Schizoaffektive Psychose wie behandeln?

hey leute,
zu meiner Leidensgeschichte gibt es viel zu erzählen...
Vor 3 Jahren war ich aufgrund von Depressionen 4 Monate in stationärer Behandlung. Danach bin ich entlassen worden, weil alles wieder gut war angeblich, aber im grunde genommen ich nicht "therapierbar" bin, da man mir nicht helfen konnte... Obwohl ich immer alles mitgetan habe,naja...

Danach begann die Ärzte-Odysee, die bis heute noch andauert.. war bei mitterlweile schon gut 7 psychiatern und keiner konntemir so richtig helfen...
Momentan bin ich auf quietiapin prolong eingestellt, da ich anfang dieses jahres meinen 1. suizidversuch hinter mir hatte (Tablettenüberdosis und Alk.). Naja, der schuss ging nach hinten los und ich wurde für paar tage in psychiatrie eingesperrt..
Da ich momentan aber noch da abitur mache, wollte ich so schnell wie möglich wieder raus, naja......

Jetzt bin ich diese woche bei einem neuen, der einigermaßen gut sein soll, aber bisher hab ich erfolglos hinter mir: Venlfaxin, Mirtazapin, Cipralex.....

Meine aktuelle Diagnose ist jetzt schizoaffektive Psychose und bin seit 1 Woche auf Quetiapin Prolong eingestellt und denke, dass Lithium-Therapie wieder erfolgen wird....

meint ihr das man mit tabletten und meiner erfolglosen vorgeschichte das noch in den griff kriegen kann????

nach außen hin wirke ich total normal ja, bloß ich versteck mein inneres.. mit robert enke stelle ich z.b., viele verbindungen her...
naja

18.04.2010 13:56 • #1


Hallo lavo,

ich habe deinen Beitrag hierher verschoben, denn du schreibst ja jetzt von einer Psychose. Unter dem Thread Depression fand ich es nicht so passend. Auch ist hier die Chance größer, dass du die gewünschte Resonanz bekommst.

Serafina

18.04.2010 16:09 • #2


lithium soll klassischerweise bei mansich-depressiv eingesetz werden, aber bei mir wurde noch nie manie diagnostiziert..
bin uniploar, sprich ich habe nur down-phasen und normal-phasen, aber KEINE Hoch-phasen..

lithium ist ja ein prophylaktisches medikament, das auch down-phasen (irgendwo ja auch eine manie, nur unipolar) blockieren soll..
hatte es aber zuletzt im dezember und dann abgesetzt, weil suizidversuch dazwischen kam...

naja, denke, dass der nächste psychiater wieder lithium starten wird, weil es gibt ja sosnt keine anderen alternative, oder????
war aber auf lithium bisher noch nie richtig eingestellt....

meine letzte diagnose war:
Schwere depressive Störung mit psychotischen Symptomen..

Mein Beschwerebild ist:

Bin öfters down, also hab endogene Depression ohne Auslöser... Das macht mich natürlich zu schaffen

EDIT: hab momentan nur 50 mg Seroquel Prolong, also noch nicht mal in der optimalen Dosis....
Spüre bisher aber nix


und in "akut"-phasen hab i depersonlaisierung und derealisatonserlebnisse, die aber auch wieder zurück gehen, aber depressive phasen halten immer länger an..
und das seit 3 jahren.. Verstädnlich, dass da der suizid als eine sehr angenehme lösung gesehen wird

18.04.2010 17:21 • #3


Ich weiß auch nicht, aber soweit wie ich mich erkundigkt habe, scheinen depersonailsierung und derealisationserlebnisse zu den Störung vom Ich-Erleben zählen, das wiederrum bestandteil der schizophrenie ist...
Affektive Psychose ist klar, da ich die schwerste Form von Depressionen hab, aber die abwechselnd oder auch im Rahmen von diesen Ich-Erlebensstörungen basieren...
Vor kurzem ist mir gesagt worden, dass Depressionen nur sekundär wären und der Auslöser von diesen Depressionen diese Depersonalsierungen usw sind, da ich auf KEIN Anti-Depressivum anspreche und da hab ich die palette so gut wie durch...

Naja den donnerstag bin ich bei einem neuen, aber den werd ich erst meine situation schildern und dann erst den diagnose-bericht geben....
Mich regt es auf, dass sie innerhald von 2 Minuten fertig sind und meinen alles zu wissen und das passende medi gefunden zu haben... Unter einer anamnese definier ich ein gepsräch >5 minuten... meine einstellung

Ich lass mich nicht mehr so leicht abfertigen, und wenn ich in sitz-streik gehe. bis alle meine fragen bezüglich medis geklärt sind und mit nem psycho-therapeuten kann ich darüber wohl kaum reden, denn der hat von medis null ahnung


Aber schon verblüffend was bei mir alles festgestellt wurde.. Diagnose über Diagnosen aber anstatt ne diagnose behandeln, stelen wir einfach mal ne neue und sagen "schizoaffektive Psychose"...
Sehr amüsierend die ganze sache, aber langsam versteh ich meine suizid-versuch..
Ich willl hilfe und bekomme keine....

18.04.2010 20:25 • #4


ja das stimmt und tut mir auch leid...

Klar, dass die agressionen und wut oft den falschen treffen, aber ärzte trifft es auch....
naja aber um es zu verdeutlichen. Ich bin nicht agressiv oder motzig wegen einer diagnose... um gottes willen, mit dem muss man leben leben zu können, motzig und aggressiv bin ich deswegen, weil ich diagnosen von KEINER Depression bis hin zu schweren Depressionen hab.. Da war so ziemlich alles dabei...
Anzumerken wäre noch, dass ich daneben angeblich persönlichkeitsstörungen hätte und anpassstörungen usw..
ich hab nur diagnosen, aber vn diagnosen allein wurde auch keiner geheilt

Klinik hätte ich auch schon in Erwägung gezogen, da hast du recht...
aber seit meiner zwangseinweisung hab ich die schnauze davon voll... kam fertiger raus und rein. da ich serh sensibel bin ist das eine umgebung, die mich fertig macht, wenn ich mals schlecht drauf bin und dann bin ich von leuten umgeben, die das gleiche bestätigen, dann bin ich noch depressiver...
um mich wieder "zurückzuholen" brauch ich leute bzw. freunde um mich, die nicht bestätigen, dass das leben schei. ist....
4 monate war ich schon stationär, hat mir persönlich nicht viel gebracht...

mir ist bis heute noch schleierhaft, wie ein depressiver in einer psychiatrie gesund werden soll... der kann nur kranker werden. kann man das nachvollziehen in etwa in welcher diskrepanz ich mich befinde???

aber ärzte wechseln bringt auch nicht viel, weil dann die ganze leier von vorne anfängt, aber verständlich, wenn ich nach dem 3. medikament leicht aggressiv wäre...

naja, jetzt fragt man sich, wieso schreibt der, wenn er nur motzen kann... stimmt auch...

deswegen meine frage statt ferndiagnose eurerseits, wie würdet ihr die sache angehen????
vielleicht hab ich iwo einen denkfehler, der mich immer zum scheitern bringt....

hab meine einstellunge und gedanken einigermaßen gut geschildert, dass z.b. psychiatire mich psychisch noch fertiger macht.... ist zwar eine einstellungssache iwo, keine ahnung...
aber letztlich ist es fakt und hab ich bei meiner zwangseinweisung auch gesehen... bin in der richtiung sensibel und jeder der sagt, dass das leben schei. ist, der zieht mich runter in ein loch wo ich nimmer rauskomm

Deswegen würde mich deine seite mal interessieren, wie ich als nach außen gesunder mensch diese sache angehen soll, damit ich nutzen davon trage????

am donnerstag bin ich bei einem neuen psychiater, bei dem ich auch vorhabe nicht wegzugehen, aber nach 3-5 medikamenten wechsel z.b. werde ich aggressiv. das is fakt und kann ich auch nicht ändern ...

ich finde, dass ich persönlich da keine falschen reaktionen habe, sondern nur menschliche und logische, bin mir sicher, dass bei jedem dann der geduldsfaden platzt..
bei einigen schon sogar beim 1.-ten medikamentenwechseln

würde mich über feedback freuen
Danke

19.04.2010 17:36 • #5


Hallo lavo,

Zitat von lavo:
EDIT: hab momentan nur 50 mg Quietiapin Prolong, also noch nicht mal in der optimalen Dosis....
Spüre bisher aber nix

Weiter oben in Deinem Beitrag schreibst Du, dass Du dieses Medikament seit einer Woche nimmst.
Da kannst Du auch noch nichts spüren. Es kann drei bis vier Wochen oder sogar noch länger dauern, bis ein Antidepressivum seine Wirkung entfaltet. Das erste, was man meistens unmittelbar nach der Einnahme verspürt, sind leider die Nebenwirkungen. Hier ist also Geduld gefragt, auch wenn es noch so schwer fällt.

Du schreibst auch, dass Du die ganze Palette von Antidepressivum durch hast. Wieviele sind es denn genau?
Das einzigste, was ich weiß, ist, dass es an die 40 verschiedene auf dem Markt gibt (ich hoffe, ich liege richtig) und ich habe auch schon oft gehört, dass manchmal einige ausprobiert werden müssen, um das richtige zu finden.

Wenn Du schreibst, dass Dir die Psychiatrie nicht gut tut, da sie deine Depressionen verstärkt, dann gibt es doch auch noch die Möglichkeit einer Tagesklinik. Da ist man nicht auf der geschlossenen Station, kommt jeden Tag nach Hause und trotzdem hast Du die Möglichkeit, Dich intensiv behandeln und vor allem diagnostizieren zu lassen.

Mit der Diagnose Schizzoaffektive Psychose kenne ich mich nicht aus, ich selbst leide an einer Depression, ich kann Dir also dahingehend nichts raten.

Körperliche Leiden, die organische Ursachen haben, lassen sich leichter diagnostizieren, denn es gibt Röntgenbilder, Blutuntersuchungen, also eindeutige Beweise, aufgrund dessen man eine Diagnose stellen kann.
Bei psychischen Erkankungen ist es viel schwerer, weil sich manche Krankheitsbilder ähneln, das eine das andere auslösen kann etc.

Wenn man sich genau durch das Internet und durch viele Bücher liest, weil man was über die Krankheit erfahren möchte, so ist das zwar auf der einen Seite gut, weil man besser verstehen kann, es birgt aber auch die Gefahr, dass man hinterher verwirrter ist wie vorher und womöglich anfängt, die Diagnosen anzuzweifeln.

Hast Du Dich schon mal gefragt, ob Du mit den Dir gestellten Diagnosen leben kannst, oder wehrst Du sie innerlich ab?

Auch solltest Du Dir überlegen, mit welcher inneren Einstellung Du z.b. zu einem Psychiater gehst. Wenn Du denkst, dass der eh keine Ahnung hat und Dich nach 2 min. wieder raus schickt (ist mir noch nicht passiert, ich hatte3 schon 2 Psychiater und jeder von beiden hat sich Zeit genommen, wenigsten 15-20 min., mehr zahlt leider die Krankenkasse nicht und der Arzt muss den Rest der Zeit aus eigener Tasche bezahlen), dann wird wahrscheinlich auch nicht viel rumkommen.
Vertrauen zu einem Arzt zu haben und der Wille, sich helfen zu lassen und sich evt. auf die von ihm angebotene Therapie auch wirklich einzulassen ist Grundvoraussetzung, damit Dir wirklich geholfen werden kann.

19.04.2010 21:30 • #6


ja okay,
werde jetzt mal den kommenden termin in 2 tagen abwarten und schauen was sich ergibt...
eventuelle ein bisschen die einstellung gegenüber psychiatern ändern, vielleicht nicht alles zu herzen nehmen, aber auf meine mind. 5 minuten werde ich pochen und selbst wenn ich in sitzstreik geh

also werd ich mal abwarten und tee trinken... aber mit geduld ist das ja auch so ne sache, naja die zeit wird es zeigen....

lg

20.04.2010 12:42 • #7




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