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Ehefrau ist eiskalt - Ehe retten nicht mehr möglich?

Daywalker1310

Daywalker1310

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Hallo ihr lieben.

Bin lang nicht mehr hier gewesen. Deswegen erstmal ein fröhliches Huhu in die Runde.

Bevor ich über mein Problem schreibe, möchte ich in Stichpunkten einige Eckdaten angeben, die euch helfen werden, den Text besser zu verstehen:

Ich:39 Jahre
Meine (noch) Ehefrau: 36 Jahre
Gemeinsamer Sohn: 2,5 Jahre (bald drei)
Gemeinsame Wohnung

Also. Wie schauts aus bei mir?. Wir haben am 15.06.2018 geheiratet und es war der schönste Tag in meinem Leben. Ich hoffte damals, für sie wäre es das auch gewesen, aber inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich muss dazu sagen, das wir beide Borderliner sind (sie angeblich inzwischen geheilt) und wir es deswegen alles sehr schnell haben angehen lassen. Im Nachhinein betrachtet kann man das sicher als Fehler betrachten, aber zu diesem Zeitpunkt war es uns egal, denn wir waren uns sicher "Das ist es, was wir beide wollen".
Meine Frau ist ein sehr dominanter Charakter, während ich eher der zurückgezogene Mensch bin, der eher alles in sich reinfrisst, als drüber zu reden. So fingen die Probleme eigentlich auch an. Meine Frau wünschte sich von mir Offenheit gerade im Bezug auf meine Vergangenheit, was ich durchaus nachvollziehen konnte. Also habe ich mich mit der Thematik auseinander gesetzt und nach und nach immer mehr von mir preis gegeben. Im Nachhinein betrachtet war das der wohl größte Fehler meines Lebens, denn damit habe ich mich angreifbar gemacht.
Meine Frau hat immer bemängelt, das ich oft angespannt war, was für sie eine Belastung gewesen ist. Sicher kann man jetzt sagen "Ja, das würde mich auch belasten", aber mal ehrlich, wer von uns rennt mit einem Lächeln durch die Hütte, wenn es ihm richtig dreckig geht? Und gerade, weil sie die Erkrankung selber lebt(e), was ich inzwischen aber nicht mehr so glaube, hatte ich eigentlich immer gedacht, sie versteht, warum ich in gewissen Situationen so reagiere, wie ich eben reagiert habe. Aber dem war nicht so. Oft kam dann von ihr die Aussage "stell dich nicht so an, ich habs auch in 2-3 Jahren geschafft, mich selbst da raus zu ziehen". Das hat mich dann immer richtig verletzt und auch unter Druck gesetzt, weil ich dann dachte "na toll, wieder kriegst du nichts geschissen". Außerdem bin ich der Meinung, nur weil jemand das in 2-3 Jahren schafft, muss das doch nicht automatisch für jeden anderen Borderliner auf diesem Planeten gelten, oder?
Meine Frau war auch immer sehr schnell aufgebracht wegen Kleinigkeiten (finde ich). Zum Beispiel das einräumen der Spülmaschine. Standen die Teller rechts statt links, gabs direkt Ärger. Dabei denke ich mir "is doch egal, sauber werden sie trotzdem". Auch, das ich die Wäsche nicht faltenfrei aufhängen oder nach ihrem Gusto falten konnte, führte des öfteren zu Streitigkeiten. Aber am schlimmsten waren Ihre Beleidigungen. Sie hat mir sehr oft ins Gesicht gesagt, ich sei ein "Idiot". ein kleines Kind, das zu nichts in der Lage wäre. Selbst im Einkaufsgeschäft hat sie mich rund gemacht, während andere Menschen zugehört haben. Ich bin in all der Zeit immer kleiner geworden und habe mich immer mehr versteckt.
Aber das allerschlimmste waren ihre "Kontakte", die sie nie aufgeben wollte. Das habe ich auch nie von ihr verlangt, aber es gab 2 Menschen, da hat es mich emotional sehr beschäftigt.
Mit Person 1 hat sie mich zwar nicht betrogen, aber wir waren mal für 4-5 Tage getrennt und sie hat sich diesen Menschen nach nichtmal 2 Stunden, nachdem ich weg war, ins Bett geholt. Das ich mir da ziemlich ersetzt vorkam, kann sich wohl jeder hier denken.
Person 2 war ihr ex, der zumindestens früher sehr Frauenfeindlich war. Sie hat mir über diesen Menschen auch genug erzählt und daher konnte ich es nie bereifen, warum sie so darauf aus war, diese 2 Menschen trotzdem in ihrem Leben behalten zu wollen und vor allem in unserer Ehe. Sie hat sich auch regelmäßig mit beiden getroffen, wenn ich nicht dabei war. Erst hat sie es mir verschwiegen, mit der Begründung, sie wolle ja nicht, das ich vor Eifersucht die Wände zu Hause hochgehe. Klar, verschweigen und es mir hinterher sagen macht die Sache natürlich besser.
Und dann kam diese Situation vorherigen Monat. Sie hatte in Dortmund einen Termin zur Untersuchung ihrer Hüfte. Eigentlich wollte sie in Dortmund bei einer Freundin schlafen für eine Nacht, damit sie nicht eine so weite Anreise zur Klinik hat. Diese Option ist aber wegen einem Corona - Verdacht geplatzt. Und wo hat sie die Nacht gepennt?. Bei ihrem Ex, Person 2. Und nicht nur das. Sie ging am Montag in die Klinik, wurde Mittwoch früh wieder entlassen, aber anstatt nach Hause zu Ihrer Familie zu kommen, hat sie noch 2 weitere Nächte bei ihrem Ex gepennt, um über unsere Ehe nachzudenken. Bei ihrem Ex. Was soll der wohl sagen?. Rette deine Ehe?. Wohl kaum.
Aber für sie war das alles völlig normal, das man auch bei seinem Ex pennen kann, obwohl der Ehemann zu Hause sitzt und Angst um seine Ehe hat. Jedenfalls kam sie dann am Freitag nach Hause und hat die Ehe beendet mit der Begründung, sie müsse sich ja schon viel früher emotional von mir gelöst haben. Sie ist auch seitdem eiskalt zu mir und lügt mir ins Gesicht. Einerseits sagt sie mir, es gibt noch eine kleine Chance, die Ehe zu retten, sie könne mir die Antwort jetzt aber noch nicht geben (was für mich bedeutet, sie brauch Zeit) und am nächsten Tag, wo ihre Mutter dabei war, heißt es plötzlich "ich brauch keine Zeit, es gibt keine Chance"
Meine Frau ist aber immer so. Wenn ich allein mit ihr rede, ist sie total verständnissvoll und weint sogar, wenn ich vor ihr stehe, selber weine und um unsere Ehe kämpfe. Aber sobald andere dabei sind, wird sie total aggressiv und Abwertend.

Ja, auch ich habe Fehler gemacht, soviel Ehrlichkeit muss sein. Ich konnte nie wirklich gut mit Geld umgehen und das hat sie auch immer geärgert.
Aber muss ich so mit mir umgehen lassen?. Meine Ängste waren ihr immer egal, oder wie sagte sie gerne "mach dein Problem nicht zu meinem".

Was soll ich tun?


Das reicht erstmal fürs erste, aber Nachfragen ist natürlich erlaubt.
Danke fürs zuhören, ihr lieben

12.04.2020 17:26 • x 4 #1


Dan20

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Mein erster Gedanke: Lauf, aber schnell...

So wie sich das liest, wird sich da nichts ändern. Das mit der Sache, dass sie den Kontakt zu diesen Männern sucht, die ihr geschadet haben (wie sie jedenfalls ja behauptet) ist ja schon typisch Borderline, also selbstschädigendes Verhalten. Sie scheint selbst null Krankheitseinsicht zu haben, wirft Dir aber umso aggressiver vor, dass Du angeblich nichts tust...das klingt auch ziemlich "krank".

Mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht ein Sie scheint eben für sich selbst keine Krankheitseinsicht zu haben, so wie sich das liest.

12.04.2020 18:20 • x 2 #2


Daywalker1310

Daywalker1310

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Lieber Dan

Danke für deine ehrlichen Worte.
Ich weiß nicht, ob diese Männer ihr geschadet haben, aber Person 1 war ihr Nachbar direkt von gegenüber und ich wusste immer, das er was von meiner Frau wollte. Und ich hatte verdammt nochmal recht, wie sich ja rausgestellt hat, obwohl meine Frau immer sagte "ach quatsch, da wird nie was sein".
Und Person 2 is eben ihr Ex. Und ich weiß nicht, ob mein Bild einer Ehe so dermaßen verschoben ist, aber ich finde es einfach verkehrt, dem Ehemann zu sagen "Ich penn bei meinem Ex und mach mir Gedanken um UNSERE Ehe"... Sowas gehört sich für ich einfach nicht, aber sie hat es als NORMAL abgetan, sind ja schließlich IHRE Kontakte. Mir wäre im Traum niemals eingefallen, in der Ehe bei irgend ner Ex zu pennen. Aber diese Emotionale Vergewaltigung hat sie dann immer damit abgetan, ich sei ja zu eifersüchtig etc

Es ist auch in der Ehe sehr oft vorgekommen, das sie mir nach dem S. an den Kopf geknallt hat "Ich hab das jetzt nur wegen dir gemacht, ich selbst hatte keine Lust". WAS SOLL DAS?... Kann sie sich nicht ansatzweise vorstellen, wie ich mich dabei gefühlt habe?

Ich bin echt am Ende..

12.04.2020 18:31 • x 1 #3


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Leon33

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Hallo Daywalker1310!

herzlich willkommen zurück, sehr gerne versuche ich Dir bei deiner aktuellen Situation hier über das Forum zu helfen.

Also kommen wir nun zu deiner aktuellen Lage:

Wenn man so wie Du in einer Ehe von sich als Person viel preisgibt (was auch völlig normal ist, denn man vertraut sich ja gegenseitig Geheimnisse an) ist das völlig normal und meiner Ansicht nach ein wichtiger Schritt, denn somit baut man wie bereits gesagt Vertrauen gegenseitig auf und das stärkt in der Regel eine Beziehung.

Dass das aber nach hinten bei Dir losgegangen ist ist wirklich traurig zu hören. Vielleicht hat das auch etwas mit dem Charakter deiner Frau zu tun. Denn wie Du bereits geschrieben hast ist sie eher dominant und sie hat die Borderline-Erkrankung wohl bereits hinter sich.

Aber genau da stellt sich mir eine Frage: Kann es deswegen sein, weil Deine Frau jetzt ihre Borderline-Erkrankung hinter sich hat und sich deswegen stark und übertroffen fühlt, das sie denkt sie könne Dich herumkommandieren und zu Dingen "zwingen" die Du eigentlich nie machen würdest?

Da ich auch eher die Person bin so wie Du dich selbst beschreibst kann ich das recht gut verstehen, man verschweigt lieber alles und lässt es über sich ergehen. Womöglich macht sich das genau deine Frau zunutze. Das ist jetzt sehr weit hergeholt und ich möchte da jetzt keinen neuen Streitpunkt entfachen aber es war ein Gedanke von mir den ich hier an dich richten möchte.

Aber wenn man angespannt ist, vor allem dann wenn man die Erkrankung so wie Du ja noch hat, sollte man das akzeptieren und damit auch wie man als Person selbst ist. Da hat sich deine Frau aus meiner Sicht nicht einzumischen wie du als Person bist und wie du dich verhältst. Ich schlage deswegen vor, wenn es denn noch möglich ist, das ihr euch auf einen Kompromiss einigt. Das deine Frau sich zurückhält, verständnisvoll mit dir umgeht und dich vor allem mit Beleidigungen mal in Ruhe lässt sollte auf jeden Fall möglich sein. Zumindest sehe ich das so.

Aber wenn jetzt da noch der Ex Deiner Frau mitreinspielt wird die Sache wohl kritisch... Ich würde auf jeden Fall erstmal das Gespräch mit deiner Frau suchen, in der Du ganz in Ruhe in einer angenehmen Atmosphäre mit ihr sprichst. Jedes Problem sollte angesprochen und akribisch untersucht werden (warum ist das so? wie konnte es so weit kommen? wie kann man es besser machen usw.) um dann letztendlich eine Lösung zu finden mit der ihr beide dann auch zufrieden seid.

Deine Lage ist wirklich nicht einfach aber eine Lösung gib es immer. Auch wenn diese manchmal erloschen schein. Wenn ihr beide mit Motivation und Ehrgeiz an diese Sache rangeht dann werdet ihr euch gegenseitig wieder näher kommen.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Tipp weiterhelfen.

Freundliche Grüße und schöne Ostern

Leon33

12.04.2020 18:35 • x 1 #4


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Dani82a

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Hey,

danke für deinen Beitrag.

Was ich super traurig finde ist, dass sie trotz dem gemeinsamen Kind halt so agiert (hat). Den Kontakt zu dem Ex klingt überhaupt nicht gut.

Was ich total abwertend finde ist, wie sie dich vor anderen behandelt. Das geht überhaupt nicht!

Aber was erduldet man nicht alles für die Liebe - vor allem, wenn ein Kind im Spiel ist. . . ?

Du brauchst das nicht mit dir machen lassen. Nein.

Jeder hat seine Fehler, ja. Aber wenn man sich doch in einer Ehe befindet, sollte man Miteinander suchen, um aus so einer Sache zu finden. Nicht die Flucht ergreifen. Sie macht es sich sehr einfach, finde ich.
Und will das auch noch so drehen, dass du schuld bist, wenn ich das richtig verstehe.
Aber das ist falsch.

So jemand, hat ganz viele eigene Baustellen.
Kümmere dich ab jetzt um deine ganz persönlichen Baustellen.
Das ist leicht gesagt, ich weiß.
Aber irgendwo muss man anfangen wieder man selbst zu sein - sich aus diesem Elend befreien.

Wünsche dir ganz viel Kraft

12.04.2020 18:36 • #5


Daywalker1310

Daywalker1310

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Lieber Leon

Sie hat die Ehe de facto beendet und für sie gibt es keinen Weg mehr zurück

LG

12.04.2020 18:38 • #6


Dan20

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Zitat von Leon33:
Denn wie Du bereits geschrieben hast ist sie eher dominant und sie hat die Borderline-Erkrankung wohl bereits hinter sich.


Also dass sie ihre Erkrankung hinter sich hat, würde ich entschieden bestreiten...

12.04.2020 18:39 • #7


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Leon33

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Oh ging das so schnell

Dann ist sie wohl sehr entschlossen gewesen. Dann kannst du das Problem aber auch hinter dir lassen. Sehe es als einen Neustart mit deinen gesammelten Erfahrungen. Auch wenn diese nicht wirklich gut waren...

12.04.2020 18:41 • #8


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Leon33

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Das weiß man halt nicht

12.04.2020 18:41 • #9


Daywalker1310

Daywalker1310

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Sie stützt ihre "Heilung" auf ein Gespräch mit ihrer Psychiaterin, welche ihr wohl mitgeteilt haben soll, das sie Indikationsfrei sei. Bei dem Gespräch war ich aber nicht dabei und interessanterweise nimmt sie trotzdem weiterhin Psychopharmaka...

Ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch denken soll.

12.04.2020 18:45 • #10


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Leon33

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Dann wird sie wohl auch noch nicht über den Berg sein...

12.04.2020 18:47 • #11


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Leon33

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Denke aber daran, wenn die Ehe jetzt wirklich vorbei ist, dass dir jetzt wieder alle Möglichkeiten offen stehen. Du kannst neu anfangen

12.04.2020 18:48 • #12


Daywalker1310

Daywalker1310

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Mich macht es einfach nur noch fertig. Einerseits versuche ich verzweifelt, nur an die negativen Dinge zu denken, um mich irgendwie über Wasser zu halten, aber andererseits haben wir ja auch gute Zeiten gehabt und ich bekomme diese Gedanken einfach nicht aus dem Kopf und falle immer tiefer. Zumindest fühlt es sich so an...

12.04.2020 18:49 • #13


Dan20

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Ich kann nur sagen, dass ich mal mit einer betroffenen Person zu tun hatte. Zwar nicht direkt als Partner, aber indirekt habe ich schon einiges gut mitbekommen (auch durch das, was die Person selber über sich geschildert hat). Und da fallen mir schon sehr starke Ähnlichkeiten auf...mit Stimmungswechseln, einschneidende Entscheidungen, allgemein Impulsivität...und das führt mich zu der obigen Einschätzung, dass da nichts "überwunden" ist.

12.04.2020 18:53 • #14


Daywalker1310

Daywalker1310

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Das schlimme ist, das ich mich immer wieder dabei ertappe, wie ich im Whatsapp zum Beispiel schaue, ob sie ein neues Profilbild drinnen hat oder so. Oder auch Skype, da hab ich grad rausgefunden, das sie sich ein neues Profil gemacht hat. Ja, ich weiß, das ist nicht richtig und ich stalke sie jetzt auch nicht, weil anschreiben tu ich sie nur noch, wenn es um den kleinen oder Bürokratie geht. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, das ich ihr dann wenigstens ein bissl nahe bin... Dabei ist es nicht richtig und ich quäle mich selber damit... Ich komm mir so unterwürfig vor, wie ein kleiner Hund, so nach dem Motto "Ich mach was ich will, der Alte kuscht ja trotzdem"... Ich bin so verzweifelt.. :(:(

12.04.2020 19:10 • #15


Dan20

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@daywalker:

Ja, schwer...ich weiß auch nicht, was man Dir da raten soll. So eine Situation mit "Hinterherlaufen" und sich demütigen lassen, ist übel. Ich hatte etwas ähnliches mal, zwar weniger krass, aber mir ist klar, wie sich das anfühlt Es hilft wahrscheinlich nur Abstand und irgendwann wird es weniger werden.

12.04.2020 19:26 • #16


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Irgendeine

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Hallo,

meine Antwort wird dir wahrscheinlich nicht so gefallen, wie die anderen.
Ich bin jetzt seit 8 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich liebe ihn, aber mir geht es in einigen Punkten ähnlich, wie deiner Frau.
Der Unterschied ist, dass ich das nicht (bzw. selten) aggressiv an meinem Partner oder meinem Umfeld auslasse, sondern an mir selbst.
Zitat von Daywalker1310:
Oft kam dann von ihr die Aussage "stell dich nicht so an, ich habs auch in 2-3 Jahren geschafft, mich selbst da raus zu ziehen". Das hat mich dann immer richtig verletzt und auch unter Druck gesetzt, weil ich dann dachte "na toll, wieder kriegst du nichts geschissen". Außerdem bin ich der Meinung, nur weil jemand das in 2-3 Jahren schafft, muss das doch nicht automatisch für jeden anderen Borderliner auf diesem Planeten gelten, oder?

So ähnlich krieg ich das auch manchmal von meinem Freund zu hören. Er hat(te) zwar keine BPS, sonder "nur" eine Depression und eine Essstörung, aber er hat es raus geschafft. Er braucht keine Therapie und keine Medis mehr. Ich dagegen kämpfe seit vielen Jahren, mache Therapie um Therapie, lande immer wieder in der Klinik und futtere Medis ohne Ende.
Er unterstützt mich zwar, aber manchmal hab ich schon das Gefühl, dass er sich denkt, dass es doch irgendwann mal besser werden muss.
Gerade den Medis gegenüber ist er sehr negativ eingestellt. Ich müsse so langsam doch mal ohne klar kommen. Komme ich aber nicht.
Das macht mich manchmal sehr traurig und auch irgendwie aggressiv. Ich verstehe dich diesbezüglich sehr gut.

Also nein, es schafft nicht jeder es, eine psychische Erkrankung in kurzer Zeit oder überhaupt komplett hinter sich zu lassen. Die Frage ist, wie man damit umgeht, wenn es dem Partner eben nicht so gelingt, wie einem selbst.
Sie kann es scheinbar nicht, denn Aggressionen und Beschuldigungen ihrerseits tragen sicher nicht dazu bei.
Zitat von Daywalker1310:
Auch, das ich die Wäsche nicht faltenfrei aufhängen oder nach ihrem Gusto falten konnte, führte des öfteren zu Streitigkeiten

Ich kann sowas auch nicht haben. Diese Kleinigkeiten machen mich wahnsinnig und es ärgert mich sehr, wenn ihm das egal ist bzw. er nicht dran denkt.
Ich drehe innerlich durch, wenn z.B. die Handtücher "falsch" gefaltet sind. Aber auch hier wieder: Ich raste eher innerlich aus. Aber manchmal pampe ich ihn auch wegen solchen Kleinigkeiten an, weil ich einfach kurz vorm Explodieren bin.
Es tut mir zwar leid, aber ich kann mich in dem Moment nicht beherrschen.
Ich weiß nicht, ob es deiner Frau auch so geht.
Ich schade lieber mir selbst, als anderen.
Zitat von Daywalker1310:
Es ist auch in der Ehe sehr oft vorgekommen, das sie mir nach dem S. an den Kopf geknallt hat "Ich hab das jetzt nur wegen dir gemacht, ich selbst hatte keine Lust". WAS SOLL DAS?... Kann sie sich nicht ansatzweise vorstellen, wie ich mich dabei gefühlt habe?

Ich würde es mal anders rum betrachten: Sie hat keine Lust auf S., tut es aber trotzdem dir zu liebe.
Dass sie dir das danach sagt, ist für dich bestimmt nicht schön, aber immerhin ist sie ehrlich.
Auch diese Situation kenne ich nur zu gut. Ich habe selten Lust auf S., tue es aber meinem Freund zu liebe. Allerdings auch hier wieder: Ich sage ihm das nicht, sondern mache es mit mir selbst aus.

Ich lehne mich jetzt mal ziemlich weit aus dem Fenster und behaupte, dass deine Frau ihre Erkrankung keineswegs überwunden hat und auch, dass sie keinerlei Krankheitseinsicht hat.
Es tut mir irgendwie leid, das zu schreiben, denn damit bestätige ich gerade so ziemlich alle Vorurteile, gegen Menschen mit BPS, also auch gegen mich selbst. Aber das was du schreibst, ist eben typisches BPS-Verhalten.
Manche Borderliner machen ihre Gefühlsachterbahn eher mit sich selbst aus, andere terrorisieren ihr Umfeld. Deine Frau scheint zu letzteren zu gehören.
Das tut mir leid für dich, denn niemand hat einen solchen Umgang verdient.

Wenn es dir selbst nicht gut tut, musst du wohl den Schritt gehen und die Beziehung beenden.
Einer meiner Ex-Freunde war so ein richtiger Psychopath. Beleidigte mich öffentlich, hat mich mehrfach fast verprügelt, mich zu gewissen Sachen gezwungen und noch einige andere unschöne Dinge.
Ich habe ihn gehasst, es aber trotzdem lange nicht geschafft, ihn zu verlassen.

Fazit: Ich kann deine Gedanken/Aussagen absolut nachvollziehen (wenn ich sie richtig einschätze, das kann ich nicht so gut), einige ihrer Aussagen/Taten aber auch.
Ich hoffe, es ist okay, dass ich jetzt meine Gedanken dazu geschrieben habe.
Es tut mir leid, wenn mein Text etwas wirr geschrieben ist, in meinem Kopf herrscht mal wieder das Chaos.

Aber vielleicht hilft dir das ja auch irgendwie weiter. Vielleicht auch nicht, dann tut es mir leid, dir mein Gedankenchaos aufgedrängt zu haben.

12.04.2020 19:55 • #17


Daywalker1310

Daywalker1310

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Hallo Irgendeine

Nein, du musst dich nicht entschuldigen. Und es ist auch völlig Okay, wenn du gewisse Dinge von Ihrem Verhalten durchaus verstehen kannst, aber ich kann es eben nicht. Aber ich habe lieber solche Worte, als nur das, was ich vielleicht "hören möchte". Es geht mir hier in keinster Weise darum, meine Ex - Frau irgendwie zu verunglimpfen, sondern lediglich darum, irgendwie mit der Situation umzugehen. Und für mich ist es nun mal ein absolutes No - Go, während einer Beziehung/Ehe bei einem Ex zu pennen. Geht gar nicht. Nennt mich ruhig verschoben, aber das ist für mich kein Bild, das ich mit einer Ehe verbinde.

Also liebe Irgendeine, es ist alles gut und ich danke dir für deine liebe Antwort.

LG

12.04.2020 20:01 • #18


Dan20

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Zitat von Daywalker1310:
Und für mich ist es nun mal ein absolutes No - Go, während einer Beziehung/Ehe bei einem Ex zu pennen. Geht gar nicht. Nennt mich ruhig verschoben, aber das ist für mich kein Bild, das ich mit einer Ehe verbinde.


Nein, das finde ich keinesfalls verschroben.

Was anderes wäre es jetzt, wenn der Exfreund eine neue Beziehung hätte und sie halt nur bei denen übernachtet hätte, aber so war es ja anscheinend nicht.

12.04.2020 20:09 • #19


Daywalker1310

Daywalker1310

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Nein Dan, so ist es auch nicht. Erschwerend kommt hinzu, das sie mir irgendwann mal erzählt hat, das eben jener Ex wohl ziemlich lange gebraucht hat, um über sie hinweg zu kommen. Ich will da jetzt nix hineininterpretieren, oder ihr irgendwas zu unterstellen, aber wenn ich mir vorstelle, das meine Ex so lang an mir geknabbert hätte, dann hätte ich diese Person doch erst recht nicht mehr in mein Leben, geschweige denn in die Ehe mit hinein genommen.

Ich versteh das alles einfach nicht mehr..

12.04.2020 20:13 • #20


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Irgendeine

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Zitat von Daywalker1310:
Und es ist auch völlig Okay, wenn du gewisse Dinge von Ihrem Verhalten durchaus verstehen kannst, aber ich kann es eben nicht. Aber ich habe lieber solche Worte, als nur das, was ich vielleicht "hören möchte".

Danke, dann habe ich dein Geschriebenes richtig eingeschätzt. Ich war mir da nicht so sicher, manchmal verletze ich Menschen mit meinen Aussagen, ohne es zu wollen, weil ich ihre Aussagen/ihr Geschriebenes falsch verstehe. Deswegen hab ich das dazu geschrieben. Das ist jetzt für dein Thema natürlich unwichtig, ich wollte es nur erklären.

Glaub mir, es wäre mir lieber, wenn ich deine Frau gar nicht verstehen könnte.
Ich denke halt, dass viel von ihrem Verhalten typisches Borderlineverhalten ist. Deswegen ja auch meine Einschätzung, dass sie keineswegs die Erkrankung überwunden hat, sondern mitten drin steckt und keinerlei Krankheitseinsicht zeigt. Letzteres ist das große Problem, denn jemand, der keine Krankheitseinsicht hat, wird sich auch nicht professionell helfen lassen oder zugeben können, dass sein Verhalten gerade unangemessen ist.
Zitat von Daywalker1310:
darum, irgendwie mit der Situation umzugehen. Und für mich ist es nun mal ein absolutes No - Go, während einer Beziehung/Ehe bei einem Ex zu pennen.

Es gibt ja durchaus Paare, die eine offene Beziehung führen. Aber das muss dann auch von beiden Seiten aus okay sein.
Ansonsten finde ich das auch ein absolutes No-go! Ich finde, dass du noch sehr besonnen reagierst. Wenn mein Freund das tun würde, würde ich ausflippen und könnte für gar nichts mehr garantieren.

12.04.2020 20:22 • #21


Daywalker1310

Daywalker1310

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Liebe Irgendeine

Jeder, dem ich das aus meinem Bekanntenkreis erzähle, hat auch zu mir gesagt "Alter, die hätte gleich dableiben können"... Aber sie hat nie verstanden, geschweige denn akzeptiert, das mich das sehr belastet hat und ich wahnsinnige Angst hatte, sie zu verlieren. Ja, ich weiß, durch zu vieles Einengen kann man auch jemanden verlieren, aber in dieser einen Situation (mit diesem Ex) hätte ich eigentlich viel viel früher reagieren müssen und mal mehr Rücken zeigen müssen, indem ich gesagt hätte "gehst du jetzt wieder zu ihm, kannste gleich da bleiben"... klingt hart, aber ich habe immer mehr das Gefühl, das diese Frau mich psychisch dermaßen gebrochen hat, das ich denke, viel tiefer gehts schon fast gar nicht mehr. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich nur noch ein kleines Häufchen Elend mit absolut null Selbstwert, dafür aber mit umso mehr Selbsthass und verheulten Augen.

Ich bin nicht mehr ich und diese Erkenntnis schlägt grad ein, wie eine Bombe. Und nein, ich bin normalerweise kein Macho oder so, aber jemand, der seine Grenzen hat und diese auch zu verteidigen weiß... eigentlich.
Aber wie gesagt, eigentlich bin ich nur noch ein Nichts... Ein Schatten meiner selbst... ach was, selbst das nicht mal mehr

12.04.2020 20:29 • #22


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Irgendeine

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Zitat von Daywalker1310:
Aber sie hat nie verstanden, geschweige denn akzeptiert, das mich das sehr belastet hat und ich wahnsinnige Angst hatte, sie zu verlieren.

Hier kann ich dich gut verstehen.
Eine Therapeutin sagte mir mal einen Satz, der auf sehr viele Borderliner zutrifft.

"Ich hasse dich, aber bleib mir!"

Dieser Satz ist hängen geblieben, denn er ist so wahr.
Du sagst du liebst sie, deswegen willst du, dass sie bei dir bleibt. Gleichzeitig hasst du sie, für das, was sie getan hat.
Zitat von Daywalker1310:
klingt hart, aber ich habe immer mehr das Gefühl, das diese Frau mich psychisch dermaßen gebrochen hat, das ich denke, viel tiefer gehts schon fast gar nicht mehr. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich nur noch ein kleines Häufchen Elend mit absolut null Selbstwert, dafür aber mit umso mehr Selbsthass und verheulten Augen.

Zitat von Daywalker1310:
Aber wie gesagt, eigentlich bin ich nur noch ein Nichts... Ein Schatten meiner selbst... ach was, selbst das nicht mal mehr

Auch das kann ich verstehen.
Wenn man jemanden liebt und dann so behandelt wird, macht das einen kaputt.
Und ich würde mal behaupten, dass das normal ist.
Zumindest erscheint mir das so, ich weiß ja nicht, wie Gesunde sowas wahrnehmen.
Dieser Psychopath, von dem ich schrieb, hat mich genauso gebrochen. Er hat mich nie richtig körperlich verprügelt (außer eben, dass er mich zu S. gezwungen hat), aber meine Seele hat er gebrochen.
Und das habe ich als viel schlimmer empfunden. Wenn man körperlich angegangen wird, kann man sich irgendwie wehren. Wenn die Seele angegriffen wird, funktioniert das bei jemandem, der eh schon kein gutes Selbstwertgefühl hat, nicht.
Man lässt es über sich ergehen, obwohl es eigentlich unerträglich ist.

12.04.2020 20:47 • x 1 #23


Daywalker1310

Daywalker1310

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Liebe Irgendeine

Deine Worte sind so wahr...

Ich habe wahrlich schon einige Trennungen hinter mir und einige davon waren auch sehr schmerzhaft, aber was diese Dame mit mir gemacht hat, kann ich eigentlich fast kaum noch in Worte fassen. Und das schlimme ist, ich würde sie für all das am liebsten hassen, denn das würde vieles viel einfacher machen, denke ich, aber ich kann es einfach nicht. Und wenn ich dann zu unserem Sohn fahre, muss ich immer so tun, als wäre soweit alles okay. Soll mich zurückhalten und bla bla... ja, für den kleinen mache ich das auch, aber wenn ich sie anschaue, dann tut es einerseits so verdammt weh und andererseits würde ich am liebsten ausrasten und ihr all das wiedergeben, was sie mir angetan hat, aber das führt doch auch zu nichts, zumal sie schon immer eine Weltmeisterin daran war, sich ihre Welt so zu reden, wie es für sie am besten ist. Wie gesagt, rede ich mit ihr allein, ist sie total verständnisvoll, aber sobald jemand dabei ist (egal ob Freunde oder meine Schwiegermutter zum Beispiel), dann geht es richtig ab und ich bekomme Dinge an den Kopf geschmissen, die ich hier lieber gar nicht erst wiedergeben möchte.

12.04.2020 20:56 • #24


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Irgendeine

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Zitat von Daywalker1310:
aber wenn ich sie anschaue, dann tut es einerseits so verdammt weh und andererseits würde ich am liebsten ausrasten und ihr all das wiedergeben, was sie mir angetan hat,

Ich schreibe den Satz mal anders:

"Ich will es dir heimzahlen, aber bitte tu mir nicht weh!"

12.04.2020 21:35 • #25


Daywalker1310

Daywalker1310

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So kann man es auch sehen. Und ich bin kein Mensch, der irgendwie auf "Vergeltung" oder so steht, aber wenn ich sie sehe, hab ich so das Gefühl "Verdammt, sie hätte es soooo sehr verdient". Aber ich will nicht, das der kurze sowas mitbekommt, also muss ich (mal wieder) alles runterschlucken. Und wenn ich dann wieder zu meinem Kumpel fahre (wo ich zur Zeit hause), brech ich mehr oder weniger zusammen, weil ich mir wieder denke "und sie kommt wieder mit allem durch".
Das ist alles einfach nurnoch zum verzeiflen..

12.04.2020 21:43 • #26


traumaland

Zitat von Irgendeine:

Ich kann sowas auch nicht haben. Diese Kleinigkeiten machen mich wahnsinnig und es ärgert mich sehr, wenn ihm das egal ist bzw. er nicht dran denkt.
Ich drehe innerlich durch, wenn z.B. die Handtücher "falsch" gefaltet sind. Aber auch hier wieder: Ich raste eher innerlich aus. Aber manchmal pampe ich ihn auch wegen solchen Kleinigkeiten an, weil ich einfach kurz vorm Explodieren bin.
Es tut mir zwar leid, aber ich kann mich in dem Moment nicht beherrschen.
Ich weiß nicht, ob es deiner Frau auch so geht.
Ich schade lieber mir selbst, als anderen.


Nur weil das bei dir auch so ist, macht es das Verhalten dennoch nicht richtig.
Die einfachste und wahrscheinlich auch erwachsenste Lösung wäre es, wenn man die Wäsche selber faltet, wenn man mit dem, was der Partner macht, nicht zufrieden ist. Oder man macht sich bewusst, dass es in der Tat egal ist, wie Handtücher gefaltet sind.
Sie machen dadurch nicht weniger trocken und Schaulaufen tun sie im Schrank auch nicht.

Das kann dir viele Explosionen und innerliches Kochen ersparen und mehr Raum für - weiß auch nicht - 'n Lächeln schaffen.

Zitat:
Ich würde es mal anders rum betrachten: Sie hat keine Lust auf S., tut es aber trotzdem dir zu liebe.
Dass sie dir das danach sagt, ist für dich bestimmt nicht schön, aber immerhin ist sie ehrlich.
Auch diese Situation kenne ich nur zu gut. Ich habe selten Lust auf S., tue es aber meinem Freund zu liebe. Allerdings auch hier wieder: Ich sage ihm das nicht, sondern mache es mit mir selbst aus.


Naja... Wenn sie aber in ner Beziehungspause mit ihrem Ex 'n Bett teilt nach ca. 10 Minuten, dem Daywalker aber erzählt, dass sie keine Lust hat, wenn sie mit ihm schläft, dann würde ich mir aber auch denken ""alles klar. . . Danke"".
Offenbar schläft sie gerne mit und bei anderen, nur nicht bei ihm.

Fun Fact: also eine Freundin, die keine Lust auf S. hat, muss ein echter Lottogewinn sein. *hüstel



Apropos Lottogewinn:

@Daywalker1310

Was deine Frau macht, geht gar nicht.
Wie kommt man darauf, geheilt zu sein von einer chronischen Krankheit? Entweder man lernt den Umgang damit, oder es vermindern sich Symptome. Beispielsweise beim stabilen Umfeld, erfüllendem Familienleben, Alter. . .

Ich kann es gar nicht haben, wenn andere Menschen andere runtermachen und noch mehr hasse ich es, wenn sie meinen, sie müssen es auch noch vor Publikum tun.
Sie verletzt sehr stark deine Würde und demütigt dich. Das ist ein absolutes No-Go und ich verstehe, dass es dich belastet. Dir sollte das aber auch klar machen, dass das mit einer harmonischen Beziehung absolut rein gar nichts zu tun hat und dass das niemals die guten Zeiten aufwiegen kann.
Worauf ich hinauswill, ist folgendes, denn ich lese es in einem anderen Beitrag von dir:

Zitat von Daywalker1310:
Mich macht es einfach nur noch fertig. Einerseits versuche ich verzweifelt, nur an die negativen Dinge zu denken, um mich irgendwie über Wasser zu halten, aber andererseits haben wir ja auch gute Zeiten gehabt und ich bekomme diese Gedanken einfach nicht aus dem Kopf und falle immer tiefer. Zumindest fühlt es sich so an...


Die guten Zeiten wollen dich jetzt vernebeln, denn klar gab es die. Aber die negativen sind nun mal das Problem, nicht die guten. Und die negativen sind nun mal ehrverletzend, geringschätzend und verletzend. Und es sieht nicht so aus, als würde sie das ändern, noch sieht es so aus, als könne es sonst irgendwie weiterlaufen. Sei dir selbst mehr wert. Jetzt mehr denn je. Eine zukunftsreiche Beziehung macht aus niemandem ein Häufchen Elend, das machen nur nicht lohnenswerte ''Ist-nicht-viel-wert-Beziehungen''. Das, was du momentan im Spiegel siehst, ist nicht das, was eine Beziehung bewirken soll. Du hast weitaus Besseres verdient und das bekommst du nur, wenn du den Mut findest, das loszulassen, was dir nicht gut tut und dich nur daran hindert, glücklich und vollkommen zu sein.
Auch andere Beziehungen bieten gute Zeiten, aber sie bieten noch viel mehr als das: Sie bieten weniger Beleidigungen und mehr Wertschätzung.

Rachegedanken sind völlig ok, das ist nur allzu menschlich und am besten rächst du dich, wenn du erhobenen Hauptes von dannen schreitest. Du schreibst, dass du dich nur bei ihr meldest, wenn es um das Kind geht, das ist schon mal ein Ansatz, der super dazu passt. Leb dein Leben, denn nun hast du die Möglichkeit, deine Wäsche zu falten, ohne dass dir jemand an den Hals springt, du kannst einkaufen, ohne dass jemand dich beleidigt. Vor allem musst du dir keinen Kopf mehr machen, wo sie ist und mit wem sie ist, denn du wirst merken, dass es dir ohne sie viel besser geht - und du nur froh darüber sein kannst, dass nun ein anderer das Problem an der Backe hat.

Als kleiner Trost zum Schluss: Ja, sie kommt vielleicht jetzt damit durch. Aber auch sie wird eines Tages vor dem Nichts stehen, das ist nur eine Frage der Zeit. So ein Verhalten rächt sich irgendwann von allein.
Sei lieber froh, dass du den Spuk hinter dir hast, das ist nämlich ein echter Gewinn.

13.04.2020 00:54 • x 1 #27


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Irgendeine

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Zitat von traumaland:
Nur weil das bei dir auch so ist, macht es das Verhalten dennoch nicht richtig.
Die einfachste und wahrscheinlich auch erwachsenste Lösung wäre es, wenn man die Wäsche selber faltet, wenn man mit dem, was der Partner macht, nicht zufrieden ist. Oder man macht sich bewusst, dass es in der Tat egal ist, wie Handtücher gefaltet sind.
Sie machen dadurch nicht weniger trocken und Schaulaufen tun sie im Schrank auch nicht.

Wo habe ich geschrieben, dass dieses Verhalten richtig ist?!
Wenn du mich schon zitierst, dann lies doch wenigstens richtig.
Glaub mir, ich mache schon den größten Teil der Hausarbeit. Ich wünschte, mir wäre es egal, wie etwas gefaltet ist. Aber macht mich nun mal wahnsinnig, wenn sowas nicht akkurat ist.
Aber ja, mach dich ruhig über Zwangsneurosen und autistische Züge lustig.
Ich mach das schließlich nur aus Spaß an der Freude.
Zitat von traumaland:
Naja... Wenn sie aber in ner Beziehungspause mit ihrem Ex 'n Bett teilt nach ca. 10 Minuten, dem Daywalker aber erzählt, dass sie keine Lust hat, wenn sie mit ihm schläft, dann würde ich mir aber auch denken ""alles klar. . . Danke"".
Offenbar schläft sie gerne mit und bei anderen, nur nicht bei ihm.

Habe ich behauptet, dass ich das gut finde?! Nein!
Ich habe nur gesagt, dass sie wenigstens ehrlich ist. Das habe ich weder positiv, noch negativ bewerten. Damit wären wir wieder beim richtig Lesen.
Zitat von traumaland:
Fun Fact: also eine Freundin, die keine Lust auf S. hat, muss ein echter Lottogewinn sein. *hüstel

Na du bist bestimmt auch ein richtiger Lottogewinn. *hüstel*

Wenn du meine Beiträge gelesen hättest, statt nur blöd rumzustänkern, wäre dir aufgefallen, dass das durchaus seine Gründe hat.
Wenn man von 'nem Psychopathen dazu gezwungen wurde, geht das nicht spurlos an einem vorbei. Ich find das auch nicht toll. Aber mir ist leider noch kein Verfahren bekannt, was die Einnerungen an solche traumatischenn Erlebnisse dauerhaft auslöscht.
Dazu kommen libidosenkende Medikamente.

@daywalker1310: Tut mir leid, dass jetzt in deinem Thread so ein Mist abgeht. Das wollte ich nicht.

13.04.2020 01:16 • #28


traumaland

Wow... Da ist wohl jemand an die Steckdose gekommen oder hat sich verschluckt.

13.04.2020 01:42 • x 1 #29


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Irgendeine

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1405
Zitat von traumaland:
Wow... Da ist wohl jemand an die Steckdose gekommen oder hat sich verschluckt.

Nein. Dein Kommentar hat mich einfach nur wütend gemacht, weil du dir nicht mal die Mühe machst, richtig zu lesen, bevor du rumstänkerst.

13.04.2020 02:02 • #30

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