Keine Gefühle mehr - wie kommen sie zurück?

Serafina

1264
14
3
Hallo Naturfreund,

Zitat:
Was heißt das, dass ich an mich denken soll? Keinen Kontakt mehr haben, versuchen von der Liebe
wegzukommen? Eine neue Partnerin suchen und damit das Ende besiegeln?


Nein, das heißt es nicht. Ich - und auch die anderen - meinen, dass es sich so liest, also ob sich dein Leben nur darum dreht und du vergißt zu leben. Dich vllt auch anders zu orientieren, was nicht gleich eine neue Partnerschaft bedeuten soll. Sondern mal abschalten und mal nur an dich denken. Dir was Gutes tun. Mal eine Zeit nicht an deine Frau denken usw. Sich einfach eine Auszeit nehmen.

Als Angehöriger steht man oft nur an 2. Stelle. Stell dich doch mal wieder in die Pole-Position.

Serafina

15.05.2011 14:48 • #16


Steffi

Steffi

1665
47
20
Hallo Naturfreund,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Wenn Du wartest, bist Du gedanklich in der Zukunft und vergisst (jetzt) zu leben. Dein Leben findet aber jetzt statt, in diesem Moment.
Ich habe das, was Du schreibst, so verstanden: Wenn Du Dir sicher sein kannst, dass Deine Frau in Euer früheres Leben zurück kehrt, bist Du bereit, alles zu tun.
Wenn dies jedoch nicht eintritt und Deine Frau sich anderen zuwendet bzw. ein völlig neues Leben beginnen möchte, dann gibst Du auf.

Welche dritte Möglichkeit gibt es noch ?

15.05.2011 14:59 • #17


Naturfreund


17
2
Hallo Serafina, hallo Steffi,

vielen Dank für Eure Nachrichten.

Ja, ihr habt natürlich Recht. Ich werde mal wieder versuchen etwas ruhiger zu werden. Ändern an der Situation kann ich so und so nichts.
Mein Verstand weiß das. Ich habe meine Frau darauf angesprochen, wie es mit uns weitergeht. Sie hat gesagt, sie weiß nicht, ob die Gefühle
wiederkommen und wann. Das Schlußwort war "Was soll man daraus machen?".

Eine dritte Möglichkeit? Ich weiß nicht.

Ich werde eurem Rat folgen und versuchen etwas Abstand zu gewinnen. Das kann ich nur, wenn ich den Kontakt etwas schleifen lasse.
Fällt mir schwer. Mich in die Pole-Position stellen? Ich bin der Typ, der für Alle immer da ist. (Aber keine Selbstaufgabe, wenn mich die
Ereignisse zu sehr belasten, ziehe ich die Handbremse! Das geht.) Da muß ich erst mal gründlich drüber nachdenken, wie ich das hinkriege.
Aber ein schöner Gedanke mal so richtig egoistisch zu sein und nur an mich zu denken? Das darf ich mal? Kann ich das?

Euer Zuspruch, eure Hilfe, tut mir gut. Ich danke euch sehr dafür.

Viele liebe Grüße

Naturfreund

15.05.2011 18:31 • #18


Serafina

1264
14
3
Hallo Naturfreund,

bitte nimm es nicht zu wörtlich. All das, was wir hier schreiben, sind nur vorsichtige Tipps, ohne Gewähr.

Allein du entscheidest, was, wann und wie geschied.

Serafina

15.05.2011 18:47 • #19


Steffi

Steffi

1665
47
20
Zitat von Naturfreund:
Ich werde eurem Rat folgen und versuchen etwas Abstand zu gewinnen. Das kann ich nur, wenn ich den Kontakt etwas schleifen lasse.

Ja, mach das.
Zitat:
Ich bin der Typ, der für Alle immer da ist.

Das kann ich mir gut vorstellen. Und da passiert es manchmal, dass man den/die anderen erdrückt. Fürsorglichkeit und Hilfe für andere ist gut. Mit zu viel erreichst Du manchmal das genaue Gegenteil.
Zitat:
Aber ein schöner Gedanke mal so richtig egoistisch zu sein und nur an mich zu denken? Das darf ich mal? Kann ich das?

Du kannst und Du darfst. Tu es einfach.
Verwechsle das nicht mit Egoismus, sondern sieh es als Zeichen der (inneren) Freiheit. Freiheit entsteht dort, wo Du loslassen kannst.

15.05.2011 18:52 • #20


Naturfreund


17
2
Hallo Serafina, hallo Steffi,

nach mehrmaligem Austausch mit meiner Frau habe ich jetzt gemerkt, dass sie tatsächlich noch nicht in der
Realität angekommen ist. Sie hat das wirkliche Problem immer noch nicht erkannt und meint weiterhin ich
würde sie nicht verstehen.

Ich gebe jetzt auf und kümmere mich jetzt um mich selbst. Da wird sich Nichts ändern. Jetzt bin ich mir sicher.

Vielen Dank für euer Zuhören

Liebe Grüße

Naturfreund

17.05.2011 13:51 • #21


GastAccount

Naja, so ganz unrecht scheint deine Frau auch nicht zu haben. Du wirkst auch hier sehr ungeduldig und pickst dir ein bisschen die Antworten heraus, die dir gefallen könnten. Andererseits interpretierst du in die Antworten Dinge, die gar nicht gesagt worden. Beispiel: Ich habe geschrieben, dass es bei 2,5 Jahre dauerte. Das heißt aber nicht, dass ich 2,5 Jahre komplett Gefühllos war, sondern nur, dass es wirklich 2,5 Jahre gedauert hat, bis ich mir wirklich wieder absolut sicher war, meinen Partner zu lieben. Das ist ein Unterschied.

Ich vermisse bei dir die Zwischentöne, du wirkst auf mich absolut. Das übt übrigens Druck aus. Nicht nur auf andere, sondern vor allem auch auf dich. Nur weil sie heute der Meinung ist, du würdest sie nicht verstehen, heißt das doch noch lange nicht, dass sie das immer so denkt. Sie fühlt sich jetzt unverstanden. Genauso hat hier keiner gesagt, dass du dich nur um dich kümmern sollst, sondern dass du dich auch um dich kümmern sollst. Die Welt ist nicht schwarz/weiß - da sind ganz viele Farbtöne dazwischen. Und die sollte man beachten.

Ich hatte deine Post noch einmal gelesen und bin über diese Aussage gestolpert:
Zitat:
Mal was anderes, aus Sicht des Schwarzsehers. Ich bin eigentlich Optimist, sehe aber auch immer alle Probleme im Voraus und bereite mich für
den schlechtesten Fall der passieren kann schon vor, das erleichtert im Fall der Fälle die sofortige Problembewältigung.

Denn das zeigt ziemlich deutlich deine Handlungsweise. Du kannst kein Optimist sein, wenn du Probleme im Voraus siehst. Denn alle Probleme kann man nicht im Voraus sehen und noch weniger kann man sich auf alles vorbereiten. Das bedeutet nämlich auch eine absolute Annahme der Zukunft. Also wieder schwarz-weiß, ja oder nein. Das Leben ist nicht planbar, vorhersehbar und strategisch aufgebaut. Es ist überraschend, lebendig, bunt, mit Zwischentönen versehen, mal anders, mal unplanbar, mal auch planbar. Aber immer irgendwie anders. Wenn man alles im Voraus plant, jegliches Problem im Voraus durchanalysiert, dann ist man kein Optimist sondern eigentlich ein Pessimist. Denn Pessimisten gehen auch immer davon aus, dass es Probleme geben wird und sind lieber vorbereitet. Es gibt so einen Spruch: Nur Optimisten können enttäuscht werden. Das spiegelt deine Handlungsweise sehr gut wieder. Aber Optimisten können auch überrascht werden - das passiert einem Pessimisten nie.

Was ich sagen will, mit dieser Grundeinstellung deines "Optimismus", der keiner ist, gehst du auch an deine Partnerschaft. Ganz oder gar nicht, schwarz oder weiß. Will sie - will sie nicht! Manchmal brauchen ihre Dinge auf auch Zeit und Zwischentöne und die solltest du zulassen.

Kannst du das?

17.05.2011 15:00 • #22


Serafina

1264
14
3
Hallo Naturfreund,

Zitat:
Sie hat das wirkliche Problem immer noch nicht erkannt und meint weiterhin ich
würde sie nicht verstehen.


Vllt. ist es auch so und nur du denkst, dass du sie verstehst?! Oder du erfüllst ihre Erwartungen nicht. Wer weiss das schon....

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Laß sie eine Zeit in Ruhe und tu dir was Gutes.

