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Haarausfall bei Depression bzw Antidepressiva

Michi87

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Hallo zusammen,

ich leide seit einiger Zeit an Depressionen und bin deswegen auch in Behandlung. Schon während der depressiven Phase und bevor ich mich in Behandlung begeben habe, habe ich ständig unter starkem Haarausfall gelitten. Ich nehme an, das ist ein typisches Symptom von Stress/Depression. Ich nehme seit einer Woche Antidepressiva (Escitalopram 10 mg). Seitdem ich das Medikament einnehme, habe ich das Gefühl, dass der Haarausfall noch stärker geworden ist. Meine Haare werden immer dünner und fallen büschelweise aus. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht? Tritt das nur in der Eingewöhnungsphase auf?

Laut Beipackzettel beträgt die Häufigkeit für Haarausfall bis zu 1%, das wäre also selten. Identische Zahlen findet man auch online auf Infoseiten, Blogs, usw. Ich nehme aber an, dass man hier einfach die Herstellerangaben übernommen hat. Ich traue den Zahlen nicht so ganz. Bei Stiftung Warentest wird Haarausfall gleich als erste Nebenwirkung gelistet (ohne Häufigkeit). Zu finden per Google-Suche (Stiftung Warentest Escitalopram) - ich darf hier leider keine Links posten.

Mich würden mal eure Erfahrungen interssieren. Leidet ihr während depressiven Phasen auch unter Haarausfall oder nicht? Geht der Haarausfall bei Einnahme von Antidepressiva zurück oder wird es eher schlimmer?

Liebe Grüße,
Michi

09.06.2020 23:26 • #1


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Sothesoul

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Eventuell könnte es Eisenmangel , oder Hormonstörungen sein auch Psychischer Stress kann Schuld sein, Stresshormone bitte abklären lassen lassen oder Vitaminmangel

09.06.2020 23:33 • x 1 #2


Michi87

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Eine Blutentnahme steht sowieso noch an, dann kann ich das abklären lassen. Welche Parameter genau? Schilddrüse wurde bereits abgeklärt und ist OK (TSH, FT3, FT4).

09.06.2020 23:43 • #3


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Ylva

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Lieber Michi!
Ich habe früher auch unter starkem Haarausfall gelitten. Noch dazu ist mein Haar extrem dünn und nicht gerade üppig.
Eine Bekannte hat mir "Regaine" - gibt es für Frauen und Männer - empfohlen. Es hat mir wirklich geholfen, und ich massiere es mir bis heute täglich in meine Kopfhaut.
Es war das einzige Mittel, das mir geholfen hat und noch immer hilft.

Liebe Grüße von Ylva

10.06.2020 13:05 • x 1 #4


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Luna1985

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Hi Michi,

Bei der Erstanamnese sollte sowieso dein Körper durchgecheckt werden, da es ja auch physisch bedingte Faktoren für eine Depression gibt. Bei mir wurde ein großes Blutbild gemacht. Sprich deinen Arzt doch mal drauf an. Wie Sothesoul schon sagte, kann es ein Eisenmangel sein, der durch die Medikamente verstärkt wurde. Das würde man dann am Blutbild sehen.

Wenn du deine Hormone checken lassen willst musst du glaub ich zum Endokrinologen. Das wäre auch eine mögliche Ursache für den Haarausfall.

LG Luna

10.06.2020 18:18 • x 1 #5


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Caro60

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Die Blutuntersuchung wird es sicher zeigen ,oftmals ist es eine Mangelerscheinung.
Da spielen so viele Faktoren hinein...
Ich nehme schon lange Escitalopram 20 mg, wenn Du alle Nebenwirkungen liest,
bekommst Du gleich einen Koller.

Lass es abklären vom Arzt

LG Caro60

10.06.2020 18:53 • #6


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Dani82a

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Hi,

ich hab von 2018 bis Ende 2019 Citalopram genommen, am Ende 40mg.
Habe in der Zeit sehr viel Haar verloren, leider.


Nehme jetzt wieder ein Medikament und hab Angst, dass noch mehr Haar flöten geht...


@Ylva
Zitat von Ylva:
Eine Bekannte hat mir "Regaine" - gibt es für Frauen und Männer - empfohlen. Es hat mir wirklich geholfen, und ich massiere es mir bis heute täglich in meine Kopfhaut.


Danke für den Tipp! <3

10.06.2020 22:01 • x 1 #7


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Blume71

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Guten Morgen,

oh je - zu diesem Thema kann ich (leider) auch einiges beitragen.

Mit Mitte 20 hatte ich schon einmal starken Haarausfall und letztendlich war Eisenmangel Schuld.

Allerdings fand ein Hautarzt auch raus, dass meine Haarwurzeln allergisch auf meine männlichen Haarwurzeln reagieren. Sobald ich in Streß gerate, erhöhen sich die männlichen Hormone und die Haare fallen aus. Ausserdem merke ich auch vermehrt Haarausfall im Frühling und Herbst.
Beim Friseur sieht man dann lauter kleine kurze Haare (vor allem vorne) nachwachsen.

2015 und 2018 musste ich leider jeweils für 3 Monate Bekanntschaft mit kreisrundem Haarausfall machen, indem ich mehrere kleine kreisrunde Stellen am Kopf hatte. Mit einem Pferdeschwanz konnte ich das ganz gut kaschieren, allerdings empfand ich es sehr belastend.
Eine Ursache fand man nicht - nur dass es eine Autoimmunerkrankung ist und auch Streß eine Rolle spielt.

Damals mit Mitte 20 empfahl mir der Hautarzt El-cranell. Eine Tinktur, die ich abends nach der Haarwäsche auftrage und nachts einwirken lasse.

Seit ein paar Monaten, nehme ich sie wieder und meine Verbesserung zu spüren.

Alles Gute und liebe Grüße!

11.06.2020 10:33 • x 2 #8


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Mayke1

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Ich reihe mich auch hier ein.
Seit ich Cymbalta nehme, wird der Haarausfall, der ohnehin mit dem Gerinnungshemmer Marcumar begonnen hat, stärker. Mein ehemals drahtig stabiles volles Haar lichtet sich sehr. Das trägt nicht gerade zur psychischen Stabilität bei.
LG von Mayke

11.06.2020 12:23 • #9


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Luna1985

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Hallo Blume,

bezüglich der Autoimmunerkrankung möchte ich dir gern eine Erzählung eines Bekannten weitergeben. Er hat eine Freundin, die auch mit autoimmunem Haarausfall zu kämpfen hat. Sie war in einer Spezialklinik oder so und die haben die Autoimmunerkrankung festgestellt. Sie empfahlen ihr, ihr unterfordertes, hochaktives Immunsystem mit einer gezielten Erkrankung zu "beschäftigen". Klingt irgendwie abgedreht, ich weiß Sich absichtlich krank machen mit gespritzten Erregern. Weiß leider nicht den aktuellen Stand, ob es funktioniert hat. Für mich klang es aber plausibel. Dass ein hochaktives Immunsystem unterfordert ist und dann gegen Stoffe vorgeht, die eigentlich nicht gefährlich sind für den Körper. So wären auch Allergien erklärbar.

LG Luna

11.06.2020 13:06 • x 3 #10


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Blume71

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Hallo @Luna1985
Danke für den Tipp.

So ähnlich hatte es meine Hautärztin auch vor, falls es noch schlimmer werden sollte.
Die kahlen Stellen werden mit Tinktur eingerieben, welche eine Allergie erzeugt. Dadurch ist das Immunsystem beschäftigt.
Oder so ähnlich!



Hoffen wir einmal, dass es bei mir nicht nötig sein wird.

Lieben Gruß Blume

14.06.2020 14:13 • x 1 #11


Michi87

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Also ich möchte mich nochmal kurz zurückmelden. Der Haarausfall bei mir geht NICHT auf die Antidepressiva zurück. Antidepressiva können zwar Haarausfall auslösen aber das ist sehr selten und tritt mit einer Verzögerung von mehreren Wochen oder Monaten ein. Sobald man die Medikamente absetzt verschwindet der Haarausfall wieder. Ich hatte die Medikamente damals aber erst eine Woche lang eingenommen. Das ist viel zu kurz als das sich das auf das Haarwachstum auswirken könnte.

Ich hatte auch davor während der Depression häufig Haarausfall, der sich dann in besseren Phasen wieder zurückbildet. Der Grund dafür ist wahrscheinlich Stress im Zuge der Depression. Meine Stressresistenz war teilweise so niedrig, dass mich alles und jedermann in Stress versetzt hat. Bis hin zu Panikattacken. Mittlerweile hat sich das etwas gebessert.

18.06.2020 14:33 • x 2 #12

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