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Krankgeschrieben - was sage ich meinem Chef / Kollegen?

2019

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Hallo,

ich bin jetzt seit ein paar Tagen von meinem Hausarzt krankgeschrieben und will morgen zu meinem Psychiater gehen, da es mir leider nicht besser geht. Ich gehe davon aus, dass ich noch länger krankgeschrieben werde und selbst einen Klinikaufenthalt halte ich für wahrscheinlich.

Nun frage ich mich, was ich meinem Chef und den Kollegen sagen soll? Ich bin neu im Job. Bei meinem alten Arbeitgeber bin ich offen mit dem Thema umgegangen, doch da war das Verhältnis sehr familiär und vertrauensvoll. Bei meinem neuen Arbeitgeber bin ich mir unsicher.

Was sollte ich sagen, wenn ich länger krankgeschrieben bin? Sollte ich ehrlich sein? Ich habe überlegt, meinem Chef einen Brief oder eine E-Mail zu schreiben, in dem ich ihn meinen Zustand schildere - aber ich bin mir unsicher.

Freue mich über eure Tipps.

2019

Vor 2 Stunden • #1


Mimi187

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Schönen Abend dir,

Ich denke dass du ehrlich damit umgehen solltest, das nimmt dir sicher eine Last von den Schultern.
Ein persönliches Gespräch ist bestimmt sehr schwierig in deiner Lage, da bietet sich eine E-Mail bestimmt gut an.
Dann kannst du dir vorher überlegen was du wie sagen möchtest.

Den Schritt in eine Klinik zu gehen finde ich stark
Ich wünsch dir das beste und dass dir die Therapie helfen wird

Lg Mimi

Vor 1 Stunde • x 1 #2


Pilsum

Pilsum

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Hallo 2019,

willkommen im Forum.

Deine Frage finde ich nicht ganz einfach zu beantworten. Bist Du noch in der Probezeit?
Wenn ich das richtig weiß, brauchst Du dem Arbeitgeber nichts über Deine Krankheit mitteilen.
Das ist die eine Seite der Situation.

Die andere Seite ist, Dein Arbeitgeber möchte sicher gern wissen, wann er wieder
damit rechnen kann, Dich an der Arbeitsstelle einzuplanen.

Nichts zu sagen, finde ich daher eher falsch.
Am besten finde ich, das Krankheitsbild (Deine Diagnose) nicht vollständig weiterzugeben.
Du musst ja am Anfang nicht wissen, wie schwer Deine Krankheit ist und wie lange es dauern wird, bis Du
wieder arbeitsfähig bist.

Viele Grüße

Bernhard

Vor 1 Stunde • x 2 #3


2019


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Hallo Mimi,
hallo Pilsum,

vielen Dank für eure Antworten.

Die Probezeit habe ich hinter mich gebracht. Ich will mit meinem Arbeitgeber ehrlich umgehen, weiß aber nicht, inwieweit das sinnvoll ist. Mitzuteilen, dass es länger dauern wird, ist da sicher der erste richtige Schritt. Aber natürlich werden die Fragen kommen, was denn mit mir sei. Warum sollte ich eine depressive Episode leugnen? Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass ich den Job verliere. Doch momentan bin ich sowieso sehr unglücklich darin.

Liebe Grüße
2019

Vor 1 Stunde • #4


Pilsum

Pilsum

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Was macht Dich denn so unglücklich an Deinem Job?

Vor 1 Stunde • #5


2019


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Ich bin schlichtweg überfordert und kann aufgrund meiner sozialen Phobie leider nicht meine Überforderung und das Nicht-Verstehen einiger Tätigkeiten zugeben bzw. ansprechen. Die Tätigkeit bereitet mir keine Freude (komme ursprünglich aus einer ganz anderen Branche).

Vor 53 Minuten • #6


Pilsum

Pilsum

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Zitat von 2019:
Ich bin schlichtweg überfordert und kann aufgrund meiner sozialen Phobie leider nicht meine Überforderung und das Nicht-Verstehen einiger Tätigkeiten zugeben bzw. ansprechen. Die Tätigkeit bereitet mir keine Freude (komme ursprünglich aus einer ganz anderen Branche).


Leider kommt es immer wieder vor, dass einem eine Arbeit nicht so viel Freude bereitet.
Andererseits, immerhin bekommst Du Lohn für Deine Arbeit. Das ist doch auch etwas.

Wenn Du einige Sachen nicht verstehst, finde ich, solltest Du dies nicht einer sozialen Phobie zuschreiben.
Den Mut musst Du schon aufbringen und sagen, was Du noch nicht verstanden hast.

Vor 41 Minuten • x 1 #7


2019


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Die Arbeit bereitet mir aber nicht nur keine Freude. Sie ist für mich Horror, verbunden mit Angst und Todessehnsucht. Der Lohn kann dies leider nicht wettmachen.

Ich bin so mutlos und ängstlich, dass ich mich nicht traue, nachzufragen. Ich glaube, ich würde es auch nicht verstehen. Bei den bisherigen Übergaben konnte ich mich nicht konzentrieren, da ich abgelenkt war, Angst hatte und auch kein wirkliches Interesse vorhanden ist. Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm, mich in die entsprechende Materie einzuarbeiten. Das klingt jetzt nach einer Ausrede, aber ich meine es Ernst.

Vor 32 Minuten • #8


florica

florica

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Zitat von 2019:
Die Arbeit bereitet mir aber nicht nur keine Freude. Sie ist für mich Horror, verbunden mit Angst und Todessehnsucht. Der Lohn kann dies leider nicht wettmachen.


Und dann machst Du dir darum Gedanken ob Du es deinem Arbeitgeber sagst?
Ich würde sagen das spielt dann für dich doch eigentlich nicht wirklich eine Rolle, dann würde ich es einfach so machen wie mir das Bauchgefühl raten würde. Einfach das mit dem du dich besser fühlst.
Allerdings wäre mir ein 4-Augen Gespräch lieber, denn ich hätte immer die Befürchtung das man eine Mail oder einen Brief, später gegen mich irgendwie verwenden kann.

Vor 10 Minuten • #9




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