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Kündigung ALG Sperre

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Resi

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Zitat von Annaleen:
Danke für Deinen ausführlichen Bericht.



Das kann eine gesetzliche Krankenkasse einfach so machen? .

Jein.
Wenn sie schreiben, ich sei ab dem Tag X wieder arbeitsfähig und ab dem Tag X ende die Mitgliedschaft, es sei denn, ich wolle mich freiwillig versichern, können die das schon.
Aber dieses "wieder-arbeits-fähig-sein" war aus der Luft geholt, wogegen wir uns dann ja auch gewehrt haben.
Bis die Geschichte aber durch war, vergingen Wochen und ich hatte kein Geld . . . das Krankengeld ist eine tolle Sache, aber es ist halt über lange Zeit einfach zu wenig, wenn man vorher schon nicht viel hat und wenn es dann von dem Tag X einfach weg bleibt (das Schreiben erhielt ich zwei Tage zuvor!) ist es hart.
Ich bin dann in meiner Panik zum Arbeitsamt, aber die wollten mich auch nicht, weil ich ja immer noch arbeitsunfähig war, was die Krankenkasse mir absprechen wollte.
War ich überhaupt noch versichert?
Muß ich meine Therapiesitzung selbst zahlen?
Woher sollte ich Geld bekommen?
Ich habe den Schmuck meiner verstorbenen Mutter verhökert.
All dies war für mich in meiner Situation wirklich sehr bedrohlich und verwirrend und ich behaupte heute, daß ich mir locker zwei Monate Arbeitsunfähigkeit hätte "sparen" können, wenn diese Geschichet , also das Debakel mit der Krankenkasse nicht gewesen wäre.

09.12.2019 08:24 • x 2 #31


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ZeroOne

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Hi @Annaleen !

Lass den Kopf nicht hängen!

Zitat von Annaleen:
Dabei hat bei mir das Arbeitsleben noch gar nicht richtig angefangen Mir fehlt grad die Hoffnung. Dass ich je in meinem Leben mal in einem Job arbeiten werde, den ich bewältigen kann.
Hab in letzter Zeit auch einige Bewerbungen geschrieben aber keine Einladung bekommen.


Irgendwann geht irgendwo immer eine neue Türe auf und oft verbirgt sich dahinter besseres, als man angenommen hatte - man darf nur nicht aufgeben, auch wenn es manchmal schwer fällt. Und Pausen zu machen ist auch keine Schande. Kein Bergsteiger (der die Umgebung auch erleben will) rast nonstop zum Gipfel durch!

Mir geht es z.B. wie @Resi : auch ich gehe jetzt einer Tätigkeit nach, die mir sogar halbwegs Spaß macht - was viele "gesunde" Menschen von ihrem Job nicht behaupten können!
Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, wie ich mich entwickeln werde, hätte ich ihn ausgelacht und den Vogel gezeigt. @Resi ging es wahrscheinlich auch so. Im Leben ist zum Glück vieles nicht für die Ewigkeit.

Kopf hoch! Ich wünsche dir Alles Gute!

LG
ZeroOne

09.12.2019 11:35 • x 4 #32


Annaleen

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Hallo @ZeroOne

danke Dir für Deine aufmunternden Worte, das tut gut, musste weinen.
Ich hab gerade so Angst vor der Zukunft. Ich bekomme ja auch keine EU-Rente, weil ich ja noch nicht genug eingezahlt hab und Grundsicherung auch nicht, auch weil ich mit meinem Freund zusammen wohne und der möchte, dass ich auch zum Haushaltseinkommen beitrage und ich will ihm auch nicht auf der Tasche liegen. Also muss ich arbeiten und ich erwarte nicht mal mehr eine Arbeit, die mir Spaß macht, das habe ich schon länger aufgegeben. Aber eine Arbeit, die mich nicht überfordert und kaputt macht.
Ich hab auch Angst vor fiesen Gutachtern, das hab ich schonmal durch und das war so schrecklich, die haben mich so runter gemacht, einer meinte, ich solle doch betteln gehen, wenn ich nicht arbeiten kann.
Naja ich will Euch auch nicht vollheulen.

Zitat von ZeroOne:
auch ich gehe jetzt einer Tätigkeit nach, die mir sogar halbwegs Spaß macht - was viele "gesunde" Menschen von ihrem Job nicht behaupten können!
Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, wie ich mich entwickeln werde, hätte ich ihn ausgelacht und den Vogel gezeigt. @Resi ging es wahrscheinlich auch so. Im Leben ist zum Glück vieles nicht für die Ewigkeit.


