Erwerbsminderungsrente - wie richtig vorgehen?

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Hallo,
das frage ich mich.

Ich bin 60, hatte 2 Depressionen mit je 1 Jahr Arbeitsunfähigkeit.

Nun hängt es wieder seit 8 Wochen.

Eigentlich wollte ich mich bis 61 durchschleppen. Dies ist mein frühester Termin, denn ich muß bis 66 - 3 Jahre vorher - 2 Jahre Schwerbehinderung.

Wenn ich nin die Zahl auf meinem Bescheid nehme dann würde ich mit 61 mehr EM Rente bekommen als wenn ich wie geplant frühestmöglich gehe.
Ich frage mich daher ob ich einen Antrag auf EM stellen soll.

Meine Frage
1. Wenn ich mit 61 EM Rente bekäme wird die dann mit 66 nochmal als Regelrente erhöht oder läuft die auf gleichem Niveau dann weiter?

2.
Ich habe noch keine Reha gemacht, weil ich soz phob habe.
Wird das schwierig?

3.
Wenn ich nur teil EM bekomme wieviel kann ich dazu verdienen?

hG
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04.10.2017 21:13 • #1


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Albarracin

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21.10.2017 23:16 • #2


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Hallo Wolfgang,
Wieder einmal danke ich dir sehr herzlich für deine sehr fundierte und für mich sehr hilfreiche Antwort.
Sehr gern habe ich darauf gewartet.

MfG
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22.10.2017 12:23 • #3


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Zitat von Albarracin:
Grundsätzlich ist bei Deinem Jahrgang die Altersrente mit höchstmöglichen Abschlägen niemals niedriger als die höchstmögliche Erwerbsminderungsrente.


Hallo Albarracin,
mein Fehler war dass ich dachte dass die EU Rente, wenn man vorzeitig geht, keine Abschlage (diese 0,3%/Monat) hat. Hat sie aber wohl genau so wie die normale Rente. oder???

Col

15.11.2017 01:10 • #4


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Albarracin

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16.11.2017 17:30 • #5


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Hallo Wolfgang,
Danke für deine Antwort

In
https://www.eurente.org/
fand ich nun
"Sollte die Erwerbsunfähigkeitsrente vor dem 63. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, gelten Abschläge (0,3% pro Monat vor vollendetem 63. Lebensjahr, aber nicht mehr als 10,8%). Diese Regelung wird seit 2012 stufenweise angehoben, der Rentenbeginn wird dann auf das 65. Lebensjahr festgesetzt."

Es scheinen also die 0,3 % / Monat wie bei der normalen Rente zu sein.

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17.11.2017 02:03 • #6


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Hallo
Habe heute noch was besserer Gefunden.
In der Tabelle kann man ablesen um wieviel % die Erwerbsunfähigkeitsrente reduziert wird wenn man sie früher erhällt

https://sozialversicherung-kompetent.de ... .html#null

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17.11.2017 13:50 • #7


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Albarracin

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18.11.2017 14:51 • #8


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Hallo Wolfgang,
Danke
Kurz warum ich so hinterher bin
Ich war vor 4 Monaten auf Rentenversicherung. Ich habe 7 Monaten auf den Termin gewartet. Damals dachte ich, ich schaffe es bis zur vorzeitigen Regelrente. Ich hatte leider da das Thema EM Rente noch nicht.
Nun bin ich seit 4 Monaten Arbeitsunfähigkeit.
Ein Arzt hat von sich aus das Thema EM Rente angesprochen, mir Hilfe zugesagt u.a. mit einem Rehanatrag. Ich habe erstmal abgelehnt.

Warum schaffe ich keine Reha?
Ich kann nur schwer unter Menschen sein. Es stresst mich total und meine Krankheits Symtome werden permanent schlechter. Deshalb kann ich nicht viele Stunden in einer Reha Einrichtung sein. Das habe ich ausgiebigst in Therapien bearbeitet.

Ich fühle mich mit dem Thema Reha und all dem was man daraus folgert durch meine Behinderung vom Krankenkassen - Rentensystem diskriminiert.

Wohl dem der gesellig ist

Zurück zur Kohle,

Auf meiner letzten Renteninfo steht

Rente wegen Erwerbsminderung
Wären sie heute wegen gesundheitlicher Einschränkung voll erwerbsgemindert, bekämen sie von uns eine monatliche Rente von
100 Euro (Zahl nur zur Veranschaulichung)

Höhe ihrer zukünftigen Regelaltersrente
Ihre bislang erreichte Rentenanwaltschaft entspräche nach dem heutigen Stand einer monatlichen Rente von
103 Euro (Euros Proportional umgerechnet)
also 3 % mehr als Erwerbsminderungsrente)
Ich habe von dem Besuch auf dem Amt hier den Ausdruck vorliegen und sehe, dass von den o.g. 103 Euro, wenn ich heute gehen wöllte noch 10 % wegen 3 Jahre vorhergehen abgehen.
also
103*0,9=92,7 Euro

Mit
Zitat von Albarracin:
Hallo,
um Missverständnissen vorzubeugen:
Die aktuellen Werte der Erwerbsminderungsrente in einer Rentenauskunft sind die tatsächlichen Rentenwerte. Evtl. Abschläge sind da bereits eingerechnet und werden nicht noch mal abgezogen.


