Krankenkasse und MDK beenden Arbeitsunfähigkeit, was tun?

Thomson

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Hallo zusammen,

heute öffnete ich einen Brief meiner Krankenkasse. Was ich lesen musste war unglaublich! Ich wußte nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Aber egal, denn ich habe Tränen gelacht!
Dazu folgendes:

Ich bin wegen Depression und Angst- Panikattacken seit dem 20.09.11 krankgeschrieben und in hausärtzlicher Behandlung. Ich habe im dritten Anlauf ein Anti-Depressiva ohne Nebenwirkungen und stimme mich derzeit darauf ein. Trotzdem beschleichen mich weiterhin Angst- und Panikattacken. Meine Psychotherapie beginnt Anfang April und bis dahin wird sich hoffentlich alles weiter stabilisiert haben. Die Krankenkasse geht in ihrer Hoffnung aber schon viel weiter!

Am 16.11. war ich beim sozialmed. Dienst vorstellig mit der Bescheinigung auf weitere Arbeitsunfähigkeit. Das ist wohl ein externer bzw. übergeordneter Dienst der Krankenkasse.

Am 12.01. hatte ich ein pers. Gespräch bei einem Mitarbeiter des sozialen Dienstes der Krankenkasse. Hier ging es sich um die pers. Beratung und individuelle Unterstützung.

Bis dahin war ich bis zum 31.1. krankgeschrieben, darauf folgte eine weitere Arbeitsunfähigkeit bis zum 28.2. Kann sein dass sich hier was überschnitten hat, denn ich war in der letzten Woch nicht zuhause und habe den Brief erst heute öffenen können.

Wie auch immer, es steht drin:

um Ihren Behandlungsverlauf begleiten und zu unterstützen, haben wir uns mit dem MDK beraten.
Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass sich Ihr Gesundheitszustand gebessert hat und Sie ihre berufl. Tätigkeit in Kürze wieder aufnehmen können.
Ihre Arbeitsunfähigkeit endet demnach am 10.2., sofern ihr behandelnder Arzt bis zu diesem Tag dies beststätigt.
Das schließt nicht aus, dass...

Dazu noch eine Rechtsbehelfsbelehrung.


Widerspruch ist natürlich unterwegs und eine schriftl. Stellungnahme gefordert.

Ja, das ist doch super! Am 10.2. bin ich wieder gesund. Alle meine Beschwerden sind dann passe. Und ich kann wieder arbeiten gehen. Das ist nur noch eine Woche und dann hat das alles ein Ende! Ich bin so glücklich, dass mir die Worte fehlen!
Ich weiß jetzt nicht ob die das bei der Krankenkasse gewürfelt haben, das Orakel von Delphi befragt haben oder Karten gelegt haben. Aber ich muss zugeben, die Genauigkeit der Vorhersage stimmt mich froh und mutig. Vielleicht ist auch angedacht, dass dieses Schreiben meine Krankheit placebomäßig wieder heilen kann. Man muss nur dran glauben! Fragt sich nur wer dran glaubt...


Habt Ihr auch schon mal von euren Kassen solche lustigen Schreiben erhalten?

Gruß,
Thomson

02.02.2012 22:35 • #1


mag

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Hallo Thomson,

solche Schreiben tauchen in dieser Art und Weise immer wieder von den Krankenkasse auf und du solltest mit deinem Arzt schnellstens abklären, dass
er dich weiter Arbeitsunfähigkeit schreibt.

Da du nur in hausärztlicher Behandlung bist, wäre es auch sinnvoller, dass du dich in fachärztlicher Behandlung begibst, denn du hast auch
eine gewisse Mitwirkungspflicht und das kann man dir bei nur hausärztlicher Behandlung aberkennen.

02.02.2012 23:36 • #2



Hallo Thomson,

Krankenkasse und MDK beenden Arbeitsunfähigkeit, was tun?

