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Jo hallo erstmal zusammen,
bin zurzeit ziemlich am Ende mit allem und wollte dass jetzt einfach mal irgendwo loswerden, vielleicht auch mit der Hoffnung dass mir das irgendwie helfen wird.
Ich schleppe schon seit ich denken kann mein ganzes Leben eine Depression mit mir rum und auch eine Sozialphobie.
Nur habe ich das so ziemlich lange nicht bemerkt bzw. habe es gewusst aber wollte es verdrängen (keine Ahnung auch egal). Nur ist es so dass seit circa 1 Jahr jeder Tag gefühlt schlimmer wird. Ich bin jetzt inzwischen 19 Jahre alt und musste bereits in der Realschule 2 mal sitzen bleiben und die Lehrer wollten auch immer dass ich doch lieber auf die Hauptschule gehe. Als ich dann meine mittlere Reife gerade noch so schleifend geschafft hatte wusste ich nicht wirklich was ich mit meinem Leben anstellen soll. Da in meiner Familie viele mit dem gleichen Beruf unterwegs sind habe ich mich dann für den Beruf entschlossen. Doch schon allein bei dem Gedanken an die Ausbildung habe ich schon Angstgefühle, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit bekommen weil ich mir nicht vorstellen konnte wie ich damit im Leben Glücklich werden soll. Ich hab mir dann aber eingeredet dass ich mich nicht so anstellen soll und es ja ganz normal ist dass man funktionieren muss und arbeiten muss und habe mir auch gesagt dass dieses negative Gefühl irgendwann weggeht und ich dann auch mal Spaß haben werde.
Falsch gedacht.
Im Betrieb habe ich mich nur wie eine Last gefühlt die nichts auf die Reihe bekommt und auch die kleinsten Sachen haben mich überfordert und war einfach zu blöd für alles. Zur selben Zeit habe ich aber auch einen neuen Freundeskreis kennengelernt der mich sehr Glücklich gemacht hat. Ich fühlte mich irgendwann so geborgen in diesem Kreis und habe dann auch sehr oft die Berufsschule geschwänzt um mehr Zeit mit ihnen zu verbringen.(Das ist jetzt circa 9 Monate her) ich war damals wirklich so glücklich eine Zeit lang dass ich dachte ich sei komplett geheilt von meiner Depression. Doch wegen den ganzen Fehlstunden verlor ich dann auch meine Ausbildung und ab da an ging es eigentlich nur noch Berg ab. ich trank schon länger regelmäßig Alk. um dem "Schmerz" entgegen zu kommen und nahm auch alle möglichen andere Dro. damit es mir halbwegs gut ging. Dann hatte ich aber meine Phasen wenn ich Betrunken war wo mir alles egal war und ich mir dachte die Welt gehört nur mir. Während so einer Phase bin ich auf die Idee gekommen verschiedene Auto Seitenspiegel abzutreten (Gesamtschaden über 3000 Euro) und noch andere Sachen bei Alk. wie Verkehrsschilder rumzuwerfen und all so ein Zeug. Natürlich hat dann das Gesetz zurückgewirkt und auch meine Familie war nicht sonderlich erfreut. das alles hat mich dann nochmal um ein weites nach unten gezogen. Es kamen auch immer wieder andere diverse Probleme auf mich zu die mich langsam Tag für Tag bis zu meinen Grenzen brachten. ich suchte während dem allem eine neue Ausbildung als Landschaftsgärtner. Ich machte ein Praktikum und es gefiel mir eigentlich ziemlich Gut und hatte das Gefühl jetzt kann es nur noch nach Oben gehen weil ich nun endlich das gefunden hatte was mir gefällt, naja. Die Ausbildung fing schon anstrengend an und machte mir schnell zu schaffen (sowohl körperlich als auch psychisch) und war auch hier wieder mit kleinsten Dingen überfordert. Es kamen allgemein immer mehr Probleme dazu und ging für Tag zu Tag immer weiter nach unten. In den letzten Wochen wurde es jetzt noch um ein vielfaches Schlimmer, ich habe sehr oft Suizidgedanken und es gab auch einen Tag vor 2 Wochen wo ich es wirklich durchziehen wollte aber am Ende doch nicht den Mumm dazu hatte. Ich versinke mich täglich nur noch in negativen Gedanken und Alk. und versuche mich in meine Trauer hineinzuleben.
Ich weiß zwar nicht ob dieser Beitrag nun irgendwas gebracht hat, aber es tat auf jedenfall mal Gut das alles nieder zu schreiben. Ich denke auch dass es bestimmt hier welche gibt die mich gut nachvollziehen können.
03.02.2019 21:35 •
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