Heißt das:
ich wenn ich heute 100% Erwerbsgemindert eingestuft würde bekäme ich 100 und damit 7,3 - entspricht 7,9% - mehr als wenn ich heute 3 Jahre vorher gehe gehe mehr.

Kann das wirklich sein?
Zitat von Albarracin:

Das ist nur schwer vorstellbar. Grundsätzlich ist bei Deinem Jahrgang die Altersrente mit höchstmöglichen Abschlägen niemals niedriger als die höchstmögliche Erwerbsminderungsrente.

Wäre dann nicht zutreffend

Aber, vom Gefühl her vorstellbar ist es schon dass durch die Erwerbsminderung im Vergleich zu dem der früher geht eine höhere Rente bezahlt.

Und,was ganz anderes wie lange dauert es bis so eine EM Rente genehmigt ist. 1-2 Jahre. Was soll ich bis dahin machen? Oder wie sieht es dann aus, denn dann ahbe ich ja fast Regelrente.
hG
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18.11.2017 18:09 • #9


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PS

Guck mal Wolfgang
aber ich kapier den Fall nicht ganz, irgendwie schwierig geschrieben

https://rentenbescheid24.de/erwerbsmind ... te-hoeher/

18.11.2017 19:39 • #10


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Albarracin

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18.11.2017 23:28 • #11


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Hallo Wolfgang,
herzlichen Dank für die viele Arbeit die du dir gemacht hast. Wieder einmal ist hilfreiches dabei.
Die Frage nach ist - Vorgezogene Altersrente / Erwerbsminderungsrente höher oder niedriger beantwortet sich in dem Moment wenn in der Renteninformation auf die Obere Zahl kein Abschlag kommt. Denn dann überholt sie die untere Zahl, die nämlich Abschlag bekommt. Das weiß ich ganz sicher. In dem Moment bekommt mein Reha Gespenst durch Arbeitsunfähigkeit einen süßen beigeschmack was immerhin was Postives ist.

Und ich glaube dem ist so.
Bin damit nicht alleine
https://rentenbescheid24.de/erwerbsmind ... te-hoeher/

Ich denke ich muss Kontakt mit der Rentenversicherung aufnehmen.
Weißt du ob man einfach dort hinschreiben kann und eben genau diese daten bekommt?

hG
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19.11.2017 16:41 • #12


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Albarracin

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19.11.2017 16:54 • #13


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weiß sie

19.11.2017 18:56 • #14


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Hallo,
Habe bei Rentenversicherung Werte zum 60J 11M angefragt (Frühestmögl Zeitpunkt für Altersrente )
Bekam die gleichen Zahlen wie die Renteninfo

Regelaltersrente - Wert mit 60J 11 M =1000
Abschlag wegen 3 J zu früh gehen = -10,8 %
Regelaltersrente mit Abschlag zum 60J-11M = 892

Erwerbsminderunsgrente zum 60J 11M =969

Heißt, die EM Rente ist wenn ich 60J 11M bin (Frühest mögl Zeitpunkt) 8,7 % höher als vorgezogene Altersrente.
Ganz Grob geschätzt müßte bis MINDESTENS! bis 62 - 62,5 arbeiten um mit Regelaltersrente die selbe Rente in Euro zu erreichen wie die EM Rente zu 60J11M.

(Ich vermute evtl.erklärt sich das dadurch:
https://www.geldtipps.de/rente-pension-.inderung-1

"Wichtig ist dabei insbesondere die Neuregelung zur sogenannten Zurechnungszeit. Bislang galt: Wer gesundheitlich angeschlagen ist und deshalb kaum noch arbeiten kann und in Erwerbsminderungsrente gehen muss, bekommt aktuell in etwa eine Rente, als hätte er noch bis zum 60. Geburtstag weiter mit dem alten Durchschnittsverdienst gearbeitet. Diese Zurechnungszeit ab dem Beginn der Erwerbsminderung wurde um zwei Jahre bis zum 62. Geburtstag verlängert."

Da ich keine 62 bin ist die Regelrente niedriger die EM Rente.
Ich vermute bei Alters und EM Rente wird zuvor mit Abschlägen geerchnet. Wie ich weiter vorne beschrieben habe. Ansonsten wäre der Unterschied noch größer Tippe ich )

Aber egal.
Das sind die Zahlen der Rentenversicherung

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24.11.2017 18:23 • #15


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Aha, so ist das also:

Hallo „Erwerbsminderungsrente oder auf eigene Faust durchkommen?“ war mein Thread. Gemeint war EM Rente beantragen oder sich dieses Prozedere sparen - irgendwann vorzeitig in Rente gehen und entsprechende Abschläge hinnehmen.

