Was tun, wenn Krankenkasse den Reha-Antragen fordert?

col

55
15
1
Hallo,
nachdem ich nun erfolglos Stunden im Inet versucht habe eine Antwort auf meine Frage zu bekommen, hoffe ich, dass hier jemand Bescheid weiß.

Ich bin nun 4 Monate Arbeitsunfähigkeit. Seit einem Monat mit der Diagnose Depression.

Wie schon mal geschrieben ist meine größte Sorge, dass die Krankenkasse mich auffordert einen Reha Antrag zu stellen und dass das Attest meines Theras, dass ich nicht Reha fähig bin abgelehnt wird. (Ich kann nur begrenzt unter Menschne sein, brauche dann absoluten Rückzug. Ein Zimmer reicht nicht aus um neu auf zu laden.) Bzw. wie Albarracin schonmal schrieb ich dann mit einem Rentenverfahren rechnen muss. (Bin fast 61, könnte mit 61 frühest mögl. Rente beantragen. (GdB50)

Was ich möchte ist:
Ich möchte mich möglichst lange erholen.
Dann möchte ich noch einmal arbeiten.

Meine Frage ist:
Wie kann ich meinen Plan umsetzten?
Ist es zu spät, wenn die Krankenkasse mich zum Reha Antrag auffordert?
Ich befürchte das, weil:
https://www.haufe.de/sozialwesen/leistu ... 25714.html

„Dispositionsrecht geht verloren
Ohne von der Krankenkasse aufgefordert worden zu sein, entscheidet ausschließlich der Versicherte über seine Ansprüche gegen die Rentenversicherung. Selbst wenn ein Reha-Antrag gestellt und durch die Rentenversicherung wegen fehlender Erfolgsaussichten in einen Rentenantrag umgewandelt wird, kann der Versicherte dem widersprechen, den Rentenantrag zu einem späteren Zeitpunkt stellen oder bereits gestellte Anträge zurücknehmen. Er hat also ein Dispositionsrecht.
Durch die Aufforderung der Krankenkasse verliert der Versicherte dieses Recht. Er kann nicht mehr eigenständig über seine Ansprüche gegen die Rentenversicherung entscheiden. Alles erfolgt in Abstimmung mit der Krankenkasse“

Ich frage mich ob ich dann spätestens beim MDK sagen müsste, dass ich in absehbarer Zeit nochmal arbeiten will.
Ich denke, wenn es mit dem arbeiten nicht klappt, dann kann ich ja immer noch sagen, so jetzt EM Rentenantrag stellen oder eben die Frührente nehmen.

Herzlichen Dank für eine Antwort
col

16.12.2017 17:52 • #1


Albarracin

Albarracin

1133
22
39
Hallo,

die von Dir erwähnte Einschränkung des Dispositionsrechts bezieht sich grundsätzlich nur auf die Reha-Antragstellung bzw. die Umdeutung in einen Rentenantrag.
Die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit ist von dieser Einschränkung nicht betroffen. Allerdings sollte diese Wiederaufnahme nicht nur für ein paar Tage sein.

Wie würde es denn mit Teilzeit-Beschäftigung aussehen ?
Als Schwerbehinderter hast Du darauf ein einklagbares Recht gem. § 81 Abs. 5 SGB IX:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__81.html

Vielleicht wäre dann ja auch eine Kombination aus Teilzeitarbeit und Teilerwerbsminderung möglich.

18.12.2017 15:19 • #2


col


55
15
1
Hallo Wolfgang
Wieder einmal danke ich dir für deine Hilfe sehr herzlich.
Werde mal den Link lesen und über Teilzeit nachdenken.


Kurze Frage
Wenn Krankenkasse zur Reha auffordert und ich dann antrag auf vorgezogene Altersrente stelle, eben weil ich nicht mehr kann, es aber bis zur ersten Auszahlung der Rente zeit braucht, woher bekomme ich dann Geld?
Rentenversicherung ?

hG
col

19.12.2017 10:35 • #3




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag