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Depressionen und Hochsensibilität

Frederick1
liebes Ninle,

ja wir eher sensiblen Menschen haben im Vergleich zu anderen Menschen, mit inneren und körperlichen Schmerzen zu kämpfen. Das heißt für mich, ich muss versuchen mich in mich selbst einzufühlen, mich um mein inneres Wohl besonders kümmern, aber auch für meine körperliche Verfassung Verantwortung übernehmen.

Je mehr ich auch auf meinen Körper höre, um so besser geht es mir liebes Ninle. Mein Körper zeigt mir, ob ich hungrig oder satt bin, erschöpft bin oder viel Energie habe, voll gestresst oder entspannt bin. Denn wenn mein Innerstes leidet, dann leidet auch mein Körper. Und wenn es meinem Körper gut geht, geht es mir auch innnerlich besser, kann mit Hund besser durch die Welt hüpfen. Hund ist auch sensibel, spürt wenn es mir nicht gut geht, braucht selbst ganz viel Ruhe und Liebe, mag ganz arg ruhige Musik usw....

Mein Körper spürt und empfindet mit, bei zuviel Lärm Kopfschmerzen, Anspannung im Magen, Schweiß auf der Stirn, übermäßiges Schwitzen usw.. Mein Körper warnt mich, wenn ich Ruhe brauche, Versöhnung mit mir und meinem ganzen Leben, keinen Hass mehr empfinden möchte.

Du liebes Ninle, mein Körper ist mein Freund, der manchmal Bewegung braucht, laufen, springen, hüpfen, auch mal Gelassenheit, ruhe, Spaß, Freude, auch mal wieder von Herzen lachen, lächeln.............

Wenn ich mich mit meinem Gesicht zwinge zu lachen, geht es mir innerlich besser. Mein Innerstes weiß nicht,,woher meine Freude kommt, reagiert aber sehr positiv. Einfach mal eine Gramasse schneiden, sich vor den Spiegel stellen, lachen über mich selbst.

Oh, lache über mich selbst, mich nicht immer zu wichtig nehmen, ich bin doch nicht der Nabel der Welt.........................

auch mal locker lassen, locker bleiben, mir meine Fehler verzeihen............

Meine liebe Frau hat mir vor Jahren einmal eine Heimsauna geschenkt, das tut mir auch immer wieder gut. Alles negative einmal rausschwitzen, und dann unter die kalte Dusche, in dem Augenblick sind plötzlich alle meine Depressionen weg.

Geborgenheit spüren, auch körperlich, meinen Hund streicheln, eine Umarmung, Hand in Hand mit meiner lieben Frau und Hund spazieren laufen............

Unser Körper kann uns ganz viel helfen, er ist ein Teil von mir. Meinen Körper nicht ablehnen, dankbar sein für meinen Körper, auch wenn du dich manchmal zu dick fühlst, unreine Haut usw.............................................................

Ich muss doch nicht aussehen wie ein Star, wo oft vieles gar nicht mehr echt ist, die so überdreht sind.

Nein, liebe Ninle, es ist für uns so was von wichtig, so gut wie möglich ausgeglichen zu leben. Nein immer geht das leider auch nicht, darum, mach es so wie du am besten für dich ganz persönlich leben kannst, in Liebe zu dir selbst.

So wie du dich selbst lieb hast, so bist du. so liebst du auch andere Menschen, die Tiere, die Natur.


Ich wünsche dir einen ganz tiefen inneren Frieden, die nötige Gelassenheit, Liebe, Hoffnung, Versöhnung mit dir und deinem ganzen Leben. Versuche dein Leben so anzunehmen wie es ist, weißt du liebes Ninle, du hast wie ich auch, nur ein Leben.........................


in guten Gedanken für dich,

viele liebe Grüße,

Frederick, und ein Extragruß für dich soll ich dir von Hund sagen............................

06.12.2018 18:07 • x 1 #16


issabella
Hallo, Ninle,
Du hast schon so viele sehr wertwolle Beiträge wegen Deine Verluste und Depressionnen bekommen.Ich möchte das nicht wiederholen, aber ich gebe den User Recht.
Was ich aber schon ab Deinen ersten Beitrag gemerkt hatte: eine besondere Begabung nur in eine Richtung.
Es könnte Asperger Syndrom sein, was eine Art von Autismus ist. Du kannst auf Deinen Talent aufbauen und sehr viel erreichen,was ich Dir wünsche.
LG
Magdalena

06.12.2018 19:50 • x 1 #17


Ninle
@issabella

vielen Dank für deine Antwort!

Ich muss dir nur leider widersprechen, was das Asperger Syndrom betrifft.
Beruflich befinde ich mich beispielsweise in einem sehr technischen und mathematischen bereich. Schreibe aber auch gerne und bin gerne kreativ. Ich denke, dass die Asperger-Beschreibung nicht so gut zu mir passt. Jeder hat seine Stärken und Schwächen aber eine Begabung in genau eine Richtung kann ich bei mir nicht erkennen. Ich denke es verteilt sich mehr oder weniger gleichmäßig. Ich bin aber trotzdem für jede Meinung und jedes Gegenargument offen.
Trotzdem vielen lieben Dank

@Frederick1

Danke für deinen netten Beitrag. Du scheinst ziemlich gut mit dir selbst und auch mit deiner Umwelt umgehen zu können. Ich nehme mir deine Ratschläge zu Herzen.

Zitat:
ja wir eher sensiblen Menschen haben im Vergleich zu anderen Menschen, mit inneren und körperlichen Schmerzen zu kämpfen. Das heißt für mich, ich muss versuchen mich in mich selbst einzufühlen, mich um mein inneres Wohl besonders kümmern, aber auch für meine körperliche Verfassung Verantwortung übernehmen.


Dabei handelt es sich meiner Meinung nach um eine sehr schöne Umschreibung. Verantwortung übernehmen und nicht einfach die Augen verschließen und weiter machen, wie bisher... sondern Lösungen und Wege suchen, die für einen richtig sind.

LG an Dich und Hund

06.12.2018 22:06 • x 1 #18


issabella
Hallo, Ninle,
ich wollte Dich auf keinen Fall kränken.
Es war nur ein Vorschlag.
Ich habe auch gedacht, dass ich ein bisschen Asperger bin, vor Allem Technische und Matematische Fähigkeiten.
Leider, damals war das einfach Hirngespinnst - un ich hab mich nicht testen Lassen.
Wie ich sehe, hast Du Dich schon auseinandergesetzt m it AspergerS.
Das Einzige, was dagegen spricht sind Deine Emotionen. Dabei sollte man aber die Depressionen auch richtig zuzuordnen - hat viel zu tun mit Deinen Verlüssten, aber nicht viel mit AS.
Lass Dich testen.
Danach kannst Du mich beschimpfen, wie geht nicht mehr.

Ich wünsche Dir nur alles Bestens
Magdalena

10.12.2018 08:23 • #19


Frederick1
liebes Ninle,

danke für deine guten Worte für mich. Du ja es ist mir wichtig geworden, so gut es eben geht, gut mit mir selbst, und dann auch mit anderen Menschen umzugehen. Das bedeutet für mich Leben erfahren, Leben spüren. Leider reagiere ich auch manchmal zu sensibel.

Als eher sensibler Mensch kriege ich oft viel mehr mit, was andere kann nicht erkennen. Und so bin ich als sensibler Mensch oft auch eher enttäuscht.

Da darf ich auch immer wieder lernen, Enttäuschungen und Verletzungen muss ich immer wieder versuchen zu überwinden. Wenn Menschen offen miteinander umgehen, sich Vertrauen, sind Verletzungen fast unsausweichlich. Nicht immer wird ein Mensch meiner Person oder meinen Erwartungen gerecht.

Wir haben da so unsere eigenen Bedürfnisse, weil wir Bedürfniswesen sind, und das bestimmt meine Gefühle, mein Handeln. Oft haben wir noch falsche innere Antreiber, bis zurück in unsere Kindheit, in uns. So wie, "du bist nichts, kannst nichts, aus dir wird nie etwas usw...Da muss auch ich noch lernen, immer wieder umzudenken. Wie denke ich, wie fühle ich, was habe ich für Motive, Ziele und Wünsche für mein Leben.

Und das darfst du auch in deinen Beziehungen sagen, was du empfindest, was du gerne hättest, ohne den anderen Menschen unter Druck zu setzen. Und auch dich selbst nicht.

