Bossing nach langer Krankheit - keine Zeit für Gesundung

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Ich bin seit April letzten Jahres jetzt das zweite Mal operiert worden am Bauch. Insgesamt 6 mal in meinem Leben, verbunden mit vielen Schmerzen, keine Kinder. Schon die erste OP hatte sich ein Chef zum Anlass genommen, mich klein machen zu wollen. Damals war ich noch stark, habe es unterbunden.
Ich habe zwei Burnout-Phasen hinter mir, habe einen dementen Vater, eine diabeteskranke Mutter, die letzte OP vor fünf Wochen. Meine Eltern sehe ich so langsam versorgt, weil mir meine Schwester hilft. Aber es hat mich viel Kraft gekostet, vor allem weil ich nach der OP letzten Jahres nur Schmerzen hatte. Mein Arzt hat zur 80 % Beschäftigung vorübergehend geraten, dies auch attestiert.
Letzte Woche wurde ich zum Gespräch geholt. Die Praktiken kenne ich - und trotzdem ist man wie geschockt, wenn man wieder einmal damit konfrontiert wird, ich wollte nur noch raus, gute Miene zum bösen Spiel, habe den Betriebsrat eingeschaltet.
Anstelle eines Gesprächs mit vorübergehender Stundenreduzierung wurde es ein Gespräch mit der Aufforderung, sich anderweitig zu bewerben. Mit Sicherheit habe ich die Möglichkeit, mich auch im Haus umzubewerben - es steht sogar ein Bewerbungsgespräch ins Haus, aber ich fühle mich kraftlos. Mein Körper ist nur noch ein Schmerz und es helfen keine Schmerztabletten. Ich kann fast täglich spüren, wie die Kraft verschwindet. Selbst die Arme schmerzen. Ich hatte letzte Woche einen Adrenalin-Schub hoch zehn. Psychosomatik mischt sich nun dazu. Ich weiß nicht mehr weiter. Der Betriebsrat ist super, aber dieser Gang zur Arbeit ist schon fast eine Qual, ich weiß nicht mehr, wie ich sitzen soll und bin zusätzlich froh, dass ich nicht in Tränen ausbreche. Nehme ein Johanniskrautpräparat und freue mich auf den Moment, wenn ich auf den Punchingball einschlagen kann.
Das, was meine Chefs gemacht haben, es ist strafbar. Aber ich habe keinen Beweis, da ich alleine war. Wenn ich nicht folge, können sie mich unter Druck setzen, weil ich Fehler mache (in unserer Abteilung herrscht völlige Überforderung, also macht jeder Fehler). Oh ja, mir wurde unterschwellig verdeutlicht, wenn ich nicht krank wäre, dann hätte ich schon längst "ein Papier" auf dem Tisch. Ich habe ein Gedächtnisprotokoll geschrieben und werde es dem Betriebsrat übergeben.

Zurück zu mir. Ich habe das Gefühl, dass ich Unterstützung brauche. Diese Schmerzen nehmen mir so langsam alles. Zuversicht, Freude, Kraft - etwas Neues anzufangen hat einerseits einen Reiz, andererseits spüre ich nur Kraftlosigkeit.
Gibt es da passende Beratungsstellen? Mein Hausarzt meint, alles psychosomatisch, es reicht eine Stundenreduzierung, keine Reha. Ich habe keine Kraft mehr, mich zu wehren.

09.07.2017 16:31 • #1


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Albarracin

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09.07.2017 17:36 • #2


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Die SBV ist überfordert, so etwas ist neu. Aber: Ich bin Gewerkschaftsmitglied und habe eine private Rechtsschutzversicherung, bin Mitglied im VdK - aber wow, Deine Infos sind richtig hieb- und stickfest.

So kann ich es schaffen. Ich bin überzeugt davon, dass die Geschäftsleitung nichts davon weiß. Der jetzige Chef will sich profilieren, damit er wenn er wieder geht (er hält sich nie lange), einen Erfolg vorweisen kann - und wenn er nur kurz ist.
Bisher war es in unseren "Gefilden" immer recht ruhig.

Ich wollte eigentlich an meinem Arbeitsplatz bleiben, meine Erfahrung weiter geben und meinem Unternehmen damit zum Erfolg helfen (ich habe nämlich viel Erfahrung und Know How). Ich bin auch davon überzeugt, dass ich wieder gesund werde.

DAS will ich jetzt schaffen, nie wieder von einem Menschen mein Leben versauen lassen.

09.07.2017 18:35 • #3


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Albarracin

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09.07.2017 21:26 • #4


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Ich möchte kämpfen, nur mein Körper wehrt sich gerade vehement mit starken Schmerzen, bin schon taumelig, weil ich bei Schmerzmitteln schnell müde werde.

Normalerweise sollte ich bis heute Bescheid bekommen, wie es mit meiner Teilzeit aussieht - nix. Unser BR meint, die wollen das aussetzen - logisch, zu meinen Ungunsten, es ist ja meine Gesundheit und nicht die der Vorgesetzten.
Ich soll irgendwie aushalten, still halten - mach ich. Weiß nur nicht, wie lange ich die Schmerzmittel noch verschrieben bekomme.

10.07.2017 16:57 • #5


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Es ist eskaliert:

Ich wurde zum Termin mit dem Bereichsleiter eingeladen mit unklarem Betreff. Habe mich informiert und vom BR geraten bekommen: Nicht ohne BR, solle den Termin verschieben genau aus diesem Grund. Habe ich getan.
Ende vom Lied war, dass der Bereichsleiter vor Wut meinen Teamleiter gekrallt hat für ein Gespräch und mich vor meinen Teamkollegen zum Termin abgeholt hat. Ich bräuchte keinen BR für das, was er mir zu sagen habe, er würde sich auskennen. Kurz davor hatte er mir noch per Mail geschrieben: Für das Gespräch wäre kein BR erforderlich oder gar erlaubt! (Hammer, oder?). Da ich kaum eine Diskussion vor den Kollegen anfangen konnte, wurde ich also gezwungen und habe mir anhören müssen:
- er würde meine Bewerbung wo anders nicht mehr unterstützen
- ich solle die Teilzeit mit der Personalabteilung klären
- ich würde eine Ermahnung in meine Akte bekommen, diese würde ich noch zur Kenntnis bekommen. Gegen diese könne ich ja dann vor gehen und solle froh sein, keine Abmahnung zu bekommen.

Dann war das Gespräch beendet. Ich musste meinen Teamleiter erst einmal darüber aufklären, um was es ging. Er war fassungslos, denn er wusste nichts von einer Bewerbung - nur dass ich meine Vorgesetzten bezüglich Teilzeit angesprochen hatte.
Am Donnerstag habe ich Gespräch mit dem Betriebsrat, ich soll durchhalten und keine Angriffsfläche bieten - was ich bisher nie getan habe und auch nicht gedenke, zu tun.

Wenn mich gerade jemand fragt, wie es mir geht - ich kann gar nicht antworten. Blockiert.

11.07.2017 17:18 • #6


Pfefferminze

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Oh, das hört sich ja wirklich ganz schön heftig an. Ich hatte auch mal so einen A.... als Vorgesetzten. Der war auch schnell mit Abmahnungen dabei, besonders bei solchen Mitarbeitern, die schon lange im Betrieb sind und auch schon
ein gewisses Alter erreicht haben.
Hoffe, dass dein Gespräch am Donnerstag mit dem Betriebsrat dich irgendwie weiterbringt und drücke dir die Daumen, dass du durchhältst.

11.07.2017 17:50 • #7


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Bei mir ist es Alter und eben Krankheit (Gleichstellung)

11.07.2017 18:24 • #8


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Albarracin

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11.07.2017 19:15 • #9


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Ich werde nichts Unüberlegtes tun und habe am Donnerstag ein Gespräch mit dem BR. Solche Menschen wie diese Führungskraft hatte unser Unternehmen bisher nicht, Menschlichkeit war bisher immer wichtig, ein Grund dafür, dass ich mich dort gerne beworben hatte.
Nächste Woche habe ich das Vorstellungsgespräch - aber bis dahin wird auch die Ermahnung sicherlich vorliegen. Dann habe ich keine Chance mehr und genau das war auch die Absicht des Herrn.

11.07.2017 19:46 • #10


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Eloise

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Wegen was will er dich denn ermahnen? Vermutlich schreibt er "nur" eine Ermahnung in der Hoffnung sie wäre es nicht wert dagegen vorzugehen, weil er genau weiß mit einer Abmahnung kommt er nicht durch.

So ein Verhalten ist rechtlich und menschlich unter aller Kanone von diesem Bereichsleiter.

Warum schleppst du dich noch gleich mit Schmerzen zu dieser Arbeit?

11.07.2017 20:03 • #11


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Albarracin

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12.07.2017 07:52 • #12


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Hm- arbeitsrechtlich oder nicht, wenn der Personalchef zugegen ist und davon weiß, dann wird er mir gegenüber nicht positiv gestimmt sein.

Ich habe heute einen halben Tag Gleitzeit genommen, es geht mir körperlich gerade miserabel. Mein ganzes Streben ist: nur noch weg aus dem Dunstkreis, was eine Bewerbung im Haus voraus setzt.
Die Kraft dazu habe ich eigentlich nicht, aber ich weiß bis jetzt auch keinen Ausweg - morgen werde ich darüber mit unserem BR-Vorsitzenden reden. Er schreibt mir gerade immer wieder, dass er absolut
bei mir wäre und Gesundheit absolut vor gehen würde.

Ich habe jetzt Angst, die ich nie wieder haben wollte. Dieser Bereichsleiter hat wohl gestern Abend noch mit meinem Teamleiter geredet. Worüber - das weiß ich nicht. Er war heute mir gegenüber sehr
hilfsbereit. Gut möglich, dass es um die Ermahnung ging, denn der Bereichsleiter wird kaum einlenken wollen. Da jetzt alle Kollegen wissen, dass etwas nicht stimmt (sie waren ja Zeuge meiner gestrigen
"Abholung"), fühle ich mich zudem auch irgendwie gedemütigt, habe aber mit den Kollegen gesprochen. Sie waren durchweg entsetzt - denn Fazit war jedes Mal: Jeder kann der nächste sein, wenn ich nicht mehr
da sein sollte.

12.07.2017 16:44 • #13


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Leider hat am Donnerstag das Gespräch mit dem BR nicht geklappt. Er ist eigentlich nur "20-%" BR, aber dennoch mehr aktiv auf dem Bereich. Seine eigene Arbeit ist auch noch da. Am Dienstag holen wir es nach, er hat mir auch sehr schön geschrieben, so dass ich ein einigermaßen ruhiges Wochenende haben konnte. Er hat recht, es kann mir im Grunde nichts passieren. Meine Panik, meine Angst - mein Trauma. Vor allem aber - meine Gesundheit. Am Freitag war ich einen Tag krank geschrieben wegen Schmerzen, die ich nicht einordnen konnte, vor allem an der OP-Wunde. Die Leichtigkeit ist weg und ich denke darüber nach, was ich eigentlich geleistet habe in den letzten Monaten - es war viel. Zu viel fürchte ich.
Dass ich jetzt weg muss, der Gedanke strengt mich an. Ich kann nicht mit diesem Menschen arbeiten, der nur darauf wartet, dass ich Fehler mache. Auch wenn alle sagen, dass das normal sei, Fehler zu machen - bei mir ist es das eben nicht mehr. Und dieser Mensch weiß das genau. Sein Druckmittel gegen mich. Der BR meint, es müsse noch einmal zu einem Gespräch kommen, wo auch der BR dabei ist, damit meine Zukunft gesichert ist.

16.07.2017 11:36 • #14


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So. Gespräch heute - erst einmal die Teilzeit beantragt.
Ansonsten: Ruhig bleiben - Vorstellungsgespräch hinter sich bringen.

Es geht mir nicht gut, wünschte, ich wäre stärker. Aber auf Anraten des BR halte ich durch. Gebe keine Angriffsfläche und male mir Szenarien aus, in denen diese Führungsperson auf derm Klo sitzt etc. - damit ich nicht durch drehe.

Gegen ihn vorzugehen, ich denke das würde einfach nicht klappen. Gute Miene zum bösen Spiel? Das wird wohl mein Schicksal sein. Ich bin im Recht, aber es hilft nicht viel.

18.07.2017 19:32 • #15


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Runde drei: Hatte Bewerbungsgespräch - und mein Vorgesetzter hat schon wieder intrigiert. Beim Personalchef fallen lassen, dass es mit mir Probleme gäbe etc. - nach dem Bewerbungsgespräch hat mich eben der Personalchef noch zurück gehalten.
1. Mein Vorgesetzter möchte Teilzeit täglich (also täglich weniger - ein Hohn bei unserem Arbeitspensum) - habe dagegen gehalten
2. Was ich denn für Fehler gemacht hätte - mein "ich weiß es nicht", das konnte er nicht glauben. Ich konnte nur entgegnen, dass ich sonst unter Amnesie leiden würde.
Fazit: Dieser Mensch tut alles, um mein Leben zu zerstören. Der BR will jetzt ein Dreiergespräch führen - nur dieser Typ hat ja kaum Zeit. Und wer weiß, was er dem Personalchef jetzt sonst noch alles zuflüstert. Ich hatte geschwiegen, war völlig überfordert in dieser Situation. Schon wieder alleine - ich kann vor Schmerzen nicht mehr sitzen, laufen und nur schlecht schlafen. Es geht nicht mehr.

21.07.2017 18:40 • #16


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Meine Bewerbung wurde abgelehnt. Keine Chance, diesem Menschen zu entkommen.

Jetzt wird am kommenden Freitag ein Gespräch statt finden. Mir ist übel. Ich vermute, es geht darum, dass ich eine andere Arbeits übernehme. Generell und ohne Emotion gesehen sinnvoll, aber ich bin leider nicht ohne Emotion.
Welches sind die Voraussetzungen für einen solchen "neuen" Arbeitsplatz? Finanziell - und muss ich dann evtl. Briefmarken kleben (im übertragenen Sinne?). Ich bin ja nicht dumm geworden, aber ich schaffe die Geschwindigkeit derzeit einfach nicht mehr. Die Erschöpfung nimmt mir gerade alle Kraft.

31.07.2017 20:21 • #17


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Stopp - habe gerade etwas gelesen von "Albarracin" - vom "leidensgerechten" Arbeitsplatz. Ich komme mir nur so unfähig vor.

31.07.2017 20:23 • #18


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Vorerst abschließend kann ich nur sagen: Es ist eine Basis geschaffen, in der man höflich miteinander fachlich etwas beredet. Das war es aber schon.
Auch im Gespräch mit dem BR hat mein VG verdeutlicht, dass ich mich doch für eine andere Stelle eigne (die ich aber nicht bekommen habe). Er war nicht vorbereitet auf das Gespräch, hat ziemlich "lässig" dann gemeint, ja wenn ich halt nen neuen Schreibtisch brauche etc., damit ich gesund werde etc.- dann würde ich ja alles bekommen. Ich solle eine eben Maßnahmen erarbeiten, wie man mir "helfen" könne. So richtig schön herablassend. Dass er so ausgeflippt war - ja da wäre halt meine Art zu schreiben schuld, er hätte gedacht, ich wolle ihn angreifen. Weiter drohte er unterschwellig ("soll aber keine Drohung sein") mit Abmahnung etc., wenn es nicht besser wird.
BR und ich waren uns nach dem Gespräch zwar mehr als bewusst, dass dieser Mensch selbst Probleme hat, hilft mir aber nicht. Ich bin auch nicht der Typ, der Abmahnungen verkraftet. Ich gebe mir so viel Mühe - alles war für die Katz.
Momentan ist das zwar aus dem Weg geräumt, aber mir ist klar - er wird jede Gelegenheit nutzen, mich los zu werden. Eine "Basis" ist das auf Dauer nicht. Der Hammer: Er hat ja gar nicht verstanden, warum ich die andere Stelle nicht bekommen habe (dass ich weg gehe, war ihm eh wichtiger als dass ich gesund werde)...dabei hat er doch solch einen Mist gebaut und dem Personalchef Negatives über mich mit geteilt.

Schade. Die Arbeit gefällt mir, die Kollegen sind auch okay. Ich habe nach über 30 Jahren Berufsleben einen größeren "Fehler" gemacht. Auch wenn ich die Gründe dafür kenne und davor schon längst gewarnt hatte, dass hier Gefahrenpotential liegt - es hat mich getroffen. Niemand hat mit mir über meine "Fehler" gesprochen, ich muss erst einmal heraus finden, was für Fehler ich alle sonst noch gemacht habe, damit ich "Maßnahmen" vorschlagen kann.

Wäre ich gesundheitlich fitter - ich würde mich sofort wo anders bewerben. Dummerweise bin ich erst einmal gebunden.

05.08.2017 13:06 • #19


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Ich werde mich jetzt an den Integrationsfachdienst wenden.

Mein BR hat sich für mich erkundigt, was ich für Fehler gemacht habe. Man konnte es mir nicht einmal gleich sagen, nur einer war noch im Kopf (ein intern reparabler allerdings).
Ich soll eine Arbeitsplatzanalyse mit ihm durch gehen - mir fehlt die Kraft. Keine Ahnung, wie ich das durchhalten soll - deswegen Integrationsfachdienst in der Hoffnung, dass ich dort richtig bin.

07.08.2017 16:48 • #20


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Eloise

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Ich hoffe beim Integrationsfachdienst kann man dich ein wenig mehr unterstützen. Das geht es einem schon nicht gut - die Gleichstellung hast du ja auch nicht umsonst - und dann hat man noch so einen A.... von Vorgesetzten, der seine persönlichen Unzulänglichkeiten an Dritten auslassen muss.

Ich wünsche dir, dass sich die Situation bald entspannt und du wieder etwas durchatmen kannst.

08.08.2017 19:38 • #21


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Ich war beim Integrationsfachdient. Daraufhin hat der Mitarbeiter dort mit meinem Betriebsrat telefoniert, es fand ein Gespräch noch zwischen Betriebsrat, Personalchef und mir statt. Mir geht es derzeit körperlich einfach ziemlich bescheiden. Ich soll mich auskurieren, ggf. Reha etc. - sagt der Personalchef. Was mein Vorgesetzter der Abteilung macht - das sei ein persönliches Problem. Mein Unternehmen könne das aushalten, wenn ich krank bin.
Ich solle eben nicht krank hingehen und dann Fehler machen.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass mir das keine Ruhe verschafft. Ich habe Angst, diese alte Versagensangst, die mit voller Wucht wieder hoch gekommen ist und mir jetzt den Weg zur Gesundung versperrt. Die Zeit vergeht und es tut sich nix. Tabletten schlucken und hoffen, dass es mal besser wird. Aber es wird nicht besser, die Schmerzen bleiben, Tag für Tag und das seit Wochen.

01.09.2017 16:14 • #22


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Eloise

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Das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Der Personalchef hat Recht. Es nutzt weder dir, noch dem Unternehmen, wenn du dich da voller Schmerzen hinschleppst.

Was sagt denn deine Therapeutin zu der Angst?

02.09.2017 09:57 • #23


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Meine Therapeutin meint, dass ein Teil der Angst auch durch die Schmerzen ausgelöst wird. Ich habe ja Entzündungswerte im Blut, also ganz sauber ist es "in" mir nicht.

Ich habe heute erfahren, dass einer älteren Kollegin die Probezeit nicht verlängert wurde, eine andere, die gestürzt ist (jünger als ich und BR), wurde ebenfalls richtig mies begegnet und hat jetzt gekündigt. Wo um Himmels Willen arbeite ich eigentlich? Ich bin geschützt durch die Gleichstellung, aber es gibt immer eine Möglichkeit, Mitarbeiter wie mich los zu werden: Mobbing bis ich freiwillig gehe. Davor habe ich so richtig Angst, wenn ich ehrlich bin. Und mein Bauchgefühl hat diesbezüglich immer recht.

Jetzt schaue ich nebenbei auch noch die Stellenanzeigen durch. Aber ich sollte bis dahin einfach fit sein.

02.09.2017 12:28 • #24


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Seit gestern habe ich die Diagnose Fibromyalgie. Damit wird es eine Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit geben, ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik (leider erst im Dezember) wird folgen, evtl. Reha.
Ich habe gerade keinen Plan, wie ich mich verhalten soll: Mein BR-Ansprechpartner ist im Urlaub und mein IFD-Ansprechpartner ebenfalls. Der Arzt im Schmerzzentrum hat mir von einer Arbeitsaufnahme
zunächst abgeraten.

13.09.2017 10:46 • #25

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