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Glaube und Religion

Fritz

Fritz
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Wie schaut es den bei Euch mit Glauben und Religion aus?
Ein sehr kompliziertes Thema!
Ich sehe meine Religion so als 2 Säulen. Die Erste Säule betrifft die Kirche mit ihrem Gottesdienst, Ministranten, Messner, Pfarrer und Bischöfe. Mit dieser Kirche habe ich nicht viel auf dem Hut. Ich glaube, diese Kirche hat schon viel Unheil über die Menschen gebracht. (Glaubenskriege, die Sonne kreist um die Erde, die Erde ist eine Scheibe, Krankheiten sind eine Strafe Gottes, usw.)
Die zweite Säule ist mein individuelles Verhältnis zu meiner höheren Macht. Diese Macht ist mir sehr wichtig!
Ich will damit niemanden missionieren oder so. Es ist halt irgendwie interessant!
Fridolin Wenninger

x 5 #1


33 Antworten ↓
mutmacher

mutmacher
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Liebe @Silverowl,
es tut mir wirklich leid, dass Du all diese Probleme hast und ich habe länger überlegt, was ich Dir schreiben soll.
Solche Nöte im Leben sind hart- ja - aber nicht der Beweis, dass es keinen Gott gibt, oder er ein Sadist ist, der uns Menschen quälen will.
- Einmal kamen die Jünger zu Jesus und fragten ihn, nachdem sie einem Blindgeborenen begegnet waren, wer denn da gesündigt habe, der Blinde selbst oder seine Eltern. Der Zusammenhang zwischen Sünde und Krankheit erscheint uns naheliegend. Aber Jesu Antwort war anders: "Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Herrlichkeit Gottes sollte offenbar werden" -- und er heilte den Blinden.
- Du glaubst nicht an Gott, also brauche ich Dich nicht fragen, ob Du schon mal gebetet hast, dass Er Deine Situation irgendwie verbessert oder Dich heilt, Deine Verbitterung wegnimmt oder Dir anderweitig helfen und Dir Freude schenken kann.
Ich bin aber gerne bereit, das für Dich zu tun, wenn Du das möchtest. Ich bin sicher, dass Gott unsere Gebete erhört und in irgend einer Form reagieren wird.
- Ich war früher eine Zeitlang ehrenamtlich in der ambulanten Hospiz- Sterbebegleitung tätig und saß gerade am Bett einer sterbenden krebskranken Frau im Krankenhaus. Es war offensichtlich, dass sie in den nächsten Stunden versterben würde, als mich plötzlich die Frage bewegte, ob Gott sie wohl in diesem Stadium noch heilen könne. Gedanklich meine Antwort: Klar kann er das. Die Frage kam noch 2 mal - und wieder meine Antwort: Ja, er kann. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie mich überhaupt wahrnehmen oder verstehen konnte. Aber irgendwann fragte ich sie einfach, ob ich für sie beten dürfe. Gott könne sie anrühren und heilen. Ihre Reaktion war äußerst schwach. Aber ich betete, dass Gott sie doch bitte berühren und heilen möge. Ein einfaches kurzes lautes Gebet. Beim Amen öffnete sie zum ersten Mal die Augen und schaute mich an. Sie war nur Haut und Knochen. Aber ich war mir sicher, dass Gott sie berührt hatte und bat sie aufzustehen und ihre Heilung anzunehmen. Ihre Augen lagen tief in den Höhlen, als sie mich ungläubig anschaute. Nach einigem Zureden half ich ihr auf die Bettkante zu sitzen und stützte ihren Rücken. Es dauerte, bis sie endlich die Hausschuhe anhatte. Ich glaubte eigentlich stellvertretend für sie und war mir sicher, dass sie geheilt war.
Ich bat sie, alleine zum Waschbecken zu gehen. Dieses Bild werde ich nie vergessen, als diese Knochen tatsächlich liefen.
Als sie schließlich am Waschbecken stand, flog die Zimmertür auf und der Chefarzt kam herein. Sein Gesicht sprach Bände.
Er hatte offensichtlich mit einer Verstorbenen im Bett liegend gerechnet. Nach wenigen Tagen und Untersuchungen wurde sie als geheilt entlassen und lebte noch 4 Jahre. Verstarb dann an einer anderen Krankheit.
-- Warum erzähle ich Dir das ? Weil bei Gott Wunder kein Problem sind. Er ist allmächtig und lebt. Er kann helfen, wenn wir an IHN glauben in jeder Situation. Jesus hängt nicht mehr sterbend am Kreuz, auch Er hat den Tod überwunden und tut heute noch Wunder.

18.07.2025 00:53 • x 2 #32


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A


Hallo Fritz,

Glaube und Religion

x 3#3


Dys

Dys
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Zitat von mutmacher:
Er kann helfen, wenn wir an IHN glauben in jeder Situation

Dieser Auffassung darf man sein, erstrecht wenn man ein gläubiger Mensch ist.
Es könnte aber auch sein, dass nicht ER sondern lediglich der Glaube an IHN halt gibt und somit hilfreich sein kann. Und da ist letztlich zu sehen, dass es egal ist was tatsächlich hilft, wenn es hilft. Und hilft etwas nicht, dann ist es natürlich einfach wenn Gläubige dann behaupten können, der Glaube dessen, dem es nicht hilft, sei nicht Stark genug oder nicht Vorhanden gewesen. Denn Beweisen muss man es ja nicht, weil man es nicht beweisen kann. Denn Glaube lebt vom glauben. Und Etwas glauben kann man immer, oder man glaubt es eben nicht. Es gibt sogar Menschen, die glauben bewiesene Dinge nicht, selbst wenn es eindeutig als bewiesen zu erkennen ist. Da hilft überreden genauso wenig, wie missionieren.
Es wäre dann eine Frage der Toleranz, ob man als Gläubiger eines christlichen Gottes, anderen Glaubensgemeinschaften Ihren Gott zugestehen kann, oder eben nicht. Und kann man diese Toleranz, auch gegenüber Menschen, die an keinen Gott glauben nicht aufbringen, selbst wenn un- oder anders Gläubige keinen Schaden anrichten, dann darf man sich auch fragen, was man eigentlich für ein Mensch ist. Einer der einem Dogma zugeneigter ist, als einem Gegenüber? Einer der ausschließlich die eigene Auffassung zulassen kann, aber Anderen keine eigene zugestehen? Einer der im Grunde behauptet, jemand der nicht an Seinen Gott glaubt, hätte auch nichts anderes zu erwarten, wenn es ihm schlecht geht, unabhängig davon ob er selbst überhaupt nicht die Verantwortung oder Schuld trägt, die seine Misere darstellt?

Jemand dazu ermutigen an etwas zu glauben ist etwas anderes als denjenigen überreden zu wollen. Ebenso wie eigene Erfahrungen und Gedanken als die eigenen darzustellen, statt mit Verallgemeinerungen um sich zu werfen und der Meinung zu sein, sich fürs Kollektiv äußern zu müssen, obwohl man nicht mal das recht dazu hat, weil man dazu vom Kollektiv erstmal die Berechtigung einholen müsste.

18.07.2025 09:19 • x 1 #34


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Dys
Zitat von Fritz:
Wie schaut es den bei Euch mit Glauben und Religion aus?

Beides ist Menschengemacht und das sagt eigentlich schon alles.
Wie alles Menschengemachte wird auch Glaube und Religion zum Guten oder Schlechten genutzt, weil der Mensch es kann.

x 4 #2


Pilsum
Zitat von Fritz:
Wie schaut es den bei Euch mit Glauben und Religion aus?
Ein sehr kompliziertes Thema!

Ich finde, es ist eher ein einfaches, als ein kompliziertes Thema.

Zitat von Fritz:
Die zweite Säule ist mein individuelles Verhältnis zu meiner höheren Macht. Diese Macht ist mir sehr wichtig!

Ich vermute, der Mensch kann im Laufe seines Lebens durch seine persönlichen Ängste einige
Sichtweisen und Fragen nicht mehr selbst erklären.
Dadurch kommt er auf die Vorstellung, dass Vieles oder auch Alles von einer höheren Macht gesteuert
sein könnte. Auch ich halte dies für eher wahrscheinlich.

