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In der Klinik und trotzdem Hoffnungslos

Löckchen73

Löckchen73
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Hallo
Ich bin seit über 6 Wochen in der Klinik. Ich habe Suizidgedanken und ich bin hoffnungslos das sich alles bessert. Abends bekomme ich schon ein neues Medikament. Nächste Woche noch eins. Ansonsten bei Bedarf Prometazin und über den Tag Lorazepam.


Ich bin verrentet durch einen Unfall und Depressionen. Derzeit sehe ich keinen Sinn mehr.


Ich habe Freunde und viele Interessen und Hobbies. Eine schöne Wohnung und Familie wohnt unter mir.

Natürlich werde ich mir nichts antun denn ich weiß wie das für die Hinterbliebenen ist. Aber bin mir nicht sicher ob ich das schaffe. Das ist die Hölle.


Ich sehe keinen Sinn mehr.

Danke fürs Zuhören. Ich bin in der Klinik also keine Sorge. Aber es ist so schlimm

x 6 #1


31 Antworten ↓
Dys

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Nun wäre bezüglich der Diagnose nur noch zu bedenken, dass die aufgrund des aktuellen Zustands des Patienten gestellt wird. Da es keiner Diagnose für eine Heilung bedarf, weiß im Grunde niemand gesichert, ob eine einmal gestellte Diagnose noch zutreffend sei kann und dementsprechend zutrifft, wenn eben keine aktuelle Untersuchung durchgeführt wird.

Wer als vor zig Jahren mal ne F32.x bekommen hat, muss deswegen heute nicht unbedingt wieder eine entsprechende haben, beziehungsweise an Depression erkrankt sein. Wobei ja das subjektive Empfinden eben auch ausschlaggebend sein kann und leider auch gerne mal trügt.

Beispielsweise wenn man müde und lustlos war und keinen Appetit hatte und sich auch nicht konzentrieren konnte, bekam man unter Umständen mal die F32.x Diagnose. Wenn das dann mal ein paar Jahre kein Thema mehr war und dann diese Symptomatik erneut beklagt wird, muss das nicht unbedingt wieder eine Depression sein. Denn es gibt ja auch andere Erkrankungen, die solche Symptome hervorrufen. Magen Darm, Schilddrüse, Mangel an Irgendwas, beginnende Demenz oder, oder, oder…..

Und um das herauszufinden, muss man sich dann halt aktuell untersuchen lassen und darauf vertrauen, dass die richtige Diagnose dann gestellt wird, sofern eine Erkrankung vorliegt.

Lustlosigkeit kann bei mir auch daran liegen, dass ich eben einfach keine Lust habe, was auch so sein darf.
Konzentrationsprobleme können auch daher rühren, dass mich das worauf ich mich zu konzentrieren versuche, eigentlich überhaupt nicht interessiert, was auch so sein darf.
Schlafprobleme können daran liegen, dass ich eigentlich nicht müde bin, was daran liegen könnte, dass ich bis mittags gepennt habe und abends noch Kaffee trank, weil ich Lust auf Kaffee hatte, was ebenso sein darf.

Und ich darf mich auch krank fühlen, wenn ich keine bestätigende Diagnose bekommen habe, denn wie ich mich fühle, so fühle ich mich nun mal. Und das einzige was ich aktiv beeinflussen kann ist mein Verhalten im Bezug auf meine Gefühle und Gedanken, dass ich wegen oder trotz ihnen an den Tag lege. Und liegt eine Erkrankung vor, so bedarf es trotzdem meinem Zutun im Rahmen meiner Möglichkeiten um vielleicht wieder gesund zu werden, wie auch immer dass dann aussehen würde, wenn ich das auch tun will.

21.05.2026 12:27 • x 2 #32


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A


Hallo Löckchen73,

In der Klinik und trotzdem Hoffnungslos

x 3#3


Dys

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Zitat von Löckchen73:
Ich sehe keinen Sinn mehr.

Was wäre das denn für ein Sinn, den Du sehen willst? Und wenn Du den dann sehen würdest, was würde sich dann ändern?