Serafina

17.05.2011 15:10 • #23


Binchen

20
2
Ich habe den Thread hier mitverfolgt und sehe das ähnlich wie .
Die Situation zwischen euch besteht zwar schon länger, jetzt schreibst du hier seit einer Woche und es entsteht der Eindruck, als wolltest du jetzt unbedingt eine Entscheidung treffen. Erst schreibst du sinngemäß, dass du jetzt voll und ganz für sie da sein willst und jetzt hast du dich kurz darauf zur völligen Aufgabe entschieden. Du musst sie doch nicht aufgeben, auch wenn du dir selbst Gutes tust.
Solange du noch ernstliche Hoffnung hast, sei für sie da, wenn sie dich braucht, aber leb dein Leben.

17.05.2011 16:08 • #24


Naturfreund


17
2
Hallo ihr Lieben,

ich habe es auf die Spitze getrieben, um aus ihr herauszubekommen, wo wir stehen. Krank ist sie weiterhin, Gefühle hegt sie für mich keine. Sie war dann tatsächlich in der Überlegungsphase, wieder zu mir zu ziehen. Einen Therapeuten sucht sie sich auch zur Zeit. Ich habe sie dann gefragt, ob sie ehrlich zu mir ist, ob sie mich auch nicht betrogen hat.

Da hat sie doch tatsächlich geantwortet: Nur zweimal!

Schön dass sie ehrlich ist. Jetzt tut es ihr schon wieder leid, dass sie mir das gesagt hat, da ich weiß mit wem und nun
seine Frau anrufen werde.

Was sagt ihr dazu? Wenn ich es nicht auf die Spitze getrieben hätte, hätte ich vielleicht noch Jahre auf sie gewartet!!!

Prost Mahlzeit.


Viele liebe Grüße


Naturfreund

31.05.2011 09:14 • #25


GastAccount

Wow, was bist du für ein Mann. So stark, so stolz, so männlich. Ich kann gerade nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte. Sorry, aber diese ehrlichen Worte müssen sein.

Du magst verletzt sein, aber du hast dich nicht in die Ehegeschichten der möglichen Anderen einzumischen. Fühlst du dich dann besser, wenn du der anderen Frau die "Wahrheit" sagst? Diese Beziehung geht dich nichts an. Also solltest du dich auch heraushalten.

Ehrlich gesagt, zeigst du hier gerade dein wahres Gesicht. Und mir wird klar, warum deine Frau weg ist. Und ich kann für sie nur hoffen, dass sie es auch bleibt. Sie hat jetzt ihr eigenes Leben und das ist auch besser für sie. Denn ihr geht es besser, und nun frag dich mal warum.

Du hast gedrängelt und gedrückt, kein Wunder, dass sie zusammenbricht. Kein Wunder, dass sie sich einem anderen zuwendet, der vielleicht mehr Verständnis für sie hat und nicht nur darauf aus ist, dass sie funktioniert. Was ist deins auf die Spitze treiben? Inquisitionsartig hinterfragen? Drohen? Machst du das immer so?

Es wäre auch denkbar, dass sie nur gestanden hat, um endlich ihre Ruhe zu haben. Denn das Bild, was gerade vor mir entsteht, ist alles andere als freundlich. Da würde ich auch alles zugeben, selbst sogar wenn es nicht stimmt.

Lass sie ziehen. Ist besser für dich und vor allem für sie.

31.05.2011 09:54 • #26


Binchen

20
2
Zitat von Naturfreund:

12.05.: Setze ich sie nicht zu sehr unter Druck, wenn ich sie auf unsere weitere Zukunft anspreche? Ich denke das ist in Ihrer Situation immer kontraproduktiv Druck auzuüben?
Ich wüsste schon gerne, wie es weitergeht. Das Warten bin ich leid.

31.05.: ich habe es auf die Spitze getrieben, um aus ihr herauszubekommen, wo wir stehen. Krank ist sie weiterhin, Gefühle hegt sie für mich keine.


Du fragst nach neun Monaten hier um Rat. Aber eigentlich, wenn ich das so lese, war doch da deine Entscheidung, nicht mehr warten zu können, schon gefallen.
ich habe es auf die Spitze getrieben, um aus ihr herauszubekommen, wo wir stehen. Krank ist sie weiterhin, Gefühle hegt sie für mich keine. Wenn du dich mit dem Thema beschäftigt hast, solltest du doch begriffen haben, dass sie genau das momentan nicht kann. Sie kann keine Entscheidungen treffen, sie kann scheinbar nichts fühlen. Wie soll sie sich da entscheiden können?
Und vertrauen kann sie dir nicht, wie sich eindrucksvoll zeigt.

31.05.2011 10:17 • #27


Naturfreund


17
2
Hallo , hallo binchen,

ihr geht ja hart mit mir ins Gericht. Nein ich habe die Frau nicht angerufen und werde es auch nicht tun. Das
war nur die Riesenwut, die ich da hatte.

