Ausbruch der Psychose

Lorena1984

2
Liebe Leute

Da ich in diesem Forum bereits Antworten zu einigen Fragen finden konnte, die ich sonst immer vergeblich suchte, möchte ich hiermit wieder ein Thema ansprechen, das mir am Herzen liegt und deswegen möchte ich versuchen, hier mit Eurer Hilfe Aufschluss zu dieser Frage gewinnen.

Ich möchte wissen, wie ernst ich die Dinge nehmen soll, die eine Person während einer Psychose sagt. Es handelt sich im Speziellen um eine psychotische Episode mit schizophrenieartigen Zügen. Muss ich etwas in das Gesagte und Getane der Person während des akuten Anfalles hinein interpretieren? Treten während einer solchen Psychose traumatische Erlebnisse auf spezielle Art und Weise wieder an die Oberfläche? Oder soll man das gar nicht ernst nehmen bzw. die Person tut/sagt irgenwas ohne tieferen Sinn?
Meine Mutter hat während ihrer Psychose immer bestimmte Leute gesehen und gehört, u.a. ihre Schwester. Sie hat auch angefangen, alle Bilder und Fotos von den Wänden abzuhängen.

Es würde mich freuen, Erfahrungsberichte und/oder Ratschläge von Euch zu erhalten.

07.08.2008 18:21 • #1


Steffi

Steffi

1665
47
20
Liebe Lorena

wieder mal ich

Kein Erfahrungsbericht, nur der Versuch einer Antwort auf Deine Frage. Begib Dich in einer solchen akuten Situation auf die Realitätsebene Deiner Mutter. Besser gesagt, versuche es ! Spiel mit, bestätige sie und dann hinterfrage vorsichtig ihr Erleben, ohne es in Frage zu stellen ! Wenn sie ihre Schwester sieht, dann seh sie auch. Wenn sie Stimmen hört, dann höre auch diese Stimmen. Verstehst Du, was ich meine ? Alles andere, nämlich das strikte Verneinen dessen, was sie sieht und erlebt, führt dazu, dass sie unsicher wird, Angst bekommt, sich nicht ernst genommen, nicht verstanden, nur noch verwirrter fühlt. Die Folge : sie wird Dir nicht mehr vertrauen. Rede es ihr also keinesfalls aus.

Bedenke bitte, dass sie es tatsächlich erlebt, Du nur keinen Zugang zu diesem Erleben hast. Es ist nicht gefährlich, es ist nur ihre Realität.

Zum besseren Verständnis hier ein Link : http://www.psychose-bipolar.de/trialog-01.html
Vielleicht hilft Dir das ein bisschen weiter.

Liebe Grüße
Steffi

07.08.2008 19:29 • #2


maiderndl

maiderndl

25
3
hallo lorena,

steffis rat hat hand und fuss, aber nicht dass es zu einem missverständnis kommt.
du sollst deiner mutter nicht vorlügen, dass du auch die dinge siehst und hörst, sondern sag ihr, -dass du es deiner mutter glaubst, wie s i e es erlebt.
du musst nicht unbedingt die "normale", deine sichtweise erklären.
meinst du, tut es deiner mutter gut, wenn sie ohne wertung erzählen kann, oder steigert sie sich hinein?

allgemeine tipps, wie sich eine psychose auswirkt kann ich dir nicht geben. so wie jede person verschieden ist, sind es auch die psychosen. sie begründen sich ja aus den erlebnissen und lebenserfahrungen der einzelnen.

lg
conny

07.08.2008 20:26 • #3


Lorena1984


2
Hallo Zusammen

Vielen Dank für die Tipps. Ich habe gemerkt, dass ich einiges falsch gemacht habe, als ich ihre Psychose erlebte. Denn ich wusste ja nicht, was es ist, und wollte ihr mit logischen Argumenten helfen.
Ich bin schon erstaunt, dass ein rationaler, unreligiöser und hochintelligenter Mensch bei einer solchen Episode plötzlich den Teufel sieht. So wars bei meiner Mutter. Ich frage mich denn, ob sich Psychosen tatsächlich aus den persönlichen Erlebnissen der Individuen begründen... oder ob es sich einfach um "irgendwas" handelt, dass sich im Kopf abspielt.. doch eigentlich spielt das gar keine Rolle. Wichtig ist ja, dass ich einigermassen lerne, wie ich mich bei einem Rückfall verhalten soll. Deshalb danke ich Euch noch einmal herzlichst.

07.08.2008 22:05 • #4


puste

2
Es ist sehr schwer sich in jemanden mit einer Psychose komplett hineinzuversetzen, glaube ich. Da ich vor circa einem Jahr selbst eine derartige Erfahrung machen musste, bin ich mir sogar relativ sicher. Es fällt mir nämlich persönlich sehr sehr schwer meine eigenen Emails, Blogeinträge, etc. nachzuvollziehen, da sie einfach ein nur ein überdrehtes buntes mischmasch meines Uniwissens, traumatischer Erlebnisse (wie Steffi schon sagte) und in sich geschlossenen Wahnvorstellungen sind.
Es ist wie ein eigenes Universum in der Regeln der normalen Kausalität ausser Kraft gesetzt sind, die jedoch in sich durchaus logisch sein können.Sehr gut geholfen haben mit die Freunde, die dies nicht in Frage stellten, sondern mitspielten. Mitspielen ist dabei sehr schwierig, da sich auch die Spielregeln schnell ändern können. Sie fragten aber immer nach, warum ich etwas tue und wie ich dies denn erklären kann.

Was mich dabei jenseits von Medikamenten wieder in die Realität geholt hat, war ein selbst erdachtes Kartenspiel, bei welchem es darum ging Regeln auf Karten zu schreiben durch die man das Spiel gewinnt.Natürlich verschachtelten sich die Regeln immer mehr, was meinem Abstraktionsvermögen und rationalen Denken sehr schnell auf die Sprünge half und wodurch ich meine Kontrolle wiederbekam. Da es ja ein Spiel war merkte ich nicht, dass ich in dieser hinsicht manipuliert wurde,
was ich bei normalen Therapieversuchen nie zugelassen hätte (das von Steffi erwähnte misstrauen war bei mir sehr sehr stark ausgeprägt)


edit: Freudschen Versprecher korrigiert :)

16.11.2008 22:47 • #5


pila

3
1
ich war selbst mehrmals psychotisch und ich kann nur sagen man erlebt wahhnhaft was man im leben erlebt hat. ich denke das beste ist wenn man es schafft dahinter zu sehen. den das erlebte ist nicht echt und es ist hilfreich wenn das gegenüber einen in das hier und jetzt zurück hohlt. also lieber nicht einsteigen sondern immer zur realität bezug nehmen. aufdröseln kann man wenn man wieder draussen ist.

glg sigrid

31.12.2008 21:00 • #6


Dandymaus

Hallo, ich habe damals mehrere Psyschosen meines Bruders miterlebt und hatte immer versucht auf ihn einzugehen. Was mir Damals aber zu schaffen machte, er sprach oft vom Teufel, wie ernst man das ganze nehmen konnte??? Mal war er total verängstigt, dann total böse. Als er davon sprach, das der Teufel ihn befohlen hätte, schlimmes zu tun, hatte ich ihn schweren Herzens einweisen lassen. Hinterher hatte ich ein schlechtes Gewissen, ob es nicht vielleicht anders gegangen wäre? Aber die Ärzte sagten Damals, es wäre der einzig richtige Weg gewesen, aber mein Bruder war sauer auf mich. VG Dandymaus

31.12.2008 22:43 • #7


strooper

33
1
mal ganz kurz dazu:

"mitspielen" sollte wirklich nur jemand der auch die kraft dazu hat.

mich hatte jemand regelrecht dazu aufgefordert mitzuspielen ohne das ich ne ahnung davon hatte was schizophrenie, borderliner, etc. ist. ich hab damals in jeder hinsicht mitgespielt (leider aus naivität und dummheit), und hab selber richtig große probleme mit mir selbst bekommen.

die hat auch dauernd vom teufel gesprochen den sie dann in mich gesehen hatte, und fühlte sich verfolgt und hatte angst vor irgendwelchen typen die es garnicht gab. sie hat dauernd ihren router zerlegt weil sie dachte das gefahr aus dem internet kommt. zuhause auch keine bilder oder spiegel an der wand etc. .....

ich hatte mir richtig sorgen gemacht , wollte oft die polizei anrufen wenn die mich angerufen hat und sich bedroht fühlte.
na, jedenfalls hat die monatelang in atem gehalten und dann plötzlich den kontakt abgebrochen.
seit dem prüfe ich genau wenn ich neue leute kennenlerne wie die drauf sind.........