Ich bin kein Pfennigfuchser. Meine Motivation war:
Ich kann nur max. 2 h am Tag unter Leuten sein kann ansonsten kostet es mich unheimlich Kraft und geht abwärts. (Habe 3 Therapien dazu gemacht). Deshalb wäre es schlimm, wenn ich zur Rhea müsste um EM Rente zu bekommen. Deshalb habe ich nun meine Frage – ob ich nicht besser vorzeitig Rente beantrage ergänzt mit Wolfgangs einwürfen beantwortet.
Ich habe mich nochmal beraten lassen.
Mein Ergebnis möchte ich gerne weitergeben. Ich versuche es einfach, was bedeutet das ich manche Feinheit weglasse

EM Rente
Die EM Rente wird berechnet als ob man bis 62 einbezahlen würde. (Auch wenn man erst 40J ist). Gerechnet wird mit dem Einkommen der letzten Jahre.
Bekommt man die EM Rente vor 62 wird pro Monat 0,3% Abgezogen, max. jedoch 10,8 %.
Heißt wenn man mit 40 geht werden -10,8 von diesem auf 62 hochgerechneten Wert abgezogen.

Wie ist das nun im Vergleich zu einer vorgezogenen Altersrente?
Erklärung am Beispiel der zugesandten Renteninfo

EM Rente
Auf der Renteninfo die man öfter zugeschickt bekommt steht ein Wert X z.B 100 in Euro unter
Rente bei voller Erwerbsminderung. Dieser Wert ist der Betrag in Euro den man bekäme, wenn zum Datum, das in der ersten Zeile steht z.B 31.12.2016 bekommt. Es würde exakt so - Ohne Abzüge !!! gezahlt. (Natürlichen gehen dann noch Krankenvers, Steuer usw. ab.)

Altersrente
Unter der o.g. Zahl steht eine Zahl Y (nehmen wir mal 110)
Höhe ihrer künftigen Regelaltersrente heißt es davor.
Es ist der Betrag denn man bis dem o.g. 31.12.16 erreicht hat.
Y wird aber im Vergleich zu o.g. X im Auszahlungsfall zum 31.12.16 noch um 0,3%/M reduziert.
Der Abzug richtet sich nach den jeweiligen Daten.
Im Schreiben steht die Regelaltersrente. Nehmen wir mal 31.12.2023
2 Jahre vorher kann man wegen Schwerbehinderung gehen (>50%) also 31.12.2021.
Geht man vorher werden 0,3% / Monat abgezogen. Man kann gehen, wenn man bestimmte Kriterien erreicht hat die ich hier weglasse.

Zusammenfassend bedeutet das nun:
Bis man 62 ist steigt die EM Rente, weil es ja immer weniger Abzüge auf den auf 62 hochgerechneten wert gibt. s.o.
Wenn man bis 62 gearbeitet hat, ist die EM Rente und die Altersrente (OHNE Abzug) gleich. X wäre gleich Y in der zugesandten Renteninfo - beider wären 100.

Die EM Rente bekommt wie o.g. keinen Abzug – wird sie wird ausgezahlt. (100)
Die Altersrente bekommt abhängig von den persönlichen Daten ggf. Abzug.
Hat man mit o.g. 62 noch keine Altersrente ohne Abzug liegt die EM Rente höher.

In der weiteren Zeit werden die Abzüge kleiner man bezahlt zudem weiter ein und irgendwann ist die Altersrente so hoch wie die EM Rente, denn die erhöht sich ab 62 nicht mehr.

Vielleicht konnte ich jemand eine Hilfe damit geben
HG
col

29.11.2017 13:01 • #16


DarkAngelpsycho

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20.03.2019 23:22 • #17


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Albarracin

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22.03.2019 10:20 • x 1 #18


mercedes

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28.03.2019 11:54 • #19


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Ylvi13

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Hallo mercedes,
wenn im Schreiben kein Termin angegeben ist, würde ich so schnell wie möglich zurück senden. Es soll ja ggf. fortlaufend die Rente gezahlt werden und man muss die Bearbeitungszeit bedenken. Ich habe das mit den Unterlagen vom Arzt über die Anmeldung geklärt und hatte dafür keinen Termin direkt beim Arzt. Das ist dann auch direkt vom Arzt geschickt worden. Ich hatte an meinen Antrag einen Zettel mit der entsprechenden Info gehängt. Den Selbsteinschätzungsbogen habe ich beantwortet, für mich gibt es keinen Grund, es nicht zu tun. Das ist aber eine individuelle Entscheidung.
Alles Gute!

28.03.2019 12:28 • #20

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