Euch scheint das aber gar nicht so schlimm zu sein, daß sie sich einem Anderen zugewandt hat. Gedrängt habe ich
sie übrigens jetzt zum ersten Mal, ja es stimmt, weil ich endlich mal erfahren wollte, wie es weitergeht. Darauf hat
sie gar nicht so schlecht reagiert und hat mich da verstanden. Warum kann sie mir nicht vertrauen?

Ich bin übrigens nicht schuld an ihrem Gesundheitszustand. Für ihr zu geringes Ego, die wahrscheinlich vererbten Depressionen, die zu geringe Liebe in ihrer Kindheit und die schlimmen Erlebnisse, geschlagen und vergewaltigt zu
werden in Ihrem jungen Erwachsenenleben, haben Nichts mit mir zu tun. Das Einzige was ich mir vorhalten kann sind
diese blöden kleinen Probleme in der Beziehung, wie z.B. Zahnbürste liegenlassen, eigene Sachen liegen lassen, etc.

Aus diesen Dingen hat sie riesen Probleme gemacht. Probleme mit ihrer Mutter, zuviel Streß im Arbeitsleben, Unzufriedenheit mit sich selbst und dann noch Ungerechtigkeit gegenüber einer Kollegin haben zu dem Burn Out geführt.

Den Burn Out hat sie super überstanden, weil wir auch schon Jahre davor zusammen zum Fitnessport gegangen sind und
sie das, nachdem sie keine Löcher mehr in Wände starren musste, noch intensiviert hat.

Für mich gab es in diesen Monaten mit dem Burn Out keinen Grund mir wirklich über Depressionen Gedanken zu machen.

Das Erkennen der Depressionen hat damit begonnen, daß nach offensichtlicher Genesung des Burn Out, extreme Streitphasen
folgten, wo sie fast allabendlich ausgetickt ist. Dann ist sie ausgezogen und hat mich weiter per SMS maltretiert. Ich will mich jetzt nicht weiter wiederholen.

Soll ich ihr denn so einfach die beiden Fehltritte verzeihen? Sie hat mir übrigens geschrieben, wenn mir so etwas passiert
wäre, würde sie es mir verzeihen! Dabei ist sie immer so eifersüchtig gewesen, dass ich mit anderen Frauen am besten
gar nicht gesprochen habe.


Viele liebe Grüße

Naturfreund

31.05.2011 13:14 • #28


JeanLucca

JeanLucca

543
8
1
Hallo Naturfreund.

Ich (bin) war stiller Mitleser. Ich drängel mich mal kurz dazwischen - die Frage nach dem Verzeihen hab ich mir auch mal gestellt.

Zitat von Naturfreund:
Das Einzige was ich mir vorhalten kann sind
diese blöden kleinen Probleme in der Beziehung, wie z.B. Zahnbürste liegenlassen, eigene Sachen liegen lassen, etc.

Sicher kann es sein das der Partner auch mal die Nerven verliert wenn es z.B. dauernd unordentlich ist.
Ich denke aber das in einer Beziehung die mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen geführt wird sowas nicht derart eskaliert. Ich glaube auch das Du mal im Umgang zu Deiner Frau kramen solltest. Das was Du da anführst erscheint mir wie ein Alibigeständnis.


Zitat von Naturfreund:
Soll ich ihr denn so einfach die beiden Fehltritte verzeihen?

Das kannst Du Dir nur selbst beantworten. Einfach wird es sicher nicht für Dich eine Entscheidung zu treffen. Wenn Du verzeihst, dann kann es nur klappen wenn Du es mit Aufrichtigkeit machst, ohne das an irgendwelche Konsequenzen oder Forderungen zu knüpfen. ohne Druck auszuüben, von ganzem Herzen.
Und wenn Du Dich dazu entscheidest nicht mit den Fehltritten leben zu wollen dann musst Du auch die Konequenz ziehen und Dich trennen. Entscheide Dich und setze Deine Überlegungen nicht als Druckmittel gegen Deine Frau ein. Auch wenn die Fehltritte Mist waren, so bleibt es doch die Frau die Du mal geliebt hast. Versuche ihre Fehltritte von ihrer Person zu trennen. Das hilft Dir bei Deiner Entscheidung - wie auch immer die ausfällt.

Gute Grüsse
JeanLucca

31.05.2011 13:47 • #29


Martina

Martina

1979
14
3
@ JeanLucca

02.06.2011 14:56 • #30




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag