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In der Klinik und trotzdem Hoffnungslos

Marylu
Liebes Löckchen, ich finde deinen Namen sehr schön herz
Meine Vorschreiber innen haben ja schon gute Tipps gegeben
Mir helfen auch Medis (Escitalipram, Lithium und Quentin)und Therapie
Als es mir sehr schlecht ging, habe ich auch nur in kleinen Zeitabschnitten gedacht, maximal ein Tag, mit allem anderen wäre ich maßlos überfordert gewesen
Gibt es in der Klinik Therapien, die dir etwas helfen? Bei mir waren es Theater und Ergo
Ich sende viele Grüße, wir sind hier da Gruppenumarmung

x 4 #16


Sifu
Zitat von Grenzgaenger:
Das wäre schön - wirklich! Yes Nur ist es leider so (zumindest bei mir) das man eine Depression zwar recht gut behandeln kann, doch verschwinden werden die Bösen Geister in mir mit Sicherheit nicht.... Heulen

Oft hat man kaum die Möglichkeit oder Kraft die Ursachen zu bekämpfen.

x 3 #17


A


Hallo Löckchen73,

In der Klinik und trotzdem Hoffnungslos

x 3#3


Grenzgaenger
Zitat von Löckchen73:
Ja es scheint immer wieder zu kommen. Mal mehr mal weniger.

Ich will und werde jetzt nicht sagen, das ist leider so - denn das wäre irgendwie endgültig Nein

Statt dessen wünsche ich Dir deinen eigenen Weg zu finden, mit dieser Krankheit zu leben... Hilfe

Natürlich können Dir andere mit Rat und Tat behilflich sein genau wie Medikamente so nützlich sein.... daumen hoch

Aber - und davon bin ich absolut von Überzeugt und drücke Dir ganz fest die Daumen - auch Du wirst deinen Weg finden um mit dieser ungebetenen Krankheit zu leben... daumen hoch

Das Blöde ist hat, das es etwas dauert! Frech Kopf

Und Geduld bei einer Depression... Weg
Zitat von Sifu:
Oft hat man kaum die Möglichkeit oder Kraft die Ursachen zu bekämpfen.

Bekämpfen sicherlich nicht -und schon gar nicht sofort Wut
Aber zumindest lindern um damit zu Leben (können) daumen hoch

PS: Schließe mich @Marylu an: Dein Name ist echt Klasse.... Frau Zopf

x 6 #18


Dys
Zitat von Sifu:
Oft hat man kaum die Möglichkeit oder Kraft die Ursachen zu bekämpfen.

Mit Vernunft betrachtet lässt sich etwas das bereits stattgefunden und ursächlich für ein Trauma gesorgt hat nicht mehr rückgängig machen und dementsprechend lässt sich die Ursache auch nicht bekämpfen und somit erstrecht nicht besiegen, was ja der Zweck eines Kampfes wäre.

Posttraumatische Belastungsstörungen sind aber behandelbar, sodass trotz des erlittenen Traumas ein Leben möglich sein kann. Das ist aber ein Prozess der durchaus ein Leben lang andauern kann und lediglich einen Umgang mit Erinnerungen ermöglichen könnte, der idealerweise nicht weiter schädigt. Dafür wird Kraft benötigt und dort ist sie auch angebracht.

x 3 #19


Fritz
Hi Löckchen 73
Ich denke, du solltest zuerst einmal gar nix machen.
Das 1. Ziel ist, wieder stabil zu werden und aus der Klinik entlassen werden.
Erst dann kommt die Arbeit.
Eine Depression löst der Körper (das Gehirn) aus, weil du etwas ändern solltest.
Servus

x 2 #20


Dys
Zitat von Fritz:
Ich denke, du solltest zuerst einmal gar nix machen.
Das 1. Ziel ist, wieder stabil zu werden und aus der Klinik entlassen werden.
Erst dann kommt die Arbeit.

Wenn ich solche Formulierungen lese, stellt sich mir die Frage, wie eine Stabilisierung aussehen würde, wenn man selbst gar nichts macht? Das die Arbeit an sich selbst nach einem Klinikaufenthalt weiter gehen sollte, steht außer Frage, denn in den paar Wochen in der Klinik kann kaum alles abgearbeitet werden, was einem helfen dürfte, sein Leben trotz Depression leben zu können.

Und gerade weil die Zeit in der Klinik begrenzt ist, wäre es vielleicht zweckmäßiger die Zeit auch zu nutzen statt gar nichts zu machen. Das heißt ja nicht das man ab Tag eins „Höchstleistungen“ erbringen müsste. Trotzdem ist man aber von Anfang an gefordert seine Bedürfnisse zu äußern, damit ersichtlich wird wo eine Problematik besteht.

Das gerne von Pflegepersonal geäußerte „Kommen Sie erstmal an“ wird meiner Meinung nach gerne falsch interpretiert, denn es ist kein Urlaub auf den man sich da eingelassen hat, sondern harte Arbeit an sich selbst um die Zeit möglichst gut zu nutzen. Und da sind Rückschläge vorprogrammiert, spätestens wenn einem bewusst wird welche ungünstigen Verhaltensweisen in der Eigenen Verantwortung liegen und es nicht viel bringt, wenn man in der Klinik betüdelt würde, aber dann zurück im Leben kaum zu erwarten wäre, dass es so weitergeht. Ergo hat so ein Aufenthalt auch kaum einen Wellnesscharakter in dem es gelten würde, sich rundherum ausschließlich wohl zu fühlen. Aber man hat den Anspruch darauf, wenn es schlimm erscheint, aufgefangen zu werden, was ein gutes Personal auch leisten dürfte. Allerdings ist das „Ziel“ natürlich, dass man selbst in die Lage kommt einen guten Umgang zu finden, wenn es einem schlimm erscheint, um eben nicht ins Bodenlose zu fallen. Denn nicht immer ist jemand Anderer vorhanden oder verfügbar um einen da raus zu holen.

Die Klinik ist also der richtige Ort um seinen Gefühlen quasi freien Lauf zu lassen und sich helfen zu lassen, zu lernen mit ihnen angemessen umzugehen und dass schon ab Tag eins. Denn die Klinik bietet im Gegensatz zum Leben draußen, einen geschützten Raum dafür. Sie ist aber kein Ort, an dem Probleme die man aus dem Leben kennt, nicht vorhanden wären. Da kann es genauso zu Konfrontationen oder unangenehmen Situationen kommen, wie überall. Aber man kann dort ausprobieren, wie man damit umgehen kann und idealerweise etwas davon im Leben nach der Klinik anwenden zu können, sodass es einem damit besser geht.

Klinik ist nie Einfach. Aber in der Regel Erkenntnisreich.

x 1 #21


Fritz
Sorry, da muss ich etwas klarstellen!
Meine Einstellung ist folgende!
Wenn ich einen totalen Tiefpunkt habe und bin in einer Klinik, da muss ich warten, bis die Medikamente anschlagen.
Erst wenn ich wieder einigermaßen stabil bin, beginnt die Arbeit der Persönlichkeit.
Oder du arbeitest nicht an dir und schluckst Medikamente, mit Wirkung und Nebenwirkung.
Ich habe seit meiner Kindheit mit endogener Depression zu kämpfen.
(Endogen Depression, diese Depressionsart wird heute nicht mehr verwendet.)
Es gibt natürlich viele Depressionsarten, wer mit welcher Depressionart betroffen ist, das mus erst erarbeitet werden!
So denke ich.
Das sind meine Erfahrungen. aber jeder wie er will und wie er kann.

x 2 #22


Marylu
Wieso wird die endogene Depression heute nicht mehr verwendet? Bei mir wurde sie auch diagnostiziert

x 1 #23


Sifu
Zitat von Marylu:
Wieso wird die endogene Depression heute nicht mehr verwendet? Bei mir wurde sie auch diagnostiziert

gute Frage. Diese Diagnose habe ich noch in den 80er bekommen.

#24


FranzFranz
Computer, was ist eine endogene Depression? Kurze Antwort.
"Eine „endogene Depression“ ist ein älterer Begriff für eine Depression, die vor allem aus inneren bzw. biologischen Ursachen entsteht – also nicht hauptsächlich durch äußere Belastungen ausgelöst wird. Heute verwendet man eher Begriffe wie Major Depression oder „depressive Episode“.

x 3 #25


ZeroOne
Leider wieder ein Beispiel, dass KI nach wie vor zu gerne Äpfel mit Birnen vermischt, @FranzFranz .

Endogene Depression beschreibt die Ursache, während Major Depression und depressive Episode den Typ beschreiben. Diese können endogen und / oder exogen sein.

Die endogene Depression hat ihre Ursachen im Inneren (genetische Prädisposition, Botenstoffe, Hormone, Neuroplastizität).
Die exogene Depression wird von Außen bestimmt (psychische Belastungen, Stress, Traumata, Verluste, Substanzmissbrauch, usw.).

Die Begriffe sind schon noch gebräuchlich, allerdings differenziert man heute nicht mehr und geht eher von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung aus.

x 4 #26


FranzFranz
Zitat von ZeroOne:
Die Begriffe sind schon noch gebräuchlich, allerdings differenziert man heute nicht mehr und geht eher von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung aus.

Danke!
Als Diagnose auf einem Arztbrief kann dann stehen?

#27


Dys
Zitat von FranzFranz:
Danke! Als Diagnose auf einem Arztbrief kann dann stehen?

Die Diagnose wird durch den ICD Code klassifiziert und kann für den, der damit erstmal nichts anfangen kann, leicht entziffert werden, wenn man ihn im Internet eingibt oder auf einer entsprechenden Internetseite nachliest.

