in meinem beruf aber seit paar woche krieg ich nichts mehr auf die kette ich mache blöde fehler und brauche viel zu lange für alles mögliche ich fühle mich den aufgaben und der verantwortung überhaupt nicht mehr gewachsen, wollte mich schon vor 3 wochen krankschreiben lassen hab mich aber nicht getraut bis ich dienstag letzte woche einen corona test machen musste und 4 tage in quarantäne musste was eine riesen erleichterung war den montag sollte ich wieder kommen was einfach nicht ging und ich zum artzt gegangen bin weil ich auch sehr depressiv dadurch geworden bin ich laufe zuhause im kreis und grübel mich zu tote oder liege auf der couch und weine hab ein gespräch bei meinem chef zuhause geführt wo ich nur geweint habe er sagte die ganze zeit sagt komm arbeiten das tut dir gut und ich solle mir hilfe allerdings möchte ich bald zur feuerwehr und eine therapie steht der ver-beamtung im weg und dann frage ich mich ober der beruf überhaupt was für mich ist, ich habe riesen angst was meine kollegen von mir denken wenn ich morgen wieder dahin muss die sind eigentlich ganz nett aber reden auch viel, mittlerweile reden die meister auch schon über mich das weiß ich weil ich so viele blöde fehler gemacht habe was auch verschändlich ist ich schäme mich regelrecht.

Kennt jemand das problem oder könnte mir einfach jemand sagen was ihm so geholfen hat oder einfach nur gut zusprechen
danke für eure antworten im voraus

06.12.2020 21:44 • #1


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julienne

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Hallo Leon,
willkommen im Forum. Ich kenne diese Panik vor und während der Arbeit. Leider hab ich keinen ultimativen Tipp für dich parat. Aber ich will dir trotzdem für morgen wünschen, dass der Tag nicht so schlimm wird. Schämen musst du dich gewiss nicht für Fehler, die dir passieren, wenn es dir schlecht geht. Eine Kollegin sagte mir immer: Kopf hoch, auch wenn der Hals schmutzig ist Das brachte mich immer zum Lachen und holte mich zumindest für diesen Moment aus dem Angststress vor dem Versagen.

Alles Gute für eine erholsame Nacht und den ersten Arbeitstag,
Julienne

07.12.2020 03:39 • #2


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buddl1

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du hast nicht Angst vor anderen,
du hast Angst vor dir selber....

diese musst du tatsächlich erkennen, dich ihrer annehmen, ja vielleicht mit einer Therapie.
schau, dein Arbeitsumfeld, es steht hinter dir, selbst dein Chef erkennt zumindest einen Hilfebedarf.
und ja, wieder zu arbeiten, kann schon helfen, nicht weil man wieder Fehler machen könnte,
sondern weil man unter Menschen ist, die einen auch kennen, mit denen man gemeinsam arbeitet, sich austauscht,
sprichwörtlich nicht nur Zeit verbringt sondern lebt.
Ob dir die Feuerwehr zusagt.... gut sie brauchen technisch versiertes Kollegen, aber auch welche die
ein Kind aus einem Autofrack schneiden können, was unter ihren Händen sterben könnte....
ich will dir damit keine Angst machen, aber die dort, das müssen stahlharte Jungs sein,
die dann auch am nächsten Tag den Hochhausspringer retten sollen, nicht weil sie so cool sind,
sondern weil man es von denen erwartet.
dieser Schritt will wirklich gut überlegt sein,
nicht weil du so nicht sein könntest,
du bist es jetzt nicht und wenn du doch in deinem Beruf gut bist,
strebe nicht nach dem unerreichbaren, es lässt dich mehr verzweifeln ,
so schreibst du es ja schon selbst.

stelle dich deiner Angst, finde zurück in deinen Beruf,
so wie es ausschaut, wird dein Chef dich darin unterstützen.
sicher, es wird immer über einen geredet, aber das passiert überall,
genau da fängt die eigene Stärke an,
sie reden zu lassen.
buddl1,

07.12.2020 06:33 • x 2 #3


sam_sam

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Hallo Leon,
In deinem Text fand ich mich selbst sehr gut wieder.
Ich bin auch mitte 20 und arbeite derzeit auch in einem Beruf in dem ich sorgen habe weil ich neben anderem Problemen auch Fehler mache und nicht mehr ganz so gut fühle gegenüber Kollegen und Chefs von mir.

Ich arbeite dort aber erst seit einem Jahr etwa. Ich war genau an dem Punkt wie du und interessanterweise hatte ich auch Gedanken mich krank zu melden bis dann auch bei mir ein corona test kam und ich nach dem negativem ergebniss weitere Wochen nicht zur Arbeit kam.

Wegen deinen Bedenken denke ich was da immer hilft ist der gedanke: alle anderen machen auch Fehler und man selbst ist einer von vielen.
Ich kann mir aber nur vorstellen das man in so einem Beruf wie du ihn hast aber sehr viel mehr Verantwortung hat und sehen muss dass die arbeit passt. Ich denke da ist es bei mir nicht so extrem. Daher alleine Respekt davor dass du das tust was du tust!

Was zudem bei dieser Angst helfen könnte auf die arbeir zu gehen: nimm dir etwas gutes vor für nach die arbeit wie z.b etwas mit freunden zu unternehmen oder vielleicht einen Lieblingsfilm ansehen oder ähnliches . Wenn dass nicht geht dann kann es helfen einen positiven Gedanken zu fassen mit dem du "durch den Tag kommst", wenn das nicht etwas gutes nach der arbeit ist dann kann es ja vielleicht sein dass du dich auf ein Ziel freust oder etwas wofür es sich lohnt jetzt nochmal einige Zeit dort zu arbeiten wo du jetzt bist.

09.12.2020 18:25 • #4


Robbe

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Hallo Leon,
ich kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst. Die Angst auf die Arbeit zu gehen und dort Fehler zu machen, überfordert zu sein, etc..
War bei mir genauso und ich wusste aber nicht, dass eine ernst zu nehmende Krankheit dahinter steckt.
Nehme dich ernst lieber Leon, egal was andere über dich denken oder sagen. Ich weiss, das ist nicht leicht, weil man immer stark sein will und keine Schwächen zeigen möchte.
Dein Chef meint es natürlich gut mit dir, er weiss ja nicht was mit dir los ist. Ich habe auch versucht mit meiner Chefin zu reden und es war ähnlich wie bei dir. Sie konnte nicht verstehen was in mir vor geht.
Ich kann dir nur raten zu einem Spezialisten für psychische Erkrankungen zu gehen, wenn du es nicht schon getan hast und dir dort Hilfe zu suchen in Verbindung mit einer Therapie, die ist soooooo wichtig das sich das Ganze nicht verschlimmert.
Du musst nicht immer nur stark sein, du darfst auch schwach sein, das gehört zu unserem menschsein dazu.
Ach ja, sollte die Therapie ein Hindernisgrund sein, dass du nicht zu der Feuerwehr kannst, dann kann es nicht das richtige für dich sein, das ist zumindest meine Meinung.
Ich wünsche dir alles erdenkbar Gute. Du bist wertvoll so wie du bist und nicht wie du sein solltest!
Herzliche Grüße, Robbe

14.12.2020 11:14 • x 1 #5


Hoffnungsloser7

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Arbeiten ist jetzt eh riskant wegen Covid-19, wenn also nicht wirklich musst, lass was.

15.12.2020 22:35 • #6

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