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Seit 8 Wochen krankgeschrieben - neues Jobangebot / was tun?

Bergwald

Bergwald

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Liebe alle

Ich bin seit 8 Wochen krankgeschrieben, bin noch in Abklärung aber was ich ganz bestimmt habe ist eine chronische Erschöpfung.

Nun hat sich eine ehemalige Kollegin gemeldet, mit der ich auch sporadisch privat Kontakt habe. Sie möchte mit mir telefonieren, es geht um eine mögliche neue Stelle.

Ich bin unsicher wie ich reagieren soll, wenn sie fragt, wie es geht. Im normalen Austausch würde ich ihr von der Überlastung und meiner Krankschreibung erzählen, jetzt bin ich unsicher im Zusammenhang mit einer eventuellen Jobmöglichkeit. Ich bin unsicher es zu erwähnen aber es kommt mir auch komisch vor, ihr gar nix dazu zu sagen.

Wie könnte ich reagieren? Lieben Dank jetzt schon für eure Inputs.

LG
Bergwald

27.11.2019 08:00 • x 1 #1


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111Sternchen222

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Guten Morgen Bergwald, weißt du, was sie dir anbieten wird? Also um welchen Job es geht?

27.11.2019 08:47 • #2


Bergwald

Bergwald

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Hallo Sternchen!

Ja ich weiss quasi den Jobtitel und damit grob die Funktion. Ob sie ihn mir dann wirklich anbieten wird weiss ich nicht, aber sie hat an mich gedacht. habe gedacht ich höre einfach mal zu?

27.11.2019 10:05 • #3


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111Sternchen222

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Genau erstmal anhören was sie zu sagen hat, Bedenkzeit erbitten und dann kannst du immer noch überlegen!

27.11.2019 13:31 • x 2 #4


Bergwald

Bergwald

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Danke Sternchen, so mache ich es! Weiss nur noch nicht was ich sage wenn sie fragt wie es mir geht, was ich gerade mache etc. ich bin ganz schlecht in sowas und da wir uns auch sporadisch privat getroffen haben, wäre ich unter anderen Umständen offen und direkt.

27.11.2019 14:27 • #5


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Bella72

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Hallo Bergwald,

ich würde im ersten Gespräch nichts von Deinem Zustand sagen. Wenn sie fragt, sag doch zum Beispiel "soweit alles ok, danke der Nachfrage und wie geht es Dir?" also den Ball gleich zurückschießen.

mach Dich nicht verrückt, es ist nur ein Telefonat. Persönlich wäre es bestimmt schwieriger.

Ich drücke Dir die Daumen!

27.11.2019 14:44 • x 2 #6


Bergwald

Bergwald

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Danke ihr Lieben für die Tipps, genau so mache ich das Bella! Ich bin bei sowas immer gleich nervös, hallo Stresshormone danke, dass ihr an mich denkt!

27.11.2019 14:59 • x 1 #7


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Bella72

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wann ist das Telefonat?

27.11.2019 15:07 • #8


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Jedi

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Hallo Bergwald !

Zitat von Bergwald:
was ich ganz bestimmt habe ist eine chronische Erschöpfung.

Wenn Du Dir darin sicher bist, würde ich zuerst mich um meine Gesundheit kümmern.
Ob da, in einem solchen Zustand, eine neue Stelle sinn macht, gar auch zu schaffen ist,
da sei Dir gegenüber bitte sehr ehrlich !
Zitat von Bergwald:
jetzt bin ich unsicher im Zusammenhang mit einer eventuellen Jobmöglichkeit

Ich würde zuerst einmal schauen, ob ein neues Jobangebot, in Deiner Situation jetzt wirklich so passend ist ?
Oder ob Du eher damit noch warten kannst ?

Ich bin eher ein Verfechter, so auch auf Grund eigener Erfahrungen, da offen mit umzugehen !
Aber das muss u. sollte natürlich jeder selbst einschätzen, was da für ihn das Richtige ist .

Dies ist meine persönliche Meinung !
Wie auch immer Du Dich entscheiden wirst, schau darauf, ob diese Entscheidung sich für Dich stimmig anfühlt !

