Ich habe auch erlebt, dass Betroffene in eine Therapie waren u. sie sagten, es bringt ihnen nichts.
Fragt man dann nach, stellte sich heraus, dass der Betroffene sich gegenüber der Partnerin verpflichtet fühlte,
weil er Angst hatte, sie würde sich sonst trennen.
Oder bei manchen wurde Druck von Seiten des Partners/ in oder der Familie ausgeübt - nun mach eine Therapie.
Dann funktioniert Therapie auch nicht gut, weil man es dann nicht für sich macht.
Dadurch kann alles sehr schwer werden, sich in der Therapie zu öffnen, annehmen zu können u. die Übungen zu machen,
weil es an der nötigen Einsicht fehlt, selbst sein Leben wieder auf neue stabile Füße stellen zu wollen.
Therapie macht man nicht für den Partner/in, nicht für die Familie, sondern für sich ganz allein -
für ein, sein eigenes lebenswerteres Leben
Dies ist nur ein Beispiel u. es gibt noch mehr Motivationsfallen, um in eine Therapie zu gehen.
Das beste ist die Krankheitseinsicht - meine Seele ist erkrankt u. nun brauche ich professionelle Hilfe,
um wieder ein zufriedenes Leben - dann mit seiner Partnerin - Partner leben zu können.
So auch, dass man wieder seinen Job machen kann u. wieder Freunde u. Interessen pflegen kann.
Die stärkste Motivation ist,
"ich" will wieder gesund werden u. dann kann der Weg durch den Prozess,
unterschiedlich lang sein.
So wie es bei mir war, es war nicht nur die Depression, sondern kam hinzu eine Angsterkrankung u.
die Bearbeitung hat mir gezeigt, warum ich erkrankt bin u. was das mit meinen frühen Vergangeheitserfahrungen
zutun hat. Bei mir waren es Gewalterfahrungen, die ich lange gut verdrängt habe u. auch lange Zeit, körperliche u.
seelische Signale weggeschoben habe. Doch Körper u. Seele lassen sich eine Zeitlang wegschieben, aber dann
zeigen sie sich heftig u. zwangen mich hinzuschauen u. wegschieben funktionierte plötzlich nicht mehr.
Manchmal braucht es nicht einen kleinen Hammer, manchmal braucht es riiiiiiiesen Hammer, dass man damit aufhört,
Körper, Geist u. Seele weiter zu ignorieren.