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In der Klinik und trotzdem Hoffnungslos

FranzFranz
Zitat von Dys:
Psychische Erkrankungen beginnen mit F gefolgt von einer Ziffernfolge.

Danke!

Hier haben wir es:
"F33.2
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome Eine Störung, die durch wiederholte depressive Episoden gekennzeichnet ist, wobei die gegenwärtige Episode schwer ist, ohne psychotische Symptome (siehe F32.2) und ohne Manie in der Anamnese.
- Endogene Depression ohne psychotische Symptome
- Manisch-depressive Psychose, depressive Form, ohne psychotische Symptome
- Rezidivierende majore Depression [major depression], ohne psychotische Symptome
- Rezidivierende vitale Depression, ohne psychotische Symptome"

Ja, der Computer hat es sehr vereinfacht, kein Wunder, habe ja um eine kurze Antwort gebeten 😄 .

#31


Dys
Nun wäre bezüglich der Diagnose nur noch zu bedenken, dass die aufgrund des aktuellen Zustands des Patienten gestellt wird. Da es keiner Diagnose für eine Heilung bedarf, weiß im Grunde niemand gesichert, ob eine einmal gestellte Diagnose noch zutreffend sei kann und dementsprechend zutrifft, wenn eben keine aktuelle Untersuchung durchgeführt wird.

Wer als vor zig Jahren mal ne F32.x bekommen hat, muss deswegen heute nicht unbedingt wieder eine entsprechende haben, beziehungsweise an Depression erkrankt sein. Wobei ja das subjektive Empfinden eben auch ausschlaggebend sein kann und leider auch gerne mal trügt.

Beispielsweise wenn man müde und lustlos war und keinen Appetit hatte und sich auch nicht konzentrieren konnte, bekam man unter Umständen mal die F32.x Diagnose. Wenn das dann mal ein paar Jahre kein Thema mehr war und dann diese Symptomatik erneut beklagt wird, muss das nicht unbedingt wieder eine Depression sein. Denn es gibt ja auch andere Erkrankungen, die solche Symptome hervorrufen. Magen Darm, Schilddrüse, Mangel an Irgendwas, beginnende Demenz oder, oder, oder…..

Und um das herauszufinden, muss man sich dann halt aktuell untersuchen lassen und darauf vertrauen, dass die richtige Diagnose dann gestellt wird, sofern eine Erkrankung vorliegt.

Lustlosigkeit kann bei mir auch daran liegen, dass ich eben einfach keine Lust habe, was auch so sein darf.
Konzentrationsprobleme können auch daher rühren, dass mich das worauf ich mich zu konzentrieren versuche, eigentlich überhaupt nicht interessiert, was auch so sein darf.
Schlafprobleme können daran liegen, dass ich eigentlich nicht müde bin, was daran liegen könnte, dass ich bis mittags gepennt habe und abends noch Kaffee trank, weil ich Lust auf Kaffee hatte, was ebenso sein darf.

Und ich darf mich auch krank fühlen, wenn ich keine bestätigende Diagnose bekommen habe, denn wie ich mich fühle, so fühle ich mich nun mal. Und das einzige was ich aktiv beeinflussen kann ist mein Verhalten im Bezug auf meine Gefühle und Gedanken, dass ich wegen oder trotz ihnen an den Tag lege. Und liegt eine Erkrankung vor, so bedarf es trotzdem meinem Zutun im Rahmen meiner Möglichkeiten um vielleicht wieder gesund zu werden, wie auch immer dass dann aussehen würde, wenn ich das auch tun will.

#32

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