Alexandra2
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Jetzt möchte ich etwas loswerden. Ich bin auf Streß gepolt von Kindheit an auf Flucht, später auf Aktionismus. Stillsitzen geht nicht. Deshalb ist es für mich einfacher, eher aktiv zu sein in der Depression. Das ist mir tausendmal lieber, als mich der Niedergeschlagenheit hinzugeben. Denn da lauert mein Tief. Aber das ist auch der Trigger. Und jetzt muss ich (seit ich krank bin) Pausen machen und die Unberechenbarkeit der Tiefs aushalten. Ganz ganz langsam sehe ich sie kommen und mit ihnen die Gefahr, in der Depression zu versinken. Das muss vorerst genügen (tut es aber noch nicht). Im Lauf der Jahre wurde immer wieder die Medikation geändert, ein Therapeutenwechsel war nötig. Jetzt habe ich nach knapp 5 Jahren Erkrankungszeit schon 2-3 gute Stunden/ am Tag. Und ich bin überzeugt,eine super Ärztin und Therapeutin zu haben.
Niemals hätte ich gedacht daß diese Erkrankungen dermaßen anstrengend sein können. Daß der Alltag 'vernünftig' durchgetaktet sein muss. Und daß jeder Leidensweg anders ist und ich für mich rausfinden möchte, was hilft.
Heute habe ich nichts nehmen dürfen gegen rasende Kopfschmerzen. Jetzt versuche ich, mich zu entspannen, ohne Angst vor einem Tief.
Ich bin geprägt von einer Mutter, die mich gehasst hat, vor der ich ein Leben lang Angst hatte, in Panik verfiel, zutiefst einsam und verzweifelt war. Es fehlen mir basale Lernerfahrungen, die ich jetzt nachholen soll. Mich beruhigen, mich entspannen, mich zu Wort melden, mich annehmen und mir Sicherheit geben.
Ich weiß nicht wie, wann, womit mein Alltag leichter wird und denke nicht darüber nach.
Ich weiß nur, ich bin auf dem Weg- das muss genügen

Liebe Liselotte,