Zitat von Kitten: Ich kann zwar deine Gedanken zum Teil nachvollziehen. Jedoch muss ich auch sagen, wie ein paar vor mir, dass es Segen und Fluch zugleich ist, mit einer hochsensiblen Veranlagung zu leben.
Deine Meinung teile ich zu 100 %. Ich sehe es genauso, weil ein Mensch der sehr sensibel fühlt und
denkt von weniger sensiblen Menschen fast immer nicht oder zumindest teilweise falsch verstanden
wird. Jemand der Deine Gefühle nicht nachempfinden kann, besser gesagt will, der schützt sich selbst,
indem er sagt. Du hast keine Ahnung, siehst es falsch. Einen sensiblen Menschen kann dies sehr stark belasten.
Zitat von Kitten: Wenn es aber auf individueller Ebene um das Abwägen von Vor- und Nachteilen geht, sehe ich es bei mir persönlich eher mit mehr Nachteilen.
Das kann ich mir gut vorstellen.
Zitat von Kitten: Wie oft habe ich mich schon in gesellschaftliche Konventionen und Rollen pressen lassen müssen, die nicht meinem Wesen entsprachen.
Manchmal ist es mir ähnlich gegeangen. Nun frage ich Dich. Wenn Du mal gedanklich tief in Dich gehst.
Hat dieses zwangsweise anpassen Dir wirklich persönlich stark geschadet?
Zitat von Kitten: Wie oft kam ich an meine Erschöpfungsgrenzen und schlussendlich auch in ein Burn Out.
Das ist leider etwas, was mit Hochsensibilität oft einhergeht.
Zitat von Stromboli: Und so erlebe ich heute, dass eine HS eben tatsächlich SEHR bereichernd sein kann und ich würde sie keinesfalls mehr eintauschen wollen.
Genau das ist das, was ich immer wieder versuche zu sagen.
Zitat von Stromboli: Ich hatte natürlich das Glück, dass das Leben in meinem Fall aus der ganz grossen Krise, die grob gesagt gut zehn Jahre angedauert hat, ca. 2005 bis 2016/17, definitiv eine Chance kreiert hat.
Manchmal sind es scheinbar glückliche Umstände. Viel mehr aber denke ich. Es ist Dir gelungen,
mehr sachliche Betrachtungsweisen in Dein Denken einzufügen. Letztlich macht das dann
zufriedener.
Zitat von Stromboli: Und, wenn ich ehrlich bin: Der ganze steinige Weg, den das Leben bei mir vorgesehen hatte, gehörte eben letztlich doch dazu, dass ich dahin gekommen bin, wo ich heute stehe.
Das freut mich. Deine Mühen haben sich gelohnt.