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Depression trotz Glaube - Glaube trotz Depression

sylvinchen

sylvinchen

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Heute möchte ich mit einem Thema beginnen, das sicher sehr herausfordernd ist. Ich gehöre zu den Leuten, die an Jesus Christus glauben. Lange habe ich mich mit folgender Frage auseinander gesetzt-

Ist es möglich:

* auch dann an einer Depression zu erkranken, obwohl ich glaube.
* glauben zu können, obwohl ich an einer Depression erkrankt bin.

Ich sage Ja! Denn meine Erkrankung hat nichts mit meinem Glauben zu tun.

Was ist eure Meinung dazu?
Gerne würde ich mich darüber mit euch austauschen.



Noch kurz zu mir. Ich bin 62 Jahre alt. Seit 2007 wegen Depression berentet. Die Diagnose wurde 2001 gestellt. Seit 1977 glaube ich an Jesus Christus und mein Lieblingsbuch ist die Bibel.

05.11.2022 16:47 • x 2 #1


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Glitzerkeks

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@sylvinchen ich glaube auch. Ohne meinen Glauben wäre ich nicht mehr hier.
Der Glaube schützt und aber leider nicht vor Krankheiten.
Und ich finde, man kann auch glauben wenn man an einer Depression erkrankt ist. Obwohl es mir in schlimmen Phasen sehr schwer fällt an meinem Glauben festzuhalten. Da brauche ich dann oft Hilfe von außen. Von anderen gläubigen Menschen, die mich immer wieder daran erinnern, dass Gott mich liebt.

05.11.2022 18:50 • x 2 #2



Hallo sylvinchen,

Depression trotz Glaube - Glaube trotz Depression

x 3#3


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bones

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Nun ich akzeptiere Menschen, die an was glauben. Aber für was stellt der Glaube an Gott ein nützen dar? eigentlich gar nix.

Ich habe seit meiner Erkrankung den Glauben an Gott verloren. Alles was wir machen , ist eine Entscheidung von uns selbst gemacht. Wir selber handeln danach. Der Glaube hat dabei keinen Stellenwert. Oder die ganzen „schönen und guten Sachen“ die man gelehrt hat über Gott. Gott beschützt uns nicht , noch bringt mich das positiv weiter. Gar nix. Hilft auch nicht in schlechten Zeiten.

Ich kenne eine Person, die ist gläubig. So gläubig dass es schon übertrieben ist. Aber wenn ich sie angucke, ihr geht es nicht gut, hat sorgen in vieler Hinsicht, fängt an an sich selbst bis hin zum Job. Ist geschieden usw. Was in aller Welt bringt dir der Glaube da? Richtig nix. Daher versteh ich es nicht mehr.

05.11.2022 19:01 • x 1 #3


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Glitzerkeks

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@bones glauben heißt nicht automatisch glücklicher zu sein.
Du sagst, Glaube hat für dich keinen Stellenwert. Das ist ok. Es ist deine Erfahrung.
Meine Erfahrung sagt mir da was anderes. Mir hat mein Glaube schon sehr oft geholfen. Eben auch durch die Gemeinschaft mit anderen an Gott glaubenden Menschen.
Ob es Gott gibt, weiß ich auch nicht. Oft genug zweifle ich auch daran. Trotzdem habe ich einen Mehrwert für mein Leben seit ich meinen Glauben wieder gefunden habe.
Und ich kann ja auch nur von mir sprechen.

05.11.2022 19:24 • x 1 #4


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mutmacher

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Freue mich sehr, dass dieses Thema hier mal zur Sprache kommt.
Ich selbst bin ein wiedergeborener Christ, der schon sehr viel mit Gott erlebt hat (ja auch unglaubliche Wunder) und trotzdem auch Tage kenne, in denen ich traurig bin. Ich habe mich das x-mal gefragt, kann es sein, dass ich gläubig bin und Depressionen habe (?)
Ich komme aus einer Generation, in der es hieß-- nur Drückeberger und Faulpelze haben Depressionen oder auch Depressionen können wir uns nicht leisten ja, als ich mit ca. 14 Jahren zu meiner Mutter ging und meinte, ich hätte wohl eine Depression, drückte sie mir einen Spaten in die Hand und ließ mich bis abends den Garten umschoren, dass ich mir schwor, nie mehr dieses Thema anzusprechen. Ich ackerte mich daraufhin regelrecht durch`s Leben. In dem Sinne hat mich meine Mutter richtig angepackt, denn das Leben war manchmal unbarmherzig hart (obwohl ich gläubig war). So war ich z.B. mit 27 Jahren bereits Witwe, mit 35 Jahren geschieden und stand mit 3 Kindern als alleinerziehende Mutter da. Viele Probleme waren zu bewältigen (denn nirgends lesen wir in der Bibel, dass wir als Christen bequem und butterweich durchs Leben kommen), aber im Rückblick kann ich nur sagen, dass Gott (und an seine Existenz glaube ich zu 100 %) in jedes Problem gute und weise Pläne für mein Leben gepackt hat. Die Probleme waren maßgeschneidert für meinen Charakter und gaben mir Tiefe und Reife. Heute kann ich sagen, dass Gott (bzw das Leben mit Jesus) das Fundament meines Lebens ist. Natürlich mache ich Fehler oder falle, aber ich darf beten, mir wird vergeben und ich werde gehalten. Natürlich gibt es auch Ängste, aber Jesus sagte in der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

05.11.2022 20:09 • x 2 #5


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mutmacher

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Ich möchte noch auf meinen Thread:
Heilung, Kraftquellen, neuer Anfang hinweisen. Hier gibt es einige wertvolle Zeugnisse, Lieder und Predigten und ich würde mich sehr über neue Beiträge oder Erfahrungsberichte od. auch Fragen freuen.
Euer Mutmacher

05.11.2022 20:18 • #6


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Jedi

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Depression trotz Glaube ist für mich möglich - Glaube trotz Depression auch !
Es ist eine individuelle Entscheidung, was einem etwas gibt, wenn man etwas braucht.
Ich halte es mit Toleranz gegenüber Menschen, denen ihr Glaube Unterstüzung ist, Hilft oder
auch Trost u. Zuversicht gibt !

Was ich nicht mag, wenn es dann zu einem Versuch kommt, andere zu missionieren.
Auch von Seiten gläubiger Menschen, sollte es da Tolerant zugehen.
Ein Austausch zwischen unterschiedlichen Meinungen, halte ich für Möglich, wenn es dabei
nicht um Rechthaberei geht, sondern um den Austausch von Erfahrungen u. seiner eigenen
individuellen Haltung u. Wertevorsellung.

Ich bin nicht gläubig, aber verurteile auch nicht, was den Gläubigen in ihrem Glauben an einem Gott
wichtig zu sein scheint.

Gläubig oder nicht, hat für mich nichts damit zutun, ob man an einer Depression erkranken kann -
an einer anderen psychischen Erkrankung oder gar an Krebs oder anderen schweren gesundheitlichen
Leiden.
Der Glaube kann aber sicher für manche Menschen eine Krücke sein, um mit seinem Zustand,
irgendwie zurechtzukommen.
So habe ich schon sehr kranke u. alte Menschen erlebt, die ein Stofftier , so wie es Kinder auch tun,
an sich gedrückt hielten, was ihnen Geborgenheit u. Schmerz gelindert hat.

05.11.2022 22:03 • x 1 #7


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mutmacher

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Ich bin so dankbar, dass jemand vor vielen Jahren mich missioniert hat. Was verstehen wir eigentlich darunter ? Irgend jemand sagt einem, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat, der Sünde hasst und gerecht ist. Wie ein gerechter Richter muss er Sünde strafen, aber seine Liebe legt aller Menschen Schuld auf seinen Sohn und dieser trägt die Strafe am Kreuz für alle Menschen, die ihn anrufen. Sie haben ewiges Leben. Das ist mit wenigen Worten die Hauptbotschaft. Was also ist so verwerflich am Missionieren ? Es werden so viele unnötige Worte am Tag gesprochen, die keinen stören, aber wenn`s um Hilfe und ewiges Leben geht, mag man das nicht. Wie viele Menschen sind aus Schuld, Verzweiflung und Not gläubig geworden und wurden froh. Es gibt so viele Kranke oder süchtige Menschen, die durch den Glauben geheilt wurden, die dankbar sind, dass man ihnen die frohe Botschaft sagte, weil es ihr Leben verändert hat, warum also kein Missionieren ? Danke an Jeden, der den Mut hat, den Mund aufzumachen oder ein Traktat weitergibt.
Gott ist mir auch keine Krücke oder ein Stofftier, das Schmerz lindern könnte-- ER ist Lebensfundament, Hoffnung und Ziel. Hätte ich IHN nicht gefunden, würde ich heute nicht mehr leben.

05.11.2022 22:45 • #8


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Jedi

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Zitat von mutmacher:
Gott ist mir auch keine Krücke oder ein Stofftier, das Schmerz lindern könnte-- ER ist Lebensfundament, Hoffnung und Ziel.

