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Gestörtes Essverhalten und Appetitlosigkeit bei Depressionen

Irgendeine

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Es ist so lieb von dir, dass du mir immer wieder antwortest, danke.
Zitat von Krizzly:
Aber es klingt insgesamt tatsächlich so, als wär das jetzt keine wirkliche längerfristige Hilfe.

Ich werde gleich mal mit der Pflege sprechen, wie es weitergeht.
Der Oberarzt gestern meinte, dass die hier eine Station haben, die für meine Mischung an Krankheitsbildern eigentlich ideal wäre. Aber es geht halt grad einfach nicht.
Zitat von Krizzly:
Denkst du denn der Vorfall mit dem Schwächeanfall hat vielleicht ein bisschen was bewirkt in Bezug auf dein Essverhalten? Oder war es eher gar kein so schlechtes Gefühl, weil ja auch das dein Leiden sichtbar gemacht hat?

Eher letzteres. Ich werde hier nicht gezwungen zu essen, habe aber eine sehr nette Mitpat., die das Problem alleine daran erkannt hat, wie ich esse (langsam, kleine Bissen etc.) und die "zwingt" bzw. versucht mich zum Essen zu motivieren.
Habe gestern insgesamt trotzdem nur eine Banane und ein kleines Stück Pizza gegessen.
Heute morgen musste ich dann auf die Waage. Mit Klamotten und Schuhen. Die Zahl war dann natürlich etwas höher, als zu Hause, wo ich mich ja ohne beides wiege.
Ich weiß, dass das an Kleidung und Schuhen liegt, aber ich hätte trotzdem fast 'nen Heulkrampf bekommen.

07.03.2020 10:40 • #31


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Krizzly

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Zitat von Irgendeine:
Es ist so lieb von dir, dass du mir immer wieder antwortest, danke.

Klar, dafür ist doch so ein Forum da

Zitat:
Ich werde gleich mal mit der Pflege sprechen, wie es weitergeht.
Der Oberarzt gestern meinte, dass die hier eine Station haben, die für meine Mischung an Krankheitsbildern eigentlich ideal wäre. Aber es geht halt grad einfach nicht.

Ich hab von richtiger Magersucht nicht so wahnsinnig viel Ahnung. Ich selber bin ziemlich dünn und hab mehr oder weniger noch Probleme mit dem Essen, aber das liegt mehr an psychosomatischen Beschwerden und Ängsten. Kann man Magersucht ambulant gut therapieren? Oder würde dir nur ein Klinikaufenthalt helfen, das in den Griff zu kriegen?
Ich hab deinen anderen Beitrag mal gelesen, kann mich gerade aber nur dunkel erinnern. Du bist in der Ausbildung, machst die gerade zum zweiten Mal und das ist quasi für den Job die letzte Chance? Hab ich mir das grob richtig gemerkt? Ich versuche nur zu verstehen, woher der Gedanke kommt, dass eine Klinik jetzt so überhaupt nicht möglich ist. Wobei ich leider auch sagen muss, dass bei mir selber schon viel weniger komplizierte Umstände gereicht haben, um zu sagen, dass eine Klinik jetzt nicht geht.

Zitat:
Eher letzteres. Ich werde hier nicht gezwungen zu essen, habe aber eine sehr nette Mitpat., die das Problem alleine daran erkannt hat, wie ich esse (langsam, kleine Bissen etc.) und die "zwingt" bzw. versucht mich zum Essen zu motivieren.

Hilft dir diese Motivation wirklich und isst du dann mehr?

Zitat:
Die Zahl war dann natürlich etwas höher, als zu Hause, wo ich mich ja ohne beides wiege.
Ich weiß, dass das an Kleidung und Schuhen liegt, aber ich hätte trotzdem fast 'nen Heulkrampf bekommen.

Das war bestimmt kein schöner Moment Wie schätzen sie denn dort dein Gewicht ein?

07.03.2020 12:13 • #32


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Zitat von Krizzly:
Kann man Magersucht ambulant gut therapieren? Oder würde dir nur ein Klinikaufenthalt helfen, das in den Griff zu kriegen?

Wirklich Magersucht wurde bei mir ja nicht diagnostiziert. Dafür fehlt das Untergewicht. Es wurde "nur" eine "nicht näher bezeichnete Essstörung" diagnostiziert.
Zitat von Krizzly:
Du bist in der Ausbildung, machst die gerade zum zweiten Mal und das ist quasi für den Job die letzte Chance? Hab ich mir das grob richtig gemerkt? Ich versuche nur zu verstehen, woher der Gedanke kommt, dass eine Klinik jetzt so überhaupt nicht möglich ist.

Ja, du hast es genau richtig verstanden. Es ist die letzte Chance. Sonst habe ich 8 Jahre meines Lebens verschenkt und stehe trotzdem ohne Abschluss da.
Zitat von Krizzly:
Hilft dir diese Motivation wirklich und isst du dann mehr?

