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Zwang wegen Gutachten Psychopharma nehmen?

Mare30

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Kann ich gezwungen werden, wieder Psychopharmaka zu nehmen?
Ich habe jetzt das ablehnend Gutachten der DRV nach 9 Jahren EM Rente erhalten, das wurde im Januar erstellt, kam im Juni bei der Rentenversicherung an, und landete dann bei meinem Anwalt.
Ich soll eine teilstationäre Therapie, ambulante Therapie machen, und wieder Medikamente nehmen.
Ich bin seit ein paar Jahren austherapiert.
Vertrage wegen meiner anderen Medikamente die Psychopharmaka nicht .
Aber wenn ich diese Sachen nicht mache, habe ich im Widerspruch wohl keine Chance, oder?

26.08.2021 09:24 • #1


Excellent66

@Mare30
Wer kontrolliert denn ob du sie schluckst ?

26.08.2021 20:20 • #2



Hallo Mare30,

Zwang wegen Gutachten Psychopharma nehmen?

x 3#3


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Greta

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Liebe @Mare30

zunächst einmal: niemand kann dich zwingen, Medikamente zu nehmen. Auch die DRV nicht!

Dass du so lange schon um deine Rente kämpfst, finde ich wirklich heftig!

Zitat von Mare30:
Ich bin seit ein paar Jahren austherapiert

Wenn deine letzte Therapie schon einige Jahre her ist, wäre ein erneuter Versuch vielleicht sinnvoll.
Zum Einen könnte dir dann die DRV nicht mangelnde Mitarbeit vorwerfen, und zum Anderen ... vielleicht bewegt sich ja doch nochmal was.
Zu Verlieren hast du doch nichts.

Liebe Grüße
Greta

26.08.2021 20:35 • x 2 #3


Mare30

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Ja, da hast du recht.
Ich habe bei meiner damaligen Therapeutin auf Band gesprochen, sie hat Urlaub. Sagte aber das die Warteliste geschlossen ist.
Ich denke, ich kann wieder ewig warten. Und bei einer neuen Therapeutin muss ich sehen, ob es passt.
Es kotzt mich so an.
Der fehlende Schlaf macht mich fertig.
Ich gehe seit Dezember 2019 jeden Abend mit den Sorgen um die Rente schlafen, und stehe damit wieder auf.
Gestern hatte ich einen Alptraum mit dem Gutachter.

26.08.2021 21:09 • #4


Mare30

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Zitat von Excellent66:
@Mare30 Wer kontrolliert denn ob du sie schluckst ?

Beim Gutachten wird der Medikamentenspiegel gemacht, und der war zu niedrig bei mir.
Zu der Zeit habe ich das Medikament halbiert genommen.

26.08.2021 21:10 • #5


Mare30

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Zitat von Greta:
Liebe @Mare30 zunächst einmal: niemand kann dich zwingen, Medikamente zu nehmen. Auch die DRV nicht! Dass du so lange schon um deine Rente kämpfst, ...


Mitte September habe ich den Termin beim Psychiater.
Mal sehen, was der sagt.
Ich denke, der hilft mir auch nicht, weil ich so lange nicht mehr da war.
Mein Hausarzt sagt, seine Meinung zählt auch nicht. Obwohl er Internist ist

26.08.2021 21:13 • #6


Excellent66

Zitat von Mare30:
Mitte September habe ich den Termin beim Psychiater. Mal sehen, was der sagt. Ich denke, der hilft mir auch nicht, weil ich so lange nicht mehr da war. Mein Hausarzt sagt, seine Meinung zählt auch nicht. Obwohl er Internist ist
Ja bei Psychischen Krankheiten zählt mehr der Facharzt , sprich Psychiater das du so um deine Rente kämpfen musst ,ist leider kein Einzelfall sondern die Regel , und das macht natürlich auch Angst klar

26.08.2021 21:50 • #7


Excellent66

Und wenn diese Mittel nicht vertragen kannst , dann ist das eben so du versuchst es ja ,doch es geht wohl nicht

26.08.2021 21:53 • x 1 #8


Excellent66

@Excellent66
Du bist doch Austherapiert , das zeigt ja keine Therapie hat etwas bewirkt

26.08.2021 21:56 • x 1 #9


Excellent66

@Excellent66
Bedeutet dein Zustand ,hat sich seit Jahren nicht gebessert, sprich ist Chronisch

26.08.2021 21:57 • x 1 #10


Mare30

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Warum verstehst du das , und die Ärzte nicht?

27.08.2021 05:13 • #11


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Greta

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Zitat von Mare30:
Sagte aber das die Warteliste geschlossen ist.

Da du bei ihr schon mal in Therapie warst und sie dich also kennt, ist es gut möglich, dass sie dich doch noch irgendwo reinschiebt. Meine Therapeuten haben das immer gemacht und der Thera meiner Tochter auch.
Zitat von Mare30:
Mitte September habe ich den Termin beim Psychiater.
Mal sehen, was der sagt.
Ich denke, der hilft mir auch nicht, weil ich so lange nicht mehr da war.

Ob und wie lange du nicht mehr da warst, spielt für den Psychiater keine Rolle.
Da brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen.
Ist wie bei jedem anderen Arzt auch; man geht nur hin, wenn man krank ist.
Zitat von Excellent66:
Bedeutet dein Zustand ,hat sich seit Jahren nicht gebessert, sprich ist Chronisch

Dennoch können weitere Behandlungen sinnvoll sein, z.B. dafür, dass sich der Zustand nicht noch weiter verschlechtert.
Mit anderen chronischen Erkrankungen geht man ja auch weiterhin zum Arzt.

