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Agressionen bei Depression

Ex-Mitglied

Guten Tag,
ich bin neu und habe mich regestriert, da ich viele Fragen bzgl.meiner pschyischen Erkrankungen habe
zu denen unter anderem jahrelange Depressionen,generalisierte Angsterkrankung, Trauma
sowie Zwangsstörungen gehören.

Verständniss zu finden ist sehr schwierig und wenn,die meisten Menschen können nichts damit anfangen,
sie sind unbeholfen. Gar bei meinen Mann finde ich kein Verständniss. Klar,aussenstehende können es schlecht
nachvollziehen wenn es einem schlecht geht.

Seit Tagen habe ich wieder einmal wie aus dem nichts, extreme Agressionen gegen meinen Mann.Egal was er macht,
alles reizt mich, ich fühle mich von ihm genervt und jedes Wort von ihm nehme ich als Angriff gegen mich an.
Ich reagiere darauf seit Tagen das ich ihn nur noch anbrülle wenn er mir doof kommt. Naja,ist halt meine momentane
Aufnahme. Es tut mir ja auch leid, aber es passiert einfach. Das größte Übel daran ist ja nicht nur meine Wutausbrüche,
sondern das es mich unglaubliche Kräfte kostet. Es geht mir nicht gut mit diesem Zustand und meinen Mann erst
recht nicht. Aber ich komme da einfach nicht raus. Es sind Schübe die mich alle paar Wochen einholen, für ne
gewisse Zeit bleiben und wieder gehen. Danach habe ich wieder tagelang gute Laune und sehe alles mit anderen Augen.

Kennt das jemand von euch auch ? Was hilft euch dabei ?
Es tut mir leid das mein Beitrag so lang geworden ist.

Ich hoffe in diesem Forum so einiges zu erfahren ,über all meine psychischen Krankheitsbilder .
Darf man sich hier überall einklincken, auch wenn man neu ist ? Doofe Frage,ich weiß. Aber das ist typisch für mich.

Gruß, Smilie67

01.12.2020 15:42 • x 5 #1


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Sifu

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Ein Depressiver ? Viele depressive Männer werden aggressiv.

01.12.2020 17:43 • #2


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Kate

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Zitat von Smilie67:
Ich hoffe in diesem Forum so einiges zu erfahren ,über all meine psychischen Krankheitsbilder .
Darf man sich hier überall einklincken, auch wenn man neu ist ? Doofe Frage,ich weiß. Aber das ist typisch für mich.

Hi Smilie,
herzlich willkommen. Klar darfst Du Dich hier überall reinklicken, reinhängen, reinlesen
Du findest hier ganz bestimmt ganz viele Antworten auf Deine Fragen.
LG Kate

01.12.2020 17:49 • x 3 #3


Ex-Mitglied

Hallo Kate,
danke für deinen Willkommensgruß.
Ja, ich werde mich durch/reinlesen und hoffe einiges mitnehmen zu können.
Auch freu ich mich auf einen netten Austausch.

Darf ich fragen weshalb dieses o. Video hier in meinem Thema gesendet wurde ?

Gruß Smilie67

01.12.2020 18:19 • x 1 #4


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Sifu

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Zitat von Smilie67:
Hallo Kate,
danke für deinen Willkommensgruß.
Ja, ich werde mich durch/reinlesen und hoffe einiges mitnehmen zu können.
Auch freu ich mich auf einen netten Austausch.

Darf ich fragen weshalb dieses o. Video hier in meinem Thema gesendet wurde ?

Gruß Smilie67


Ein Amoklauf von einem psychisch kranken Mann in Trier.

01.12.2020 18:20 • #5


Ex-Mitglied

Hallo,

ja das ist schlimm...habs im Fernseh am laufen.
Aber weshalb dieses Video bei mir ?

Smilie67

01.12.2020 18:23 • x 1 #6


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Kate

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Zitat von Smilie67:
Hallo,

ja das ist schlimm...habs im Fernseh am laufen.
Aber weshalb dieses Video bei mir ?

Smilie67

Das frage ich mich ernsthaft auch

01.12.2020 18:36 • x 2 #7


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Sifu

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Wegen der Überschrift "Aggression bie Depressionen" Laut Medien war der Täter depressiv.