Psychische Erkrankungen beginnen mit F gefolgt von einer Ziffernfolge.

x 3 #28


Löckchen73
Guten Morgen

Und vielen Dank für die lieben Nachrichten. Gestern hatte ich zum ersten mal einen etwas besseren Tag. Mir ging es wirklich recht gut. Gestern Abend habe ich erste mal das Lithium bekommen

Ich habe hier auch Therapien die ich nutze. Aber wenn es mal nicht geht bleibe ich im Bett. Aber länger als zwei Tage lassen sie einen nicht. Kann ja auch nicht alles an mir vorbei gehen lassen

x 4 #29


A


Hallo Löckchen73,

x 4#15


Dys
Zitat von Löckchen73:
Kann ja auch nicht alles an mir vorbei gehen lassen

Naja, genau genommen kannst Du das schon, wenn Du es so willst. Du bist ja auch nicht in einem Bootcamp, in dem Dein Wille gebrochen werden soll. Tatsächlich kann Dir nur vermittelt werden, welche Möglichkeiten es gibt um psychisch so stabil zu sein um damit leben zu können. Du bist weder gezwungen an Therapien teilzunehmen, noch musst Du Medikamente nehmen. Du solltest halt lediglich entscheiden, ob Du die Angebote, die man Dir macht, ausprobieren willst, oder eben nicht. Und selbst ein Umentscheiden ist Dir nicht verboten.

Du hast ja sicher ein Ziel, dass Du erreichen willst. Jedenfalls wird in der Regel am Anfang danach gefragt und dann wird idealerweise darauf hingearbeitet. Das die Klinik die Rahmenbedingungen dafür liefert, sollte obligatorisch sein. Was einem aber tatsächlich hilft, kann man ja nur selbst beurteilen, wenn man es probiert hat. Es sollte halt meinem Dafürhalten nach, nur nicht erwartet werden, es wäre ohne eigenes aktives Zutun eine Heilung zu erlangen, die dann den Rest des Lebens anhält.

Daher wäre auch nicht die Frage, ob man nun zwei Tage oder eine Woche mehr oder weniger nur im Bett verbracht hat, seitens der Klinik wie auch immer bewertet würde, sondern was das mit einem selbst macht. Ungünstig wäre, wenn man sich dann vorwerfen würde, man käme nicht in die Gänge und wäre ein nutzloses kaputtes Etwas, das zu nichts in der Lage ist. Wohingegen, wenn man sich danach gut fühlen würde und sagen könnte, so gut habe ich mich die letzten Jahre nicht mehr erholen können weil ich immer auf dem Sprung sein musste, ja eher positiv zu bewerten sein könnte. Denn ersteres könnte einen natürlich noch mehr belasten und letzteres für genug Antrieb sorgen um sich neuen Ufern zuzuwenden.

Ob eine Klinik jemanden im Bett liegen lässt oder nach einer gewissen Zeit da raus holt, wäre eher dem Behandlungsauftrag geschuldet, denn es herrscht Berichtspflicht gegenüber dem Kostenträger, der grob gesagt zu der Entscheidung kommen könnte, dass der Patient auch zuhause im Bett liegen kann und wenn er sich oder andere dadurch nicht schädigt, die Klinik auch verlassen könnte. Es muss nämlich gegenüber dem Kostenträger eigentlich eine positive Prognose vorgelegt werden um eine weitere Behandlung finanziert zu bekommen und das gilt auch für ambulante Therapien, wenn eine Verlängerung gewünscht ist.

Ich habe schon erlebt, dass Mitpatienten nach Hause geschickt wurden, bei denen kein Behandlungsfortschritt erkennbar war und die Klinik auch keinen prognostizieren konnte. Wobei das selbstverständlich nicht ausließt, dass sie nicht irgendwann wieder in eine Klinik aufgenommen werden, wenn es notwendig ist.

Und lässt man mal den wirtschaftlichen Aspekt, den es selbstverständlich gibt, außer Acht, so ist ja trotzdem nachvollziehbar, dass ein Platz in einer Klinik für jemanden bei dem eine gute Prognose vorliegt und der die Klinik dementsprechend stabil und vielleicht sogar genesen verlassen könnte, zweckmäßiger angesehen wird, als für jemanden der aktuell unzugänglich für eine Behandlung ist. Wohlgemerkt, wenn keine Gefahr für Leib und Leben erkennbar ist.

Umgekehrt kann man ja auch selbst entscheiden eine Klinik zu verlassen, wenn man der Meinung ist, dass das ganze gerade irgendwie nichts bringt. Und auch das schließt nicht aus, es irgendwann wieder in dieser oder einer anderen Klinik zu probieren. Dann war es eben damals nicht der ideale Zeitpunkt, der ja nun gekommen sein könnte.

#30

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