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Höre Stimmen im Kopf die nicht da sind - Psychose

Anthea

Anthea
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Hallo..

ich habe bislang mit Depressionen zu kämpfen gehabt..
doch jetzt ist es seit letztem Jahr so, dass ich nicht nur Depressionen habe..
Ich hab vom Psychiater die Diagnose schizoaffektive Störung- depressiv erhalten..
Ich war auch in der Klinik und habe mich gegen beides behanden lassen..

Ich hatte bis vor ein paar Tagen auch Ruhe vor den stimmen die ich gehört hatte..
doch vor ein paar Tagen tauchten sie wieder auf..

Ich hab jetzt eigenächtig das Risperdal erhöht..
Nur habe ich da das Problem das ich nach kurzer Zeit steif im Rücken und Nacken werde..

Wer kann mir helfen?
Was macht ihr in solchen Situationen?

LG LilyRose

#1


477 Antworten ↓
Knoten

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Hallo LilyRose,

das Erste und Wichtigste was zu tun ist, ist dein Psychiater aufzusuchen.
Eigenmächtig die Medikamente zu erhöhen ist keine gute Idee. (ist nicht böse gemeint e025 )

Mit einer solchen Diagnose klar zu kommen, ist für jeden von uns schwer (gewesen). Alles braucht seine Zeit. Depression ist eine Krankheit, die nicht so schnell heilbar ist wie ein Schnupfen oder ein Beinbruch. Eine schizoaffektive Störung eben sowenig. Ich persönlich habe keine Ahnung, wie sich eine schizoaffektive Störung anfühlt oder auswirkt, doch was eine Depression ist, dass weiß ich nur zu gut.

Vielleicht gibt es einen Stressfaktor, der das Hören von Stimmen wieder auslöst?
In einer Klinik fühlt man sich geborgen und verstanden. Beinahe alle um einen herum haben psychische Probleme. Man könnte sagen, es ist ein Leben unter einer Käseglocke. Alles von außen wird abgeschirmt.

Die Zeit direkt nach dem Klinikaufenthalt, ist wie ein Sprung in`s kalte Wasser. Manchmal muss man dann erst nach Luft schnappen, um los zu schwimmen. Der gesamte Tagesablauf ist verändert, die Menschen, bei denen man sich gestern noch verstanden fühlte, sind alle weg. Das kann sich schon auf den Gemütszustand auswirken. Nun gilt es, dass was man aus der Klinik mitgenommen hat, im Alltag umzusetzen.

Gib dir Zeit und einen Termin bei deinem Psychiater 149.gif

Grüßle,
Knoten

08.07.2013 07:59 • x 1 #2


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Hallo Anthea,

Höre Stimmen im Kopf die nicht da sind - Psychose

x 3#3


Knoten

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Die Medikation ist bei jedem anders. Es sind sehr viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen.

Quetiapin steht auch auf meiner Liste, doch bei weitem nicht in einer so hohen Dosis. Auch scheinen die Psychiater in allem anderer Meinung zu sein.
Meiner hat mir erklärt, dass Quetiapin nicht die Lösung für Schlaflosigkeit darstellt, da es dafür nur 25mg braucht. Mehr als das würde für die Schlaflosigkeit keine Wirkung haben. Die Höhere Dosis ist zur Stabilisierung und in Verbindung mit bestimmten anderen Medikamenten steigert es deren Wirkung gegen Schlaflosigkeit.

Er würde mir ordentlich die Leviten lesen, wenn ich auch nur daran dächte meine Dosis zu verändern. Alles andere, was ich zeitweilig zum "runterkommen" und durchschlafen brauchte, konnte ich ganz langsam wieder ausschleichen.

Ich habe durch mein Umfeld, meine Aktivitäten und Ernährung einiges ausschleichen können. Die Struktur, die ich mir aufgebaut habe, ist zwar manchmal nicht so ohne weiteres zu halten, doch ich bin mir bewusst, dass das der einzige Weg ist mich stabil zu halten. Meine Termine bei meinem Psychiater sind so engmaschig wie es die Situation erfordert. Das Minimum ist einmal im 1/4 Jahr. Dabei auch Blutabnahme und 1x im Jahr in das MRT.

Was du meiner Meinung nach in aller erster Linie brauchst, ist ein Psychiater, der mit dir einen Weg zur Stabilisation findet und dich sehr engmaschig betreut bis sicher gestellt ist, dass du in bestimmten Zeitabständen keine Probleme bekommen wirst.

Das ständige rauf und runter mit deiner Medikation ist sicher nicht der richtige Weg. In einer Klinik könnte der Grundstein für dich gelegt werden. In manchen Kliniken helfen sie über Sozialberater eine angemessene Weiterbehandlung zu finden. Es ist auch möglich für eine Weile nach dem Klinikaufenthalt als ambulanter Patient geführt zu werden.

Was dein Meerschweinchen anbelangt... Die meisten Tierheime übernehmen in einer solchen Lage die Pflege der Tiere gegen die Futterkosten.

28.08.2015 13:29 • #425


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Knoten
Hallo LilyRose,

das Erste und Wichtigste was zu tun ist, ist dein Psychiater aufzusuchen.
Eigenmächtig die Medikamente zu erhöhen ist keine gute Idee. (ist nicht böse gemeint e025 )

Mit einer solchen Diagnose klar zu kommen, ist für jeden von uns schwer (gewesen). Alles braucht seine Zeit. Depression ist eine Krankheit, die nicht so schnell heilbar ist wie ein Schnupfen oder ein Beinbruch. Eine schizoaffektive Störung eben sowenig. Ich persönlich habe keine Ahnung, wie sich eine schizoaffektive Störung anfühlt oder auswirkt, doch was eine Depression ist, dass weiß ich nur zu gut.

Vielleicht gibt es einen Stressfaktor, der das Hören von Stimmen wieder auslöst?
In einer Klinik fühlt man sich geborgen und verstanden. Beinahe alle um einen herum haben psychische Probleme. Man könnte sagen, es ist ein Leben unter einer Käseglocke. Alles von außen wird abgeschirmt.

Die Zeit direkt nach dem Klinikaufenthalt, ist wie ein Sprung in`s kalte Wasser. Manchmal muss man dann erst nach Luft schnappen, um los zu schwimmen. Der gesamte Tagesablauf ist verändert, die Menschen, bei denen man sich gestern noch verstanden fühlte, sind alle weg. Das kann sich schon auf den Gemütszustand auswirken. Nun gilt es, dass was man aus der Klinik mitgenommen hat, im Alltag umzusetzen.

Gib dir Zeit und einen Termin bei deinem Psychiater 149.gif

Grüßle,
Knoten

x 1 #2


achtsamkeit
Liebe Lily-Rose, ganz ganz wichtig was Knoten schon geschrieben hat.
Sofort zu deinem Psychiater und auf keinen Fall selber die Medikamentendosis verändern. Das ist wirklich gefährlich!!!!
Also lschilder deinem Psychiater wie es dir geht und berate dich mit ihm zusammen.
LG Achtsamkeit

#3


Anthea
Hallo Knoten und achtsamkeit,

sol ich zum Vertrter meines Psychiaters gehen?

Mein Psychiater ist nämlich noch bis zum 17.7. im Urlaub..

Naja ich bin schon seit 7 Monaten wieder zu Hause..
Ich bin gut zurecht gekommen ausser eben der üblichen Startschwierigkeiten..
Ich hab einen neuen Job angefangen im Dezember letzten Jahres und jetzt läuft auch alles gut..
Ich wüsste also nichts was das erneute Hören der Stimmen ausgelöst haben könnte..

Vorallem haben die Stimmen von anfangs männlich zu weiblich gewechselt..
Das verwirrt mich..

LG LilyRose

#4


H
Nicht lange warten, sofort hingehen. Nicht erst anrufen, dann wimmeln die Hilfen dich eh ab. Hingehen und deutlich machen, dass du Hilfe benötigst. Ja und auch zur Vertretung. Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst. Wehre dich nicht dagegen, nehme es an. Aber bitte gehe zum Arzt. LG sonja

#5


Anthea
Hallo Hüpfburg,

ich muss erst nochmal bei meinem Psychiater anrufen wegen des Namens und der Adresse des vertretenden Psychiaters..
Ausserdem muss ich es schaffen zur Arbit zu fahren..
das macht mir schon wieder Kopferbrechen..
Aber ich will sehen das ich es hin schaffe..


LG LilyRose

#6


H
Kannst du denn deine arbeit leisten???

#7


Anthea
Ja das klappt ganz gut..

Ich meine ich weiss ja das die stimmen nur ich höre und das da eben keiner real ist der mit mir redet..

#8


achtsamkeit
Wie Hüpfburg schon geschrieben hat, gehe zur Vertretung deines Psychiaters und das so schnell wie nur möglich.
Du bist auf gutem Wege . Bleibe also am Ball und lass dir helfen!
LG Achtsamkeit

#9


Steffi
Zitat von LilyRose:
Ich meine ich weiss ja das die stimmen nur ich höre und das da eben keiner real ist der mit mir redet..

Hallo LilyRose, das ist schon mal gut a020.gif Es ist wichtig, dass Du Dir das klar machen kannst.
Zitat:
Ich hab einen neuen Job angefangen im Dezember letzten Jahres und jetzt läuft auch alles gut..Ich wüsste also nichts was das erneute Hören der Stimmen ausgelöst haben könnte..

Das lässt sich rational sicher auch nicht (er)klären, Lily. Möglicherweise ist die Arbeit doch zu viel für Dich oder Du bist medikamentös nicht mehr genügend eingestellt.
Lass das einen Facharzt entscheiden. Du solltest schnellstmöglich handeln !

#10


Anthea
Hallo achtsamkeit und Steffi,

danke für eure Antworten..

Ich werde gleich morgen Früh zu dem Psychiater gehen..
Gleich wenn sie öffnen..
Muss ja schliesslich auch zur Arbeit noch gehen..
Ich werde euch morgen dann berichten was er gesagt hat..

Es muss einfach noch ein anderes Medikament geben..
das Risperdal macht mich, wenn ich mehr nehme, immer steif..
das ist auch nicht schön..

LG LilyRose

#11


Steffi
LilyRose, das beruhigt mich zu lesen. Ja, bitte berichte uns weiter.
Nimmst Du denn nur Risperidon ?

#12


Anthea
Guten Abend..

Ich war ja heute bei dem Psychiater..
Er meinte ich hätte eine Psychose..
Ausserdem sagte er, dass akustische Halluzinationen am schwersten weg zu kriegen sein.

Er hat das Risperidon Arbeitsunfähigkeit 2x1 Tablette erhöht..
Gegen die Nebenwirkungen hat er mir Akineton 4mg retard aufgeschrieben..
Aber ich soll noch mit "meinem" Psychiater reden..

Steffi ich nehme morgens 30mg Citalopram und abends bzw. zur Nacht 1mg Risperidon und 50mg Truxal..


LG LilyRose

#13


Steffi
Zitat:
Aber ich soll noch mit "meinem" Psychiater reden..

Hallo Lily, das solltest Du unbedingt tun !!
Ich weiß nicht, ob Citalopram in Deinem Fall das richtige ist. Im Beipackzettel von Citalopram steht, dass es Psychosen verstärken kann.

#14


A


Hallo Anthea,

x 4#15


Knoten
Ein kleiner Einwurf zu Citalopram.
Es gibt auch ein Medikament das Escitalopram heisst. Es ist für dir Krankenkasse teurer, aber es ist besser Verträglich.
Es gab mal eine Gerichtliche Auseinandersetzung, da die Krankenkasse das Medikament nicht mehr zahlen wollten. Letzten Endes wurde aber bewiesen, dass dieses Medikament eben anders Wirkt wie Citalopram. Ich war damals davon betroffen und habe sehr schnell festgestellt, dass das Citalopram mehr Nebenwirkungen auslöste.

Kurzer Ausschnitt aus einem sehr langen Bericht, aber das wesentliche für uns...

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Escitalopram hat weitgehend denselben Wirkmechanismus wie die anderen SSRI. Es hemmt die Wiederaufnahme - das Re-Uptake - von Serotonin aus dem synaptischen Spalt, wodurch mehr von dieser Transmittersubstanz zur synaptischen Übertragung (bzw. eine höhere Konzentration über längere Zeit) im ZNS zur Verfügung steht.
Die Selektivität dieser Wiederaufnahmehemmung ist bei Escitalopram höher als bei allen anderen SSRI, d. h. weitere Transmittersysteme werden von Escitalopram am wenigsten beeinflusst.
Eine Meta-Analyse von 2009 zeigte einen geringfügigen, aber signifikant höheren Therapieerfolg von Escitalopram gegenüber anderen SSRIs und SNRIs bei einem geringeren Auftreten von Nebenwirkungen. Die Vorteile, vor allem die Kosten-Nutzen-Relation gegenüber Generika etablierter Medikamente gleicher Wirkstoffklasse, wird jedoch von einigen Publikationen in Frage gestellt.
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Vielleicht einfach mal ansprechen.

Grüßle,
Knoten

#15

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