01.12.2020 20:21 • #8


Ex-Mitglied

Zitat von Sifu:
Wegen der Überschrift "Aggression bie Depressionen" Laut Medien war der Täter depressiv.


Okay,
nur habe ich über meine persönlichen Agressionen in meiner Depression gegenüber meines Mannes geschrieben.

01.12.2020 20:40 • x 3 #9


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Mira13

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Hallo Smilie,
ich kenne das Problem, welches du beschreibst nicht. Aber ich kann verstehen, dass es sehr belastend ist für dich und deinen Mann.
Mir ist dazu nur eingefallen: redet offen über diese Aggressionen. Und dann findet gemeinsam eine Lösung. Zum Beispiel sich aus dem Weg gehen, Aggressionen abbauen durch...
Mehr fällt mir im Moment nicht ein
LG
Mira

02.12.2020 11:50 • #10


Ex-Mitglied

Hallo Mira13,

ja darüber gesprochen haben wir schon sehr häufig. Und dennoch ist es für uns beide nicht leicht, wenn ich mal
wieder einer dieser Phasen während der Depression habe. Aus dem Weg gehen klappt nicht wirklich,obwohl räumlich
durchaus machbar. Denn meistens rennt mein Mann hinter mir her und versucht mich zu beruhigen, obwohl er ganz genau
weiß, das sein Verhalten meine Wut noch mehr aufheizt. Und dann knallen meinerseits schonmal die Türen ,oder ich werfe
irgendwas durch den Raum.

All das macht mir ja so sehr zu schaffen, denn mein Verhalten gegenüber meines Mannes ist einfach nicht korrekt,
aber in meiner Depression kommt es leider immer wieder zu solch "Anfällen" die mich zu einem ganz anderen Menschen werden
lassen. Eine andere, zweite Person die in mir steckt, mit der ich mich aber so gar nicht definieren kann.

Leider schafft mein Mann es trotzt mehrer Gespräche nicht, mich einfach in solch einer pikanten Situation in Ruhe zu lassen
wenn diese Aggressionen in mir hoch kommen.Später tut es mir immer sehr leid, das ich so zu ihm gewesen bin und ich
entschuldige mich auch bei ihm. Ich habe kein Problem damit meine Schuld einzugestehen und mich zu entschuldigen.
Aber es darf einfach nicht immer wieder passieren, denn mein Mann steht immer hinter mir, lässt mich nie im Stich und
dieses zweite ich macht mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Es ist stärker und kraftvoller wie mein eigener
Wille. Und das macht mich kraftlos und erschöpft .

Gruß Smilie67

02.12.2020 18:29 • #11


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Mira13

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Es ist schön, dass dein Mann so hinter dir steht! Das ist toll. Vielleicht schafft ihr da gemeinsam einen Weg.. Einen Plan zusammen überlegen. Er muss auch verstehen, dass er dich auch einmal in Ruhe lassen muss. Es gibt ganz sicher auch noch andere Möglichkeiten um Runterkommen... Atemtechnik etc.
Bist du eigentlich in einer Gesprächstherapie?
LG

02.12.2020 23:13 • #12


Ex-Mitglied

Zitat von Mira13:
Es ist schön, dass dein Mann so hinter dir steht! Das ist toll. Vielleicht schafft ihr da gemeinsam einen Weg.. Einen Plan zusammen überlegen. Er muss auch verstehen, dass er dich auch einmal in Ruhe lassen muss. Es gibt ganz sicher auch noch andere Möglichkeiten um Runterkommen... Atemtechnik etc.
Bist du eigentlich in einer Gesprächstherapie?

Hallo Mira13,
danke für deine Worte.
Mein Mann möchte mich gerne verstehen, so sagt er es auf jeden Fall, aber so richtig kann er es nicht.
Naja,ich glaube wäre es anders herum, das er so wäre wie ich manchmal, ich denke ich würde ihn auch nicht wirklich verstehen.
Aber zumindest würde ich mich bemühen, mich in diesem Moment von meinen Mann zu distanzieren,solange bis er runterkommt.
Das schafft er leider nicht wirklich. Meinerseits schließe ich schonmal die Tür des Raumes ab in dem ich mich "wütend"
zurückziehe, damit ich für mich runterkomme. Aber selbst da kommt er hinterher , bleibt vor der Tür stehen und versucht auf mich
einzureden, auch schon mal in einem lauteren Ton. Ich versuche dann einfach nicht zu reagieren , bis ich merke das er nicht
mehr vor der Tür steht.
Zum runterkommen meditiere ich häufig, was mir gut tut und hilft. Aber diese Ausbrüche der Agressionen kommen so
plötzlich, das ich mich selbst völlig überfordert und kraftlos fühle.

Momentan bin ich in keiner Gesprächstherapie.Ich habe schon soviele Therapien gemacht, stationär, Tagesklinik und
ambulante Therapie. Es geht immer nach den Therapien eine Weile gut, doch irgendwann kommt alles zurück.

Ich hoffe hier niemanden zu verschrecken wenn ich über diese Agressionen schreibe, diese sind ja kein Dauerzustand
und ich bin eigentlich ein ruhiger, wenn auch nervöser Mensch. Man hört und liest ja immer wieder von Agressionen in
der Depression, ich dachte es geht hier jemanden im Forum genauso wie mir, oder er kennt dieses Phänomen.

Danke fürs lesen, Smilie67

03.12.2020 12:46 • x 1 #13


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Mira13

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Es ist doch toll, wenn du schreibst, dein Mann möchte dich verstehen! Ich glaube ihr bekommt das hin. Und schön, dass du dir Wege suchst wie Meditation.
LG

03.12.2020 20:07 • x 1 #14


Ex-Mitglied

Zitat von Mira13:
Es ist doch toll, wenn du schreibst, dein Mann möchte dich verstehen! Ich glaube ihr bekommt das hin. Und schön, dass du dir Wege suchst wie Meditation.
LG


Ja wir versuchen es zumindest.

Hilfe und Unterstützung suche ich mir auch bei meinem Schutzengel, hört sich vielleicht für manch einen bekloppt an.
Eigentlich bitte ich ihn jeden Tag darum, mir dabei zu helfen meine Agressionen in den Griff zu halten und zu haben, damit es
mir selbst und auch meinem Mann gut geht. Viele Tage klappt es tatsächlich und ich bedanke mich dann auch.
Aber leider passiert es dann, das ich tagelang trotzt bitten nicht in der Lage bin gegen die Agressionen anzukommen.
Und das wiederum äussere ich dann auch verzweifelt. Ich will so einfach nicht sein.

Momentan bin ich wieder in einem Zustand ,in denen sich die Agressionen gelegt haben,dafür habe ich aktuell mit
starken Ängsten und Luftnot zu kämpfen. Mein Kopf ist irgendwie wie "zugetackert" .

Lg. zurück

03.12.2020 20:24 • x 1 #15


Ex-Mitglied

Hallo,

ich wollte mit meinen Thema niemanden von mir abschrecken. Vielleicht habe ich ein falsches Thema ausgewählt.

Ich bin durchaus kein agressiver Mensch in der Form das ich gewalttätig werde oder so, falls das vielleicht so
rüber gekommen ist. Mir war daran gelegen zu schreiben was mir immer wieder mal in einer Phase der
Depression passiert. Und ich dachte einfach nur, das es nicht nur mich betrifft , sondern vielleicht auch andere.
Es ist ja auch nicht so, das ich nicht daran arbeite. Natürlich habe ich noch ganz andere Symptome, aber dieser
eine Punkt macht mir immer sehr zu schaffen. Körperlich wie psychisch.

Im Grunde genommen gehöre ich selbst zu den Menschen, die sich vor agressiven Menschen,
Agressionen überhaupt , fürchten. Sie machen mir Angst. Deshalb komme ich ja selbst mit diesen Zuständen nicht
zurecht. Und ich bin auch ziemlich verzweifelt darüber, das so etwas in mir passiert, zum Ausbruch kommt.

Smilie67

04.12.2020 13:08 • x 1 #16


Ex-Mitglied

Hallo zusammen,

schade, das ich offentsichtlich mit meinen Sorgen alleine bin und ich mich mit niemanden austauschen kann.
Gut ist es natürlich, das niemand hier im Forum dieses Problem hat von Agressionen übermannt zu werden.
Da bin ich wohl leider eine Ausnahme.

Gruß , Smilie67

04.12.2020 20:32 • #17


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Mira13

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Hallo
Du musst dich nicht entschuldigen od gar schämen für deine Aggressionen. In der Depression kann das natürlich auch ein Symptom sein. Und du leidest sehr darunter. Du hast ja auch schon eine Menge durch mit Klinik etc. Es ist super, dass du darüber schreibst. Ich finde es immer nützlich über seine Gefühle zu sprechen. Hier im Forum ist das gut möglich und ich glaube dein Mann hat auch großes Interesse, dass es dir gut geht. Es sind immer nur kleine Schritte..Das ist normal
LG

04.12.2020 21:05 • x 2 #18


Ex-Mitglied

Zitat von Mira13:
Hallo
Du musst dich nicht entschuldigen od gar schämen für deine Aggressionen. In der Depression kann das natürlich auch ein Symptom sein. Und du leidest sehr darunter. Du hast ja auch schon eine Menge durch mit Klinik etc. Es ist super, dass du darüber schreibst. Ich finde es immer nützlich über seine Gefühle zu sprechen. Hier im Forum ist das gut möglich und ich glaube dein Mann hat auch großes Interesse, dass es dir gut geht. Es sind immer nur kleine Schritte..Das ist normal
LG


Ich danke dir sehr für deine Worte,
ich bin schon am grübeln ob ich etwas falsches geschrieben habe, das dieses Thema hier nicht angebracht ist.
Naja, Agressionen machen vielen Menschen Angst, so auch mir selbst. Ich wünschte sie würden sich für immer von
mir verabschieden.

Gruß Smilie67

04.12.2020 21:36 • x 1 #19


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Lost111

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@Smilie67

Ich kann mich Mira13 nur anschließen. Es hilft schon, wenn man es sich hier von der Seele schreiben kann. Somit hast du alles richtig gemacht.
Ich bin manchmal wütend auf mich selbst, lasse das dann allerdings an mir selbst aus. Nun ja, das ist ein anderes Thema... Von daher kenne ich dieses Symptom der Aggression gegen Andere nicht persönlich. Ich wünsche dir, dass du das in den Griff kriegst. Du hast einen liebevollen und verständnisvollen Mann an deiner Seite, vergiss das nicht. Das ist viel wert.

LG Lost111

04.12.2020 21:43 • x 2 #20


Ex-Mitglied

@Lost111 ,
dankeschön, weist du, ich habe immer wieder Ängste etwas falsches zu sagen, oder zu schreiben.
Ich denke immer sofort, das die anderen mich ablehnen. Ablehnung habe ich schon sehr viel erfahren.

Es tut mir leid, das auch du, wenn auf eine andere Art an Wut über dich selbst leidest.
Ich kann mir denken was du vielleicht meinst.
Und wenn es evtl. richtig ist was ich denke,- dann habe ich das auch schon getan.
Diese Agressionen entstehen nur bei meinem Mann - hat aber auch eine Vorgeschichte.
Bin schon immer von männlichen Personen in der Kindheit und im erwachsenen Alter geschlagen und gemobbt worden.
Auch war ich schon einmal verheiratet, bin in dieser Ehe sehr schlecht (Gewalt u.a.) behandelt worden.
Ich und auch einige Therapeuten vermuten dahinter meine Auslöser für diese Agressionen gegenüber meinem Mann.
Verstehen kann ich das trotzdem nicht, er tut mir wirklich leid und ich liebe ihn. Das habe ich ihn sehr oft gar unter Tränen
gesagt. Ich hatte ihn schon vorgeschlagen, das er sich von mir trennen soll, damit es ihm gut geht. Aber er sagt ,das
er mich trotzdem liebt.

Gruß Smilie67

04.12.2020 22:02 • #21


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Lost111

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Nichts zu danken. Ich kenne auch das Gefühl, was falsches zu sagen, vor allem in RL. Aber hier bist du gut aufgehoben und kannst so schreiben, wie du dich fühlst. Viele hier haben sicherlich schon Ablehnung erfahren, von daher bist du in "guter Gesellschaft".

