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Ehefrau trennt sich nach Aufenthalt in psychosomatischer Klinik

ohneFunktion

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Hallo!

Wie jedes Antidepressivum muss auch Escitalopram eingeschlichen werden.
20 mg ist meines Wissens die Höchstdosis. Da ist es nicht verwunderlich, dass es Dir nicht gut geht!

18.10.2020 15:12 • x 2 #61


ohneFunktion

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass man üblicherweise mit 5 mg startet und nach mehreren Tagen auf 10 mg steigert und beobachtet.

Die Gabe der Höchstdosis muss für eine optimale Wirkung oft gar nicht erreicht werden. Bitte erkundige Dich dringend, was da falsch gelaufen ist!

Denn es wäre durchaus möglich, dass Dir dieses Medikament - richtig eingesetzt - auf Dauer helfen könnte.

Alles Gute für Dich!

18.10.2020 15:20 • x 2 #62


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Jedi

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Zitat von ohneFunktion:
Wie jedes Antidepressivum muss auch Escitalopram eingeschlichen werden.

Ja, stimmt absolut ! - u. hatte es in meinem Beitrag auch schon erwähnt.
Und man fängt niedrig Dosiert mit 10 mg an, - steigert dann langsam u.
eine Höchstdosis von 40 mg am Tag, sollte nicht überschritten werden !

Escitalopram ist ein recht gut wirksames Antidepressiva, aber eben auch ein sehr hoch Potentes u.
bedarf der Regelmäßigen Ärztlichen Kontrolle !

18.10.2020 15:22 • x 3 #63


ohneFunktion

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Ich selbst habe damals Citalopram bekommen (wovon man die doppelte Dosis im Verhältnis zum Escitalopram nimmt) und habe sogar da mit 5 mg gestartet - entspricht 2,5 mg Escitalopram.

Schlussendlich habe ich mehrere Jahre mit 20 mg - also nur 10 mg Escitalopram - gute Erfahrungen gemacht und zu einem stabilen Zustand zurück gefunden.

18.10.2020 15:24 • x 2 #64


ohneFunktion

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Zitat von Jedi:
Und man fängt niedrig Dosiert mit 10 mg an, - steigert dann langsam u.
eine Höchstdosis von 40 mg am Tag, sollte nicht überschritten werden !


So ist das beim Citalopram.
Escitalopram ist doppelt so potent, daher Höchstdosis: 20 mg!

18.10.2020 15:29 • x 2 #65


Waleran

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Zitat von ohneFunktion:

So ist das beim Citalopram.
Escitalopram ist doppelt so potent, daher Höchstdosis: 20 mg!


Da wundert es mich überhaupt gar nicht, dass es mir so schlecht geht. Das hätte meine Hausärztin doch wissen müssen, wenn sie es schon verschreibt.
Danke für Eure Hinweise.

18.10.2020 15:38 • x 1 #66


Waleran

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Mirtazapin ist doch auch ein Antidepressivum. Wie unterscheidet sich dies zum Escitalopram?

18.10.2020 15:41 • x 1 #67


Waleran

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@Jedi

Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich habe Gott sei Dank während meines Klinikaufenthaltes einen Tiefenpsychologen gefunden, der mich behandelt. Ich hatte fünf probatorische Sitzungen und drei weitere. Es geht jetzt langsam ans Eingemachte und ich bin absolut motiviert mitzumachen.

18.10.2020 15:55 • x 3 #68


ohneFunktion

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Zu Mirtazapin kann ich nichts sagen. Habe diesbezüglich keine Erfahrung.

Ich weiß nur, dass dieses schlaffördernd wirkt. Daher nimmst Du es ja auch abends.

Citalopram bzw Escitalopram soll wohl eher "antriebssteigernd" und "stimmungsaufhellend" wirken, daher die morgendliche Gabe.

Ich wurde damit einfach wieder "normal". Natürlich Schritt für Schritt, gaaaaanz laaaangsam und in Kombination mit einer Therapie.

Man läuft im Normalfall also nicht total getrieben und euphorisch in der Welt herum, wovor man ja vor der Einnahme oft Angst hat.

18.10.2020 17:00 • x 2 #69


ohneFunktion

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Wobei dazuzusagen ist, dass sich in der Einschleichphase hauptsächlich die Nebenwirkungen bemerkbar machen, die dann allerdings bald nachlassen sollten.

Bei mir war das anfangs auch bei niedriger Dosierung eine extreme Müdigkeit.

18.10.2020 17:02 • x 2 #70


Waleran

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Zitat von ohneFunktion:
Wobei dazuzusagen ist, dass sich in der Einschleichphase hauptsächlich die Nebenwirkungen bemerkbar machen, die dann allerdings bald nachlassen sollten.