Angesichts der zahlreichen sinnlosen Aktionen und Ereignissen auf der Welt, die hinterfragt werden können, finden sie ja trotzdem statt und das einzige was getan werden kann ist, damit irgendwie umzugehen. Da wäre es eher eine Frage, wie man damit umgeht und nicht ob und was da der Sinn dahinter ist. Bestenfalls erkennt man einen Zweck den Andere oder man selbst mit der Aktion verfolgen. Und wenn man etwas tut um irgend ein Ziel zu erreichen, dann hat es diesen Zweck, der sinnvoll sein könnte, oder eben nicht, je nach der Betrachtung, die man an den Tag legt.

Es gibt auch keinen übergeordneten Sinn, den nicht irgendjemand mal also solchen benannt hat und den kann er nur benennen, wenn er ihm eingefallen ist, weil er ihm halt einfiel. Ergo kann ich bestenfalls einen Sinn erkennen oder eben nicht und es ist im Grunde egal, so lange ich mich nicht damit aufhalte, danach zu suchen. Ob Etwas oder mein Verhalten zweckmäßig ist, sehe ich, wenn ich es als zweckmäßig erachte. Wenn ich was esse, dass ich mühevoll zubereitet habe, dann hat das den Zweck nicht zu verhungern und dass es meinem Geschmack entspricht obwohl man es eigentlich landläufig als sinnlos bezeichnen könnte, weil es eh wieder ausgeschieden wird und nur zeitweise für eine gewisse Zufriedenheit gesorgt hatte. Zumal ich mir ja auch die nötigen Kalorien und Nährstoffe auch einfach mittels einer Infusion einverleiben könnte und die am Ende auch nur für Ausscheidungen sorgen würde.

In einer Tätigkeit für sich einen Sinn zu erkennen hängt also nur davon ab, eben einen darin zu sehen, egal ob Andere den sehen oder erkennen würden. Wenn überhaupt, dann wäre die Frage interessant, warum mache ich etwas wenn ich keinen Sinn darin sehe und was wäre die Konsequenz wenn ich es nicht mache. Und dann habe ich ja trotzdem die Möglichkeit was anderes zu machen, oder eben nichts zu machen. Und auch das muss ja keinen Sinn erkennbar machen. Kurzum, ich kann alles in Frage stellen und das nur, weil mein Hirn dazu die Möglichkeit bietet und nur ich kann entscheiden wie ich damit umgehen will und darf.

Ich darf sogar was tun, was mir oder Anderen sinnlos vorkommt und trotzdem bestimmt das nicht darüber, ob ich leben darf und kann, oder nicht. Und will ich leben, dann muss ich das Leben in erster Linie mal aushalten, denn nur dann kann ich vielleicht ändern, was ich ändern könnte. Und was ich nicht ändern kann, beispielsweise andere Menschen, gilt es dann erstmal nur zu akzeptieren.

Wenn Du also keinen Sinn (mehr) siehst, dann darf das so sein. Was Du deshalb tust, ist aber dann nicht einem Sinn geschuldet, sondern dem, was Du willst. Und zu tun was man will, hat fast zu hundert Prozent einen Zweck, wie auch immer der für einen selbst aussieht.

17.05.2026 12:37 • x 1 #4


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Fritz
Hi Löckchen73
Erstmal willkommen.
Ich kann deinen Zustand sehr gut nachempfinden, denn ich habe ähnliches erlebt.
Halte durch!
Vielleicht stimmt die Dosis nicht oder du bauchst andere Medikamente.
Wenn es nur Suizidgedanken sind, du aber auf keinen Fall einen Suizid durchführst, dann ist alles ok.
Es wird bestimmt besser, aber du brauchst sehr viel Geduld.
Vieleicht magst du noch mehr von dir erzählen.
Es gilt, den Auslöser der Depression zu finden.
Wenn du ihn gefunden hast, kannst du ihn bearbeiten und auflösen.
Die Depression verschwindet dann von selbst.
Das würde mich freuen.
Alles sehr kompliziert.
Servus

x 1 #2


Löckchen73
Hallo Fritz
Leider kenne ich den Auslöser nicht. Wahrscheinlich viele kleine Dinge sind zu einem großen geworden. Aber auch das weiß ich nicht

Ich weiß das ich durchhalten muss. Aber es ist schwer wenn nichts mehr schön ist. Diese Gedanken sind schlimm.

