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Ich weiß nicht wohin mit mir

111Sternchen222

111Sternchen222
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Guten Morgen, ich hab hier her gefunden, weil ich aus Verzweiflung darüber dass meine Angst zurück ist im Internet geforstet hab wie ich das Problem angehen soll. es ist so lange her, 7 Jahre hatte ich Ruhe. Jetzt ist sie zurück, mit Macht so mächtig dass sie mich lähmt mich verzweifeln lässt ,mir mein geliebtes Leben zur Hölle macht. Ich bin so Hilflos,ich weiß nicht wo ich anfangen soll .Es kann doch nicht sein, dass nichts mehr geht. Wieder Tabletten? Wieder Therapie? Bitte nicht wieder Klinik.! Ich will dass es aufhört! Ich möchte wieder Licht sehen, für meine Familie da sein meinem Sohn eine liebende Mama sein.
Danke fürs zuhören

x 2 #1


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Krizzly

Krizzly
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Ich kenn das gut, mich hat der Stress der letzten Zeit ausgebrannt und in dem Zusammenhang ging dann die Panik wieder los, sobald ich mal einen Moment zur Ruhe gekommen bin. Also direkt am ersten Urlaubstag. Momentan hab ich noch Urlaub und versuche, so gut es geht zur Ruhe zu kommen. Aber ich mach mir momentan viele Gedanken. Es kommt mir so vor, als würde der Stress einfach nie weniger werden. Ich hab die letzten Wochen oft gedacht, dass ich mich fühl, als würde ich nur noch eine nie endende To-Do-Liste abarbeiten. Sobald was erledigt ist, kommen mehrere neue Punkte dafür wieder drauf. Und der Gedanke, dass das nie aufhört, macht mich panisch. Wenn viel ansteht, fang ich immer an, Zeit für mich zu kürzen oder ganz zu streichen, dann folgen Freizeitaktivitäten wie Sport und Treffen mit Freunden. Ich hab dann das Gefühl, ich hab einfach nur noch Energie für das allernötigste. Das Problem ist aber, ohne die guten Dinge im Leben, die ich ja gestrichen hab, kann ich gar keine neue Energie tanken. Und irgendwann bin ich nur noch müde und empfinde alles als anstrengend und sinnlos. Vielleicht kennst du das ja auch, dass man es vernachlässigt, sich um sich zu kümmern und die Batterien wieder aufzuladen. Vielleicht muss man bei allem Stress, auch dafür ganz konkret Zeit einplanen?
Es tut mir leid, dass dein Vater schwer krank ist. Das ist sicher eine belastende Situation. Gelingt es dir, Momente zu finden, in denen du ein bisschen Abstand und Ruhe hast?

20.09.2019 12:07 • x 1 #19


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A


Hallo 111Sternchen222,

Ich weiß nicht wohin mit mir

x 3#3


Krizzly

Krizzly
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Ich denke, gerade in so einer Situation ist das auch nicht leicht mit Abstand und Ruhe. Du willst natürlich noch Zeit mit ihm verbringen, weil du nicht weißt, wie lange du ihn noch hast. Und vermutlich ist er ständig präsent in deinem Kopf, auch wenn du gerade andere Dinge tust. Vielleicht fühlst du dich auch bisschen schlecht, wenn du mal was schönes machst, weil du die freie Zeit lieber bei ihm verbringen solltest?
Ich glaub, und das gilt für mich sicher genauso wie für dich, man müsste einfach mal wirklich verstehen, dass man sich um sich kümmern muss, weil man sonst anderen gar keine Hilfe sein kann. Und gerade die Leute, die einem wirklich nahe stehen, wollen sicher auch nicht, dass es einem immer schlecht geht, weil man für sie da ist. Für mich ist das ganze Konzept mit dem gesunden Egoismus bisher leider nur eine schöne Theorie, die mein Kopf absolut nachvollziehbar findet, aber es kommt nicht auf eine Art bei mir an, dass ich es wirklich umsetzen kann.

Hast du das Tavor denn seit der Panikattacke auch genommen? Oder ist es mehr so ein Es-beruhigt-mich-zu-wissen-dass-es-schlimmstenfalls-da-ist? Was hat dir denn früher gegen die Angst geholfen? Wie hast du es damals geschafft, dass es aufgehört hat?

20.09.2019 12:50 • x 1 #21


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L
Liebe Sternchen,

ich leide auch an Ängsten, genau genommen an einer generalisierenden Angststörung seit nun mehr als 25 Jahren. Jeder Tag ist für mich auch eine Herausforderung. Gerade jetzt wo ich in einer Lebenskrise stecke, werde ich besonders gefordert. Ich möchte Kämpfen, gegen die Angst. Das Zauberwort heißt Konfrontation.

Ich wünsche dir hier einen guten Austausch, so dass du dich nicht so alleine fühlst.

Viele Grüße
laluna

x 1 #2


111Sternchen222
Danke dir, für deine lieben Worte.Ich bin eigentlich davon ausgegangen ich hätte es besiegt, das Monster. Umso erschütterte bin ich nun, dass es zurück ist. Alles was ich damals in der Therapie erarbeitet habe im Umgang mit Angst und Panik ist theoretisch abrufbar, nur fühlt es sich an wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. ich bin nicht sicher ob ich es richtig mache es ist einfach sooo lange her, ich hab keine Übung mehr darin. Das macht die Angstgefühle noch stärker.
Lieben Gruß,

x 1 #3


L
Kennst du denn den Auslöser deiner aktuellen Ängste?

#4


111Sternchen222
Es begann mit einer Panikattacke, einem Fashback oder wie man das nennt. ich würde überrollt davon als ich mit meinem Mann das Klinikgelände der Klinik befuhr in der ich damals auf der Akutstation gewesen bin.Er musste dort am nächsten Tag auf die Baustelle und wollte schauen wo er den Kran parken kann. Tja und da ging's los.seitdem Daueradrenalin.

x 1 #5


L
Weißt du wieso das so ist? Was hatte sich denn in der Akutstation ereignet, was dich so aus der Fassung bringt?

Hast oder hattest du viel Stress zu der Zeit, als dann aktuell die Panik wieder kam? Oft ist man sowieso schon mehr angespannt und es reichet oft schon wenig, um erneute Panik hervorzurufen.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mir Bewegung, am besten moderater Ausdauersport geholfen hat, den Adrenalinhaushalt zu regulieren. Wenn es dir irgendwie möglich ist, dann wäre das mein Tipp, den ich jedem Paniker empfehlen würde. Daneben Entspannungsübungen. Ich praktiziere seit Jahren Yoga und meditiere seit mehr als 5 Jahren täglich.

Ich bin davon überzeugt, wenn ich das alles nicht tun würde, wäre ich wegen meiner Ängste dem Leben schon lange nicht mehr gewachsen und hätte so manche Herausforderung nie gemeistert.

x 2 #6


111Sternchen222
Einfach die Vorstellung wieder so krank zu werden, da wieder hin zu müssen, meinen Sohn allein zu lassen meinen Mann. das alles nochmal durchzustehen, nicht mehr Arbeiten zu können ( ich liebe meinen Job) alles zu verlieren.

x 1 #7


L
Das ist nachvollziehbar muss aber nicht passieren, es gibt viele Wege das zu umgehen.

Regelmäßige Bewegung und Entspannungübungen.

Keinen Stress.

#8


111Sternchen222
Im Moment sehe ich den Wald vor lauter Bäumen einfach nicht.

#9


P
Mir hilft in solchen Situationen oft der Glaube daran, dass alles einen Sinn hat. Dass nichts ohne Grund passiert.
Wenn ich mal wieder eine Panikattacke habe, versuche ich ein paar mal tief durchzuatmen und etwas Abstand zu bekommen.
Vielleicht hilft dir das auch.

x 3 #10


L
Danke Prisma, das ist auch mein Glaube - nichts passiert ohne Grund, alles hat einen Sinn.

x 2 #11


111Sternchen222
Ich will ja glauben , aber es fällt gerade sio schwer

x 1 #12


P
Ich weiß. In solchen Momenten ist alles sinnlos. Aber jede graue Wolle zieht irgendwann vorüber. Dann ist alles sonnig und dann kommen die Wollen zurück.
Ein Auf und Ab, aber ich weiß, nach jedem Tief kommt auch ein hoch

x 3 #13


111Sternchen222
Danke!

x 1 #14


A


Hallo 111Sternchen222,

x 4#15


L
Liebe Prisma,

das finde ich genial, auch diesen Gedanken teile ich mit dir. Ein Auf und Ab, nach jedem Tief kommt auch ein Hoch Smile ich glaube an die sieben hermetischen Gesetze Smile

LG an alle und einen guten Tag wünsche ich euch!

Dir Sternchen viel Kraft - hier bist du sicher gut aufgehoben, hier bist du nicht alleine.

x 3 #15

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