Das kann ich verstehen u. akzeptiere das auch u. so soll es auch sein !
-------------
Zitat von mutmacher:
Ich bin so dankbar, dass jemand vor vielen Jahren mich missioniert hat.

Dann hat es den richtigen Menschen getroffen u. das ist dann auch gut so .
-----------
Zitat von mutmacher:
Was verstehen wir eigentlich darunter ?

Ich verstehe unter missionieren, dass mir eine andere Person, mir etwas aufzwingen möchte - sie möchte,
dass ich genau so denke , wie sie u. möglichst von meiner persönlichen Haltung u. Meinung hin, zu ihrer
Meinung u. Haltung finde u. meine dabei verlasse u. wenn dies mit einem gewisen Nachdruck geschieht u. mit
einer Schuld belegt wird, um ein Ziel zu erreichen.
Das jetzt nur so von mir, knapp zusammengefasst.
Das mag ich nicht ! Jeder sollte auch in einem Austausch seine Meinung u. Haltung behalten dürfen !

05.11.2022 23:07 • #9


anir

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Ich habe vor einiger Zeit wieder zum Beten gefunden.
Der gute Hirt, ist für mich ein sehr starkes, kraftvolles Gebet.
Genauso spreche ich das Gayatriy in Sankrit von Sathya Sai Baba.
Beides gibt mir Kraft.
Ich spüre, es begleitet mich etwas, es trägt mich etwas.
Dafür bin ich dankbar.

06.11.2022 07:08 • #10


sylvinchen

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@Jedi ja, das ist die landläufige Meinung. Und es stimmt ja auch, es wurde im Namen des Herrn sehr viel falsch gemacht. Darüber genauer zu sprechen, wäre mal ein Thema an anderer Stelle. Du hast völlig Recht, wenn du schreibst, das du nicht möchtest, das dir jemand etwas aufzwingt, was du nicht möchtest, dich dazu zwingt, eine Überzeugung gegen deinen Willen anzunehmen, die der andere hat. Gut so. Das würde ich auch nicht wollen. Da würde ich mich mit Händen und Füßen dagegen wehren. Aber darum geht es hier nicht. Glaubensdinge kann und darf man niemanden aufzwingen. Selbstverständlich hast du alle Freiheit, dich dazu zu äußern oder nicht. Und du hast auch alle Freiheit, zu glauben oder nicht. Hier ist sicher auch nicht der Ort, um das zu vertiefen. Dazu müsste es vielleicht ein Extraforum geben. Aber soviel darf ich sagen. Für mich ist der Glaube an Jesus nicht einfach nur eine Krücke, sondern eine Überzeugung, die mich nun schon an die 45 Jahre durchträgt. Ich wünsche dir von Herzen, das du weiterhin in aller Freiheit ! deinen Weg gehen kannst.

06.11.2022 11:54 • #11


sylvinchen

sylvinchen

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@anir Das freut mich sehr. Sei gesegnet.

06.11.2022 11:55 • #12


sylvinchen

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@mutmacher Amen. So sehe ich es auch.

06.11.2022 11:59 • #13


sylvinchen

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@mutmacher Ja, mir geht es genauso und ich freue mich sehr darüber.

06.11.2022 12:01 • #14


sylvinchen

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@Glitzerkeks Ganz genau. An Jesus glauben, bedeutet nicht automatisch, das dann alle meine Probleme auf einen Schlag gelöst sind. Aber es kann mir Trost und Hoffnung gerade in schweren Zeiten geben. Diese Erfahrung mache ich fast täglich.

06.11.2022 12:04 • x 1 #15


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Jedi

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Zitat von sylvinchen:
Für mich ist der Glaube an Jesus nicht einfach nur eine Krücke, sondern eine Überzeugung, die mich nun schon an die 45 Jahre durchträgt.

Das hatte ich ja auch so geschrieben, dass ich verstehen kann, wenn der Glaube eine Überzeugung ist.
----------
Zitat von sylvinchen:
Aber es kann mir Trost und Hoffnung gerade in schweren Zeiten geben.

Das ist sicher so u. dann ist der Glaube da auch bei dem richtigen Menschen.
-------------------
In manchen Diskussionen die ich mit gläubigen Menschen aus meinem Umfeld geführt habe,
stelle ich für mich fest, dass Glauben - die Kirche u. die aktuellen Missbrauchsfälle, nicht in einem Topf gehören.
Dies trenne ich auch, was aber von Nicht-gläubigen Menschen oft so nicht getan wird, da entzünden sich heftige
Streitdebatten darum, um den Missbrauch u. dessen Aufarbeitung oder der teuren Badewanne eines Priesters,
uvm. ! Daran entzünden sich oft diese Streits, die dann, so wie auch hier im Forum schon geschehen,
dann einen schlechten Verlauf nehmen.
So ist es aber auch mit politischen Themen, da es dann nicht bei Argumenten bleibt, sondern gerne dann ins
Persönliche abrutscht. Dann kann kein Austausch funktionieren, egal welches Thema davon betroffen sein wird.