Ja es ist kompliziert. Ich habe schon seit Jahren mit Depressionen zu tun. Aber noch nie so schlimm

x 2 #3


Dys
Zitat von Löckchen73:
Ich sehe keinen Sinn mehr.

Was wäre das denn für ein Sinn, den Du sehen willst? Und wenn Du den dann sehen würdest, was würde sich dann ändern?

Angesichts der zahlreichen sinnlosen Aktionen und Ereignissen auf der Welt, die hinterfragt werden können, finden sie ja trotzdem statt und das einzige was getan werden kann ist, damit irgendwie umzugehen. Da wäre es eher eine Frage, wie man damit umgeht und nicht ob und was da der Sinn dahinter ist. Bestenfalls erkennt man einen Zweck den Andere oder man selbst mit der Aktion verfolgen. Und wenn man etwas tut um irgend ein Ziel zu erreichen, dann hat es diesen Zweck, der sinnvoll sein könnte, oder eben nicht, je nach der Betrachtung, die man an den Tag legt.

Es gibt auch keinen übergeordneten Sinn, den nicht irgendjemand mal also solchen benannt hat und den kann er nur benennen, wenn er ihm eingefallen ist, weil er ihm halt einfiel. Ergo kann ich bestenfalls einen Sinn erkennen oder eben nicht und es ist im Grunde egal, so lange ich mich nicht damit aufhalte, danach zu suchen. Ob Etwas oder mein Verhalten zweckmäßig ist, sehe ich, wenn ich es als zweckmäßig erachte. Wenn ich was esse, dass ich mühevoll zubereitet habe, dann hat das den Zweck nicht zu verhungern und dass es meinem Geschmack entspricht obwohl man es eigentlich landläufig als sinnlos bezeichnen könnte, weil es eh wieder ausgeschieden wird und nur zeitweise für eine gewisse Zufriedenheit gesorgt hatte. Zumal ich mir ja auch die nötigen Kalorien und Nährstoffe auch einfach mittels einer Infusion einverleiben könnte und die am Ende auch nur für Ausscheidungen sorgen würde.

In einer Tätigkeit für sich einen Sinn zu erkennen hängt also nur davon ab, eben einen darin zu sehen, egal ob Andere den sehen oder erkennen würden. Wenn überhaupt, dann wäre die Frage interessant, warum mache ich etwas wenn ich keinen Sinn darin sehe und was wäre die Konsequenz wenn ich es nicht mache. Und dann habe ich ja trotzdem die Möglichkeit was anderes zu machen, oder eben nichts zu machen. Und auch das muss ja keinen Sinn erkennbar machen. Kurzum, ich kann alles in Frage stellen und das nur, weil mein Hirn dazu die Möglichkeit bietet und nur ich kann entscheiden wie ich damit umgehen will und darf.

Ich darf sogar was tun, was mir oder Anderen sinnlos vorkommt und trotzdem bestimmt das nicht darüber, ob ich leben darf und kann, oder nicht. Und will ich leben, dann muss ich das Leben in erster Linie mal aushalten, denn nur dann kann ich vielleicht ändern, was ich ändern könnte. Und was ich nicht ändern kann, beispielsweise andere Menschen, gilt es dann erstmal nur zu akzeptieren.

Wenn Du also keinen Sinn (mehr) siehst, dann darf das so sein. Was Du deshalb tust, ist aber dann nicht einem Sinn geschuldet, sondern dem, was Du willst. Und zu tun was man will, hat fast zu hundert Prozent einen Zweck, wie auch immer der für einen selbst aussieht.

x 1 #4


bones
@Löckchen73 was sind denn das für Medis, dir du bekommen sollst? Ich kann dir gerne von meiner Erfahrung schildern. Hab chronische Suizidgedanken in einer Depression. Bin zwar maniker aber Depressionen tauschen immer wieder auf.

Ja in dem Moment ist alles hoffnungslos. Keine Frage. Kann ich dir zustimmen. Aber es kommen wieder besser Phasen. Die Gedanken gehen weg. Schleichend. Wichtig ist stabiles Umfeld und ein Gesprächpartner. Sollte das das erste Mal sein, rate ich dir ein Psychotherapie zu machen. Wird nur nicht einfach sein, da nicht jeder das machen kann. Die Verantwortung möchten die meisten nicht nehmen. Aber dran bleiben.