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Thomson

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Hallo Mag,

ich bin ja nun weiter AU-geschrieben und ich werde meinen HA am 13.2. wiedersehen. Meine Panikattacken gehen mir aufs Herz und wir wollen untersuchen, ob es ggf. einen anderen med. Befund gibt. Ich schätze mal, das reicht, es dann zur Sprache zu bringen. Zudem sind die Wartelisten bei den Psychotherapeuten sehr lang und ich habe Glück dass ich "schon" Anfang April einen ersten Termin habe. Auch die Krankenkasse können sich solche Termine nicht aus den Ärmeln schütteln.

Ich bin nun mal gespannt, was die mir antworten. So muss man mir nicht kommen, da kann ich auch anders. Den Spieß dreh ich rum und stelle mal deren Mitwirkung infrage. Dass ich Depressionen habe heißt nicht, dass ich jetzt dumm im Schädel bin!

03.02.2012 00:13 • #3


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Eloise

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Hallo Thomson,

ich find es gut, dass du das Ganze noch ein wenig mit Humor nehmen kannst. Es hat ja auch irgendwie seine Komik. So ging es mir bei der Frage der KK-Mitarbeiterin "Und was machen sie noch?" nachdem ich ihr gesagt hatte, dass ich Antidepressiva nehme und einen Psychotherapeuten suche.

Mag wollte vermutlich darauf hinaus, dass du einen Psychiater aufsuchst. Das wäre der entsprechende Facharzt. Ein Psychotherapeut muss nicht zwangsweise Arzt sein. Falls dein Hausarzt nicht zufällig Psychiater ist, würde ich die Diagnose durch den Facharzt absichern lassen.

03.02.2012 00:30 • #4


Thomson

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Ich habe eine Überweisung zur Psychotherapie- nicht zur Psychiatrie!
Es galt also einen Therapieplatz zu finden und das habe ich. Vor April gehts aber nicht, da kann ich auch nichts für. Und bis dahin werde ich zusehen müssen, ob und dass ich mit meinem Medikament weiter klarkomme und mich seelisch weiter festigen kann. Darüber hinaus gilt es noch ärztlich abzuklären, ob mein zu hoher Blutdruck und die Herzstörungen psyschicher oder physischer Natur sind. Ich selbst würde sagen, dass es mich in der Ruhe übermannt und allein mir das schon große Sorge bereitet. Nichts genaues weiß man eben noch nicht und ich selbst kann nur sagen- ich bin noch nicht soweit! Wenn dass denn jemand hören will...

Mir wärs auch am liebsten, wenn es am 10.2. sein Ende hätte. Und bis heute wusste ich nicht, dass die Krankenkasse auch Wunderheiler beschäftigten. Kein Wunder, ich war ja sonst auch nie krank. So ein Pech.

03.02.2012 00:47 • #5


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Albarracin

Experte
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Experte

03.02.2012 12:37 • #6


Thomson

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Hallo Albarracin,

vielen lieben Dank für den Link! :-)

Ich habe schon einen Termin für nächste Woche gemacht, damit sichergestellt ist, dass mein Arzt und ich diesselbe Sprache sprechen.
Auf meinen Arzt kann ich mich wirklich verlassen, auch wenn er "nur" Internist ist. Von seiner Seite aus muss ich mir keine Sorgen machen, er ist ein Arzt dem ich wirklich vertraue. Ich wüsste nicht wo ich mich besser aufgehoben fühlen würde. Immerhin, das Glück habe ich.

Ich berichte wieder, sobald es neues gibt!

Ein schönes Wochenende wünscht,

Thomson

03.02.2012 18:12 • #7


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Anima

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Zitat von Thomson:
Ich habe eine Überweisung zur Psychotherapie- nicht zur Psychiatrie!


Eloise hat schon recht. Ein Therapeut muss kein Arzt sein, ein Psychater schon. In so manchem Fall muss es eben ein Facharzt sein. Das ist dann weder der Hausarzt noch der Therapeut!

04.02.2012 00:00 • #8


Sonnenblume20

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Zitat von Anima:
Thomson hat geschrieben:
Ich habe eine Überweisung zur Psychotherapie- nicht zur Psychiatrie!

