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Zitat von Löckchen73: Ich sehe keinen Sinn mehr.
Was wäre das denn für ein Sinn, den Du sehen willst? Und wenn Du den dann sehen würdest, was würde sich dann ändern?
Angesichts der zahlreichen sinnlosen Aktionen und Ereignissen auf der Welt, die hinterfragt werden können, finden sie ja trotzdem statt und das einzige was getan werden kann ist, damit irgendwie umzugehen. Da wäre es eher eine Frage, wie man damit umgeht und nicht ob und was da der Sinn dahinter ist. Bestenfalls erkennt man einen Zweck den Andere oder man selbst mit der Aktion verfolgen. Und wenn man etwas tut um irgend ein Ziel zu erreichen, dann hat es diesen Zweck, der sinnvoll sein könnte, oder eben nicht, je nach der Betrachtung, die man an den Tag legt.
Es gibt auch keinen übergeordneten Sinn, den nicht irgendjemand mal also solchen benannt hat und den kann er nur benennen, wenn er ihm eingefallen ist, weil er ihm halt einfiel. Ergo kann ich bestenfalls einen Sinn erkennen oder eben nicht und es ist im Grunde egal, so lange ich mich nicht damit aufhalte, danach zu suchen. Ob Etwas oder mein Verhalten zweckmäßig ist, sehe ich, wenn ich es als zweckmäßig erachte. Wenn ich was esse, dass ich mühevoll zubereitet habe, dann hat das den Zweck nicht zu verhungern und dass es meinem Geschmack entspricht obwohl man es eigentlich landläufig als sinnlos bezeichnen könnte, weil es eh wieder ausgeschieden wird und nur zeitweise für eine gewisse Zufriedenheit gesorgt hatte. Zumal ich mir ja auch die nötigen Kalorien und Nährstoffe auch einfach mittels einer Infusion einverleiben könnte und die am Ende auch nur für Ausscheidungen sorgen würde.
In einer Tätigkeit für sich einen Sinn zu erkennen hängt also nur davon ab, eben einen darin zu sehen, egal ob Andere den sehen oder erkennen würden. Wenn überhaupt, dann wäre die Frage interessant, warum mache ich etwas wenn ich keinen Sinn darin sehe und was wäre die Konsequenz wenn ich es nicht mache. Und dann habe ich ja trotzdem die Möglichkeit was anderes zu machen, oder eben nichts zu machen. Und auch das muss ja keinen Sinn erkennbar machen. Kurzum, ich kann alles in Frage stellen und das nur, weil mein Hirn dazu die Möglichkeit bietet und nur ich kann entscheiden wie ich damit umgehen will und darf.
Ich darf sogar was tun, was mir oder Anderen sinnlos vorkommt und trotzdem bestimmt das nicht darüber, ob ich leben darf und kann, oder nicht. Und will ich leben, dann muss ich das Leben in erster Linie mal aushalten, denn nur dann kann ich vielleicht ändern, was ich ändern könnte. Und was ich nicht ändern kann, beispielsweise andere Menschen, gilt es dann erstmal nur zu akzeptieren.
Wenn Du also keinen Sinn (mehr) siehst, dann darf das so sein. Was Du deshalb tust, ist aber dann nicht einem Sinn geschuldet, sondern dem, was Du willst. Und zu tun was man will, hat fast zu hundert Prozent einen Zweck, wie auch immer der für einen selbst aussieht.