Bist du auf der offenen oder geschlossenen Abteilung?;

x 2 #5


Grenzgaenger
Zitat von Fritz:
Es gilt, den Auslöser der Depression zu finden.
Wenn du ihn gefunden hast, kannst du ihn bearbeiten und auflösen.
Die Depression verschwindet dann von selbst.

Das wäre schön - wirklich! Yes
Nur ist es leider so (zumindest bei mir) das man eine Depression zwar recht gut behandeln kann, doch verschwinden werden die Bösen Geister in mir mit Sicherheit nicht.... Heulen

x 5 #6


O
🍀🍀🍀
Gib die Hoffnung nicht auf! Es wird wieder besser.
Versuche in ganz kleinen Schritten zu leben und zu denken. Es geht jetzt nicht darum das Große und Ganze zu erfassen oder einen Sinn zu sehen.
Es geht darum zu überleben. Du kannst das schaffen.

Alles Gute für Dich!

x 3 #7


Fritz
Hi Löckchen73
Die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, dauert schon Wochen, Monate oder sogar Jahre.
Sie sind verschüttet, das heißt nicht spürbar.
Es ist ja logisch, sie durften ja Jahre oder Jahrzehnte nicht gespürt werden, damit man funktioniert.
Aber sie sind da!
Immer wieder kommen neue Bedürfnisse und das Selbstbewustsein wird immer größer.
Vor allem, gib nicht auf, eine Besserung kommt mit Sicherheit.
Eine schöne und erfolgreiche Zukunft!
Servus

x 2 #8


Löckchen73
@bones Ich bekomme abends Agomelatin. Und soll noch Lithium bekommen. Ich bin schon seit Jahren mit Depressionen Zugange. Aber noch nie so schlimm.

Ich habe auch Therapie gemacht. Viele viele Jahre. Leider ist mein Psychologe in Rente. Ich stehe auf einer Liste in der alten Praxis

#9


Löckchen73
@Grenzgaenger Ja es scheint immer wieder zu kommen. Mal mehr mal weniger. Diesmal hat es mich zerlegt

#10


Löckchen73
@ohneFunktion Ja so hat man es mir auch gesagt. Es wird besser. Nur in kleinen Schritten. Ich versuche es.

x 1 #11


Löckchen73
@Fritz ich hoffe es so sehr. Aber wenn es so schlimm ist kann ich nichts mehr glauben oder hoffen.
Diese Woche gibt es noch ein Medikament.

#12


bones
@Löckchen73 ah ok. Gut Lithium ist sehr effektiv. Gerade was die Gedanken betrifft. Mmn sollte man in der Akutphase versuchen das Antidepressiva zu wechseln mit ein Neuroleptika. Es gibt genug, die auch antidepressiv wirken. Antidepressiva können die Suizidgedanken verstärken.

Ich selber nehme neben Lithium noch Quetiapin und Risperidon. Damit fahren ich gut.

In meiner schlimmsten Zeit war ich über 3 Monate in der geschlossenen. War hart.
Heute bekomme ich immer wieder noch so Gedanken, aber aus Erfahrung weiß ich, dass es nur der Gedanke ist und ich mir wenig Gedanken mache mittlerweile. Es gehört halt dazu.

x 3 #13


A
Hallo Löckchen73.
Depression,
ist die Erkrankung der..........losigkeit.
Sinnlos, freudlos, intersessenlos, gefühlslos, ...............................................
Dies alles auszuhalten ist schwer.
Medikamente, die gefunden werden und dir helfen, kann schon mal eine Weile andauern.
Geduld zu haben ist ein guter Ratgeber und doch so schwer auszuhalten.
Ablenken ist gut,wenn es denn gelingt.
Musik hören.
Dinge tun, die dir guttun, wenn du weißt welche das sind.
Es wünsche dir alles Gute.
Rina.

x 3 #14


A


Hallo Löckchen73,

x 4#15


Löckchen73
Vielen Dank für deine lieben Worte. Es ist wirklich schlimm das auszuhalten

x 1 #15

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