Schwierige Beziehung da wir beide depressiv sind

Anima

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Ich bin selbst sehr depressiv, aber - ich habe mich in Behandlung begeben und wer sich mit Behandlung in Kliniken auskennt, der weiß, dass das kein Spaziergang ist.

Seit zwei Jahren habe ich auch eine - hm- etwas schwierige "Beziehung", obwohl mir die Bezeichnung "Beziehung" irgendwie nicht schmecken will. Es ist eine Beziehung auf Distanz, was niemals so gewollt war. Ich hole auch nicht lange aus: Wir wohnen viele Kilometer auseinander, es gab Mißverständnisse - und trotzdem haben wir nie den Kontakt verloren.

Vor Kurzem hatte er mich besucht, es war sehr schön, beide entspannt. Jetzt ist alles anders: Totaler Rückzug von ihm, er ist nicht in der Lage, zu reden, innerlich halb tot. Sein Akku sei leer etc. Ich kenne all das aus eigener Erfahrung. Das einzige, was uns völlig unterscheidet ist, dass ich mir Hilfe suche, er nur halbherzig, weil ihn ja niemand versteht. Okay, er ist wirklich nicht einfach, da er große soziale Probleme hat und Probleme damit, die Gefühle anderer richtig zu sortieren. Wir haben in der Zeit, in der wir uns kennen, teileweise eine eigene Sprache aufgebaut und ich schätze es sehr, das er überhaupt mit teilt, wie dreckig es ihm geht.

Mir dummerweise auch - und ich kann nicht einfach auf den Putz hauen: Hey, mir geht es schlecht, halte mich mal - geht nicht.
Ich respektiere seinen Wunsch nach Abstand, selbst aber reißt es mich nach unten.

Eine Trennung, das kann ich nicht, denn in depressiven Phasen sollte man keine Entscheidungen treffen.
Wie halte ich als selbst depressiver Mensch da durch? Ich bin nicht böse, ich bin nicht wütend, nur traurig und er fehlt mir.

Anima

02.05.2010 21:00 • #1


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Ja, wenn wir uns sehen, dann immer mehrere Tage. Zuletzt war er bei mir - eine schöne Zeit.

Gerade weil ich doch recht viel weiß und es vor 2 Jahren mal auf der Kippe stand (tut er sich etwas an?), bin ich doch etwas unruhig, aber ich erreiche ihn telefonisch nicht und er liest keine Mails - nichts.

Ich weiß, ich werde jetzt nicht panisch, aber eben unruhig. Alles was ich im Augenblick möchte, das ist ein Lebenszeichen, mehr nicht.

Anima

03.05.2010 18:31 • #2


Anima

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Leider nein - habe eine e-Mail-Adresse von seinem "besten" Freund, der allerdings nicht weiß, wie schlecht es ihm geht. Aufgrund meiner eigenen Erkrankung konnte er mit mir darüber reden. Mist, ich versuche den ganzen Abend schon, ihn zu erreichen, das Telefon läutet - das Gespräch gestern war so komisch und dann das jetzt...Evtl. bin ich umsonst beunruhigt, aber das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Ich habe jetzt sms geschrieben und e-Mail geschickt. Wir hatten eine Vereinbarung, aber weiß man, was in schlechten Phasen alles im Kopf vorgeht? Heute habe ich mit meiner Therapeutin geredet, die auf jeden Fall meinte, dran bleiben, notfalls über einen speziellen Dienst vor Ort...naja, denke ich noch nicht dran und versuche, positiv zu bleiben...auch wenn ein ungutes Gefühl bleibt.

Anima

03.05.2010 21:28 • #3

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