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Hoffnungslos am Boden

Hexe4269

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Ich leide seit März diesen Jahres an schweren Depressionen und Panikattacken. Nach 2 Klinikaufenthalten bin ich keinen Schritt weiter. Ich komme einfach nicht aus diesem hoffnungslosen Loch heraus. Jeder Tag ist eine Qual. Ich kann nicht mehr!

22.12.2021 08:36 • x 1 #1


Hexe4269

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Warum antwortet mir niemand?
Ich hatte die Hoffnung hier verstanden zu werden und mich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Das war bis eben ein kleiner Lichtblick.

22.12.2021 09:42 • #2



Hallo Hexe4269,

Hoffnungslos am Boden

x 3#3


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Kate

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Hi Hexe,
auf welche Frage hättest Du denn gern eine Antwort?
Manchmal dauern Antworten tatsächlich ein bisschen. Das ist keinesfalls böse oder ignorierend gemeint, sondern die Gründe hierfür sind vielfältig.

LG Kate

22.12.2021 09:45 • #3


Hexe4269

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Danke für deine Antwort!
Wie schon erwähnt wünsche ich mir Austausch mit Betroffenen. Bestenfalls Anregungen durch persönliche Erfahrungen aus dem Loch wieder raus zu kommen. Ich kann mir momentan leider nicht selbst helfen.

22.12.2021 09:50 • #4


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Greta

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Hallo Hexe,

der Weg aus der Depression ist leider oft ein ziemlich langer und anstrengender.
Ich denke auch, dass es kein Allheilmittel gibt, sondern jede Depression ist ganz individuell.
Für eine erfolgreiche Behandlung sind wohl mehrere Bausteine notwendig. Einer davon kann ein Klinikaufenthalt sein; ein anderer ist z.B. die medikamentöse Behandlung und/oder die ambulante Therapie.
Wie sieht es da bei dir aus?
Nimmst du Medikamente? Gehst du zu einem Therapeuten?
Wie sieht's mit einem Facharzt = Psychiater aus?

Ich selbst bin seit November 2020 wegen Depressionen erkrankt und die ersten acht, neun Monate waren richtig schwierig.
Ich musste lernen, in ganz kleinen Schritten zu denken und achtsam und geduldig mit mir zu sein.
Die Erkrankung zu akzeptieren, mit allen Einschränkungen, war für mich ein ganz wichtiger Punkt. Erst als mir das gelungen war, ging es langsam aufwärts. Aber gesund bin ich noch lange nicht; vor allem eine große Erschöpfung macht mir zu schaffen.

Wie äußert sich deine Depression bzw. was quält dich momentan am meisten?

Liebe Grüße
Greta

22.12.2021 11:01 • x 2 #5


Hexe4269

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Hallo Greta,
Danke für deine Antwort
Am meisten macht mir zu schaffen, das ich total hoffnungslos bin. Ich kann mir einfach nicht helfen. Ich weine den ganzen Tag und komme aus diesem Loch einfach nicht mehr heraus.
Seit heute nehme ich ein Neues Antidepressiva, da das vorherige nichts gebracht hat.
Ich habe schon 4 Medis durch…ohne Erfolg.
Ich glaube nicht mehr an eine Besserung

22.12.2021 11:10 • #6


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Greta

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Hallo Hexe,

leider muss man manchmal so einiges ausprobieren, bis das passende Medikament gefunden ist.
Das ist eine schwere Zeit, weil es ja auch immer einige Wochen dauert, bevor man sagen kann, ob es wirkt.
Welches Medikament nimmst du jetzt?
Wenn es das richtige für dich ist, solltest du spätestens nach vier bis sechs Wochen eine Besserung spüren.
Bei mir war es sogar so, dass ich unter Setralin schon nach zwei Wochen eine Veränderung bei mir bemerkt habe.
Ich habe mir immer vorgestellt, es sei eine Grippe oder so, die irgendwann vorbei ist.

Und nochmal die Frage, ob du Unterstützung durch einen Therapeuten hast.

Gibt es irgendetwas, das dich ein bisschen ablenken könnte?
Ich weiß, das ist immer so leicht gesagt und das Aufraffen ist furchtbar schwer. Aber vielleicht ist da doch irgendwas, sei es ein Gang bis zur nächsten Straßenecke, ein Bad, dein Lieblingsfilm, deine Lieblingsmusik... Vielleicht hast du eine liebe Freundin, die dir zuhört?

Mir haben zusätzlich zum Antidepressiva auch oft pflanzliche oder homöopathische Mittel geholfen. Die Rescue-Tropfen z.B., Baldrian oder Lavendel, Neurexan u.ä. Nur Johanniskraut solltest du meiden, da sich das mit einem Antidepressiva nicht verträgt!
Auch Duftöle können sehr wohltuend sein (ich habe eine Duftlampe dafür). Orange hebt die Stimmung, Lavendel beruhigt.
Das alles sind natürlich auch keine Wundermittel, aber sie können dir helfen, den derzeitigen Zustand etwas abzumildern und besser zu ertragen.

Liebe Grüße
Greta

22.12.2021 11:41 • #7


Hexe4269

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Ich habe 6Wochen Sertralin genommen, ohne aerfolg. Seit heute nehme ich Duloxetin.
Über pflanzliche Medis muss ich mich erstmal schlau machen.
Ich habe ab Mitte Januar die Öption eine Tagesklinik zu besuchen.
Ich bin vorhin auf YouTube auf das Video eines Herrn Mohnstein gestoßen. Er hatte selbst Depressionen und hat es durch positive Erlebnisse, die er sich immer wieder ins Gedächtnis gerufen hat, aus der Depression geschafft.

22.12.2021 14:04 • #8


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Greta

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Zitat von Hexe4269:
Über pflanzliche Medis muss ich mich erstmal schlau machen

Hier im Forum findest du sicher einiges dazu.
Du kannst dich z.B. aber auch in der Apotheke beraten lassen.

Zitat von Hexe4269:
durch positive Erlebnisse

Das Video kenne ich zwar nicht, aber ich selbst habe über lange Zeit ein Positiv-Tagebuch geführt. Darin habe ich jeden Tag alles eingetragen, was gut gewesen ist; jede Kleinigkeit... wenn die Sonne schien, ich was leckeres gegessen hatte, eine nette Begegnung usw. Und wenn es mir mal wieder richtig schlecht ging, habe ich in meinem Positiv-Tagebuch geblättert und so den Fokus immer wieder auf das Gute in meinem Leben gelegt.

22.12.2021 15:26 • x 2 #9


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Greta

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Zitat:
Depression und Burn-out überwinden. Ihr roter Faden aus der Krise: Die wirksamsten Selbsthilfestrategien von Dr. Sabine Gapp-Bauß.

Ich möchte dir gerne noch obiges Buch empfehlen. Es beschreibt die Entstehung und Zusammenhänge einer Depression und zeigt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten und Strategien zur Selbsthilfe auf.
Vielleicht ist das ja was für dich.

22.12.2021 15:31 • x 1 #10



Hallo Hexe4269,

x 4#11


Hexe4269

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@Greta
Ganz lieben Dank für deine Ratschläge!
Mit einem Tagebuch habe ich angefangen. Allerdings nicht täglich. Das sollte ich wohl ändern.
Das Buch werde ich mir besorgen.
Ich tauche jetzt mal ab zu den pflanzlichen Medis und schaue nochmals bei YouTube rein, um vielleicht Strategien für mich zu entdecken.

22.12.2021 17:59 • #11

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