Das ich auch zu meinen Beziehungen sagen darf, du ich bin ein eher sensibler Mensch. Manchmal nehme ich das Leben wie einen Verstärker wahr. Geräusche, Klänge, Stimmungen und Gefühle usw..

Die ganz normalen Lebensimpulse empfindest du lauter, stärker, intensiver.......und so leiden wir entsprechend, und reagieren dann auch so.

Also meine liebe Frau weiß jetzt schon, das ich manchmal ganz anders reagiere.....................................................

Diese ständigen Überflutungen kosten uns sehr viel emotionale Kraft, und deshalb fühlst du dich eher gestresst und ausgelaugt.

Nach einem langen, anstrengenden Tag, da bist du einfach "fertig." Dann überstehe ich den Abend oft nur mit Mühe, oft gehe ich auch früher schlafen. Manchmal denke ich, wie können manche Menschen Abends so lange vor dem Fernseher sitzen.

Wenn es dein Umfeld nicht weiß warum, ist es für die oft ärgerlich und unverständlich. Aber es bringt uns dann auch nichts, wenn wir zum Durchhalten ermutigt werden. Mir hilft es, wenn ich mich dann mal für eine Weile zurückziehen darf.......................

Wenn du das nicht kannst, nicht darfst, sich zurück ziehen, oder einmal weg laufen, dann wirst du als sensibler Mensch auch mal wütend, sogar aggressiv.

Auch unser Körper liebes Ninchen kennt die Reaktion wenn ich überfordert bin, und sendet frühzeitig seine Signale.

Wenn ich darauf nicht reagiere, nicht bereit bin, meinen Lebensstil zu ändern, dann kann es wieder zu der Depression kommen. Oder du bist heftig erregt, dein Herzschlag wird schneller, die Haut rötet sich, Schmerzen und Verspannungen in den Gelenken.

Ich mag sensible Menschen, weil sie eigentlich freundlich und einfühlsam sind, aber aufgrund unserer seelischen Verletzung kann ich auch hart und unnahbar werden. Und das ist für andere Menschen oft nur schwer zu verstehen.

Leider werden wir auch sehr schnell ausgenutzt. Oft werden wir missverstanden und abgelehnt, weil wir doch irgendwie "anders" sind.

Lieber haben wir auch gerne weniger Beziehung, aber auf jeden Fall wollen wir sichere Beziehungen. Manchmal arbeiten wir eher sensiblen Menschen auch in den falschen Berufen,die einfach nicht zu uns passen. Das kann uns voll auslaugen und unzufrieden machen,

Deshalb finde ich es immer wieder so wichtig, das ich zu mir und meinem sensiblen Wesen stehe, egal was passiert, ich es immer wieder versuche, anzunehmen.

Viele Tüftler und Erfinder, viele Musiker, Künstler usw. sind eher sensibel. Menschen nehmen kleinste Veränderungen wahr, sind kreativ darin, Lösungen für schwierige Dinge zu finden.

Deshalb liebes Ninle darfst du so gut es kannst, nicht an dir selbst zweifeln.


in guten Gedanken für dich,

viele liebe Grüße,


Frederick mit Hund...........

10.12.2018 18:02 • x 1 #20


Ich lese gerade eien Buch namens "Hochsensibel - was tun?". Ist echt interessant. Dort wird nochmals betont, wie wichtig es ist, sich wieder auf die eigene Wahrnehmung zu verlassen und der Intuition zu trauen. Finde ich gut. Ich bin nur allerdings etwas verwirrt, weil ich in einem Buch über Depressionen gelesen habe, dass man nicht alles glauben soll, was man denkt und Gefühle nichts anderes seien als Gefühle. Wenn ich also jetzt ein Unbehagen z. B. im Kontakt mit anderen Menschen oder in Bezug auf eine Aktivität habe, dann bin ich doch eigentlich in der Zwickmühle: einerseits soll ich meiner Intuition trauen, andererseits könnte es auch sein, dass mich meine Gedanken zu ernst nehme und sich Dinge vermischen.

Wie soll man denn da wissen, womit man es zu tun hat? Finde das gerade echt schwer...

02.01.2019 12:57 • x 1 #21




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