Zitat:
Es tut mir leid, das auch du, wenn auf eine andere Art an Wut über dich selbst leidest.
Ich kann mir denken was du vielleicht meinst.
Und wenn es evtl. richtig ist was ich denke,- dann habe ich das auch schon getan.


Es ist, wie es ist, und ich möchte mich hier auch nicht weiter darüber auslassen. Das hat aber nichts mit dir persönlich zu tun. Ich bin manchmal einfach nur total wütend/sauer auf mich. Was vor allem daran liegt, dass ich meistens immer alles "schlucke" (darin bin ich echt gut). Ich kann in RL halt nicht gut reden, und schon gar nicht über meine Bedürfnisse/Wünsche. Sowas fällt mir sehr sehr schwer.

Ok, du hast eine Vorgeschichte, es tut mir leid, dass du soviel schlimmes durchmachen musstest.
Trotzdem steht dein Mann nach wie vor zu dir. Wie fühlst du dich denn, wenn du ihm aggressiv gegenüber bist? Dir tut es sicherlich im nächsten Moment schon wieder leid, oder? Das ist echt eine verzwickte Situation.
Mmh, kannst du nicht - wenn du die Aggression spürst - dich abwenden oder geht das so schnell, dass du gar nicht reagieren kannst? Oder kannst du deine Aggressionen vllt. woanders loswerden (ins Kissen boxen, in den Wald gehen und schreien)?
Wenn ich zu viel frage, musst du es sagen. Ich will nicht aufdringlich erscheinen.

LG Lost111

04.12.2020 22:24 • x 2 #22


Ex-Mitglied

Hallo @Lost111 ,
Zitat:
Es ist, wie es ist, und ich möchte mich hier auch nicht weiter darüber auslassen. Das hat aber nichts mit dir persönlich zu tun. Ich bin manchmal einfach nur total wütend/sauer auf mich. Was vor allem daran liegt, dass ich meistens immer alles "schlucke" (darin bin ich echt gut). Ich kann in RL halt nicht gut reden, und schon gar nicht über meine Bedürfnisse/Wünsche. Sowas fällt mir sehr sehr schwer.


Nein, das sollst du auch nicht ,ich habe dafür vollstes Verständnis. Und ich nehme es auch nicht persönlich.
Schreiben fällt mir auch leichter als reden, denn im RL macht mir das nochmehr Probleme.
Das herunterschlucken ,nicht aussprechen was dich beschäftigt, das ist sicherlich schlimm.
Verstehe dich aber.

In dem Moment in dem ich mich agressiv meinen Mann gegenüber verhalte ,fühle ich mich fremd in meinem
eigenen Körper. Ich bin mir eine fremde Person ,der es aber in dem Augenblick gut tut, so zu sein.
Und ist dieser Ausbruch vorbei, bin ich kraftlos, wütend auf mich, wütend auf das andere ich und ich weine sehr viel.

Auf Kissen eingeschlagen habe ich schon probiert - eher ohne Erfolg
Im Wald gehen schreien bringt mir in dem Moment nichts, der Wald ist zwar in der Nähe, aber erst nach längerem Fußweg
erreichbar.
Zitat:
Wenn ich zu viel frage, musst du es sagen. Ich will nicht aufdringlich erscheinen

Nein, du fragst nicht zu viel und ich empfinde dich auch nicht als aufdringlich, im Gegenteil.

Danke das du mir antwortest.
Lg. Smilie67

04.12.2020 22:44 • #23


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Lost111

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Zitat:
Nein, das sollst du auch nicht ,ich habe dafür vollstes Verständnis. Und ich nehme es auch nicht persönlich.
Schreiben fällt mir auch leichter als reden, denn im RL macht mir das nochmehr Probleme.
Das herunterschlucken ,nicht aussprechen was dich beschäftigt, das ist sicherlich schlimm.
Verstehe dich aber.