Wenn meine Sichtweise richtig ist, könnte das auch die Erklärung dafür sein, dass es in den meisten
Kulturen auf dieser Welt eine eigene Religion gibt.

Brauchten wir eine Religion, wenn wir Menschen nicht durch unsere Angstgefühle gesteuert würden?

x 2 #3


A
Hallo Fritz.
Glaube und Religion.
Glaube: ich glaube an mich, immer wieder neu.
Ich weiß, Gott, Jesus, Sathya Sai Baba..........................
sind an meiner Seite.
Das spüre ich.
Das höre ich.
Ich bete.
Es gibt mir Kraft.
Ich denke gerne daran, daß da einer ist, der mir hilft und der mir beisteht.
so komme ich leichter durchs Leben.

#4


TomdeLone
Ich glaube an meine Kraft und Intuition...
Der Wissenschaft zum großen Teil auch...

Aber Alles wird beständig seinen Weg gehen, da können wir nur schwer Eingreifen...
Um Fehler zu korrigieren. (Ursache und Wirkung)

LG Tom

#5


buddl1
der Glaube ist wichtig und bringt uns voran, lässt uns hoffen und nach höheren streben und eins der wenigen Merkmale, was uns von der Tierwelt unterscheitet. jedoch nutzten eben ein paar Menschen diesen Glauben aus und schufen sich eine Religion, um damit unlösbares anderen zu erklären. in dieser Religion egal welcher Art, wurden Menschen gleichgeschaltet und all die Überzeugungen geboren blind zu gehorchen, sei es in einen Krieg oder in den Beichtstuhl wo Dinge wahr wurden, vor den man glaubte, geschützt zu sein...
deshalb ist beides, die Religion und der Glaube kaum wirklich in einem Einklang zubringen
buddl1,

x 1 #6


BlackKnight
Religion ist nicht meins 🤷‍♂ ich glaube an mich💪😊

Das Thema selbst sehe ich auch sehr komplex, kompliziert und oft problematisch 🤷‍♂

x 1 #7


Lunatica
Ich glaube an die Kraft der Gedanken, denn das was du denkst bestimmt dein Leben.
Nicht umsonst ziehen einem die negativen Gedanken runter.
Gelingt mir leider auch nicht immer aber ich versuche es so oft wie möglich.

Auch glaube ich an eine höhere Macht, denn ich denke nicht dass das Universum aus dem Nichts entstanden ist.
Bin selber katholisch getauft, aber offen für Alternativen.
Ich kann genauso gut in einer Kapelle meine Ruhe finden wie im Wald oder in den Bergen.
Selber schon gespürt wenn ich gebetet oder meditiert habe dass sie etwas tut!

x 1 #8


Dys
Zitat von Lunatica:
ich denke nicht dass das Universum aus dem Nichts entstanden ist.

Die Frage ist, was ist „Nichts“? Selbst wenn der Mensch es nicht sehen kann, so gibts da vielleicht was auf einer Ebene, die halt unsichtbar ist. Das wäre dann aber eben kein Nichts.
Luft sieht man ja auch nicht, aber sie ist Etwas, ein Gasgemisch.

Wenn nun durch etwas unsichtbares das bekannte Universum entstand, so kann man es als höhere Macht bezeichnen, oder auch als Nichts. Da funktioniert aber eben nur glauben, bis man es wirklich weiß.

#9


mutmacher
Hebräer 11 V.3:
" Allein durch den Glauben verstehen wir, dass GOTT durch sein Wort die Weltzeiten ins Leben gerufen hat, ja daß alles Sichtbare aus dem Unsichtbaren hervorgegangen ist."

Für mich ist der Glaube (dass es einen lebendigen Gott gibt, der alles erschaffen hat; Dass sein Sohn Jesus Christus unsere Sünden auf sich genommen hat und am Kreuz, als Strafe für unsere Sünde stellvertretend starb: Daß es ein ewiges Leben gibt usw) Fundament meines Lebens. Ich habe Gottes Leitung und Führung in meinem Leben erlebt und gerade rückblickend sehe ich viele Wunder. Ohne diese Führung wäre es kein lebenswertes Leben gewesen. Natürlich gibt und gab es auch Probleme,, Not und Ängste. Aber allein im Vertrauen auf Sein Eingreifen und seine Macht wird das Leben sinnvoll.

#10


Grenzgaenger
Zitat von Fritz:

Wie schaut es den bei Euch mit Glauben und Religion aus?


Das berühmteste Zitat lautet ja: Glauben heißt nicht wissen. Nachdenklich

Diesen Grundsatz habe ich wohl so sehr verinnerlicht, das für mich der Glaube an eine Göttliche Macht (Habe die Bibel komplett gelesen, und dann wird es schwer zu glauben) oder Höhere Macht einfach nicht existiert. Wut

Doch ich habe größten Respekt für Menschen, die einen tiefen (reinen) Glauben besitzen - völlig egal voran sie Glauben Engel

#11


Lunatica
Zitat von Dys:
Die Frage ist, was ist „Nichts“? Selbst wenn der Mensch es nicht sehen kann, so gibts da vielleicht was auf einer Ebene, die halt unsichtbar ist. Das wäre dann aber eben kein Nichts. Luft sieht man ja auch nicht, aber sie ist Etwas, ein Gasgemisch. Wenn nun durch etwas unsichtbares das bekannte Universum ...


ja eben. Eine höhere Macht ist unsichtbar und darum nicht NICHTS sondern eine höhere Macht Mr. Green

#12


mutmacher
Zitat von Grenzgänger:
"Ich habe die Bibel komplett gelesen und dann wird es schwer zu glauben."

Bei mir war es genau anders:
Durch das Lesen der Bibel "bin ich GOTT begegnet."
Gerade im Neuen Testament sehen wir einen Menschen voller Liebe, Hilfs- und Opferbereitschaft bis zum Tod, Demut und Weisheit. Seine Aussagen entstammen einem moralisch außergewöhnlichem Denken, sein Wirken war göttlichen Ursprungs, sein Leben hat Spuren auf der ganzen Welt bis heute hinterlassen. Seine Macht war grenzenlos und majestätisch-- hat den Tod besiegt, Jesus Christus. Er ging freiwillig ans Kreuz, weil er die Menschen liebte. Er hatte die Gerechtigkeit seines Vaters verstanden, dass es keinen anderen Weg geben konnte.

Dass das Lesen der Bibel einen Menschen kalt lässt, er sich diesem Geist nicht öffnet-- ist für mich unvorstellbar.
Es gibt kein Buch, das auch nur im entferntesten an die Bibel herankommt. Weil ihr Inhalt den Geist Gottes zeigt, der Zugang zu Menschenherzen sucht und finden kann. Dieser göttliche Geist will uns umgestalten, verändern, reinigen und in seine Nähe ziehen-- er will Gemeinschaft mit uns. Ein Mensch, der das erlebt hat, kennt nichts was besser, größer und schöner wäre, als in der Gemeinschaft mit GOTT zu leben.

#13


mutmacher
Ein anderer Aspekt sind über 250 ERFÜLLTE Prophetien.
Fast alle alttestamentlichen Prophetien haben sich tatsächlich erfüllt. Einige noch ausstehende eschatologische Prophetien erfüllen sich doch gerade vor unseren Augen----> Israel, Kriege, wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklungen.
Auf all das geht die Bibel konkret ein.
Man kann soetwas doch nicht lesen und unbeeindruckt sein ?!
Auf eine korrekt eingetroffene Prophetie kann doch niemand mit Unglaube reagieren (oder man hat da etwas Wesentliches überhaupt nicht verstanden).

#14


A


Hallo Fritz,

x 4#15


Dys
Zitat von Lunatica:
ja eben. Eine höhere Macht ist unsichtbar und darum nicht NICHTS sondern eine höhere Macht

Naja, Elementarteilchen sind per se keine höhere Macht. Und wenn Du Dir eines ansehen würdest, so siehst Du Nichts. Aber im Gegensatz zu einer höheren Macht, lassen sie sich detektieren im LHC Cern. Man muss also nicht einfach nur Glauben.

#15

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