ZeroOne
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Zitat von Pilsum:Allerdings, ist es nicht menschlich, wenn jemand,
der eine gute Bildung hat, ein wenig stolz darauf ist?
Es ist (nach meinem Empfinden) absolut genial, wenn jemand stolz auf seinen Werdegang ist - und dazu gehört auch die Bildung. Ob das nun eine Wochenend-Umschulung zur "Servicekraft für Schutz und Sicherheit", oder ein langjähriges Medizinstudium ist.
Ich bewundere Menschen, die wirklich stolz auf ihren Werdegang - egal welchen - sind und heute vielleicht noch voller Überzeugung sagen können, dass sie es wieder so machen würden.
Das Problem habe ich mit "guter" Bildung.
Das Wort "gut" steht für mich schon für die ganzen indoktrinierten Vorurteile und daraus resultierenden Bewertungen.
Für mich ist es eine Anmaßung eine Bildung als "gut", "okay", "mittel", oder gar "schlecht" einteilen zu wollen.
Natürlich mag man zahlreiche, vielleicht sogar halbwegs objektive Bewertungskriterien dafür definieren können, wie (Aus-)Bildungsdauer, -tiefe, -inhalte, -voraussetzungen, etc. Aber auch da verfällt man wieder schnell in Vorurteile und Bewertungen.
Für mich ist entscheidend, ob ein Mensch mit seiner individuellen (Aus-)Bildung zufrieden und glücklich ist, sich damit und darin wohl fühlt und darin vielleicht sogar aufgehen wachsen kann. Genau dann ist sein Bildung in meinen Augen "gut".
Und wenn sich der Mensch darin aufgeht, leistet er vielleicht auch noch einen Beitrag für die Gesellschaft. So wurde zum Beispiel die erste Immunisierung (Pocken) und Grundlage für moderne Schutzimpfungen nicht nicht von einem britischen Mediziner erfunden (wie oft fälschlich dokumentiert wird), sondern von einem einfachen Bauern Jahre zuvor.
LG
ZeroOne