Bei mir war das anfangs auch bei niedriger Dosierung eine extreme Müdigkeit.



Mir wurden ja gleich zu Beginn 20mg Escitalopram verschrieben. Durchfall und die Ängste/Depression wurde gleich verschlimmert. Bis jetzt geht es mir beschissen. Heute werde ich noch nicht mit 5mg Escitalopram beginnen. Davon habe ich wahrscheinlich noch genug in meinem Körper.

18.10.2020 17:16 • x 1 #71


bones

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Zitat von Waleran:
Mirtazapin ist doch auch ein Antidepressivum. Wie unterscheidet sich dies zum Escitalopram?



Nun mirtazapin hat eine beruhigende Wirkung. Wird unter anderen bei angststörung, innerliche Unruhe und vorallem wie schon erwähnt bei Schlafstörung eingesetzt.

Escitalopram ist ein Antidepressiva , dass auch bei angststörung eingesetzt wird. Es hat eine deutliche stimmungsaufhellende wirkung. Antriebsteigernd soll es sein, was ich aber nicht feststellen konnte.

Bei beiden tritt eine antidepressiva wirkung erst ab der ca 4woche ein. Es variiert sich je nach Höhe der Dosierung. Bei mirtazapin erst ab 30mg.

19.10.2020 06:44 • x 2 #72


bones

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Zitat von Waleran:


Mir wurden ja gleich zu Beginn 20mg Escitalopram verschrieben. Durchfall und die Ängste/Depression wurde gleich verschlimmert. Bis jetzt geht es mir beschissen. Heute werde ich noch nicht mit 5mg Escitalopram beginnen. Davon habe ich wahrscheinlich noch genug in meinem Körper.



Eindeutlich zu viel. Man fängt mit einer kleinen Dosierung an. Bei escitalopram also 5mg. Direkt auf 20mg zu gehen, ist es nicht verwunderlich das die Symptome sich verschlimmert haben. Ist nicht die typische herangehweise bei medis. Es ist erstmal zu gucken, ob du das medi gut verträgst und so gut wie möglich Nebenwirkungsarm beim einschleichen zu behandeln. Hast du 5mg tbl? Damit würde ich an deiner Stelle anfangen und aufjedenfall mit dein Arzt nochmal reden.

19.10.2020 06:49 • x 3 #73


Waleran

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@bones

Nein, ich habe 20mg Tabletten. Die lassen sich ja problemlos mit dem Messer in 5mg teilen.

19.10.2020 11:19 • x 1 #74


bones

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Ok. Es gibt auch Tablettenteiler, da lässt sich sowas vereinfacht und sicher teilen.ist nicht teuer. Glaub meiner hat um die 5euro gekostet.

19.10.2020 13:11 • x 2 #75


Waleran

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Ich habe mich durchgerungen weiterhin Escitalopram zu nehmen. Eine Woche habe ich 5mg eingenommen und nun liege ich bei 10mg. Es geht mir etwas besser.
Dieser Knoten in meiner rechten Brust ist seit der Einnahme von Escitalopram größer geworden. Der Arzt des Brustzentrums hat mir das Antiöstrogen Tamoxifen verschrieben. Das belastet mich alles noch zusätzlich.
In der Therapie bin ich gerade in meiner Kindheit angelangt. Nach dem Tod meiner meiner Mutter, als ich gerade mal 3 1/2 Jahre alt gewesen bin, fing irgendwann Mobbing an. Ältere Jungs haben mir oft irgendwo aufgelauert und mich rumgeschubst etc. Meine Tiefmutter sperrte mich zuhause ein und ging irgendwo hin und traf sich mit einer Freundin. Weil ich erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten hatte, verstand ich oft die Hausaufgaben nicht. Mein damaliger Freund kam zu mir, setzt sich vor die Haustüre und half mir bei meinen Hausaufgaben. Irgendwann schenkte sie mir einen Ball und ich durfte das meinem Vater nicht erzählen, weil er das Geld immer zusammenhalten wollte. Weil ich mich so über den Ball freute, erzählte ich ihm das doch und bat ihn, das meiner Stiefmutter nicht vorzuhalten. Er tat es trotzdem. Am Abend, als sie mich nach oben zu Bett brachte sagte sie zu mir, dass ich schuld sei, wenn sie sich trennen. Als ich 13 Jahre alt gewesen bin, zog sie plötzlich aus, als mein Vater auf Montage gewesen ist. So bin ich zwei Nächte alleine gewesen. Als mein Vater am Freitag nachhause kam musste ich ihm mitteilen, dass Mama ausgezogen ist. Meine Stiefmutter hat schon dieses komm her-geh weg mit mir gemacht und ich musste des Friedens Willen lernen, den Mund zu halten. Aufgrund meiner Kindheit habe ich es nicht geschafft, mich meiner Frau gegenüber angemessen zu positionieren. Das Ergebnis ist ein Trauma mit diesen ganzen Folgen. Ich wünsche mir, dass ich da wieder rauskommen und eine liebevolle Partnerin finde. Eine Freundin sagte mir kürzlich, dass ich eine liebevolle Partnerin verdient habe und die werde kommen. Meine Ängste sollen entlich weggehen. Ich will das nicht mehr.
Ich will nicht mehr meinen Mund halten und mich gegenüber meiner Frau durchsetzen können. Ich will nicht mehr verletzt werden. Ich will nicht, dass es mich innerlich umhaut, nur weil sie vor mir steht. Ich möchte mich behaupten und ich möchte, dass sie Respekt vor mir hat. Ich brauche Eure Hilfe, um dort hinzukommen.