15.01.2009 21:42 • #8


jannis

88
6
Der Inhalt des vorangegangenen postings ist absolut richtig. Will man einem Psychotiker folgen, muss man in dessen kruden und verwinkelten Ecken seines Erlebens, das für ihn ja real für einen selbst aber nur absurd ist, eintauchen. Darüber kann man schnell selbst ernsthaft psychische Probleme bekommen. Mich hat das wirre Gequatsche eines psychotischen Freundes so fertig gemacht, das ich zwei Tage nichts mehr essen konnte und ich werde den Kontakt auch nicht fortsetzen, so lange der sich keiner Therapie stellt.

21.03.2009 17:27 • #9


uhu

"mitspielen" sollte man nicht - niemals, NEVER !!!

Jemanden, der in einer Psychose steckt, kann man zwar nicht überzeugen, dass die Realität ganz anders ist, als er sie sieht - ABER, man kann ihm sehr wohl sagen, dass man selbst eine andere Wahrnehmung hat und man kann und sollte ihm auch sagen, dass man verstehen kann, wie sehr ihn seine eigenen Wahrnehmungen ängstigen. Letztendlich ist gerade bei Psychosekranken das NICHTmitSPIELEN einer nahestehenden Person, der er auch noch in der Krankheit vertraut, oftmals der einzige Weg, über den man ihn dazu bringen kann, ärztliche Hilfe zu suchen und eine Behandlung zu akzeptieren.

21.03.2009 18:40 • #10


Nachtigall

3
Hallo,
Hatte mal selber eine Psychose. Ich sag auch: Nicht mitspielen aber akzeptieren, daß derjenige grade die und die Wahrnehmung hat. Aber bloß niemals sagen, daß man etwas wahrnimmt, obwohl es nicht stimmt.
Bei mir war das so, daß ich mir noch bewußt war, daß das ne echt strange Situation war. War etwa das Bewußtsein wie das was man auf Dro. vom Trip hat. Kam mir auch so vor wie ein Trip und ich hab die Safer-Use regeln von Dro. angewendet, um da rauszukommen. Blöd war, daß der Freund, der dabei war, so sehr mitspielte und selber die Nerven verlor, daß ich Angst bekam und nur weiter in den Wahn sackte. Ich fragte ihn, ob er das und das auch sieht oder ob das möglich sein kann und er sagte "ja" bei Sachen, die in Echt nicht sein können weil es esoterisch gesehen in seinem Weltbild vieleicht evtl. möglich sein könnte. Ganz übel. Jemand auf Psychose ist unheimlich auf den Realitätsabgleich angewiesen, den einer bieten kann, der nicht die Nerven verliert und normal wahrnimmt. Daran kann er sich bestenfalls sogar wieder raushangeln bzw. nicht weiter reinrutschen.
Daher ist wichtig, ihm keinen Mist zu erzählen und und Spekulationen über die Psychoseinhalte und wie das weitergehen könnte und was alles noch passieren könnte was die Inhalte angeht zu unterlassen. Wenn er fragt, ruhig und sachlich bleiben. Nicht die Wahrnehmung absprechen, aber sagen, daß man das anders oder garnicht wahrnimmt. (Frag mich grad, wer von uns eigendlich verrückter war.)
Das wär nämlich sonst wie in dem Witz wo einer Geräusche unterm Tisch macht und behauptet, er hat nichts gehört.
So einen Blödsinn sollte man sich eh ganz kneifen.
Ansonsten ist man am besten ganz man selber und wie immer, bleibt innerlich bei sich und ist autentisch und verhält sich nicht so, als würde man den Psychotiker als Mensch nicht mehr ernst nehmen.
Normalität ist das beste Mittel dagegen. Und selber nicht durchdrehen und dem Psychotiker vertrauen noch der Mensch zu sein, als den man ihn kennt. Damit stärkt man die gesunden/geistig klaren Anteile.
LG Nachtigall

12.04.2009 02:19 • #11


PINE

PINE

1
Zitat von uhu:
"mitspielen" sollte man nicht - niemals, NEVER !!!

Jemanden, der in einer Psychose steckt, kann man zwar nicht überzeugen, dass die Realität ganz anders ist, als er sie sieht - ABER, man kann ihm sehr wohl sagen, dass man selbst eine andere Wahrnehmung hat und man kann und sollte ihm auch sagen, dass man verstehen kann, wie sehr ihn seine eigenen Wahrnehmungen ängstigen. Letztendlich ist gerade bei Psychosekranken das NICHTmitSPIELEN einer nahestehenden Person, der er auch noch in der Krankheit vertraut, oftmals der einzige Weg, über den man ihn dazu bringen kann, ärztliche Hilfe zu suchen und eine Behandlung zu akzeptieren.


Hi UHU,

hier die Pine (lange wars her)..erinnerst du dich noch an die Story mit meiner Freundin die an Schizophrenie erkrankt ist..Leider sieht es mittlerweile nicht wirklich besser aus. Sie arbeitet jedoch und hat wohl auch einen geregelten Tages / Alltagsablauf..nichts desto trotz habe ich immer wieder alles versucht mit ihr so gut es geht "normal" umzugehen usw. - es ist schwer für mich. Der Kontakt steht noch..aber er ist mässiger geworden. Sie hat Phasen, da weiss man nicht was sie meint..was es für sie bedeutet und das verunsichert noch mehr!! Leider, ist es so, dass sie felsenfest davon überzeugt ist, eben NICHT psychisch erkrankt zu sein..für sie sind es Fremdenergien, die ihr Leben negativ beeinflussen :( - leider ist es auch so, dass sie nun diverse Selbstheilungsprozesse (O-Ton von ihr) durchführen möchte (also Reiki z.b.) - damit sie wieder "auf den rechten Weg" kommt..man mag halten davon was man will..aber ich befürchte, dass das auch regelrecht in die Hose gehen kann..

Zurück zum Thema, ich denke auch, dass das Mitspielen nicht wirklich effektiv ist..aber es ist weitaus bequemer für die Anghörige, Freunde etc. - aber das wäre zum Beispiel auch nicht meine Art...

Manchmal jedoch, da lass ich sie einfach reden..weil mir persönlich fehlt auch die Kraft, sie von etwas anderem zu überzeugen..

LG

23.04.2009 11:50 • #12


strooper

33
1
hi,

also es ist zum einen ein großes problem wenn psychos aufeinandertreffen und sich gegenseitig den ball zuspielen, den es in der realität garnicht gibt. wobei ja realität relativ ist und von jedem individuell wahrgenommen wird. reale dinge können bei jener erkenntnis allerdings als nichtig verdammt werden etc. . wer soll da noch durchsteigen. dann die vielen o.g. selbstheilungsversuche durch eso-techniken. dann fangen die mit lichtarbeit an und sowas. hab selber schon fast daran geglaubt. son schwachsinn.

-meine "patientin" war echt sauer als ich ihr sagte das sie zum arzt gehen soll. nun ist sie seit monaten psychotisch . mal sehen ob sie "zurückkehrt".

ich vermisse sie.

23.04.2009 20:41 • #13


glühwurm

1
ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, es ist viel mehr eine frage, als dass ich in irgendeiner form einen ansatz für eine lösung habe.

mitspielen oder nicht, kann ich auch nicht beantworten.

ich habe meinen bruder, der hin und wieder solchen wahn hat, vielleicht nicht ganz so schlimm, wie manch einer von euch oder von euren bekannten oder verwandten. aber so oder so, für ihn schlimm genug, da er sich in der phase nun mal auch nicht wohl fühlt. und viele ängste hat.