Wow das ist richtig gut. Da kannst Du Dir auch selbst auf die Schulter klopfen, dass Du das geschafft hast! Und @Resi natürlich auch. Hast Du auch schon länger psychische Probleme? Wie hast Du das geschafft?

Zitat von ZeroOne:
Kopf hoch! Ich wünsche dir Alles Gute!


Danke! Ich versuche es.

Liebe Grüße

09.12.2019 12:31 • #33


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ZeroOne

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Hi @Annaleen !

Zitat von Annaleen:
Hast Du auch schon länger psychische Probleme?


Ja, leider. Seit 2011.

Zitat von Annaleen:
Wie hast Du das geschafft?


Durch Ausprobieren. Trotz einer (Erschöpfungs-)Depression gut Antrieb, Neugier und Kreativität zu entwickeln, war für mich anfangs nicht denkbar. Aber Medikamente haben mich nach einiger Zeit gut dabei unterstützt, als auch die Horrorvision, für den Rest meines Lebens jeden Cent fünfmal umdrehen und von Almosen leben zu müssen.

Anfangs hatte ich an meiner Tätigkeit nicht viel Spaß gefunden, aber eben durch Ausprobieren konnte ich mein Interesse daran wecken und es mir so gestalten, dass ich es mit meinen Einschränkungen geregelt bekomme. Klar: meine "Erfüllung" ist es nicht, aber wie geschrieben: es macht wenigstens "halbwegs" Spaß, bzw. gibt dem Leben mehr Sinn.

LG
ZeroOne

11.12.2019 11:09 • x 3 #34


Annaleen

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Hi ich war bei meiner Psychiaterin wegen Krankengeld und sie sagt das mache sie nicht mit, aus taktischen Gründen krank schreiben, nur weil ich den Beruf wechseln will. Das hat mir jetzt den Boden unter den Füßen weggezogen, ich hab so Zukunftsangst.

12.12.2019 08:35 • #35


Annaleen

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Irgendwie hab ich schon länger das Gefühl sie steht nicht mehr hinter mir, weil ich schon so lange meine Probleme hab und schon so viel Therapie hinter mir hab.

12.12.2019 08:39 • #36


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Eis

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Ich vermute mal, du hast es nicht damit begründet, dass du deinen Job nicht mehr schaffst und hast der Psychiaterin objektive Gründe geliefert. Das mögen Ärzte gar nicht. Ich hab mal nach einem Autounfall zum Durchgangsarzt gesagt, dass ich eine Arbeitsunfähigkeit brauche, weil ich ja im Außendienst arbeite und mich nicht richtig umdrehen kann, was beim Autofahren ja nötig ist. Dann stand in der Krankenakte (hab das beim nächsten Besuch gesehen) "kann ANGEBLICH nicht Autofahren". Ich hab das einem befreundeten Arzt erzählt, weil ich mich fürchterlich über diese Unterstellung geärgert hab, bin halt mehr der Pragmatiker als der Jammerer, der meinte dann, dass ich sowas nicht so direkt sagen darf, sondern jammern muss. Ich find das auch kotzig, aber so läuft das anscheinend.

12.12.2019 08:47 • x 1 #37


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Resi

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Guten Morgen!
Zitat von Annaleen:
sie sagt das mache sie nicht mit, aus taktischen Gründen krank schreiben, nur weil ich den Beruf wechseln will.

So gesehen ist das auch richtig, du bist ja nicht arbeitsunfähig, das hätte meine Ärztin mit Sicherheit auch nicht gemacht.

Aber sie kann dich eben beim Arbeitsamt unterstützen, wie sie ja schon versprochen hatte, damit du da nicht gesperrt bist wenn du selbst kündigst.

12.12.2019 08:51 • #38


Annaleen

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Doch sie weiss das. Ich saß in den letztej Monaten schon oft heulend vor ihr und hab ihr das gesagt dass mich die Arbeit überfordert. Das hat jetzt irgendwas ausgelöst.

