Liebe Forumsmitglieder, Weiss jemand ob es arbeitsrechtlich legitim ist, krankgeschrieben zu sein ( bei mir wegen Burnout), im Anschluss an die erste Krankmeldung einen Urlaub anzutreten (vor dem burnout geplant und genehmigt) und sich nach dem Urlaub nahtlos wieder krankschreiben zu lassen? Bin über Erfahrungsberichte dankbar.
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Rowi Mitglied
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Halli Jamuna, Ich weiß nur von einem Fall in dem man während der Krankschreibung in den Urlaub gefahren ist, wenn es vom Arzt abgesegnet und der Genesung dienlich war. Aber habe noch nie von einem Fall gehört wo man für den Urlaub gesund geschrieben wurde.
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Hallo Jamuna,
Erst krankgeschrieben, dann Urlaub und wieder Krankschreibung?
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Ylvi13 Gast
Hallo Jamuna, jemand aus meiner Familie ist innerhalb der Krankschreibung verreist, vom Arzt befürwortet, weil der Genesung dienlich. Nur für den Urlaub gesund geschrieben werden, kenne ich nicht. Macht für mich auch keinen Sinn, krank ist krank. Viele Grüsse
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Juju Mitglied
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Der Urlaub dient ja der Genesung. denke ich mal. Man kann ja nur Gesund geschrieben werden, wenn man auch wirklich gesund ist.
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Jamuna Mitglied
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Zitat von Ylvi13:
Hallo Jamuna, jemand aus meiner Familie ist innerhalb der Krankschreibung verreist, vom Arzt befürwortet, weil der Genesung dienlich. Nur für den Urlaub gesund geschrieben werden, kenne ich nicht. Macht für mich auch keinen Sinn, krank ist krank. Viele Grüsse
Vielen Dank! Wie würdest du dann vorgehen? Mir vor dem Urlaub erneut eine Krankschreibung ausstellen lassen und attestieren lassen, dass ich verreisen darf? Was würde dann passieren, wenn in der Zeit, in der ich weg bin beim Vertrauensarzt vorgeladen werde? Das kann ja nach 6-8 Wochen passieren und in der Zeit bin ich dann nicht vor Ort. Möchte jegliche Kündigungsgründe ausschließen.
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#5
Jamuna Mitglied
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Zitat von Juju:
Der Urlaub dient ja der Genesung. denke ich mal. Man kann ja nur Gesund geschrieben werden, wenn man auch wirklich gesund ist.
Gesund schreiben lassen? Meine Krankschreibung gilt ja nur 4 Wochen, danach brauch ich doch eine neue?
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#6
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Ylvi13 Gast
Wenn du weiterhin arbeitsunfähig bist, schliesst sich eine weitere Krankschreibung lückenlos an und immer so weiter. War zumindest bei mir so. Und wenn der Arzt die Reise ausdrücklich befürwortet, bist du abgesichert. Was ich nicht weiss ist, wer ggf. zu informieren ist. Da sollte dich dein Arzt beraten können. Du kannst auch nochmal das Forum durchforsten, vielleicht gab es zu dem Thema schon mal was.
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Axel61 Mitglied
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Wenn man im Urlaub krank wird, wir der Urlaub zurück gebucht. Grundsätzlich ist es also möglich das nacheinander zu machen. Kommt aber auf die Krankheit an. Wer sich wegen Grippe krank schreiben läßt, sollte keinen Ski-Urlaub antreten. An sosnten spricht nichts gegen Reisen, sofern deine Krankheit nicht verlangt, dass du im Bett liegts und dich schonst. Es darf halt der Heilung nicht zuwieder laufen.
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#8
Jamuna Mitglied
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Vielen Dank! Dann werde ich nochmal suchen, oder vielleicht meldet sich ja noch jemand bei mir. Darf einen der Hausarzt (meiner ist auf burnout spezialisiert) auch mehrmals für 4 Wochen krank schreiben oder wird man dann irgendwann zum Neurologen/Psychologen überwiesen?
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#9
caressa Mitglied
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Also, bei mir war es so: Ich hatte vor meiner Krankschreibung eine Alleinerziehendenfreizeit für meine Kinder und mich gebucht, der Urlaub war vom AG genehmigt und die Freizeit bezahlt. Dann hat meine Hausärztin mich etwa vier Wochen vor der Freizeit wegen Anpassungsstörungen krank geschrieben. Wegen der Freizeit meinte sie, dass die Krankenkasse das so nicht mitmachen würde, falls mir dort was passiert. Sie hat mich also bis zu meinem ersten Urlaubstag krank geschrieben, dann habe ich meinen Urlaub genommen und bin sofort danach wieder hin. Obwohl uns diese Freizeit enorm gut getan hat (Sonne, wandern, Gleichgesinnte.), war danach auch klar, dass ich nicht "nur" eine Anpassungsstörung habe, sondern eine Depression (mit Angst, Panikattacken kamen dann später auch noch dazu). So habe ich dann danach auch gleich die neue Diagnose bekommen. Glück für mich war, dass ich vorher noch nicht im Krankengeld war und damit dann weitere sechs Wochen Schonfrist bekommen habe (sprich Lohnfortzahlung). Zuerst hatte ich deswegen ein schlechtes Gewissen, aber irgendwann musste ich einfach anerkennen, dass ich tatsächlich in eine Depression geraten bin. Also ja, ich denke, das kannst du so machen, besprich es aber vorher mit deinem Arzt. LG Caressa
das mit dem Urlaub zwischen zwei AU-Phasen kannst Du machen, wenn Du mal so richtig Ärger mit deiner Krankenkasse haben willst und wissen willst, was passiert, wenn der MdK plötzlich Arbeitsfähigkeit nach Aktenlage attestiert. Auch mancher Arbeitgeber könnte dann auf hässliche Gedanken kommen. Lass' es lieber bleiben. Du darfst während Deiner Arbeitsunfähigkeit alles tun, was die Genesung nicht verzögert. Du hast - soweit der Arzt nicht ausdrücklich anderes angewiesen hast - auch keinen Hausarrest und kannst Dich innerhalb Deutschlands frei bewegen. Auslandsurlaub ist auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber mit Fallstricken versehen. Dafür brauchst Du die vorherige ausdrückliche Genehmigung der Krankenkasse, wenn Du eine Fortzahlung des Krankengeldes willst. Viele Kassen tun so, als wäre Auslandsurlaub mit Fortzahlung des Krankengeldes quasi verboten, aber das ist völliger Quatsch. Es ist aber zumindest aufwendig und auch nervig, sich mit der Krankenkasse darüber zu streiten. Auch in diesem Fall wäre ein Rechtsschutz im Sozialrecht hilfreich.
Ist halt immer so oder so. . . Ich kenn jemand, der hatte Urlaub in den Bergen gebucht und wurde dann 6 Wochen wegen Schulter-Op krank geschrieben, da er ja nicht mehr tippen konnte. Wandern ging aber trozdem und war sogar förderlich. Klar, mit Arm fixiert. Also ist er mitten in der Krankschreibung 2 Wochen in die Berge und hat sich 10 Tage Urlaub wieder gut schreiben lassen. Formaljuristisch war das ok. Er war aber natürlich noch nicht auf Krankengeld.
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Machara Gast
Ich sehe es wie Albarracin, und wäre da sehr vorsichtig,vor allem weil du geschrieben hast du möchtest keinen Stress mit deinem Arbeitgeber.
Es ist da ein Unterschied zwischen einer Schulter OP und BurnOut. Ganz einfach schon dadurch das man die fixierte Schulter sieht.
Schöne Grüße Machara
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caressa Mitglied
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@albarracin: Oha, dann hab ich offensichtlich Glück gehabt, keinen Ärger bekommen zu haben? Ärger mit der Krankenkasse ist wohl so ziemlich das letzte, was man braucht, wenn es einem psychisch schlecht geht. Und meine Ärztin hatte dann offensichtlich keine Ahnung und hat mir offensichtlich genau das Falsche geraten? Dann kann ich ja von ziemlich viel Glück reden, dass das für mich so gut gegangen ist. Letztendlich hab ich davon ja sogar profitiert. LG C.
Ärzte sind so ziemlich die letzte Ansprechstelle, wenn ein Patient fundierte Auskünfte jenseits von Arbeitsunfähigkeit in sozialrechtlichen Fragen haben will.
Und noch was: Es gibt keine "Gesundschreibung", das ist eine unausrottbare Legende. Es gibt lediglich die Nichtverlängerung bzw. das Auslaufen der Arbeitsunfähigkeit.