Naja, so mittelmäßig. Ich esse dann zumindest irgendwas.
Zitat von Krizzly:
Das war bestimmt kein schöner Moment Wie schätzen sie denn dort dein Gewicht ein?

Die schätzen meinen Ernährungszustand als "schlank" bis "normal" ein. Also rein vom körperlichen her.
Ich fühle mich hier halt durchgehend wie gestern. Mittlerweile kann ich aber auch nicht mehr wirklich unterscheiden, ob es vom wenigen essen kommt oder ob ich nicht einfach in einer richtig heftigen Dissoziation festhänge.

07.03.2020 16:22 • #33


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Krizzly

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Zitat von Irgendeine:
Wirklich Magersucht wurde bei mir ja nicht diagnostiziert. Dafür fehlt das Untergewicht. Es wurde "nur" eine "nicht näher bezeichnete Essstörung" diagnostiziert.

Interessant, ich wusste gar nicht, dass da das Untergewicht eine so entscheidende Rolle spielt. Was deine psychischen Probleme mit dem Essen angeht, klingt es schon sehr nach Magersucht.

Zitat von Irgendeine:
Ja, du hast es genau richtig verstanden. Es ist die letzte Chance. Sonst habe ich 8 Jahre meines Lebens verschenkt und stehe trotzdem ohne Abschluss da.

Ich kann in diesem Fall sehr gut verstehen, dass du jetzt nicht in eine Klinik willst. Wie lange dauert es denn noch bis zu deinem Abschluss?

Zitat von Irgendeine:
Ich fühle mich hier halt durchgehend wie gestern. Mittlerweile kann ich aber auch nicht mehr wirklich unterscheiden, ob es vom wenigen essen kommt oder ob ich nicht einfach in einer richtig heftigen Dissoziation festhänge.

Hast du mit den Ärzten darüber geredet? Was meinen sie denn?

07.03.2020 22:23 • x 1 #34


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Zitat von Krizzly:
Wie lange dauert es denn noch bis zu deinem Abschluss?

Bis Ende September.
Zitat von Krizzly:
Hast du mit den Ärzten darüber geredet? Was meinen sie denn?

Ich war bei der Schwester. Hatte alle möglichen Skills (und deswegen jetzt leichte Verbrennungen, weil das Kühlpack zu lange auf meiner Haut lag), aber so richtig da raus bin ich immer noch nicht. Evtl. gehe ich gleich nochmal zur Pflege, denn der Druck ist groß.

08.03.2020 00:02 • #35


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Ich weiß, dass das einzig Richtige wäre, wieder mehr zu essen, wenn ich will, dass mir nicht mehr so schwindelig ist.
Aber ich krieg einfach nichts runter.
Essen gestern:
-halbes Brötchen mit etwas Quark und Marmelade
-1/3 Teller Suppe ( so 'ne Art Gulaschsuppe)
-1 Scheibe Brot mit dünn Nutella drauf
-1 kleinen Erdbeerjoghurt
-1 kleine Birne

Am Wochenende isst die Pflege mit den Pat. zusammen. Das finde ich einerseits nett, andererseits setzt es mich auch etwas unter Druck.

08.03.2020 11:46 • #36


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Krizzly

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Zitat von Irgendeine:
Am Wochenende isst die Pflege mit den Pat. zusammen. Das finde ich einerseits nett, andererseits setzt es mich auch etwas unter Druck.

Hast du in dieser Situation denn dann mehr gegessen?

Weißt du jetzt schon, wie lange Du noch dort bleibst?

08.03.2020 13:13 • x 1 #37


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Zitat von Krizzly:
Hast du in dieser Situation denn dann mehr gegessen?

Weißt du jetzt schon, wie lange Du noch dort bleibst?


Mehr hab ich nicht gegessen. Hat mich einfach noch mehr unter Druck gesetzt, obwohl niemand gesondert drauf achtet.

Ich denke, ich werde die Woche über noch bleiben.

08.03.2020 14:08 • #38


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Eigentlich habe ich das Gefühl, hier nur noch tiefer in die ES reinzurutschen.
Die meisten wissen, dass das Essen ein Problem ist bzw. haben es irgendwie mitbekommen. Die Pflegekräfte ja sowieso.
Das gibt mir das Gefühl, noch weniger essen zu dürfen, um dem "gerecht" zu werden.
Total bescheuert, ich weiß.

08.03.2020 14:30 • #39


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Krizzly

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Zitat von Irgendeine:
Das gibt mir das Gefühl, noch weniger essen zu dürfen, um dem "gerecht" zu werden.
Total bescheuert, ich weiß.

Ist schon krass, wie man sich manchmal selber dabei beobachten kann, irrational zu handeln obwohl man es doch eigentlich besser weiß. Wahrscheinlich würde dieses Gefühl erst mir der Zeit in einer Klinik nachlassen.

08.03.2020 23:57 • x 1 #40


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Zitat von Krizzly:
Ist schon krass, wie man sich manchmal selber dabei beobachten kann, irrational zu handeln obwohl man es doch eigentlich besser weiß. Wahrscheinlich würde dieses Gefühl erst mir der Zeit in einer Klinik nachlassen.

Ja, eigentlich ist es total dumm. Die wollen hier jetzt zumindest mal einen Teil meiner Medikation umstellen.
Ich darf max. 2 Wochen bleiben. Länger würde aber eh nicht gehen. Ich weiß aber noch nicht, ob ich das auch in Anspruch nehme.

09.03.2020 19:22 • #41


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Krizzly

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Ich denke, das klingt doch nach einem guten Anfang. Vielleicht kannst du dich in der Zeit genug stabilisieren, um danach selber bzw ambulant mit deiner Therapeutin weiter zu arbeiten.

09.03.2020 20:08 • x 1 #42


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Zitat von Krizzly:
Ich denke, das klingt doch nach einem guten Anfang. Vielleicht kannst du dich in der Zeit genug stabilisieren, um danach selber bzw ambulant mit deiner Therapeutin weiter zu arbeiten.

Konnte gestern leider nicht mehr antworten, weil völlig fertig. Dienstag muss ich wieder in die Schule. Damit ist die Medikamentenumstellung dann wohl auch wieder hinfällig.
Und ich habe Angst, zu meiner Psychiaterin zu gehen. Heute hab ich (wegen akuter Krise) vergessen den Termin abzusagen.
Ich weiß nicht, wie ich die nächste Zeit überleben soll.
Generell weiß ich nicht, wie ich das Weiterleben aushalten soll.
Und ich weiß nicht, wie ich meinem Freund das mitteilen soll.

Einerseits wünsche ich mir tot zu sein, andererseits möchte ich unbedingt diese Ausbildung schaffen.
Total paradox.
Mir geht es so sch.eiße, dass ich hier jetzt jeden Nachmittag einen kompletten Zusammenbruch hatte.
Ich kriege mittlerweile 100mg Atosil/Tag plus Bedarf und laufe trotzdem permanent mit einer Anspannung von 60% und höher rum. Das ist so anstrengend. Körperlich und seelisch.
Irgendwie wird's hier mit jedem Tag schlimmer, statt besser.
Momentan fühlt es sich unaushaltbar an.
Ich kann einfach nicht mehr.

10.03.2020 22:23 • #43


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Krizzly

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Das klingt schlimm, liebe @irgendeine es hört sich vor allem wirklich so an, als wäre es langsam doch deutlich besser, in eine Klinik zu gehen, als auf Teufel komm raus an der Ausbildung festzuhalten. Wie geht es dir denn heute? Und hast du gar keine Möglichkeit, zumindest dort zu bleiben, bis die medikamenteneinstellung abgeschlossen ist?

11.03.2020 21:06 • #44


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Zitat von Krizzly:
Das klingt schlimm, liebe @irgendeine es hört sich vor allem wirklich so an, als wäre es langsam doch deutlich besser, in eine Klinik zu gehen, als auf Teufel komm raus an der Ausbildung festzuhalten. Wie geht es dir denn heute? Und hast du gar keine Möglichkeit, zumindest dort zu bleiben, bis die medikamenteneinstellung abgeschlossen ist?

Ich kann bis Montag bleiben. Länger geht von den Stunden her einfach nicht.
Zumindest habe ich morgen einen Termin beim Sozialdienst bzgl. Finanzierung einer ambulanten Therapie.
Heute ging es mir etwas besser. Ich hatte zwar auch wieder einen kleinen Zusammenbruch, aber nicht so schlimm, wie die Tage zuvor.
Ich habe festgestellt, dass diese Zusammenbrüche hauptsächlich stattfinden, wenn die Anspannung sehr hoch ist oder ich extremer Reizüberflutung ausgesetzt bin.
Daran gilt es jetzt (wieder mal) zu arbeiten.
Der Psychologe hier sagte mir gestern knallhart ins Gesicht, dass das sicher nicht mein letzter Aufenthalt hier war.
Das tat weh, aber irgendwo hat er recht. Und ich bin echt am Überlegen, ob ich mir nach der Ausbildung und dem Rettungssani nicht einen geplanten Aufenthalt auf der störungsspezifischen Station "gönne".
Das wäre etwas, an dem ich mich festhalten könnte, was mir beim Überleben helfen würde.
Ich denke, ich werde das morgen mal mit dem Psychologen und/oder dem Plfegepersonal besprechen.

Dann würde ich mir einfach für etwas später eine Arbeitsstelle suchen.