06.11.2022 13:15 • x 2 #16


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mutmacher

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@sylvinchen Zu Deinen beiden Fragen am Anfang möchte ich folgendes sagen:
Ich glaube schon, dass man auch als gläubiger Mensch in tiefe Anfechtungen und Depressionen fallen kann. Denk mal an Elia im AT, der sehr depressiv und voller Ängste in der Wüste saß und nicht mehr leben wollte. Wie liebevoll fing Gott ihn auf und versorgte ihn mit Schatten und Nahrung.
Gott versteht uns in unserer Trauer und Angst, da bin ich sicher. Es gibt eine Bibelstelle, da heißt es: Das angebrochene Rohr wird Gott nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird ER nicht auslöschen. Immer wieder verheißt Gott Freude und Frieden- aber manchmal müssen wir in Gottes Schule auch schwere Dinge lernen, denn jeden, der Gott liebt, züchtigt er, wie ein Vater, der seinen Sohn züchtigt, den er liebt.
Sehr oft treibt uns auch eine Depression zurück von einem eigenen selbst gewählten Weg in die wartenden liebevollen Arme des himmlischen Vaters.
Wie viele Gott geweihte Menschen mussten ausgesprochen schwere Wege gehen, aber sie hatten trotz allem Frieden und Freude.
Jesus selbst rief aus: Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.

06.11.2022 13:45 • x 2 #17


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mutmacher

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06.11.2022 14:03 • x 1 #18


sylvinchen

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@mutmacher Was für liebe zu Herzen gehende Worte. Es ist so schön, hier jemanden zu finden, der auch glaubt. Ja, du hast dir den richtigen Namen gegeben. Mutmacher. Das bist du wirklich. Wir können uns gerne weiter austauschen, wenn du magst. Sei gesegnet.

06.11.2022 21:54 • x 1 #19


sylvinchen

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@Jedi Da kann ich nur zustimmen. Der Glaube, den Jesus Christus meint, hat nichts, aber auch gar nichts mit den Themen zu tun, die du genannt hast. Völlig richtig. Die Fehler, die Kirchens macht, sind nicht das Abbild von Jesus Christus. Sie sollte es sein, ist es aber leider nicht. Sie verdeckt eher die Sicht auf Jesus, als das sie den Weg dahin öffnet. Ich kenne diese Auseinandersetzungen und Kritiken aus dem Bereich persönlich sehr gut und ich habe selbst einige Jahre gebraucht, um mich davon frei zu machen. Aber ich wollte einfach wissen, ob denn der Glaube an ihn wirklich so verkorkst ist. Wenn ja, hätte ich nicht weiter an ihn glauben wollen. Also, ich habe gemerkt, das ich da nicht stehen bleiben darf. So habe ich mich mit der Bibel und guter geistlicher Literatur befasst. Ich habe Menschen gefragt, die darüber besser Bescheid wußten als ich. Und ich habe mich im Gebet an Jesus selbst gewandt. Und trotz schwerer Depression habe ich keinen einzigen Tag bereut, an ihn zu glauben. In diesem Sinne.

06.11.2022 22:15 • #20


sylvinchen

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@bones Ja, das kann es geben. Ich kenne auch jemanden, der lange geglaubt hat, aber durch viel schlimme Erfahrungen mit sogenannte Geistlichen und Fehlentwicklungen in Kirchen den Glauben an Gott verloren hat. Darf ich fragen, welcher Grund es bei dir war? Keine Angst, ich habe nicht vor, dich zu bekehren. Das kann und will ich nicht. Denn das ist eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Ich bin einfach interessiert daran. Selbstverständlich nur, wenn du willst.

06.11.2022 22:29 • #21


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mutmacher

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Ich glaube sowieso, dass man keinen Menschen bekehren oder missionieren kann. Das ist allein die Arbeit des Heiligen Geistes an einem Menschen, der aufrichtig danach sucht. Nebenbei, es gibt viele Menschen, die Gott suchen, Bücher wälzen und studieren usw. Einige suchen etwas verschämt u. heimlich, sind dann aber überglücklich, wenn sie Gott und eine lebendige Gemeinde finden. Man hat hier Mitmenschen die ähnlich denken u. die Gemeinschaft bereichert sehr.

07.11.2022 15:26 • x 1 #22


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bones

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@sylvinchen es hat doch nix mit der Kirche zu tun oder Geistlichen anderen.

In mein Leben hab ich sehr viel tiefen erleben müssen. Doch mit der Erkrankung hat es bei mir so eine Wut gegenüber Gott gegeben. Das hat mir den Rest gegeben. Und das es mir gut geht mittlerweile, hab ich nur mir zu verdanken und meiner Freundin und meiner Tochter. Das war der Fleiß. Ich habe bis heute net den Grund gefunden, warum man überhaupt an Gott glauben soll.

07.11.2022 17:13 • #23


Meya

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Hallo, auch ich bin gläubig und glaube an Jesus. Bin trotzdem an einer Angsterkrankung erkrankt und habe wohl auch Depressionen.

Ja doch für mich schließt das eine das andere nicht aus. Auch als Christ kann man krank werden, es gibt ja auch Erkrankungen wie Bluthochdruck oder anderes.

LG

07.11.2022 17:41 • x 1 #24


sylvinchen

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@Meya Ja, ich sehe es genauso.

07.11.2022 18:48 • #25


sylvinchen

sylvinchen

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@bones Das ist deine Meinung und die darfst du haben. Ich persönlich habe es anders erlebt. Erst du die schweren Jahre, die ich hinter mir habe, ist mir klar geworden, wer Gott wirklich für mich ist. Er liebt mich mehr, als mich je ein Mensch lieben könnte. Wie gut, das hier im Forum der Raum ist, das wir uns gegenseitig stehen lassen können. Ich wünsche dir alles Gute

07.11.2022 18:55 • #26


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djamila

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Zitat von mutmacher:
Es gibt eine Bibelstelle, da heißt es: Das angebrochene Rohr wird Gott nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird ER nicht auslöschen. Immer wieder verheißt Gott Freude und Frieden- aber manchmal müssen wir in Gottes Schule auch schwere Dinge lernen, denn jeden, der Gott liebt, züchtigt er, wie ein Vater, der seinen Sohn züchtigt, den er liebt.

Ich Glaube nicht das Gott Züchtigen würde , denn wie Kann Züchtigung Liebe hervorbringen ? Züchtigung = Gewalt
Ich habe mal angefangen die Bibel zu lesen , aber schon die ersten Seiten haben mir eher Angst gemacht .
Bin auch in Kirchen gegangen und habe mir Predigten angehört und die Menschen beobachtet . Es war erschreckend was für eine Kälte dort herrschte .
Ja ich war auf der Suche weil ich mich Wurzellos und Leer und nicht gewollt fühlte . Mit Gott kann ich Zwiegespräche führen ohne verurteilt zu werden egal wo und wann . Die 10 Gebote sind für mich verständlich so das man gut danach Leben kann . Und wenn ich meinen inneren Glauben nicht hätte, so würde dieses Weltsystem kaum zu ertragen sein .

07.11.2022 20:22 • #27


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bones

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Zitat von sylvinchen:
@bones Das ist deine Meinung und die darfst du haben. Ich persönlich habe es anders erlebt. Erst du die schweren Jahre, die ich hinter mir habe, ist ...


wie kannst du da ein vergleich machen zwischen Gott und Mensch? Das versteh ich nicht so recht. Wenn du ne Vorstellung hast, wie der jenige seinh sollte, nicht deiner entspricht, ist es klar dass du Gott wählst. Aber was wäre wenn es diese eine/r doch gibt und dann?

was hat dich es machen lassen nach deiner Erkrankung dass du Gott so vertraust?

07.11.2022 21:13 • x 3 #28


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mutmacher

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@djamila
In den neueren Bibelübersetzungen steht anstatt Züchtigung-- Erziehung. Wie also ein Vater sein Kind erzieht, das er liebt, so läßt Gott Dinge in unserem Leben zu, die uns nachdenklich und fragend machen. So etwa in diesem Sinne ist diese Stelle gemeint.
- Dass Menschen Dich enttäuscht haben oder Du nicht angenommen und geliebt und verstanden wurdest, tut mir leid, Gott bist Du jedenfalls nicht gleichgültig, das hast Du ja auch erfahren.
Mit der Bibellese würde ich mal mit dem neuen Testament beginnen, z.B. das Johannes-Evangelium. Das NT heißt nicht umsonst frohe Botschaft.

07.11.2022 22:31 • x 1 #29



Hallo sylvinchen,

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mutmacher

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Ich glaube, das folgende Video passt genau an diese Stelle- bitte hört es bis zum Schluss- mich hat es gesegnet:

08.11.2022 07:06 • #30

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