Das ist aber schön, dass du an mich gedacht hast
Ich hatte recht viel mit mir selbst zutun in letzter Zeit, es war ein ständiges Auf und Ab. Ich kann gar nicht so genau sagen wie es mir geht, es schwankt.
Ich war bisher zwei mal bei dem Arzt. Das erste Mal habe ich durchgeweint und zwischendurch erzählt was in letzter Zeit so war. Dann habe ich Unterlagen bekommen, die ich dann zum zweiten Termin ausgefüllt mitbringen sollte. Der Arzt sagte schon zu Beginn, dass er nicht gleich sagen kann, ob er mich behandeln kann. Deswegen sollte ich erstmal nur grob erzählen, was bei mir los ist. Er sagte am Ende des Gespräch : wenn durch die Fragebögen keine wesentlich neuen Informationen ans Licht kommen, können wir zusammen arbeiten.
Und so war es dann auch. Beim zweiten Termin habe ich die Psychotherapie bei ihm beantragt.
Hat dir die Ärztin gesagt zu wem du sonst gehen kannst und woran es liegt, dass ihr nicht zusammen arbeiten könnt?
Ich mein, wenn deine Beschwerden bzw. Ihre Herkunft nicht ihr Fachgebiet ist, dann kann ich schon verstehen, dass sie die Behandlung nicht übernimmt.
Aber dann sollte sie dir doch darüber eine Info geben und dir Alternativen aufzeigen, oder?
Ich kann gut verstehen, dass dich das erschüttert hat.
Kannst du auch mit deinem Hausarzt reden? Vielleicht ist er dir eine Hilfe?
So wie es sich liest bist du noch sehr erschöpft. Ich hab für mich selbst entschieden dieses Jahr keine Entscheidung bezüglich meiner Zukunft zu treffen, weil ich mir in dem Zustand das einfach nicht zutraue und Angst habe aus der Not und Erschöpfung heraus etwas zu machen, was ich dann bereue.
Vielleicht kannst du zwar Alternativen durchdenken (wenn es dir hilft), aber noch keine Entscheidung treffen. Wenn dir das Nachdenken schwer fällt, dann verschiebe auch das ins neue Jahr, wenn du wieder etwas stärker und stabiler bist. Mich kostet das viel Kraft, ich kann mich nicht immer damit beschäftigen.
Mach vorrangig Sachen, die dir gut tun um deine Akkus wieder aufzuladen
Mit den Verpflichtungen geht es mir auch so. Ich habe eigentlich nie so richtig darüber nachgedacht ob ich zufrieden bin. Ich werde gut bezahlt und habs nicht so weit zur Arbeit. Habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Was will man mehr? Ich dachte, dass ich zuletzt so unzufrieden bin, liegt nur an der Fortbildung und den Prüfungen die anstehen. Und wenn das vorbei ist, dann geht's mir wieder gut. Aber leider habe ich es nicht "durch gehalten".
Ich arbeite bei einem großen Konzern und habe an sich viele Möglichkeiten. Man muss dann nur Abstriche machen bei der Bezahlung und der Entfernung des Arbeitsplatzes. Natürlich muss ich mich da auch bewerben. Ich beobachte immer die Ausschreibungen und werde mich sofort bewerben, wenn mir eine Stelle zusagt.
Solange nichts aufkommt, möchte ich versuchen weiter zu arbeiten und mich nur nicht so unter Druck zu setzen und setzten zu lassen. Ich bin mein größter Feind mit meinem Ehrgeiz und dem Perfektionismus. Daran muss ich vorrangig arbeiten.
Lg Vienna