31.10.2020 15:37 • x 1 #76


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Jedi

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Zitat von Waleran:
Ich brauche Eure Hilfe, um dort hinzukommen.


Meine persönlichen Tipps, die, wenn Du magst ausprobieren kannst !
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Zitat von Waleran:
Ich will nicht mehr meinen Mund halten und mich gegenüber meiner Frau durchsetzen können.

Fange in kleinen Schritten an, dass Anzusprechen, was Dir wichtig ist.
- Erfahrung sammeln -
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Thema "Duchsetzen".
Klar u. Verständlich (nicht aggressiv od. aufgeregt) ansprechen was Dir wichtig ist
u. nicht Herumeiern, sondern eindeutig u. klar dabei bleiben, was Dir wichtig ist,
auch wenn Deine Frau etwas dagegen sagt (was sicherlich zu erwarten ist).

Je klarer Du dabei bleibst, was Dir wichtig ist, dann kannst Du nach u. nach villt. feststellen,
dass Du das, was Dir wichtig ist, auch durchsetzen kannst.
- Erfahrung sammeln -
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Zitat von Waleran:
Ich will nicht mehr verletzt werden.

Das bestimmst Du, indem Du klare Grenzen setzt u. Du sie dann auch benennst !
Bei verletzenden Aussagen, Aussprüchen - deutlich u. bestimmt daraufhinweisen, dass Du das nicht OK findest u.
das Sie verletzende Aussagen, Aussprüche Du darum bittest, dies Zukünftigt zu unterlassen hat.
Dann musst Du dann aber auch konsequent bleiben !
- Erfahrung sammeln -
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Zitat von Waleran:
Ich will nicht, dass es mich innerlich umhaut, nur weil sie vor mir steht.

Da solltest Du Dir klar u. bewusst werden, was es denn ist, was bei Dir ausgelöst wird, wenn Sie vor Dir steht ?
Sicher ein Therapie Thema !
- Erfahrung sammeln - (Beobachte bei Dir einmal Symptome, was genau passiert, wenn es zu einer solchen Begegnung kommt)
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Zitat von Waleran:
Ich möchte mich behaupten

Wird sich dann einstellen, wenn Dich die positiven Erfahrungen stabiler gemacht haben.
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Zitat von Waleran:
dass sie Respekt vor mir hat.

Das sollte nicht Dein spezielles Ziel sein, denn das wirst Du nicht beeinflussen können !
Denke daran, dass es nur darum geht, was Dir wichtig ist !

Selbst wenn Du Dich abgrenzen u. Du gar Deine wichtigen Dinge durchsetzen kannst,
gibt es dafür keine Garantie, dass Sie ich respektieren wird.
Eher ist zu erwarten, dass Dein neues Verhalten, ihr gegenüber, auf Ihren Widerstand stoßen wird.

LG

31.10.2020 18:21 • x 1 #77


Klausimausi46

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Hallo, wie kann ich mit der Tatsache umgehen, dass mein Sohn sich bis zum Jahresende selbst töten will zumal er dann auch keine Wohnung mehr hat. Er leidet seit mehr als 10 Jahren an schweren Depressionen, lebt von Hartz 4 in Hamburg

02.11.2020 09:22 • #78


Waleran

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Zitat von Klausimausi46:
Hallo, wie kann ich mit der Tatsache umgehen, dass mein Sohn sich bis zum Jahresende selbst töten will zumal er dann auch keine Wohnung mehr hat. Er leidet seit mehr als 10 Jahren an schweren Depressionen, lebt von Hartz 4 in Hamburg


Hallo Klausimausi46,
es gibt Beratungsstellen wie beispielsweise die Caritas oder Diakonie. Wenn Dein Sohn diese Gedanken äußert, dann sollte ein Klinikaufenthalt in Betracht gezogen werden.

Dein Thema passt hier nicht, vielleicht solltest Du ein eigenes starten.
Alles Gute für Dich und Deinen Sohn.

02.11.2020 12:42 • x 1 #79

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