Eloise hat schon recht. Ein Therapeut muss kein Arzt sein, ein Psychater schon. In so manchem Fall muss es eben ein Facharzt sein. Das ist dann weder der Hausarzt noch der Therapeut!

Dem möchte ich mich gerne anschließen!

Hausärzte sind bei den Krankenkassen, wenn es um psychische Erkrankungen geht, nicht unbedingt anerkannt.
Um genaue Diagnosen zu stellen, ist ein Facharzt, in dem Fall ein Psychiater notwendig.

Meine Hausärztin ist sogar nebenbei Psychotherapeutin, aber, obwohl sie sich mit Depressionen sehr gut auskennt, hat sie mich trotzdem zusätzlich zum Psychiater geschickt, um die Diagnose bestätigen zu lassen und um der Krankenkasse zu zeigen, dass man in fachärztlicher Behandlung ist.

Ich würd an Deiner Stelle wirklich zusätzlich noch einen Psychiater konsultieren.

04.02.2012 02:47 • #9


Thomson

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Da ist was dran. Werde das nächste Woche mit meinem Doc besprechen. Der Theraupeut dem ich Anfang April vorstellig werde, öffnet seine Niederlassung auch erst zum April. Der ist Dr. rer. med. Dipl.- Psychologe. Vielleicht kann das gleich über ihn laufen? Oder wird da ein Unterscheid zwischen Psychologe und Psychiater gemacht?

04.02.2012 19:53 • #10


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Eloise

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Im Prinzip sind Psychiater und Psychologe zwei völlig unterschiedliche Dinge, die sich aber in der Praxis gerne vermischen bzw. verwechselt werden.

Es gibt Psychiater (=Arzt mit Fachgebiet Psychatrie), die auch eine Zusatzqualifikation zum Psychotherapeuten haben.

Hingegen ist ein Psychologe (sollte er nicht noch Medizin studiert haben), nur jemand der Psychologie studiert hat und kein Arzt. Auch er wird durch eine Zusatzqualifiaktion zum Psychotherapeuten.

Dein Therapeut hat offensichtlich Psychologie studiert und eine Zusatzausbildung zum Therapeuten gemacht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er seine Doktorarbeit, die ihm das Dr. rer. med. eingebracht hat, dann auch im Bereich Psychologie geschrieben hat. Somit wäre er kein Arzt und könnte sich auch nicht auf die Fachrichtung Psychatrie spezialisieren.

Am besten fragst du einfach nochmal kurz bei ihm nach.

04.02.2012 21:15 • #11


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Anima

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Zitat von Thomson:
Da ist was dran. Werde das nächste Woche mit meinem Doc besprechen. Der Theraupeut dem ich Anfang April vorstellig werde, öffnet seine Niederlassung auch erst zum April. Der ist Dr. rer. med. Dipl.- Psychologe. Vielleicht kann das gleich über ihn laufen? Oder wird da ein Unterscheid zwischen Psychologe und Psychiater gemacht?


So weit ich weiß müsste er dann Facharzt sein für Psychotherapie. Einfach nachfragen!
Mein Psychater ist übrigens auch Neurologe.
Wichtig ist eben, dass diese Ärzte auch Medikamente verschreiben dürfen, was z. B. ein "einfacher" Therapeut nicht darf.

05.02.2012 01:07 • #12


Thomson

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Frohe Kunde habe ich zu melden! :-)

Die Krankenkasse hat mir mitgeteilt dass meinem Widerspruch stattgegeben wurde!
Sie "bitten" allerdings dass ich binnen drei Wochen einen Termin bei einem FA vorweisen kann. Den habe ich- beim Neurologen! In knapp drei Wochen später den ersten Termin beim Therapeuten.
Mehr als das kann ich nicht tun und niemand kann sich für mich frühere Termine aus dem Ärmel schüttel. Damit habe ich wohl meine Mitwirkungspflicht erfüllt. Soweit so gut also.

Den Jecken unter euch wünsche ich frohe Fastnacht! :-)

Hellau & Allaf,
Thomson

18.02.2012 18:17 • #13



Hallo Thomson,

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mag

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Toll Thomson

18.02.2012 19:25 • #14

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