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Escitalopram Erfahrungen - ausschleichen oder nehmen

Quirk11

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Mirtazapin habe ich einige Monate lang genommen. Die haben zwar nichts gebracht, aber ich hatte nur eine starke Müdigkeit als Nebenwirkung, deswegen hatte ich sie als "leichter" eingeschätzt :)
Ich kann natürlich komplett daneben liegen. Mit leicht meine ich eigentlich Medikamente, welche nicht so stark in die körperlichen Prozesse eingreifen.

29.09.2009 22:38 • #76


Quirk11

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Also tagsüber geht es mir ausgezeichnet. Da habe ich auch sehr selten Probleme mit den Beinen (Arzt meint, ich solle erstmal ein wenig Magnesium nehmen) und wenn, dann nur leicht. Derzeit habe ich nur noch Schwierigkeiten beim Einschlafen. Aber wenn die Symptome so schwach bleiben wie derzeit, dann bekomme ich das in den Griff :)

04.10.2009 16:06 • #77


Quirk11

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Die Symptome nehmen seit ca. 3 Tagen wieder zu, auch psychisch geht es mir teilweise gar nicht gut. Wenn es auch vielen helfen mag, mir bereitet es nach nur viermaliger Einnahme unglaubliche Sorgen. Angstattacken, Unruhe, RLS, (gefühlte) Hitze an den Ohren. Alles meistens nur abends. Macht das Einschlafen extrem schwierig. Im Vergleich dazu ging es mir vor der Einnahme wirklich gut. Ich halte es für eine bodenlose Frechheit, dass der Arzt mich auf diese möglichen (Neben-)Wirkungen nicht hingewiesen hat.

19.10.2009 22:19 • #78


Quirk11

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Heute (23.10) hatte ich bisher meinen allerschlimmsten Tag. Ich wollte endlich mal wieder schlafen und bekam schon nach einigen Minuten im Bett, kribbelige Beine und mein Magen/Darm-System meldete sich mit nervösen Gefühlen. Ich habe mich dazu gezwungen, sie zu ignorieren und bin irgendwann tatsächlich eingeschlafen. Nach wenigen Minuten wurde ich jedoch wieder wach, mit dem schlimmsten Gefühl, was ich je hatte. Ich kann es auch gar nicht beschreiben, aber es war einfach der pure Horror. Danach fing ich sofort an zu hyperventilieren und mein Vater und meine Mutter (halte mich seit heute aufgrund der Problematik im elterlichen Haus auf) mussten mich mit Plastiktüte und Zureden beruhigen.

Gibt es irgendjemanden, der dieselben Symptome hat/hatte? Wo finde ich in Deutschland Ärzte oder andere Menschen, die mir vielleicht helfen können, die Symptome zu lindern ohne starke Medikamente? Hat jemand vielleicht Erfahrung mit alternativer Medizin gemacht?

Ich bitte verzweifelt um Hilfe, weil ich einfach nicht mehr schlafen kann und völlig am Boden bin. Dabei habe ich Cipralex nur 4mal genommen...

23.10.2009 01:38 • #79


Annatomie

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Hallo Quirk,

ich habe ein Gefühl zu dem, was du beschreibst, das ich aber nicht beweisen kann. Es ist eine Mischung aus Eigenerfahrung und Beobachtung ;-)

Deine Symptome, insbesondere die der letzten Nacht, klingen für mich wirklich wie eine Panikattacke. Eine, wie ich sie schon häufiger erlebt habe und viele, viele andere auch. Angst kann sich so körperlich anfühlen, dass man nicht mehr glauben kann, dass es wirklich nur Angst sein soll.
Vielleicht wurde diese Angst zum einen durch das Escitalopram verstärkt (was durchaus im Rahmen der normalen Nebenwirkungen liegt- mir ging es in den ersten Tagen auch viel schlechter als zuvor). Zum anderen war es möglicherweise eine Art Auslöser für die Angst, sich ab sofort bemerkbar zu machen. Meine Attacken fingen damals auch von einer Stunde auf die andere an; getriggert durch ein scheinbar banales Erlebnis.

Ich kann dir nur empfehlen, zu einem Neurologen deines Vertrauens zu gehen und alles genau zu beschreiben. Angstsymptome können übrigens mit Antidepressiva in Kombination mit Psychotherapie sehr gut behandelt werden.

Liebe Grüße
Anna

23.10.2009 06:16 • #80


Quirk11

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Nur nehme ich das Cipralex ja nun schon seit fast 2 Monaten nicht mehr. Und habe es auch insgesamt nur 4mal genommen.

Das Problem ist ja auch, dass ich zwar einschlafen kann, relativ problemslos, aber eben sofort wieder wach werde, aufgrund von schlimmen Gefühlen (Angst, Schwindel etc). Lässt das nicht eher auf ein chemisches Problem im hirn schließen, was vielleicht durch das Cipralex entstanden ist?

Also Antidepressiva werde ich nie wieder nehmen, nachdem was ich durch das Cipralex erfahren habe. Nur deswegen geht es mir jetzt so schlecht.