LG Jedi

27.11.2019 15:10 • x 1 #9


Bergwald

Bergwald

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Danke lieber Jedi für deine ausführliche Antwort und deine Erfahrung, das finde ich sehr wertvoll!

Mhhh, ich bin eigentlich auch lieber offen bei so etwas, aber ich weiss nicht, ob das erste Telefonat nach langem dazu schon passt. ich könnte auch erst einmal nichts sagen und ihr später noch mehr berichten, aber kann natürlich sagen, dass es im Geschäft wie privat momentan einiges zu klären gibt und ich vor Frühling sicher nicht verfügbar bin - das stimmt ja auch.

Ich versuche einfach mal nach Gefühl zu gehen und mehr zuzuhören, aber kann gut sein, dass es einen Punkt gibt, wo ich ihr sage, dass es gesundheitlich bei mir momentan auch gerade eine Baustelle gibt. Kann auch sagen, dass ich momentan gerade nicht im Detail drüber sprechen möchte, aber dann habe ich zumindest was angedeutet.

27.11.2019 15:40 • x 1 #10


Bergwald

Bergwald

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Liebe alle, ist super gelaufen! Sie hat ganz viel erzählt ich musste gar nix sagen und die Sache eilt nicht. Ich kann also in Ruhe überlegen und sie immer noch bei einem persönlichen Treffen einweihen, wenn ich das möchte.

27.11.2019 17:32 • #11


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Bella72

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oft macht man sich unnötig Gedanken. Das freut mich sehr! Und vielleicht musst Du sie gar nicht einweihen. je nachdem!
Einen schönen Tag Dir

28.11.2019 13:51 • x 1 #12


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Jedi

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Hallo Bergwald !

Zitat von Bergwald:
Ich kann also in Ruhe überlegen und sie immer noch bei einem persönlichen Treffen einweihen, wenn ich das möchte.

Natürlich sollte immer die eigene Entscheidung darüber, ob u. wem man etwas erzählen möchte im Vordergrung stehen !

Zitat von Bergwald:
super gelaufen! Sie hat ganz viel erzählt ich musste gar nix sagen

Klingt nach Erleichterung ? (Wenn ich diesen Satz richtig verstanden habe ?)

Was wäre denn Deine Befürchtung, wenn Du zu deiner Erschöpfung stehen würdest ?

LG Jedi

28.11.2019 15:04 • x 1 #13


Bergwald

Bergwald

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Lieber Jedi

Ja genau, da sprach die pure Erleichterung aus mir

Mhh, meine Angst wäre, dass sie denkt "oje, die kann nicht mehr - sowas können wir nicht brauchen, vielleicht hat sie irgendwann in Zukunft dann einen Rückfall". Weisst wie ich meine?

Lg Bergwald

29.11.2019 00:29 • x 1 #14


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Jedi

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Hallo Bergwald !

Zitat von Bergwald:
Weisst wie ich meine?

Ja, ist absolut zu verstehen !
Zitat von Bergwald:
meine Angst wäre,

Und da sehe ich schon den Fallstrick, "die Angst" !
Angst ist immer ein schlechter Ratgeber u. zur Eigenschaft der Angst, die sich ja nur in unseren Gedanken befindet,
hat sie einen wichtigen Partner an Ihrer Seite, nähmlich den "inneren Vermeider" !
Eine weitere Instanz, "der Katastrophisierer", der uns nur schlechte Ergebnisse prophezeit, gehört zu dem Verbündeten,
des "inneren Vermeiders" !
So überlassen wir der Angst, vor etwas ?, was sich nur in unserem Denken abspielt !
Oft gepaart mit Erfahrungen, die wir schon gemacht haben.
Doch dies führt in der Regel dazu, dass wir auch andere, mögliche positive Erfahrung für nicht Realistisch halten,
dass es sie auch geben könnte u. uns einen anderen Ausgang, gar nicht mehr zu denken wagen.
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Zitat von Bergwald:
dass sie denkt "oje, die kann nicht mehr

Das sie so denken könnte, dass hälst Du eher für wahrscheinlich !
Aber Du kreierst diesen Gedanken selbst u. ein anderer Gedanke scheint Dir nicht möglich zu sein.
Zitat von Bergwald:
sowas können wir nicht brauchen

Ist auch nur Deine eigene Gedankenkreation.
Zitat von Bergwald:
vielleicht hat sie irgendwann in Zukunft dann einen Rückfall"

So auch hier !
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Zitat von Bergwald:
"oje, die kann nicht mehr -
sowas können wir nicht brauchen,
vielleicht hat sie irgendwann in Zukunft dann einen Rückfall".

Versuche diese Deine Gedanken einmal, positiver Umzuformulieren !
Probier es einmal !
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Zitat von Bergwald:
da sprach die pure Erleichterung aus mir

Ich mag Dich da gerne zu verstehen !
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Doch was machen solche eher neg. Gedanken mit uns ?
Zitat von Bergwald:
"oje, die kann nicht mehr

Wir schätzen uns selbst schon vorher so ein.
Zitat von Bergwald:
sowas können wir nicht brauchen

Wir machen uns klein u. fühlen uns unbedeutend.
Zitat von Bergwald:
vielleicht hat sie irgendwann in Zukunft dann einen Rückfall"

Wir erdenken uns jetzt schon selbst, einen möglichen Rückfall zu bekommen.

Das stärkt natürlich nicht unser Selbstvertrauen u. fühlen uns dann eher Erleichtert.
Aber es geht auch darum, unsere Unvollkommenheit anzunehmen u. sie in eine persönliche Stärke umzuwandeln !

LG Jedi

29.11.2019 01:52 • x 1 #15


Bergwald

Bergwald

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Ihr Lieben

Ich habe morgen nun ein persönliches Treffen mit der Kollegin. Ich habe wieder Bammel ehrlich gesagt, ob ich alles gut machen und etwaigen heiklen Fragen gut ausweichen und den Ball zurückschiessen kann. Ich mache mich schon wieder halb verrückt.

Ich hatte noch keine Zeit, das mit dem neuen Therapeuten im Detail anzuschauen, aber er meinte, er wäre erst mal zurückhaltend und würde erst in einem nächsten Gespräch mehr erzählen und das dann vorab vorbereiten. Da kann er mich dann sicher unterstützen.

Falls ihr noch Tipps habt, gerne melden:-)

LG Bergwald

17.12.2019 22:18 • #16


Bergwald

Bergwald

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Liebe alle, wollte nur kurz melden: alles glatt gegangen. Ich kam gar nicht gross zu Wort, entsprechend musste ich auch nichts erklären . Bin unendlich erleichtert und das könnte was sein. Von den Tätigkeiten her mehr wo ich hin möchte und nur 4 statt 5 Tage die Woche. Vor dem Stress habe ich trotzdem wieder Angst, auch dort scheint sehr viel zu laufen. Aber ich hatte den Eindruck, es kann allenfalls mehr gesteuert werden.

LG

19.12.2019 11:10 • #17


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Bella72

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Liebe Bergwald,

das freut mich sehr für Dich!
Was genau ist es für ein Job? Magst Du mehr drüber erzählen? Und mach Dich doch nicht schon wieder im Vorfeld verrückt, Du hast gesehen, dass die letzten beiden Situationen voll easy waren
Lg von Bella

19.12.2019 16:40 • x 2 #18


undefined

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Liebe alle,

auch, wenn diese Antwort für Bergwald zu spät ist, möchte ich diesen Rat/Tipp loswerden. Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht und ich mich gerade nicht erklären möchte, sage ich immer Den Umständen entsprechend
Die allermeisten werden diese Antwort auf sich beruhen lassen und was "die Umstände sind" und was das für meine Antwort bedeutet, können sie sich dann selbst überlegen.

LG
undefined

19.12.2019 17:36 • x 1 #19


Bergwald

Bergwald

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Lieber Undefined

Super Tipp!

Ich muss aber sagen, dass ich dies nur bei Personen verwende, die grob was wissen, aber denen ich nicht jedes Mal mehr Details geben will, da verweise ich gerne auf die Umstände. Z.Bsp. beim Vorgesetzten o.ä.

Bei Personen, die noch gar keine Ahnung habe, würde das eher zu Nachfragen zu diesen mysteriösen Umständen führen. Da sage ich eher sowas wie "ganz okay soweit, danke, und du?".

LG
Bergwald

19.12.2019 19:37 • #20

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