11.03.2020 22:17 • #45


Irgendeine

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Irgendwie würgt der Psychologe hier mich immer nur ab. Nur ein kurzes Gespräch, heute sogar halb auf dem Flur.
Deshalb konnte ich auch noch nichts mit ihm bereden. Ich hoffe, dass sich morgen in der Visite Zeit dafür findet.
Der Psychologe ist dafür, dass ich weiter zu meiner alten Psychiaterin gehe, quasi als "Konfrontationstherapie".
Er meinte, wenn ich mit keinem Arzt klar komme, müsste ich auch mal überlegen, welchen Anteil ich denn daran tragen könnte.
Das hat mich sehr getroffen, denn das ist genau der Vorwurf, den ich mir selbst bzgl. des Mobbings gemacht habe/mache.

12.03.2020 19:12 • #46


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Krizzly

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Zitat von Irgendeine:
Und ich bin echt am Überlegen, ob ich mir nach der Ausbildung und dem Rettungssani nicht einen geplanten Aufenthalt auf der störungsspezifischen Station "gönne".
Das wäre etwas, an dem ich mich festhalten könnte, was mir beim Überleben helfen würde.

Ich finde, das klingt gut. Mir geht es zumindest so, dass ich alles besser ertragen kann, wenn ein Ende oder ein Rettungsanker in Sicht ist.

Zitat von Irgendeine:
Er meinte, wenn ich mit keinem Arzt klar komme, müsste ich auch mal überlegen, welchen Anteil ich denn daran tragen könnte.
Das hat mich sehr getroffen, denn das ist genau der Vorwurf, den ich mir selbst bzgl. des Mobbings gemacht habe/mache.

Ist es denn wirklich so, dass du mit keinem Arzt zurecht kommst? Und falls ja, hat das immer wieder dieselben Gründe?

12.03.2020 23:45 • x 1 #47


Irgendeine

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Zitat:
Ist es denn wirklich so, dass du mit keinem Arzt zurecht kommst? Und falls ja, hat das immer wieder dieselben Gründe?

Ich hatte halt viele Ärzte, die mich nicht ernst genommen haben. Aber bestimmt liegt das auch wieder nur an mir.

Ich bin am Ende. Ich kann nicht mehr. In der letzten Visite wurde gesagt, dass das Krankenhaus hier bei der anderen Psychiatrie Befunde etc. wegen Mediumstellung einfordert.
Heut - 3 Tage vor Entlassung - erfahre ich, dass dies noch gar nicht passiert ist und dass ich mit meiner aktuellen Medikation ja eh relativ stabil sei (haha).
Ich habe der Pflegekraft gesagt, dass ich einfach nicht mehr will und kann.
Hatte dann irgendwann 50mg Atosil und 1mg Tavor intus. Damit wurde es nach 2h mit Heulkrämpfen ohne Ende etwas besser.

Dann wurde mir vom Oberarzt gesagt, dass ich am WE zu hause übernachten MUSS. Das setzt mich jetzt schon wieder so massiv unter Druck.
Dieses Leben ist so nicht zum Aushalten.
Ich liege hier schon wieder und bin nur am Heulen. Die Anspannung ist kaum auszuhalten.
Traue mich aber auch nicht zur Pflege zu gehen, nachdem der OA sowas gesagt hat.

13.03.2020 19:05 • #48


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Krizzly

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Wie erklären sie sich denn, wie du da gelandet bist, wenn du mit deiner Medikation angeblich stabil bist? Und warum musst du zu Hause übernachten, wenn doch dein Aufenthalt bis Montag geht? Versteh ich irgendwie nicht.

13.03.2020 23:47 • #49


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Zitat von Krizzly:
Wie erklären sie sich denn, wie du da gelandet bist, wenn du mit deiner Medikation angeblich stabil bist?

Keine Ahnung. Man bräuchte Arztbriefe ja nicht mal zwingend, ich könnte auf den Monat bzw. Klinikaufenthalt genau sagen, wann welches Medi angesetzt bzw. abgesetzt wurde.
Ich bin so wütend, dass ich es scheinbar nicht mal wert bin, dass man sich um sowas kümmert. Ständig werden mir Sachen versprochen, die dann doch nicht eingehalten werden.
Das fördert mein Misstrauen anderen gegenüber und die Gedanken, dass eh alle schlecht von mir denken, natürlich überhaupt nicht
Gestern bin ich dann auch noch von der Schwester zusammengefaltet worden, weil ein Mitpat. denen (in bester Absicht und ohne mein Wissen) gesagt hatte, wie sch. es mir geht.
Da hieß es dann, ich solle meine Mitpat. nicht auch noch belasten, die hätten selbst genug Probleme, ich solle lieber zur Pflege kommen.
Klar. Um mir dann anhören sowas anhören zu müssen. Ich hab die Schnauze so voll.
Zitat von Krizzly:
Und warum musst du zu Hause übernachten, wenn doch dein Aufenthalt bis Montag geht?

"Belastungserprobung" heißt das hier. Danke, ich habe bis zum Examen noch genug "Belastungserprobungen".
Zitat von Krizzly:
Versteh ich irgendwie nicht.

