So,da bin ich wieder
Er gab also zu das er einen heftigen Rückfall hat und sich das gar nicht gut anfühlt. Er wollte dann wissen wie es mir wirklich ging und ich versicherte ihm das ich schon klar komme. Ich hatte nämlich inzwischen komplett realisiert das es nicht in meiner Macht liegt ihn zu retten und konnte akzeptieren das es erstmal jetzt darum geht das wir alle beide jeder für sich, sein Leben anzuschauen und zu bearbeiten hatte.
So habe ich es ihm auch gesagt und das hat ihn entlastet und erleichtert.
Ein paar Tage später habe ich ihn dann gefragt wie es ihm geht und er sagte: Nicht so gut,er hätte seine Spur verloren und die ganzen Tage getrunken.
Ich fragte ihn ob er seine Spur vielleicht wieder finden würde wenn ich ,wie eigentlich geplant war, am nächsten Tag zu ihm komme.
Er meinte darauf: Das wäre vielleicht die schlechteste Entscheidung die wir treffen könnten.Ich soll mir mal vorstellen in was für einer mentalen Verfassung wir dann aufeinander treffen und das will er uns nicht antun.
Er hätte hier für sich ein bisschen Zeit nötig um wieder ins Positive zu kommen. Aber das wäre keine Absage sondern nur eine Verschiebung wenn er das darf.
Er wolle mich überhaupt nicht verlieren nach den vielen Jahren aber da müssten noch viele Dinge geklärt werden.Aber in einer gesunden Umgebung.Er würde mich gerne sehen aber denkt das es keine gute Idee wäre.
Ich entgegnete ihm: ok.Aber er solle sich schon mal warm anziehen. Er bekäme von mir noch so manchen Tritt in seinen Hintern
Dann war ein paar Tage Funkstille die ich für mich genutzt habe um mich zu sammeln und meine eigene Therapie startete auch zu dem Zeitpunkt.
Er meldete sich, fragte nach meinem Befinden und berichtete das er jetzt seid einigen Tagen wieder nicht getrunken hat und hofft wieder auf dem richtigen Weg zu sein.
Ich antwortete das mich das sehr freut und das ich ein schönes We hatte,viel draußen an der Sonne und am Wasser war.
Nach 7 Tagen meldete er sich wieder und fragte ob alles ok sei? Und er wäre die ganze Woche ohne trinken durchgekommen. Dafür habe ich ihn natürlich gelobt und nur gesagt bei mir wäre alles ok.
Zu dem Zeitpunkt war ein Päckchen unterwegs zu ihm, davon wusste er aber nix.
Ich hatte noch einen ganzen Stapel CD's hier von ihm und sein T-Shirt.Er hatte gesagt ich solle das erstmal behalten,er bräuchte das nicht.
Aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis ihm auf diese Weise auch eine Art Ansage zu machen.
Und diesem Päckchen lag ein Brief von mir bei , in dem ich zusammen fasste was ich zu sagen hatte.
Ich schrieb:
Ich weiß das du es hasst wie die Pest wenn dir jemand sagt was du tun solltest.
Aber es macht mir nix aus,ich tue es doch.
Ich zitiere dich: Ich bin so hart wie Beton!
Ich bin Beton! ( er ist aus der Baubranche und auf Baustellen groß geworden)
Ich werde dir sagen was du bist: Du bist ein sturer Esel in einem Stall aus Beton.
Du musst dich jetzt entscheiden ob du Leben oder Sterben willst.
Sprachbarrieren, Ländergrenzen und Jahrzehnte haben nix daran geändert das es immer unsere Herzen waren die miteinander gesprochen haben.
Und nun bitte ich dich aus meinem tiefsten Herzen: Such dir Hilfe bei Ärzten und Psychlogen.
Du wirst das nicht alleine schaffen!
Er hatte vorher immer getönt, er geht zu keinem Arzt,keinen Psychiater und keinem Psychologen.
Das hätte er alles durch und das würde nicht helfen bei ihm.Er müsste das alleine schaffen.
Einige Tage später meldete er sich und teilte mir mit das er nun einen Termin bei seinem Hausarzt gemacht hätte.
Ich wusste das dieser Arzt bereits 5 Jahre zuvor ein Burnout bei ihm diagnostiziert hatte und natürlich damals schon entsprechende Maßnahmen einleiten wollte. Damals hatte er dann ambulante Therapien begonnen.aber.die Firma.seine Sozialisation .es verlief im Sande.seine Beziehung zur Mutter seiner Zwillinge ging den Bach runter.und der Grand Manier wurde sein bester Freund.
Aber endlich war er nun wieder zumindest bei dem Hausarzt und startete mit dem ersten Antidepressiva.
Ich war sehr erleichtert .