Neurologisch / Psychiatrisches Gutachten - Ablauf?

77Balea

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Den GdB Antrag habe ich ja am 02.08.2013 gestellt. Am 07.05.2015 habe ich nun einen Termin beim Gutachter. Ich hab ganz schönen bammel davor. Ich werde mich von meinem Mann begleiten lassen, wenn ich da alleine ankomme, nicht in meiner Stadt sondern 2 Städte weiter, habe ich doch direkt verloren.
Gibt es sonst noch Tips und Tricks die ich beachten sollte?

05.03.2015 13:19 • #1


Albarracin

Albarracin

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Hallo Balea,

Zitat:
Ich werde mich von meinem Mann begleiten lassen, wenn ich da alleine ankomme, nicht in meiner Stadt sondern 2 Städte weiter, habe ich doch direkt verloren.


Das ist eine völlig falsche Einschätzung. Es ist schon mal ein gutes Zeichen, wenn das Gericht eine eigene Begutachtung anordnet. Das bedeutet schon mal, daß der Richter die Unterlagen des VA und seine Begutachtung nicht für überzeugend hält.
Sehr viele Gerichte ordnen absichtlich eine Begutachtung auswärts an. Das hat schlicht und ergreifend den Grund, daß der vom Gericht bestellte Gutachter nicht demselben örtlichen Klüngel angehört, wie der Kollege, dessen Gutachten ggfs. in Frage gestellt werden soll.

Natürlich ist eine derartige Begutachtung keine Spaßveranstaltung. Deswegen ist es gut, daß Dich jemand begleitet.
Bereite Dich darauf vor, indem du Dir Notizen machst über diejenigen Einschränkungen, die Dich am stärksten belasten und diejenigen Punkte, die Du bisher nicht angemessen bewertet findest.

Eine psychiatrische Begutachtung kann u. U. lange dauern - vor allem dann, wenn es um Symptome wie Erschöpfbarkeit, Konzentrationsschwächen, Merkfähigkeit, Stressreagibilität geht. Diese Symptome stellen sich oft erst im Laufe der Zeit ein und können deswegen auch erst im Laufe der Zeit vom Gutachter festgestellt werden. Deswegen kann es durchaus sein, daß Du 4-5 Std. vor Ort bist und immer wieder in Abständen vom Gutachter ins Sprechzimmer geholt wirst. Nehme Dir was zu Trinken mit und evtl. auch einen kleinen Snack und vielleicht auch etwas Literatur. Lasse Deinen Mann genau aufschreiben, wie oft und von wann bis wann Du im Sprechzimmer warst (das ist wichtig, falls das Gutachten angefochten werden sollte).

05.03.2015 17:26 • #2


77Balea


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Vielen Dank für Deine Antwort.
Wenn das wirklich 4-5 Std. werden, dann wird das lustig, der Termin ist um 17 Uhr. Ich hoffe mal nicht das es mehr als 1 Stunde dauert. Aber ich werde versuchen mich auf länger vorzubereiten. Ich hoffe der Arzt stellt genügend Fragen, wenn ich selbst erzählen soll, vergeß ich doch meist so viel. Aber an der Liste kann ich ja die nächsten 2 Monate arbeiten. Kurz vorher habe ich noch mal einen Termin bei meiner Neurologin.

06.03.2015 12:01 • #3


77Balea


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Am Donnerstag ist es nun so weit. Ich bin schon arg nervös.
Ich hab den Arzt gegoogelt und nicht wirklich positives gelesen.

Wie verhalte ich mich bei dem Gutachten? Spreche ich nur wenn ich gefragt werde? Oder soll ich selbst auch für mich wichtiges ansprechen?

Ich wäre sehr dankbar über ein paar Tips.

Vielen Dank

03.05.2015 19:58 • #4


Albarracin

Albarracin

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Hallo,

da das Vorgehen von Gutachtern höchst individuell ist, kann man hier keine richtigen Ratschläge erteilen. Laß ihn mal aufschlagen und schau, ob Du Dich ausreichend gewürdigt siehst.

Das hier aber

Zitat:
dann wird das lustig, der Termin ist um 17 Uhr.


könnte darauf deuten, daß der Gutachter schnell fertig werden will. Dann mußt Du schon darauf achten, die Dir wichtigen Sachverhalte ggfs. von Dir aus vorzubringen.

04.05.2015 11:02 • #5


77Balea


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Am Donnerstag war nur das Gutachten. Zuerst wurde bei mir ein EEG gemacht, keine Ahnung was da bei raus kam. Dann hatte ich das Gespräch mit dem Arzt. 1,5 Stunden dauerte es und er hat sich fleißig Notizen gemacht, ob er die hinterher noch lesen konnte weiß ich nicht genau.
Tja eigentlich machte es einen guten Eindruck. Keine Ahnung wie das Urteil jetzt ausfallen wird.

Wie lange dauert es jetzt noch bis ich Bescheid bekomme?

11.05.2015 09:07 • #6


77Balea


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Der Bescheid kam am Dienstag.
Der Gutachter bestätigte die 40. Mein Anwalt schrieb man könnte jetzt noch nach § so und so ein eigenes Gutachten erstellen lassen, das kostet wohl um die 1500€ plus die Gerichtskosten, die ich erstmal selbst tragen müsste. Aber dafür fehlt das Geld und die Kraft.

Ich denke ich werde dann irgendwann einen Verschlechterungsantrag stellen. Heute gehts mir schon mal schlechter.

PS: ich mag die Formulierungen nicht die der Gutachter und auch meine Neurologin so schreiben über mich bzw. was ich ihnen aus der Vergangenheit gesagt habe. Das hört sich immer blöd an.

21.05.2015 09:11 • #7




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