Ich auch nicht.
Es ist ja nicht so, dass ich meinen Freund nicht sehen will, aber ich weiß einfach nicht, wie ich es zu hause weiter aushalten soll. Auch nicht, wie das nach Montag funktionieren soll.
Da meine Berufsschule ab Dienstag evtl. geschloss wird und wir dann entweder von zu hause aus lernen oder im KH arbeiten müssen, hätte ich sogar noch die Chance länger zu bleiben.

Ich bin so fertig, ich kann einfach nicht mehr. Und ich will einach nicht mehr. Habe mal wieder das Gefühl, dass mich niemand sieht. Wie mein ganzes Leben lang schon.

14.03.2020 10:51 • #50


Irgendeine

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Das war's dann. Disziplinarische Entlassung wegen angeblich 2 Mal SVV. Bin jetzt zu Hause und kurz vorm Durchdrehen. Ich kann nicht mehr, halte mich selbst nicht mehr aus.
So unglaublich viel Druck und gleichzeitig Leere in mir.
Zurück geht nicht. Der Oberarzt würde mir eh nicht glauben.
Ich habe den Leuten da vertraut und wurde wieder mal enttäuscht. Wie schon so oft.
Ich bin echt fertig und weiß nicht, was ich machen soll.

16.03.2020 21:04 • #51


Irgendeine

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Also entweder ist meine/unsere Waage kaputt oder ich hab bald ein Problem. Ich hab jetzt in 1 1/2 Wochen von 57,5kg auf 53,4kg (bei 1,66m) abgenommen.
Mich freut das natürlich.
Klar, es ist noch kein Untergewicht, aber ich weiß, dass das bald ziemlich eskalieren wird.
Und das Schlimme ist, dass ich mich immer noch zu dick fühle, obwohl ich sehe, dass die Lücke zwischen meknen Beinem immer größer und die Rippen immer sichtbarer werden.
Der Gedanke daran, wieder mehr zu wiegen, macht mich trotzdem wahnsinnig.

18.03.2020 20:20 • #52


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Dani82a

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Hey,

habe mit großer Sorge diesen Thread gelesen.

"Disziplinarische Entlassung" klingt sehr heftig!

Wie geht es dir denn jetzt?

Hast Du mit deiner Therapeutin sprechen können?

Ich nehme an, dass du nun von zu Hause aus lernen "darfst"?

Viele Grüße!

23.03.2020 19:58 • #53


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Dani82a

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By the way, das Problem mit dem Essen kenne ich auch.

Bei mir ist das Ganze damals aus den 10 Jahren Mobbing in der Schule und einem verdammt miesen 1. Freund resultiert.

Die Kalorientabelle konnte ich rauf und runter leiern.
Heute noch muss ich darauf achten, dass ich nicht zu oft auf die Waage steige und das schlechte Gewissen beim Verzehr von Eis und Konsortien abzuschalten/ zu unterdrücken.

Eine ES ist bei mir nicht diagnostiziert worden.
Weil ich immer im Normalgewicht war.
Ein Teufelskreis.

Derzeit habe ich leichtes Übergewicht.
Innerhalb von einem guten Jahr habe ich ca 18KG zugenommen.
Was den Antidepressiva zu danken sein wird, nehme ich an.
Whatever.

Es ist gerade schwer mich so zu mögen, wie ich bin.
Aber durch die Depression ist es mir - gefühlt - unmöglich die Finger von Süßigkeiten zu lassen.
Ich schaffe es momentan wieder hier und da einen Spaziergang und Yoga zu machen.
Versuche mir immer vor Augen zu halten, dass ich nicht für immer so sein werde, wie ich jetzt bin.
Das hilft mir an vielen Tagen.

23.03.2020 20:03 • #54


Irgendeine

Irgendeine

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Zitat von Dani82a:
"Disziplinarische Entlassung" klingt sehr heftig!

Wie geht es dir denn jetzt?

Es war heftig. An dem Tag ging es mir abends so schlecht, dass mein Freund mir Tavor quasi in den Mund gelegt und mich dann durchs komplette Wohnviertel geschleift hat, damit ich runterkomme. Ich war kurz davor, mich selbst auf die Geschlossene einzuweisen (unter Androhung eines Psych KG).
Am Tag danach ging's mir auch noch schlecht.
Die Art der Entlassung war das Schlimme. Es fühlte sich einfach wie eine ungerechtfertigte Bestrafung an.
Es hat mir dann irgendwie "geholfen", als ich erfahren habe, dass die Entlassung wohl auch (u.a.) Corona-bedingt war.
Hätte man mir das so erklärt, wäre es mir mit der Entlassung wahrscheinlich auch nicht so schlecht gegangen.

Aktuell geht es mir ganz gut. Ich war och bis Sonntag krank geschrieben und hab die restlichen Tage genutzt, um mich noch etwas zu erholen. Heute war ich das erste Mal wieder arbeiten. Auf in den Corona-Wahnsinn.
Zitat von Dani82a:
Hast Du mit deiner Therapeutin sprechen können?

Ja. Sie hat mir zu verstehen gegeben, dass ich für sie kein einfacher Fall sei und sie nicht weiß, ob sie sich das zutraut.
Das hat weh getan, wenn man bedenkt, dass ich mit dem Mist noch ein paar Jahre weiterleben soll/muss/will(?)
Aber sie will es ja zumindest versuchen.
Zitat von Dani82a:
Ich nehme an, dass du nun von zu Hause aus lernen "darfst"?

Wir wurden alle auf die Stationen "eingezogen". Aktuell ist es noch ziemlich entspannt.
Lernen muss ich natürlich trotzdem neben der Arbeit.
Zitat von Dani82a:
Die Kalorientabelle konnte ich rauf und runter leiern.
Heute noch muss ich darauf achten, dass ich nicht zu oft auf die Waage steige und das schlechte Gewissen beim Verzehr von Eis und Konsortien abzuschalten/ zu unterdrücken.

Oh ja, die Kalorien konnte/kann ich auch von allem Möglichen. Die Waage ist Freund und Feind. Ich esse so oft ungesund und habe immer ein schlechtes Gewissen.
Wirklich mit Genuss esse ich selten.
Dass ich immer noch eher im unteren Bereich des Normalgewichts bin, liegt nur daran, dass ich so geringe Mengen esse.
Trotzdem macht mich jedes Gramm mehr wahnsinnig. Ich habe endlich das Gewicht erreicht, was ich mir schon so lange gewünscht habe. Aber zufrieden bin ich natürlich trotzdem nicht. Das bin ich nie.
Zitat von Dani82a:
Eine ES ist bei mir nicht diagnostiziert worden.
Weil ich immer im Normalgewicht war.
Ein Teufelskreis.

Es ist bei mir auch erst "diagnostiziert" worden, als ich es den Ärzten/Therapeuten quasi auf die Nase gebunden habe. Aus dem selben Grund, wie bei dir. Ich hab Jahre lang gehungert und trotzdem hat mein Körper hat es irgendwie geschafft, sich über Wasser zu halten.

24.03.2020 03:04 • #55


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Dani82a

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Hey,

danke für deine ausführliche Antwort.

Zitat:
Die Art der Entlassung war das Schlimme. Es fühlte sich einfach wie eine ungerechtfertigte Bestrafung an.


Mir will nicht in den Schädel gehen, dass jemand einem Hilfesuchenden so etwas sagen kann.Da bekomm ich Wut sondergleichen im Bauch! Unprofessionell.
Was so dumme Kommentare anrichten können.Gänsehaut.
Es ist schwer einen solchen "Beigeschmack" bei etwaigen zukünftigen Arzt-/Krankenhausbesuchen beiseite zu legen.

Zitat:
Hätte man mir das so erklärt, wäre es mir mit der Entlassung wahrscheinlich auch nicht so schlecht gegangen.


Das wäre mit Sicherheit die angebrachtere Erläuterung zur Entlassung gewesen.
Evtl hat der Arzt diese blöden Sätze dir gegenüber aus Frust oder so gesagt.
Angebracht war das jedoch keinesfalls - entschuldbar ist es nicht.
So eine emotionale Entgleisung seitens Ärzte bzw Behandler kann ganz fies nach hinten losgehen für den Patienten.
Bin stolz auf dich, dass du durchgehalten hast, trotz diesen Idioten.
Chapeau!

Zitat:
Heute war ich das erste Mal wieder arbeiten. Auf in den Corona-Wahnsinn.


Als Aussenstehende, virtuelle Person stellt sich mir gerade die Frage: ist es ratsam, arbeiten zu gehen, wenn man sich nicht zu 100% fit fühlt?
Finde deine Entscheidung im Kampf gegen das Corona an die Front zu gehen mutig - Respekt.
Die Frage soll keine Entmutigung oder so sein für dich.
Nicht falsch verstehen, bitte.
Ich mache mir Sorgen, dass das körperlich und seelisch zu viel für dich werden könnte.

Zitat:
Sie hat mir zu verstehen gegeben, dass ich für sie kein einfacher Fall sei und sie nicht weiß, ob sie sich das zutraut.


Okay.Nicht das Optimum in deiner Lage.
Hat sie denn gesagt, wo für sie der Punkt wäre, an dem sie die Therapie abbrechen, bzw du zu jemand anderem gehen solltest?
Damit du nicht von nun an mit einem Gedanken wie "Sie kann mir nicht helfen" zu ihr gehst?
Bist bestimmt nun sehr unsicher.

Zitat:
Es ist bei mir auch erst "diagnostiziert" worden, als ich es den Ärzten/Therapeuten quasi auf die Nase gebunden habe. Aus dem selben Grund, wie bei dir. Ich hab Jahre lang gehungert und trotzdem hat mein Körper hat es irgendwie geschafft, sich über Wasser zu halten


Zu krank, um gesund zu sein. Zu gesund, um krank zu sein.
Ich meine: wenn ich mit dem Essen richtig Probleme habe (ob Binge oder Bulimie, etc), dann ist es doch reiner Hohn, den Menschen auf einen BMI zu reduzieren und zu sagen: "Hey, du magst ein Problem haben, aber gemäß BMI hast du kein Untergewicht". Für einen Betroffenen ein Tritt in den ohnehin angeschlagenen Magen. Der BMI ist ohnehin ein Instrument, welches ich persönlich verachte.

24.03.2020 08:45 • #56


Irgendeine

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1245
Zitat von Dani82a:
Mir will nicht in den Schädel gehen, dass jemand einem Hilfesuchenden so etwas sagen kann.Da bekomm ich Wut sondergleichen im Bauch! Unprofessionell.
Was so dumme Kommentare anrichten können.Gänsehaut.
Es ist schwer einen solchen "Beigeschmack" bei etwaigen zukünftigen Arzt-/Krankenhausbesuchen beiseite zu legen.

Ich fand es auch gewagt. Sie haben damit die guten Ergebnisse einer ganzen Woche zerschlagen. Und meine Hoffnung, in dieser Klinik (die ja wohngebietstechnisch nun für mich zuständig ist), "Zuflucht" zu finden.
Zitat von Dani82a:
So eine emotionale Entgleisung seitens Ärzte bzw Behandler kann ganz fies nach hinten losgehen für den Patienten.
Bin stolz auf dich, dass du durchgehalten hast, trotz diesen Idioten.
Chapeau!

Danke! Es hätte wirklich richtig nach hinten losgehen können. Ih war das erste Mal seit langer Zeit wieder "richtig" suizidal.
Zitat von Dani82a:
ist es ratsam, arbeiten zu gehen, wenn man sich nicht zu 100% fit fühlt?
Finde deine Entscheidung im Kampf gegen das Corona an die Front zu gehen mutig - Respekt.

Ob es ratsam ist, weiß ich nicht. Aber ich darf meine Fehlzeiten nicht überschreiten. Ich muss also arbeiten gehen.
Außerdem wird an medizinischem Personal momentan alles eingezogen, was 2 Arme und 2 Beine hat.
Gerade wir als Pflegepersonal sind die Infanterie. Ohne uns geht gar nichts.
Und ich arbeite ja ansich auch gerne.
Zitat von Dani82a:
Ich mache mir Sorgen, dass das körperlich und seelisch zu viel für dich werden könnte.

Lieb, dass du dir Sorgen machst.
Zitat von Dani82a:
Hat sie denn gesagt, wo für sie der Punkt wäre, an dem sie die Therapie abbrechen, bzw du zu jemand anderem gehen solltest?

Nein, dazu hat sie sich noch nicht geäußert. Montag hab ich den nächsten Termin.
Zitat von Dani82a:
Zu krank, um gesund zu sein. Zu gesund, um krank zu sein.
Ich meine: wenn ich mit dem Essen richtig Probleme habe (ob Binge oder Bulimie, etc), dann ist es doch reiner Hohn, den Menschen auf einen BMI zu reduzieren und zu sagen: "Hey, du magst ein Problem haben, aber gemäß BMI hast du kein Untergewicht". Für einen Betroffenen ein Tritt in den ohnehin angeschlagenen Magen.

Genau so ging es mir jahrelang. Ich habe sehr gelitten, aber niemand hat es/mich gesehen!

24.03.2020 23:43 • #57


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Das Essen ist weiterhin eine Katastrophe.

Wenn ich frei habe, schaffe ich es nicht, tagsüber was zu essen.
Ich krieg einfach nichts runter. Nicht mal eine Scheibe Toast o.ä.
Selbst Trinken (außer Kaffee^^) vergesse ich.
Zwischendurch bin ich ganz zittrig.

Wenn ich Frühdienst hab, esse ich i.d.R. zumindest auf der Arbeit ein halbes Brötchen. Zumindest Trinken klappt dort.

Es wird dann schon mal 21:00h, bis ich das erste Mal was esse. Ich esse also an freien Tagen nur eine Mahlzeit pro Tag.
Und wenn ich was esse, ist es meist ungesund.

Als Bsp. für heute (hatte frei):
- ein kleines Burgerbrötchen (ca. 140 kcal)
- ein selbstgemachtes veganes Burgerpatty aus schwarzen Bohnen (ca. 300 kcal)
- eine Stück Scheiblettenkäse (ca. 70 kcal)
- ein Paar Salatblätter, Tomatenstücke etc. (auf dem Burger)
- 1 paar Weingummis (ca. 100 kcal)
- 1 Milchschnitte (ca. 115 kcal)

Macht ca. 800 kcal für den ganzen Tag.
Die letzten 3 Tage (auch frei) war es teilweise noch weniger.
Das ungesunde Zeug ist wohl auch der Grund, warum ich nicht längst um Untergewicht bin, denn die Mengen können es nicht sein.