Danke für dein Verständnis. Ich kann auch viel besser schreiben als reden. Komisch, oder?! Wie man so "gestrickt" ist.
Ich habe in relativ früher "lernen müssen", alles mit mir selber auszumachen. Das wirkt sich natürlich bis ins hier und heute aus. Na ja, irgendwoher muss es ja kommen. Bis ich mal bei fremden Menschen "auftaue" - das kann Jahre dauern.
Mir fällt es insgesamt sehr schwer, mich auf Menschen einzulassen. Da habe ich immer die Angst, was "falsches" zu sagen.
Aber ist das wirklich so oder empfinde ich es nur so?!

Zitat:
In dem Moment in dem ich mich agressiv meinen Mann gegenüber verhalte ,fühle ich mich fremd in meinem
eigenen Körper. Ich bin mir eine fremde Person ,der es aber in dem Augenblick gut tut, so zu sein.
Und ist dieser Ausbruch vorbei, bin ich kraftlos, wütend auf mich, wütend auf das andere ich und ich weine sehr viel.


D.h., du bist dann nicht du selbst? Mmh, was für Tipps hast du denn dazu von deinen Therapeuten bekommen?
Du musst diese Wut/Aggression loswerden in dem Moment - das ist klar. Aber die Art und Weise ist halt nicht die richtige.
Ich habe da echt keine Ahnung, was ich dir da raten soll.

Zitat:
Nein, du fragst nicht zu viel und ich empfinde dich auch nicht als aufdringlich, im Gegenteil.


Dann ist ja gut, danke. *lg*

LG Lost111

04.12.2020 23:13 • x 1 #24


Ex-Mitglied

Hallo @Lost111 ,

Zitat von Lost111:
Danke für dein Verständnis. Ich kann auch viel besser schreiben als reden. Komisch, oder?! Wie man so "gestrickt" ist.
Ich habe in relativ früher "lernen müssen", alles mit mir selber auszumachen. Das wirkt sich natürlich bis ins hier und heute aus. Na ja, irgendwoher muss es ja kommen. Bis ich mal bei fremden Menschen "auftaue" - das kann Jahre dauern.
Mir fällt es insgesamt sehr schwer, mich auf Menschen einzulassen. Da habe ich immer die Angst, was "falsches" zu sagen.
Aber ist das wirklich so oder empfinde ich es nur so?!


Nicht du musst dich bei mir bedanken, nein ich bedanke mich sehr bei dir.
Ja, schon komisch das es mit dem schreiben besser klappt als mit dem reden. Tja, das Leben prägt uns,sowohl negativ
als auch positiv. Doch meistens sind es die negativen Erfahrungen. Einem Menschen vertrauen fällt mir wie dir sehr schwer.
Nur lasse ich die Menschen immer zu schnell an meinen Leben teilhaben, um kurz darauf wieder verletzt zu werden.
Hm, meine Angst ist auch ständig etwas falsches zu sagen, aber das schrieb ich schon.
Zitat:
Aber ist das wirklich so oder empfinde ich es nur so?!

Das würde ich auch gern wissen.

Genau, in den Moment wo diese Ausbrüche kommen bin ich nicht ich selbst.
Die Therapeuten meinten mal hätte was mit Persönlichkeitsstörung zu tun, aber wirklich dazu geäussert haben
sie sich dazu nicht. Tipps bekam ich die, welche auch du mir schriebst.
Es ist echt furchtbar, ich mag mich eher wenn das "gute"wach ist, dann fühle ich mich auch körperlich besser.

Lg. Smilie67

04.12.2020 23:35 • x 1 #25


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Lost111

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Du musst dich nicht bedanken --- alles gut.

Zitat:
Ja, schon komisch das es mit dem schreiben besser klappt als mit dem reden. Tja, das Leben prägt uns,sowohl negativ
als auch positiv. Doch meistens sind es die negativen Erfahrungen.


Es sind meistens die negativen Erfahrungen, die im Kopf bleiben (so kann ich das von mir sagen). Die positiven werden einfach so "abgehakt" unter "ferner liefen". Aber auch das wird Gründe haben.

Zitat:
Einem Menschen vertrauen fällt mir wie dir sehr schwer.
Nur lasse ich die Menschen immer zu schnell an meinen Leben teilhaben, um kurz darauf wieder verletzt zu werden.


Vllt. solltest du versuchen, es langsam angehen zu lassen (was wahrscheinlich einfach gesagt als getan ist). Man möchte ja auch "geben" und ist froh um jeden Menschen, den man kennen lernen kann. Ich kann das gut verstehen. Die Frage ist nur: kann man wirklich was "falsches" sagen? Ich meine, wenn man sich nicht so mag, wie ich bin, dann sollte das einem eigentlich am Ar.... vorbei gehen. Aber ganz so ist es leider nicht.

Zitat:
Die Therapeuten meinten mal hätte was mit Persönlichkeitsstörung zu tun, aber wirklich dazu geäussert haben
sie sich dazu nicht. Tipps bekam ich die, welche auch du mir schriebst.


Nun, das ist wirklich keine befriedigende Antwort. Zumindest eine Einschätzung sollte man von einem Therapeuten erwarten.
Bist du vllt. bei einem Psychiater in Behandlung? Vllt. könnte der helfen. Ist nur so eine Idee von mir, vllt. hast du das auch schon gemacht.

Zitat:
Es ist echt furchtbar, ich mag mich eher wenn das "gute"wach ist, dann fühle ich mich auch körperlich besser.


Das glaube ich dir sofort. Aber wie kann es anders werden?!

LG Lost111

04.12.2020 23:53 • #26


Ex-Mitglied

Hallo Lost111,

Zitat von Lost111:
Du musst dich nicht bedanken --- alles gut.

doch, mich zu bedanken gehört zu meiner Persönlichkeit, das Danke - wie auch das Bitte.
Und ausserdem hast du dich doch bei mir auch bedankt-

Zitat von Lost111:
Es sind meistens die negativen Erfahrungen, die im Kopf bleiben (so kann ich das von mir sagen). Die positiven werden einfach so "abgehakt" unter "ferner liefen". Aber auch das wird Gründe haben.

Oh ja, so kann ich das auch bestätigen. Therapeuten haben mir schon in Gesprächen gesagt;
Sie haben doch schon so einiges schönes erlebt. Dann zählten sie mir Beispiele auf, über die ich im Gespräch erzählt
hatte, für mich aber ohne große Beachtung und Bewusstsein. Die Therapeuten wiederholten meine wohl
"positiven" Erfahrungen, die mir aber selbst gar nicht wirklich bewusst, oder wichtig waren. Man sagte mir das ich
permament nur alles negative sehe und an mich ranlasse, da es für mich ja zur Selstverständlichkeit gehöre.
Dinge die positiv seien blende ich aus, nehme sie nicht war.
Tja, da haben sie nicht ganz unrecht weißt du, denn ich denke immer das ich nur für das negative im Leben geschaffen
wurde.

Zitat von Lost111:
Vllt. solltest du versuchen, es langsam angehen zu lassen (was wahrscheinlich einfach gesagt als getan ist). Man möchte ja auch "geben" und ist froh um jeden Menschen, den man kennen lernen kann. Ich kann das gut verstehen. Die Frage ist nur: kann man wirklich was "falsches" sagen? Ich meine, wenn man sich nicht so mag, wie ich bin, dann sollte das einem eigentlich am Ar.... vorbei gehen. Aber ganz so ist es leider nicht.


Genau, wenn mich jemand nicht mag so wie ich bin, dann sollte er mir am Ar....vorbei gehen wie du schreibst.
Und doch ist es mir nicht egal. Ich habe immer Angst abgewärtet zu werden, Angst vor Ablehnung und Einsamkeit.

Nein, ich bin bei keinen Psychiater in Behandlung. Möchte ich auch ehrlich gesagt nicht mehr.
Habe zwei mal schlechte Erfahrungen gemacht. Komme besser mit niedergelassenen Therapeuten klar.

Lg. Smilie67

05.12.2020 20:31 • x 1 #27


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Lost111

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1139
Hallo Smilie67,

Zitat:
doch, mich zu bedanken gehört zu meiner Persönlichkeit, das Danke - wie auch das Bitte.
Und ausserdem hast du dich doch bei mir auch bedankt-


Auch ich habe das so gelernt.

Zitat:
Man sagte mir das ich permament nur alles negative sehe und an mich ranlasse, da es für mich ja zur Selstverständlichkeit gehöre. Dinge die positiv seien blende ich aus, nehme sie nicht war.


Genauso ist es bei mir auch. Heute z.B. habe ich durchaus etwas positives erlebt, aber im Gedächtnis haften bleibt das negative.
Das ist das, was am Ende des Tages im Kopf bleibt. Und ich weiß jetzt schon, dass ich mir nachher im Bett vor dem Einschlafen Gedanken über Gedanken über das machen werde, was heute nicht so gut war. Das positive muss man sich immer wieder vor Augen führen, sonst glaubt man es nicht; so kommt es mir jedenfalls vor.

Zitat:
Nein, ich bin bei keinen Psychiater in Behandlung. Möchte ich auch ehrlich gesagt nicht mehr.
Habe zwei mal schlechte Erfahrungen gemacht. Komme besser mit niedergelassenen Therapeuten klar.


Ok, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich war über 4 Jahre in Therapie, habe Ende September dieselbige beendet. Bzw. meine Therapeutin signalisierte mir, dass sie mir nicht mehr weiter helfen könne. Und so beendete ich die ganze "Sache". *Schulterzuck*
Über die Gründe möchte ich mich hier allerdings nicht weiter berichten. An manchen Tagen vermisse ich den Rückhalt. Aber wenn alle Stricke reißen sollten, habe ich immer noch meinen Neurologen und meinen HA. Somit bin ich nicht ganz "alleine".

LG Lost111

07.12.2020 20:41 • x 1 #28


Ex-Mitglied

Huhu @Lost111 ,

na da haben wir ja so manche Gemeinsamkeiten.

Nein, du musst nicht weiter auf Dinge eingehen die dir unangenehm sind.
Es ist immmer gut das du Rückhalt hast wenn du dringend jemand brauchst.

Lg. Smilie67

07.12.2020 21:01 • #29


Empty_Houses

Hallo smilie67

Ich bin auch neu hier. [HALLO ALLE].
Ich hatte extreme Aggroschübe, als meine Ängste und der Druck (von außen und der selbstgemachte) extrem groß war. Ich habe in Form selbst herbeigefügter Manien meine inneren Ängste überspielt und diese sind dann in Form von Gewaltausbrüchen (glücklicherweise nicht gegen Menschen sondern nur gegen Gegenstände) ausgebrochen.
Ich habe den Druck von mir fern gehalten und sie waren wieder weg (die Aggroschübe).
Eine andere Art der Aggresion habe ich mit Sport bekämpft. Wir sind ja oft psychisch nicht so belastbar um viele Dinge tun zu können. Das heisst aber nicht, dass der Körper nicht diese Energie hätte. Wir empfinden sie nur nicht als Energie sondern eher als Unruhe oder eben als negative Energie (Stress, Depression, Traurigkeit). Diese Energie will aber genutzt werden, muss raus. Wenn wir sie nicht raus lassen, kann sie als Aggresion irgendwann ausbrechen oder kommt schubweise als Aggresion zum Vorschein. Ich weiss, ich weiss, diese ständigen, wiederkehrenden Vorschläge mehr Sport zu treiben können auch aggtesiv machen. Ich habe auch gebraucht mich zu überwinden. Jetzt bekomme ich kaum genug davon. Meine Aggresionen sind vollkommen weg. Und ganz nebenbei habe ich 30 Kilo abgenommen und bin nicht mehr rund sondern sportlich durchtrainiert. Was mir zusätzlich auch noch die Wut auf meinen Körper genommen hat.
Natürlich bin ich immer noch öffter traurig und Depressiv. Das hat aber andere Ursachen, z.B eine fehlende Partnerin.
Sei froh dass Du jemanden hast, verliere ihn nicht, wenn Du ihn liebst.
Diesen schlimmen Gedanken kann ich Dir nicht ersparen. Denn es kann passieren, wenn Du das nicht in den Griff bekommst. Kein Mensch hält ewig alles aus. Auch wenn die Liebe noch so groß ist. Diese Erfahrung musste ich leider machen.

Alles Gute und viel Kraft!

07.12.2020 21:19 • x 2 #30

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