am besten , ich gebe ein bsp.:
er sitzt auf der couch in einer abgedunkelten wohnung. er ist schon seit tagen, wochen zu hause, weil er sich nicht raustraut, wegen dem "gespött" der menschen draußen. so sitzt er also auf der couch, ich komme zur wohnung herein und sehe ihm an, dass etwas nicht stimmt. er erzählt mir, dass die nachbarn ihn beobachten, weshalb wir auch nicht laut miteinander reden sollten, da er sich sonst schämt, wenn andere seine probleme mitbekommen. wenn er allein schon husten würde, würde er ein lachen hören, was für ihn bedeutet, dass sie ihn auslachen. usw

ich gehe in dem moment auf ihn ein und frage ihn, warum er sich so sicher ist, dass sie auch wirklich über ihn lachen. frage ihn, warum er glaubt, dass sie ihn beobachten? ich habe ihm zb: auch erzählt, dass ich ebenso ab und zu mal am fenster stehe und in die nachbarswohnungen gucke, aber aus reiner neugierde wie andere ihre wohnungen eingerichtet haben. versuche ihm also nur zu signalisieren, dass oftmals die menschen (ob sie jetzt wirklich am fenster stehen oder nicht) ein ganz anderes interesse verfolgen, als ihn auszuspionieren. er sagt dann auch sowas wie, "ich weiß ja, aber dieses gefühl besteht trotzdem."
manchmal gehe ich auch viel dringlicher darauf ein und frage weiter; wenn sie lachen, warum ist es für ihn so schlimm. denn selbst wenn sie ihn auslachen würden, warum kann er darüber nicht hin weg schauen?

es ist mir schon klar, dass sein selbstbewußtsein im keller ist und ihm es natürlich etwas ausmacht, wenn andere über ihn lachen, nur manchmal denke ich und deswegen frage ich euch:
kann ich ihn nicht mit solchen fragen ein wenig "wachrütteln", damit er eben nicht mehr diesen wahn hat, sondern er vielmehr erkennt, dass das problem bei ihm liegt? ich bin und will keine hobbypsychologin spielen.

ihr solltet nur wissen, mein bruder erzählt mir sehr viel und vertraut mir sehr viel an, er hat auch viele einigermaßen gute momente, in dem er mir auch ziemlich klar seine probleme schildern kann, aber erzählt mir eben auch nicht alles, selbst sein diagnostiziertes krankheitsbild hält er mir fern.

ich meine nur, wie hier auch schon geschildert:
jmd sieht den teufel- was verbindest du mit dem teufel, warum ist er plötzlich an deiner seite?- na warum wohl, der will mich holen- holen, wohin? ja, du glaubst also du sollst bald sterben? - ...- woher die angst miut dem tod...?

nein ganz ehrlich, sollte man solche gespräche führen oder ist es zu waghalsig?
ich weiß ja selber nicht, wie es richtig ist, auf so etwas einzugehen.
möglicherweise bringe ich damit jmd nur noch mehr durcheinander und könnte ihm noch viel mehr schaden.
und dass will ich auf keinen fall riskieren.

also vielleicht, jmd der selber darunter leidet, kann mir eine antwort geben.

29.06.2009 14:47 • #14


strooper

33
1
ich habe es selbst etwa so erlebt:

die "kranke" person zieht mich in eine inszenierte "situation" hinein. wenn es eine person ist die einem viel bedeutet (bruder, partnerin, o.ä.) glaubt man vielleicht die geschichte zuerst. wenn man mitspielt, bewusst oder unbewusst, ist man bereits teil des "films". schon kurze zeit später entscheidet der kranke, das dieser film schnee von gestern ist und er längst in einem ganz anderen film "mitspielt" . ich selbst befinde mich aber noch im alten "film" und versuche erneut an die letzte szene anzuschliessen um auf ihn einzugehen. nun betrachtet mich der kranke aber aus einem ganz anderen blickwinkel und stellt mich mit den worten :"das war gestern; und heute ist ein anderer tag; lass mich damit in ruhe" als blödian hin.

desweiteren musste ich mir anhören: " hoffentlich ist bald schluss mit dem zirkus!" oder " der kindergarten ist woanders!" oder "ich habe heute keine zeit für sowas, denn heute ist nur zeit für erwachsene"

also ich würde mal sagen das der kranke versucht hat seinen wahn auf mich zu übertragen um dann über mich spotten zu können und sie nannte das ganze noch 100%zentige spiegelung.

ich komme mir bis heute sehr verarscht vor. man wird möglicherweise selbst krank dabei.

26.08.2009 14:13 • #15




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag