Arbeitsplatz mit Burnout - Stunden reduzieren möglich?

paula

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Nachdem ich vom Dez. 2007 bis Nov. 2008 wegen Burn out krank geschrieben war, habe ich geglaubt, das Thema hinter mir gelassen zu haben.
Ich habe einiges in meinem Leben (beruflich wie privat) geändert, bin aber an meinem alten Arbeitsplatz geblieben. Seit 2 Jahren mache ich
u. a. auch eine Psychotherapie, die mir schon sehr geholfen hat.
Trotz allem habe ich seit Januar wieder verstärkt gesundheitliche Probleme und war bis jetzt ca. 6 Wochen krank geschrieben in diesem Jahr.
Die Psychiaterin hat mir diese Woche gesagt, dass ich mich wieder auf dem Weg zum Burn out befinde.
Inzwischen wurde mir unabhängig von Psychiater, Hausarzt u. Psychotherapeut geraten, an meiner beruflichen Situation etwas zu ändern,
entweder Stunden reduzieren oder den Arbeitsplatz (Innendienst Vertrieb) ganz zu wechseln. Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von
40 auf 30 Stunden hatte ich Ende 2008 beantragt, wurde aber als nicht realisierbar vom Arbeitgeber abgelehnt. Da ich mich aber relativ wohl
fühle in der Firma und mit Sicherheit nicht in absehbarer Zeit einen adäquaten Job woanders finde, zumal auch das finanzielle eine
entscheidende Rolle spielt, möchte ich meine jetzige Arbeit nicht aufgeben.

Gibt es eine Möglichkeit, den Arbeitgeber zu ‚zwingen’, das er mir einer Stundenreduzierung zustimmt?

Hat jemand ähnliche Erfahrung mit einem erneuten Burn out und kann mir Tipps geben?
(Seit etwa 5 Wochen nehme ich wieder Antidepressiva und hoffe, dass ich damit arbeitsfähig bleibe.)

Über einen Rat von Euch würde ich mich freuen, da ich keinesfalls psychisch und physisch wieder so weit unten landen will, wie beim letzten Burn out.

LG Paula

30.06.2010 12:00 • #1


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Albarracin

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30.06.2010 16:37 • #2


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dragon

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Hallo Paula,
ich bin gleichgestellt und hatte meinen AG gebeten mir einen halben Arbeitsplatz zu geben, da ich aufgrund von Depressionen eine ganze Stelle nicht mehr schaffe.Bin deswegen zur Zeit auch Arbeitsunfähigkeit.
Gleichzeitig habe ich einen EM Rentenantrag gestellt.
Mein AG wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen.
Sie sind der Meinung, dass ich die Arbeit,egal wie lange überhaupt nicht mehr bewältigen könne, weil ich viel zu krank sei.
Ich habe den IFD gebeten zu vermitteln.
Und war gestern beim Betriebsarzt. Dieser wird nun bestätigen, dass ich seiner Meinung nach noch vier Stunden arbeiten kann.
Er meinte auch, dass ich vor dem Arbeitsgericht gute Chancen hätte.
Bin mal gespannt, was der AG als nächstes tun wird.
Ich würde dir auf jeden Fall raten, deine Arbeitszeit zu verkürzen.
Erfahrungsgemäß wirst du sonst immer wieder ein burn out bekommen.
Bei mir war das jedenfalls so und die Abstände dazwischen wurden immer kürzer.
Allerdings ist es wie du siehst nicht einfach, den AG dazu zu "zwingen."
Ich denke aber, es hängt auch viel davon ab, wie der AG zu dir steht und ob er dich behalten will.
Mich wollen sie loswerden und das merkt man auch.
Viel Glück.
LG
dragon

01.07.2010 01:02 • #3


paula

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Hallo Wolfgang,

dank Deiner und Dragons Antwort muß ich mich wohl doch mal mit der Beantragung eines GdB befassen,
wobei mir das schon wieder Angst macht, etwas falsch zu machen.

Ich habe inzwischen schon mal einiges dazu gelesen u. diese Frage: Lohnt es sich bei der Beantragung
anzugeben, dass ich diverse Allergien (u. a. Penicillin, Formaldehyd) und ein endogenes Ekzem habe, welches
Ende der 80-er Jahre zu einer anerkannten Berufskrankheit (DDR) geführt hat - konnte darauf hin nicht mehr
als Krankeschwester arbeiten. Da ich es gelernt habe, die allergenen Stoffe im Alltag zu meiden, habe ich
inzwischen selten Probleme mit Ekzem u. Allergie u. demzufolge auch keine entsprechenden Arztbesuche
in den letzten Jahren. Trotzdem angeben?

Paula

01.07.2010 13:56 • #4


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Albarracin

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01.07.2010 14:19 • #5


Jandi

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Hallo, Paula!

Ich hatte von ca. Mitte 2005 bis Ende 2006 auch einen Burn-Out und mich innerlich lange gegen eine Reduzierung der Stunden gewehrt.
Dann habe ich halbherzig ein paar Stunden weniger beantragt, die aber noch nicht reichten, und dann anhmen wieder gesundheitliche Probleme zu mit Erschöpfungssyndrom und einer Autoimmunerkrankung.

Nun habe ich doch daraus gelernt und weiter reduziert.

Es ist schade, dass Dein Arbeitgeber den Antrag auf Reduzierung nicht genehmigt hat. Vielleicht gibt es bei Euch ja einen Betriebsrat oder auch eine Schwerbehindertenvertretung, due Dir persönlich weiterhelfen kann.

Ich möchte Dich dazu ermutigen, einen Weg zur Deduzierung zu finden.

Liebe Grüße, Jandi.

03.07.2010 18:42 • #6


paula

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Es ist schon eine Weile her, dass ich hier geschrieben habe. Wollte nur mal berichten, wie es weitergegangen ist.
Bin seit Anfang Juli krank und werde lt. Arzt noch lange Arbeitsunfähigkeit sein.
Habe den GdB-Antrag gestellt und letzte Woche den Bescheid von 30% bekommen. Bei einem zwischenzeitlichen
Krankenhausaufenthalt habe ich noch eine Diagnose bekommen, werde wohl deshalb Anfang kommenden Jahres
einen Verschlechterungsantrag stellen.
Euern Rat gemäß versuche ich jetzt die Gleichstellung zu bekommen.
Denn ich werde, wenn ich jemals wieder an meine alte Arbeitsstelle zurückkehren sollte, nicht mehr voll arbeiten
können und hoffe mit einer Gleichstellung meinen Arbeitgeber zu einer Verringerung meiner Arbeitszeit bewegen
zu können.
Allerdings fehlt mir dazu im Moment die Kraft, das jetzt schon anzugehen und ich glaube, dass es auch sinnlos
wäre, damit beim Arbeitgeber nachzufragen, da ja eine Gesundschreibung noch in weiter Ferne liegt.

Trotzdem nochmal vielen Dank für die Tipps, die mir bei meiner Entscheidung sehr weitergeholfen haben.

LG Paula

12.10.2010 09:10 • #7


Jandi

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Hallo, paula!

Schön, von Dir zu lesen. Leider ist es nicht so schön, dass es Dir nicht so gut geht.

Aber es ist gut, dass Du für Dich gesorgt hast und auch sorgen wirst. Aber alles zu seiner Zeit. Ich glaube auch nicht, dass es im Moment günstig wäre, bei Deinem Arbeitgeber wegen Reduzierung nachzufragen. Warte erst einmal ab, wie es Dir in der nächsten Zeit gehen wird und besinne Dich auf Deine Genesung. Das ist das Wichtigste.

Liebe Grüße, Jandi.

14.10.2010 13:46 • #8


samson

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Hallo paula,

so ein BurnOut kommt ja nicht ohne Grund. Du hast schon sehr viel unternommen, wie ich gelesen habe. Bist Du sicher, dass die Ursache Deines BurnOut in der Arbeit liegt? Sicher, dort erlebt man viel Stress, aber man sollte dabei wohl nicht das übrige Leben aus dem Auge verlieren. Vielleicht gibt es ja dort etwas, das vermieden oder geändert werden sollte, um Dich nachhaltig vom BurnOut zu befreien?

Gruß,
Samson

16.10.2010 21:28 • #9


paula

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@samson:
Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass die Arbeit die Hauptursache ist. Hatte vor knapp 3 Jahren schon mal einen Zusammenbruch,
und seitdem hat sich im privaten bei mir einiges geändert. Nur bzgl. Arbeit kann man nur im begrenzten Rahmen selber etwas
verändern, was ich auch getan habe, die grundsätzlichen Rahmenbedingungen bleiben aber gleich und sind wohl für mich
auf Dauer nicht tragbar(?)
LG Paula

19.10.2010 15:07 • #10


samson

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Hallo paula,

es lässt sich meiner Erfahrung nach an vielen Stellen im Leben Stress einsparen. Da es ja nun meist die Gesamtbelastung ist, die uns krank macht und nicht nur ein bestimmter Stressor, bin ich immer dafür, das ganze Leben genau zu betrachten. Wenn natürlich aus der Arbeit so großer Stress resultiert, dass alles andere dagegen fast nicht mehr ins Gewicht fällt, ist die notwendige Konsequenz fast schon greifbar: es wird wohl auf lange Sicht eine Änderung kommen müssen.

Ich habe damals in der Arbeit auch etwas geändert. Es war mir möglich, ohne große Probleme den Wechselschichtdienst hinter mir zu lassen. So war schon ein großer Stressor weg. Natürlich konnte es dabei nicht bleiben und ich musste noch an vielen anderen Stellen ansetzen. Das ist mir eigentlich ganz gut gelungen. Heute bin ich wieder in der Wechselschicht und es geht mir gut dabei. Wenn Du mich nun fragst, was ich denn schlussendlich geändert habe, kann ich dir unglaubliches berichten. Vor allem hat sich meine Einstellung geändert. Ich habe gelernt, vieles nicht mehr so wichtig zu nehmen. Ich mache nach wie vor meine Arbeit sorgfältig und wohl auch recht gut, wenn ich mir die letzten Feedback so ansehe. Aber ich setze mich selbst nicht mehr so unter Druck und räume mir mehr Toleranzen ein.

Ganz sicher, lässt sich so etwas auch auf Deine Situation ummünzen. Verstehe mich nicht falsch, das ist nicht leicht und ich möchte es auch nicht herunter spielen. Ich musste über drei Jahre immer wieder Veränderungen durchsetzen. Weil ich kleine Schritte gemacht habe, habe ich es schließlich auch geschafft. All das soll jetzt nicht darstellen, wie toll ich das gemacht habe. Es soll Dir Mut geben und zeigen, dass es geht, auch wenn man nicht mehr weiter weiß. Gehe ganz kleine Schritte und stelle zuerst die Dinge ab, die sich am leichtesten verändern lassen. Halte den Kopf immer über Wasser und sei Dir einer Sache bewusst: Du bist nicht alleine. Es gibt so viele andere, denen es genauso geht. Wenn man offen darüber spricht, ist man meist überrascht, wie nah diese "anderen" sind.

Mit den besten Wünschen,
Samson

19.10.2010 21:00 • #11


paula

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Hallo Boernie u. Samson,

habe zwar schon vor einiger Zeit Eure Beiträge registriert, aber es ist für mich immer noch schwierig, Gedanken zu formulieren und aufs Papier zu
bringen (Konzemtration )
Bzgl. der Änderungen auf Arbeit ist es bei mir nur begrenzt möglich, einzugreifen, da ich 'Alleinkämpfer' im Büro bin. Ob ich will oder nicht, muß
ich die anstehenden Aufgaben erledigen. Was ich seit meiner letzten längeren Krankschreibung geschafft habe, ist, mir Arbeiten, die ich
früher für andere aus Gefälligkeit erledigt habe, vom Hals zu schaffen. Meine Hoffnung war, damit auch auf Dauer leben zu können.
Aber die Vielseitigkeit der Arbeiten, das Pensum, was von mir nur bedingt steuerbar bzgl. der Erledigung ist und die
unvorhergesehenen 'Zwischenfälle', sind für mich nicht mehr schaffbar gewesen.
Dazu kommt, das ich seit Anfang des Jahres einen neuen Vorgesetzten habe, der eine gänzlich andere Auffassung von der Arbeitsweise
meiner Tätigkeit bzw. Teamarbeit hat: alle Arbeiten für ihn sind sofort zu erledigen, etwaige Vorschläge werden ignoriert bzw. ohne Nachdenken von
vornherein abgelehnt. Probleme darf man gar nicht haben - Antwort: 'Das interessiert mich nicht.' Ich glaube, das hat mir dann auch
den Rest gegeben.
Während meiner letzten Wiedereingliederung vor 2 Jahren (ging über 3 Monate) habe ich schon gemerkt, das tgl. 6 h das ideale bzws. Höchstmaß
an Arbeitszeit für mich ist. Leider hat sich mein Arbeitgeber auf meine Anfrage hin nicht zu einer Reduzierung meiner Arbeitszeit
bereit erklärt (wäre vom Organisatorischen her regelbar gewesen).
Deshalb hoffe ich jetzt, mit meinem GdB und einer Gleichstellung (Antrag ist inzwischen abgegeben) die Firma überreden zu können, meine
Stunden zu reduzieren.
Noch bin ich zu Hause, werde auch keinesfalls dieses Jahr wieder arbeiten können. Allerdings hoffe ich, Anfang kommenden Jahres über eine
Wiedereingliederung wieder langsam einsteigen zu können (Firma hat schon 2 Anläufe versucht um ein Gespräch mit mir im Rahmen BEM
durchführen zu können). Ich bin am Grübeln, wann ich den Arbeitgeber bzgl. Stundenreduzierung anspreche, vor oder während der
Wiedereingliederung. Auf jeden Fall stelle ich mir den Zeitrahmen wieder mit ca. 3 Monaten vor.
Evtl. muß ich vor dem Wiedereinstieg auch noch einen Rehaantrag stellen, zumindest was den Rat von Arzt u. Psychologe betrifft, da
habe ich aber Zweifel, ob mir das derzeit überhaupt was bringt.

LG Paula

09.11.2010 10:29 • #12


samson

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Hallo paula,

es ist für mich im Moment ganz schwer, Dir etwas zur raten, weil Du schon so viel unternommen hast. Das ist natürlich gut, aber vielleicht zeigt es auch noch ein wenig, wie sehr Du in der ganzen Sache drin steckst.

Du gest das mit einer Nachdrücklichkeit an, die ich bisher nicht so oft gesehen habe. Ich meine das nicht böse, denke aber, Du könntest vielleicht der Typ Mensch sein, der aufgrund seiner persönlichen Art immer wieder in Richtung BurnOut kippen könnte. Das sind meist Menschen, die viel zu leisten vermögen. Sie erledigen ihre Aufgaben sehr gut, sind bereit sich einzubringen und neigen oft zur Perfektion. Perfektion ist allerdings nur sehr schwer oder gar nicht zu erreichen. Ich möchte hier an die 20 / 80 Regel erinnern, die für mich inzwischen zur Grundregel geworden ist. Ich versuche zwar meist, eher auf 90 zu kommen, aber das ist dann schon wieder ganz schön viel verlangt.

Falls Du diese Regeln nicht kennst, möchte ich sie kurz erläutern. Sie besagt, man kann mit 20% Aufwand , 80 % einer Aufgabe erledigen. Wenn Du also Dein Auto sauber machen möchtest, kannst Du in einer halben Stunde ein Menge schaffen. Alles sieht auf den ersten Blick hervorragend aus und wird sicherlich auch jedem Zweck standhalten (eben 80 %). Wenn Du es aber so sauber haben willst, wie einen Neuwagen, wirst Du viel mehr Zeit investieren müssen. Ich gehe mal davon aus, dass hier fünf Stunden gar nicht reichen werden. Doch sieht man den Unterschied? Im Alltag sicher nicht, zumal er nach zwei oder drei Tagen Benutzung dahin sein wird. Viel sinnvoller wäre es also, das Auto einmal im Monat auf 80% zu bringen. Der Effekt ist größer und die insgesamt genutzte Zeit geringer. Von der nötigen Kraftanstrengung mal gar nicht gesprochen.

Worauf ich hinaus will: vielleicht hilft es Dir, Deine Grundeinstellung zu überdenken. Man kann, auch und vor allem in der Arbeit, alles zufriedenstellend erledigen, ohne sich kaputt zu arbeiten. Genau hier leisten viele BOler aber (quasi freiwillig) zu viel. Es ist ganz schwer, an seiner Persönlichkeit etwas zu ändern. Ich habe es geschafft, nicht mehr alles so persönlich zu nehmen, mir selber auch mal Fehler zuzugestehen. Und siehe da, ich habe wieder Spaß an der Arbeit und kann auch so erstaunliche Erfolge verzeichnen. So wäre es Dir vermutlich möglich, auch acht Stunden mit der Kraft für sechst zu leisten. Wenn dann alles Routine geworden ist und Du Dich an Deinen neuen Weg gewöhnt hast, stellt das auch keine Besonderheit mehr dar.

Bitte lies meinen Beitrag positiv. Ich weiß, dass einige Aussagen darin missverständlich sein könnten. Sie sind durchweg nett und hilfsbereit gemeint!

Viele Grüße,
Samson

09.11.2010 14:21 • #13


paula

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Hallo Samson,

Du hast es erkannt, und ich weiß es schon seit knapp 3 Jahren, das mein Perfektionismus mich kaputt macht.
Leider ist es, zumindest für mich, gar nicht so einfach, da gegenzusteuern. Ich ertappe mich immer wieder dabei,
mit Sachen unzufrieden zu sein, die ich in meinen Augen nur mit 80 oder 90% erfüllt habe.
Bei meinem letzten Krankenhaus habe ich dazu auch noch eine Diagnose zusätzlich bekommen (wußte gar nicht,
dass es das auch als Krankheit gibt).
Ich versuche nun schon seit über 2 Jahren mit meinem Psychologen u. a. auch das in Griff zu bekommen,
mal habe ich mehr, mal weniger Erfolg. Irgendwie finde ich bei mir nicht den Schalter, das abzustellen.
Ach ja, ich bin für jeden Hinweis dankbar und verstehe Dein Posting auch nicht negativ.

LG Paula

09.11.2010 16:56 • #14


samson

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Liebe paula,

es ist nicht schlimm, 80% zu bringen. Das ist die Note gut und das reicht auch aus. Frag Dich doch mal, wo Du 100 % bekommst. Da musst Du schon ganz viel Geld hin legen. Da fahre ich lieber Opel und habe noch Geld zum Leben, als dass ich Mercedes fahre und hungere, wenn Du verstehst, was ich meine. Es ist, denke ich nur Gewöhnungssache. Bei mir war es jedenfalls so. Je mehr ich mal Ungenauigkeiten habe gelten lassen, die für andere sowieso okay sind, desto leichter fiel es mir mit der Zeit. Das kann und wird Dir ganz sicher auch gelingen.

Ob nun mein Vorschlag eine Möglichkeit für Dich ist, oder auch nicht, kannst nur Du selbst entscheiden. Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du den Weg ganz schnell findest und möglichst bald die ersten Schritte darauf gehst.

Viele Grüße,
Samson

09.11.2010 20:56 • #15


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Albarracin

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18.11.2010 22:31 • #16


paula

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Hallo Albarracin,

danke für Deinen Tipp der ärztlichen Empfehlung bzgl. der angestrebten Teilzeitarbeit.
Das werde ich mit berücksichtigen.

Was ist eigentlich besser: Vor Beginn der Wiedereingliederung oder während der
Wiedereingliederung beim Arbeitgeber die Verkürzung der Arbeitszeit ansprechen?
Die Meinungen des Arztes und Psychologen sind verschieden dazu.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es günstiger ist die Arbeitszeitverkürzung
erst während der Wiedereingliederung anzusprechen.

Paula

19.11.2010 10:52 • #17


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Albarracin

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20.11.2010 00:45 • #18


paula

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Hallo,

bin inzwischen soweit, dass ich Ende Februar mit der Wiedereingliederung anfangen will.
Das Gespräch dazu mit meinem Chef, Personalchef und BR steht noch aus.
Allerdings war die Personalchefin gar nicht begeistert, dass ich für das Eingliederungsgespräch
nicht in die 450 km entfernte Firmenzentrale will (und auch noch nicht schaffe), sondern
an meinem Arbeitsort.
Mein Gleichstellungsantrag ruht auch bis zum 31.3., da `die Auswirkungen auf die bisher
ausgeübte Tätigkeit weiterhin nicht absehbar seien'.
Dabei wäre es mir bzgl. einer Arbeitszeitverkürzung gerade wichtig gewesen, die
Gleichstellung zu erhalten, denn der BR hat dringend davon abgeraten, dies vor Abschluß
der Wiedereingliederung anzusprechen. Man könne sonst seitens der Firma den Eindruck
gewinnen, dass ich noch nicht wieder gesund wäre. Und außerdem täte sich die Firma
ohnehin schwer, einer Arbeitszeitverkürzung meiner Position zuzustimmen. Man würde
es darauf ankommen lassen, das einzuklagen.
Ist nicht gerade berauschend, was ich da erfahren habe.

Paula

21.01.2011 09:57 • #19


Jandi

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Hallo, Paula!
Das ist ja eine schwierige Situation für Dich...

Ich drücke Dir die Daumen, dass es für Dich gut läuft!

Liebe Grüße, Jandi.

27.01.2011 20:09 • #20

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