Die 54kg halte ich halbwegs, Manchmal etwas weniger. Das ist einerseits natürlich gut, stört mich andererseits aber auch.
Ich merke zwar, dass es weniger ist, als sonst, fühle mich aber noch immer zu dick.

54kg. Dieses Gewicht hatte ich zuletzt mit 15. Man sieht mir die 5kg weniger angekleidet natürlich nicht wirklich an. Meine Maße sind zwar überall ca. 5 cm weniger geworden, aber diese sch. Reiterhosen (die in den Augen anderer natürlich nicht so extrem existieren. . .) sind immer noch da.
Ich sehe es trotzdem nicht.

Ich weiß, dass man zum Lernen eigentlich Energie braucht. Und Energie=Essen.

Ab dem 4.5 hab ich wieder Berufsschule. Dort schaffe ich es nur selten was zu essen. Deshalb weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich das bis zum Examen durchhalten soll. Also so lerntechnisch.
Unsere Schulleitung hat schon "angedroht", dass sie jeden, der an den Examenstagen morgens nichts gegessen hat, "zwingen" wird, eine Flasche Fresubin (hochkalorische Zusatznahrung) zu trinken.

20.04.2020 23:05 • #58


ohneFunktion

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Hallo zur späten Stunde!

Ich kenne mich mit ES überhaupt nicht aus, aber würde es möglich sein, dass Du Dich als Große sehen könntest, die Dir liebevoll als Kleine etwas Nahrung gibt. Du Dich quasi ganz bewusst von Dir selbst Verpflegen lässt?

Oder sperrt sich da dann alles in Dir?

Du wirkst so reflektiert und schlau. Ich würde Dir das glatt zutrauen, dass Du Deine ES irgendwie überlistest.

20.04.2020 23:20 • x 1 #59


Irgendeine

Irgendeine

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Hallo,
danke für deine Antwort zu später Stunde.
Zitat von ohneFunktion:
würde es möglich sein, dass Du Dich als Große sehen könntest, die Dir liebevoll als Kleine etwas Nahrung gibt.

Ich habe mich noch ehrlich gesagt nie mit dieser "Inneres Kind"-Sache beschäftigt.
Ich weiß nicht, ob das klappen würde. Das kleine Kind hatte die ES ja auch schon.
Zitat von ohneFunktion:
Oder sperrt sich da dann alles in Dir?

Ich habe halt oft keinen Appetit. Wenn ich arbeite, dann gehört die Frühstückspause irgendwie dazu. Trotzdem schaffe ich oft nur ein halbes Brötchen.
Manchmal spüre ich ein deutliches Hungergefühl. Zumindest deute ich diesen ziehenden Schmerz, wenn man seit 20h nichts mehr gegessen hat (mir wird gerade bewusst, dass mir das gar nicht so selten passiert), als Hunger.
Trotzdem kriege ich nicht mal eine Scheibe Brot runter.
Allenfalls Süßes. Aber dann hab ich wieder ein schlechtes Gewissen.
Ich hab manchmal das Gefühl, dass, je mehr Hunger ich habe, desto mehr wehrt sich alles in mir dagegen und deswegen hab ich dann auf nichts Appetit.

Frühstück oder Zwischenmahlzeit (im Spätdienst) auf der Arbeit und das Abendessen sind für mich irgendwie die einzigen "erlaubten" Mahlzeiten. Schwer zu erklären.
Zitat von ohneFunktion:
Du wirkst so reflektiert und schlau. Ich würde Dir das glatt zutrauen, dass Du Deine ES irgendwie überlistest.

Danke für die Blumen. Ich weiß grad ehrlich gesagt nicht, wie ich damit umgehem soll.
Ich habe meine ES jetzt seit 15 1/2 Jahren. Ich weiß nicht, ob ich die nochmal überlistet bekomme.
Sie hat sich ja auch mit der Zeit gewandelt. Von striktem Kalorien zählen, Hungern, extremem Sport und Fressattacken war alles dabei.
Momentan mache ich aber nichts davon und trotzdem ist es so, wie oben beschrieben.
Das irritiert mich.
Ich muss dazu sagen, dass ich 2 Medis (1 Antisepressivum und ein ADHS-Medi) nehme, die beide Appetitlosigkeit auslösen. Beide beinES eigentlich kontraindiziert, aber es gibt zumindest beim ADHS-Medi keine Alternativen mehr.
Das Ganze wurde damals in Kombi mit Mirtazapin angesetzt (was ja appetitfördernd wirkt) in der Hoffnung, dass das sich dann ein bisschen ausgleicht.
Ohne Mirta würde ich also noch weniger essenm
Austausch/Absetzen der Medis (zumindest momentan) nicht möglich.

Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich geschrieben.

lg

21.04.2020 01:07 • x 1 #60

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