12.12.2019 08:54 • #39


Annaleen

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Ja nur wenn die mich dann vermitteln und es geht mir dann schlecht kriege ich ja gar nichts mehr weil ich dann ja kein alg mehr bekomme.
sch. ich muss jetzt arbeiten

12.12.2019 08:56 • #40


Annaleen

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Außerdem geht's mir gerade nur besser weil ich gerade eine Woche Urlaub hatte

12.12.2019 09:01 • #41


Shana1967

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Wenn die Psychiaterin nicht will, könntest du das mit der Arbeitsunfähigkeit bei deinem HA versuchen.
Es ist doch NICHT aus taktischen Gründen, sondern aus Krankheitsgründen.

Ich gehe nicht so offen um an meinem Arbeitsplatz, da es dort keine wirkliche Unterstützung gibt.
Letzendlich haben wir Arbeitnehmer eben auch Rechte.

Und den Schritt in dieser totalen Erschöpfung mit den "Ämtern" rumzukämpfen ist halt nochmal ein
Riesenkraftaufwand.

Ich wünsche dir gute ( vor allem für dich ) umsichtige Entscheidungen!

12.12.2019 09:39 • x 3 #42


Shana1967

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Ich habe noch ein paar Gedanken, die dich allerdings nicht irritieren sollen:

Möglicherweise ist der Beruf der Erzieherin ja gar nicht so ungeeignet für dich. Sondern vielleicht das Wirkungsfeld.

Ich habe als junge Frau einige Wochen im KiGa Praktikum gemacht. Ich hab es dann abgebrochen.
Ich kann ganz schlecht Grenzen gegenüber den Kleinen setzen- das kostete viel Kraft. Zugleich der Lärm, die ständigen Konflikte der Kleinen und die ganzen verzwickten Teamangelegenheiten.
Ich hatte dann viel Freude in der Schule mit körperbehinderten Kindern und auch eine längere Zeit in einer Wohngruppe für Jugendliche war ich nach einem Arbeitstag nicht völlig entleert und ausgepowert.

Möglicherweise kann eine "Nische" als Erzieherin ganz viel Entlastung schaffen. KiGa habe ich als sehr reizüberflutend erlebt und ich habe wohl nicht die geeignete "Wesensaustattung" dort nicht über meine Kräfte zu wirken.

12.12.2019 11:20 • x 1 #43


Annaleen

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Hallo @ZeroOne

Zitat:
es macht wenigstens "halbwegs" Spaß, bzw. gibt dem Leben mehr Sinn.


Das ist doch schon sehr viel, was Du erreicht hast. Du machst auch einen optimistischen Eindruck. Das ist eine gute und sehr hilfreiche Eigenschaft /Haltung.

Hallo @Eis

Zitat:
Ich hab mal nach einem Autounfall zum Durchgangsarzt gesagt, dass ich eine Arbeitsunfähigkeit brauche, weil ich ja im Außendienst arbeite und mich nicht richtig umdrehen kann, was beim Autofahren ja nötig ist. Dann stand in der Krankenakte (hab das beim nächsten Besuch gesehen) "kann ANGEBLICH nicht Autofahren". Ich hab das einem befreundeten Arzt erzählt, weil ich mich fürchterlich über diese Unterstellung geärgert hab, bin halt mehr der Pragmatiker als der Jammerer, der meinte dann, dass ich sowas nicht so direkt sagen darf, sondern jammern muss. Ich find das auch kotzig, aber so läuft das anscheinend.

Das ist ja nicht so toll Deine Erfahrung. Verstehe ich auch nicht, warum man nicht geradeheraus sagen kann, was Sache ist. Es fühlt sich schrekclich an, wenn man so von den Ärzten abhängig ist und dann kommt noch so eine Unterstellung.

Hallo @Resi

Zitat:
So gesehen ist das auch richtig, du bist ja nicht arbeitsunfähig, das hätte meine Ärztin mit Sicherheit auch nicht gemacht.

Aber wie kommst Du zu der Aussage? Du weisst doch gar nicht, wie es mir geht und ob ich arbeitsfähig bin oder nicht.

Ich habe versucht, Klarheit in meine Situation zu bringen und alles richtig zu machen und jetzt wird es immer verwirrter.

Hallo @Shana1967

Danke für Deine lieben Nachrichten.

Zitat:
Es ist doch NICHT aus taktischen Gründen, sondern aus Krankheitsgründen.

Als die da vor mir saß und das gesagt hat, hab ich ihr das geglaubt, obwohl ich auch weiß, dass ich bei der Arbeit nicht klar komme.
Zitat:
Wenn die Psychiaterin nicht will, könntest du das mit der Arbeitsunfähigkeit bei deinem HA versuchen.

Meine Hausärztin würde das wahrscheinlich machen. Es hat mich nur so geschockt, dass die Fachärztin mich so sieht. Ich überlege das nochmal.
Zitat:
Und den Schritt in dieser totalen Erschöpfung mit den "Ämtern" rumzukämpfen ist halt nochmal ein
Riesenkraftaufwand.

Ja das ist wohl wahr. Das hatte ich schon einmal und es trägt nicht gerade zur Gesundung bei.

Zitat:
Ich habe als junge Frau einige Wochen im KiGa Praktikum gemacht. Ich hab es dann abgebrochen.
Ich kann ganz schlecht Grenzen gegenüber den Kleinen setzen- das kostete viel Kraft. Zugleich der Lärm, die ständigen Konflikte der Kleinen und die ganzen verzwickten Teamangelegenheiten.

Ja das kann ich unterschreiben. Ich kann das mit den Grenzen inzwischen besser, aber es ist immer ein ziemlicher Kraftaufwand.
Zitat:
Ich hatte dann viel Freude in der Schule mit körperbehinderten Kindern und auch eine längere Zeit in einer Wohngruppe für Jugendliche war ich nach einem Arbeitstag nicht völlig entleert und ausgepowert.

Dann bist Du auch Erzieherin? In einer Wohngruppe war ich auch schonmal, für die Arbeit mit Jugendlichen fehlt mir das Selbstbewusstsein und die Schlagfertigkeit und Nachtschichten finde ich auch nicht so toll. Aber Du hast schon recht. Es gibt nicht nur Kita. Wenn das alles mit Reha, Umschulung usw nicht klappt, dann werde ich das ins Auge fassen. Auf jeden Fall interessant zu hören.

Zitat:
Ich wünsche dir gute ( vor allem für dich ) umsichtige Entscheidungen!

Dankeschön!

Liebe Grüße

12.12.2019 17:24 • x 1 #44


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Resi

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Zitat von Annaleen:
Liebe Leute ich habe mich nun endlich dazu entschieden, meine Stelle aufzugeben und beruflich andere Wege einzuschlagen. Ich habe meine Vorgesetzten eingeweiht, das war unangenehm aber okay. Ich war jetzt bei meiner Ärztin, die gesagt hat, dass sie meine Entscheidung unterstützt, auch der Agentur für Arbeit gegenüber, also dass sie mir jetzt offiziell dazu rät, dass ich aus gesundheitlichen Gründen kündigen soll. Sie kann für mich so ein Formular der AfA ausfüllen, sie meint das bekomme ich dann dort, wenn ich mich arbeitslos melde.

Liebe Annaleen,
ich habe diesen Eingangspost, so wie er geschrieben ist, so aufgefaßt, daß du eine berufliche Neu-Orientierung vor hast und die Unterstützung deiner Ärztin dafür hast.
Eine berufliche Umorientierung ist für mich (aber ich mag mich auch irren ) eine Angelegenheit für die AfA und nicht für die Krankenkasse.
Nur so habe ich es gemeint.

Selbstverständlich weiß ich nicht, wie es dir geht, das weißt du und auch sicherlich deine Ärztin, bei der du ja wohl, wie ich es verstanden habe- korrigiere mich bitte- schon des Längeren bist.

12.12.2019 18:50 • x 1 #45


Annaleen

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Hallo Resi,
okay, verstehe.
Zitat:
Eine berufliche Umorientierung ist für mich (aber ich mag mich auch irren ) eine Angelegenheit für die AfA und nicht für die Krankenkasse.

Ich war mir nicht sicher, mir wurde ja hier und aber auch von anderer Seite geraten, das mit dem Krankengeld zu versuchen, mich überfordert das alles, ich steige da nicht durch und hab keinen mit dem ich das mal richtig besprechen kann.
Vielleicht ist es ja auch besser, wenn ich gleich zur AfA komme, wenn die für die berufliche Reha zuständig sind.
Ich hab aber auch total Angst vor der AfA weil ich beim jobcenter teilweise so schlechte Erfahrungen gemacht habe und wenn man so schwach ist habe ich Angst, dass ich nicht dagegen ankomme , also dass die einen so fertig machen und man kann sich nicht richtig wehren.
Zitat:
Selbstverständlich weiß ich nicht, wie es dir geht, das weißt du und auch sicherlich deine Ärztin, bei der du ja wohl, wie ich es verstanden habe- korrigiere mich bitte- schon des Längeren bist.

Ja da bin ich schon länger.
Ich bin gerade so neben der Spur, ich muss irgendwie erstmal wieder klar kommen. Ich hoffe, dass die ambulante Therapie nun endlich mal losgeht.
Danke fürs Lesen auf jeden Fall.

12.12.2019 19:18 • x 1 #46


Annaleen

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Hallo Ihr Lieben,

ich mache mir gerade so viele Sorgen um meine Zukunft und da muss ich jetzt hier nochmal was loswerden in der Hoffnung, dass vielleicht jemand Erfahrungen hat oder einen Tipp für mich.

Meine Situation ist derzeit Folgende: Ich bin immernoch bei dem Arbeitgeber, wollte ja eigentlich kündigen aus gesundheitlichen Gründen und hatte mich auch beim Arbeitsamt schon arbeitslos gemeldet. Dann hab ich Angst bekommen und anstatt zu kündigen meine Stunden nochmals reduziert auf 10 pro Woche. Bisher geht das gerade so, finanziell natürlich nicht auf Dauer. Aber mehr Stunden schaffe ich kräftemäßig nicht in diesem Beruf.

Ich habe jetzt einen Antrag auf berufliche Reha gestellt. Jetzt setze ich alles darauf, dass der bewilligt wird.
Nun bin ich unschlüssig, ob ich meine Stelle jetzt endgültig kündigen soll, damit der Rehaantrag bessere Chancen auf Bewilligung bekommt. Oder ist es besser, die Stelle zu behalten, wenn ich das durchhalte? Ab und zu dorthin zu gehen gibt mir auch etwas Struktur, ich habe auch Angst, in ein noch tieferes Loch zu fallen, wenn das wegfällt. Und ich habe auch große Angst, vor dem Nichts zu stehen, falls der Reha Antrag abgelehnt wird.

Demnächst habe ich einen Termin bei dem Vermittler bei der Agentur für Arbeit. Hoffentlich sage ich da nichts Falsches.

11.02.2020 17:50 • #47


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Eis

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Hallo @Annaleen
Kannst du dich nicht mehr krank melden, wenn du den Job nicht schaffst?
VG Eis

11.02.2020 18:09 • x 1 #48


Annaleen

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Ach meine psychiaterin weigert sich mich krank zu schreiben und meine Hausärztin arbeitet seit diesem Jahr nicht mehr, ich suche gerade neue Ärzte, voll doof.
Aber die würden mich auch sofort kündigen, wenn ich länger krank bin.

11.02.2020 18:18 • #49


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Axel61

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Dann kriegst Du aber keine Sperre und so einfach ist Kündigen für den Arbeitgeber nun auch nicht.

11.02.2020 18:27 • x 1 #50


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ZeroOne

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Hi @Annaleen !

Zitat von Annaleen:
Nun bin ich unschlüssig, ob ich meine Stelle jetzt endgültig kündigen soll, damit der Rehaantrag bessere Chancen auf Bewilligung bekommt.


Was bringt dich zu dieser Annahme, dass deine Chancen auf eine LTA-Bewilligung größer sind, wenn du arbeitslos bist?

LG
ZeroOne

11.02.2020 18:39 • #51


Annaleen

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Zitat von ZeroOne:
Was bringt dich zu dieser Annahme, dass deine Chancen auf eine LTA-Bewilligung größer sind, wenn du arbeitslos bist?


Weil das Arbeitsamt bei mir Kostenträger sein wird. Und ich vermute die sehen keinen Grund mich zu fördern, wenn ich keine Leistungen von denen beziehe.

11.02.2020 18:48 • x 1 #52


Annaleen

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Zitat von Axel61:
Dann kriegst Du aber keine Sperre und so einfach ist Kündigen für den Arbeitgeber nun auch nicht.

Doch das ist für die leicht weil es ein Kleinbetrieb ist und ich daher keinen Kündigungsschutz hab. Um die sperre geht es mir nur in 2.linie.vor allem um die Reha.

11.02.2020 18:49 • #53


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Albarracin

Experte
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Experte

17.02.2020 13:26 • #54


Annaleen

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Zitat von Albarracin:
Bei Arbeitnehmern mit laufendem Beschäftigungsverhältnis ist normalerweise die DRV Kostenträger für alle Arten von Reha - auch berufliche (LTA).


Hey,

Dein zitiertes Gesetz passt nicht zur Frage, ich hab nochmal gegoogelt, man muss entweder 15 Jahre eingezahlt haben oder EMRente beziehen.