23.10.2009 12:19 • #81


Missi

Hallo Quirk,
ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass deine heutigen Symptome noch etwas mit der Einnahme von Escitalopram zu tun haben. Das Medikament ist durch deinen Stoffwechsel längst abgebaut. Vielleicht ist es tatsächlich eine Panikattacke, vielleicht ausgelöst durch die Erfahrungen mit Escitalopram, vielleicht auch nur zufällig gleichzeitig mit den verheerenden Nebenwirkungen aufgetreten.
Ich kann mich Anna's Rat da nur anschließen und dich bitten, dich in fachärztliche Behandlung zu begeben. Unsere Möglichkeiten sind hier wirklich beschränkt, denn wir sind alle auch nur Laien.

23.10.2009 14:55 • #82


Serafina

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Ich sehe das genauso wie Missi.

Nach dieser langen Zeit erscheint es mir auch so. Vor allem hast du sie auch nicht lange genommen.

Für mich liest es sich auch so, dass es sich um etwas anderes handelt. Bitte mach hier keine Panik. Andere User, die das Medikament nehmen, könnten verunsichert werden. Das ist hier nicht unser Ansinnen.

Serafina

23.10.2009 14:59 • #83


Quirk11

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Panik will ich natürlich nicht verbreiten. Das Mittel hat ja auch vielen geholfen. Das ist nur meine subjektive Entscheidung, aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen.

Ich werde definitiv wieder fachärztliche Hilfe aufsuchen. Bisher sagen die Ärzte ja auch, dass es eigentlich nicht von der kurzen Einnahme des Medikamentes kommen könne. Ich werde wohl durch die anfänglichen Absetzsymptome, welche ja recht "normal" sind, einen psychischen Knacks bekommen haben.

Mein Arzt hat mir jetzt Stilnox verschrieben. Vielleicht verschafft das ja etwas Linderung.

Vielen Dank für eure Antworten!

23.10.2009 16:06 • #84


Mind

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Ich habe die letzten Tage Ibuprofen genommen, wegen starken Ohrenschmerzen (Mittelohrentzündung). Es sind keine Wechselwirkungen bekannt. Ich nehme Citalopram und Trimipramin. Psychische Nebenwirkungen waren stark: Nervosität und Schlaflosiskeit. Ich war total hibbelig. Nachts eine echte Qual. Zum verrückt werden.
Bei Ar. (Asperin) und Paracetamol liegen ebenfalls keine (bekannten) Wechselwirkungen zu Antidepressiva vor.
Vorsicht bei Tramal, Tilidin (wahrscheinlich auch andere Opiate wie Fentanyl, Morphin,...). Es kann in Verbindung mit SSRIs zu einem Serotonin-Syndrom kommen.

Ich schreibe ausschließlich von Wechselwirkungen zu SSRIs. Beeinflußung von Blutgeringung (Ar.), Belastung von Niere (Ibuprofen) oder Leber (Paracetamol) sind gesondert zu beurteilen.

06.04.2010 13:54 • #85


Alannis

Hallo Mind!
Danke dass Du nochmal geantwortet hast, auch wenn die Eingangsfrage bereits aus September 09 stammt.
Infos sind immer gut - eigene Erfahrungen auch!

06.04.2010 14:25 • #86


Mind

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Etwas spät, ja! :-)

Ich wollte nicht extra einen Thread zu Ibuprofen starten.

06.04.2010 15:26 • #87


Diana

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Hallo liebe Forumsmitglieder,
nachdem ich mich 6 Wochen mit Fluoxetin 40 mg durchgeschleppt habe, hat mir meine Neurologin Cipralex erst 5 mg, dann 10 mg und jetzt seid 4 Tagen 15 mg verschrieben. Diese nehme ich täglich morgens ein. Morgen werden es 14 Tage, seid der ersten Einnahme. Mir geht es nicht schlechter, aber so richtig eine Besserung kann ich nicht feststellen. Ich nehme die Tabletten gegen Depressionen. Kann mir vielleicht jeamand sagen, wielange die Tabletten brauchen, bis ich eine Wirkung verspüre? Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrungen damit. Ich habe auch seid mindestens 10 Wochen keine positiven Gefühle und schleppe mich wie "gefühlstaub" durch den Tag. Ist das normal und wann geht das weg? Meine Ärztin meint ja, so wie ich alles schildere ist das völlig normal und ich müsste Geduld haben....... Wenn Ihr eine Meinung zu meinem Problem habt, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße

Diana

11.05.2010 11:56 • #88


sek

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Hallo Diana,

versuche es bitte über die Suchfunktion des Forums: search.php?st=0&sk=t&sd=d&sr=posts&keywords=Escitalopram&start=20

14 Tage Einnahmezeit ist eine relativ kurze Zeitspanne, denn es muß sich erst ein sogenannter Spiegel aufbauen und dies hängt unter Umständen etwas vom jeweiligem Stoffwechsel ab.
Meines Wissens , kommt es bei antriebssteigernden Antidepressiva (= Escitalopram) erstmals zu einer Steigerung des Antriebs, bevor die antidepressive W. eintritt.

Gib dem Medikament noch etwas mehr Zeit, und bespreche gegebenenfalls deine Bedenken nochmals mit deinem behandelnden Arzt !

LG
sek

11.05.2010 12:25 • #89


Diana

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Danke liebe Sek. Ich werde dem Medikament Zeit geben und das mit dem Antrieb ist richtig, der ist schon wieder besser. Nur das allgemeine Wohlbefinden ist noch schlecht. Bin auch ein wenig ungeduldig, weil es mir nun schon solange mies geht.

LG
Diana

12.05.2010 08:52 • #90




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