LG


Obwohl ich finde auch das:
§11 sgb VI: 2a
Leistungen zu teilhabe am arbeitsleben werden an Versicherte auch erbracht,

1. wenn ohne diese Leistungen Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zu leisten wäre oder

17.02.2020 14:18 • x 1 #55


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Albarracin

Experte
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Experte

17.02.2020 19:18 • x 2 #56


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Sunshine45

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Hallo Annaleen

Ich drücke dir nach wie vor die Daumen für deine Vorhaben!

Leider bin ich bei dem Paragraphen Dschungel und Gesetzen raus.
Da kenne ich mich nicht so aus.
Ich hatte im Jahr 2018 mal die Situation, dass ich arbeitsmäßig nicht mehr konnte. Da hatte ich trotz vorheriger Reha wieder ein Erschöpfungssyndrom und massive Schlafstörungen. Damals habe ich Vollzeit gearbeitet.
Da ich alles hinschmeißen wollte, habe ich mich bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten lassen.
Der sagte mir 2018, dass ich mir meine gesundheitlichen Probleme von einer Psychologin oder Ärztin bescheinigen lassen soll.
Dann sollte ich zur Agentur für Arbeit und meine Probleme schildern und die Reaktion des Arbeitsamtes abwarten und dann ggf. selbst kündigen. Bei einem Aufhebungsvertrag kann es evtl. zu Sperren kommen, das entscheidet sich vor dem Arbeitsgericht.

Laut dem Anwalt für Arbeitsrecht gäbe es dann auch keine ALG-I Sperre, da ich mich seitens des Arbeitsamtes und mit einem Attest abgesichert hätte.
ALG-I hätte ich bekommen, da ich seit 2016 ununterbrochen in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt habe.
Bei mir ist es glücklicherweise nicht soweit gekommen, da 3 Monate später meine Stelle auf 20 Stunden pro Woche gekürzt wurde und ich in ein kleineres Büro gekommen bin.
Auf einmal ging es mir gesundheitlich wieder besser.

Hast du eine Rechtsschutzversicherung?

Viele Grüße

sunshine45

17.02.2020 21:15 • x 1 #57


Annaleen

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@Albarracin

Ich hab leider noch keine 15 Jahre eingezahlt.

@Sunshine45

Danke dir!
Ich kann auch so ein Attest von meiner Ärztin bekommen. Das ist weniger das Problem inzwischen. Jetzt hoffe ich darauf, dass ich die Reha genehmigt bekomme. Leider unterstützt meine Ärztin mich nicht so gut.
Nee Rechtsschutzversicherung hab ich nicht.

Liebe Grüße!

17.02.2020 22:01 • x 1 #58


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Sunshine45

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Hallo Annaleen,

vielleicht kannst du dir in Zukunft überlegen, eine Rechtsschutz Versicherung abzuschließen?
Es ist bestimmt nicht verkehrt, wenn man auch Arbeitgeber-Streitigkeiten mit einschließt in die Versicherung.
Ich habe schon oft Probleme mit Arbeitergebern gehabt auch wegen meinen Arbeitszeugnissen und die Kosten wurden dann komplett übernommen, selbst wenn es vor das Arbeitsgericht geht.

Wir zahlen zurzeit 20 Euro pro Monat dafür, da ist auch Vertragsrecht und Verkehrsrechtschutz drin.
Ich bin kein Versicherungsvertreter, aber vielleicht kannst du dich erkundigen? War nur so eine Idee. Gibt einen etwas Sicherheit.

Dir einen schönen Tag

Viele Grüße

sunshine45

18.02.2020 08:54 • #59


Annaleen

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Zitat von Sunshine45:
vielleicht kannst du dir in Zukunft überlegen, eine Rechtsschutz Versicherung abzuschließen?

Hallo sunshine,

Ich bin VdK Mitglied, wenn ich irgendwie rechtlichen Beistand brauche, wende ich mich erst an die, das kann ich auch erstmal nicht kündigen, wegen Mindestvertragslaufzeit. Ich muss mich jetzt erstmal darum kümmern, einen Arzt zu finden, denn ohne den komme ich nicht weit.
Aber danke für den Tipp, das überlege ich mir dann nochmal, wenn der Vertrag mit dem VdK ausgelaufen ist.

Liebe Grüße

18.02.2020 10:32 • x 1 #60

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