Eine weitere Therapie könnte dir aber auch dabei helfen, mit der aktuellen schwierigen Situation besser umzugehen.
Ich merke, dass du dir viele Sorgen machst, die dich sehr belasten. Allein um da wieder rauszukommen, wäre eine Therapie doch gut, oder?

Warst du schon mal in stationärer Behandlung?
Wovon lebst du, wenn du schon so lange um deine Rente kämpfst?
Und was sagt dein Anwalt eigentlich zu dem Ganzen?

Liebe Grüße
Greta

27.08.2021 06:43 • x 1 #12


Mare30

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Mein Anwalt war fassungslos, das nach so langen Jahren die Rente abgelehnt wird

Er hat Urlaub, und dann müssen wir den Widerspruch begründen.

Der Gutachter widerspricht sich in manchen Dingen, meiner Meinung nach.

Er schreibt über 6 Stunden in meinem alten Beruf als Hauswirtschafterin.
Darf nicht schwer heben, keine Zugluft, keine Hitze, keine Kälte, kein Schicht Dienst.
Nicht lange stehen und laufen, mehr sitzen.
Usw.
Ihm ist auch der Mini Job wohl merkwürdig vorgekommen.
Das ist ein Supermarkt im Dorf, das mache ich seit 6 Jahren, hat nie einen Gutachter gestört.
Und der Job gibt mir noch das letzte bisschen an selbst Wert.
Ich nehme oft vorher und nachher Schmerzmittel.
Und wenn ich arbeiten war, geht zuhause nichts mehr.
Er schreibt auch, daß ich nach einem Jahr Behandlung gute Aussichten auf Besserung habe.
Nee, is klar.
Seit 2004 bin ich in Behandlung gewesen, die PTBS bleibt, er hat die noch schön hochgeholt, und dann gebohrt, es war ekelhaft.
Ich will darüber nicht mehr reden, undxdas mit jemandem besprechen.
Die Depressionen sind mal besser, und mal schlimmer.
Für mich ist ein geregelter Alltag wichtig.
Sobald was fremd ist, drehe ich am Rad, ich habe fast keine sozialen Kontakte.
Auch das Übergewicht hat mit Den Medikamenten zu tun, oft Cortison bekommen, dann die Antidepressiva, ich vertrage auch kein Antibiotika mehr.

27.08.2021 08:28 • #13


Mare30

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Zitat von Greta:
Warst du schon mal in stationärer Behandlung?
Wovon lebst du, wenn du schon so lange um deine Rente kämpfst?


Ja, vor etlichen Jahren, auch eine Reha für traumatisiert Menschen.

Die Rente bekomme ich seit 2012 befristet.

Was jetzt ab September passiert, weiß ich nicht.
Ich habe mich beim Job Center gemeldet, die brauchen Unterlagen von meinem alten Arbeitgeber.

Von der Rentenversicherung sollten die Zeiten bescheingt werden, ich habe schon 2 Einschreiben mit Rückschein hin geschickt, gestern angerufen, angeblich ist nichts angekommen, sie will mir das jetzt schicken.
Sonst wirke ich beim Job Center nicht mit, und dann gibt es nichts.
Ich glaube eh nicht, daß die mir Alg 1 zahlen.
Auch wegen der ruhenden stelle.
Aber angeblich evtl doch, weil der Widerspruch läuft.
Ich kann langsam nicht mehr, mir wird das mit den Behörden zuviel.

27.08.2021 08:46 • #14


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Greta

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Zitat von Mare30:
Er hat Urlaub, und dann müssen wir den Widerspruch begründen.

Ich kann gut nachvollziehen, wie belastend das alles für dich ist.
Aber gib' bitte die Hoffnung nicht auf!
Mit dem Widerspruch hast du immer noch eine gute Chance, deine Rente wieder zu bekommen.
Und du hast einen Anwalt an deiner Seite, der dir hilft.
Zitat von Mare30:
Ich glaube eh nicht, daß die mir Alg 1 zahlen.
Auch wegen der ruhenden stelle.
Aber angeblich evtl doch, weil der Widerspruch läuft.

Auch dazu kann dir doch dein Anwalt sicher etwas sagen.
Soweit ich weiß, musst du das ALG zurückzahlen, wenn deine Rente weiter genehmigt wird.
Bist du Mitglied in einem Sozialverband? Die können dir ebenfalls Auskunft geben, sollte dein Anwalt mal nicht zu erreichen sein.
Zitat von Mare30:
ich habe schon 2 Einschreiben mit Rückschein

Hast du den Rückschein unterschrieben zurückbekommen?
Dann kannst du ja belegen, dass du bei der Rentenversicherung die Zeiten angefordert hast und das Arbeitsamt kann dir keine fehlende Mitwirkung anlasten.

27.08.2021 10:10 • x 1 #15


Mare30

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Ja, das habe ich dem Jobcenter auch geschickt.
Ich weiß nicht, ob die Rentenversicherung das ans Jobcenter zurück zahlen muss.
Ich habe nur Angst das wir dann das Haus verlieren.
Von430 Euro Mini Job wird es eng

27.08.2021 10:14 • #16


Mare30

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Zitat von Greta:
Auch dazu kann dir doch dein Anwalt sicher etwas sagen.
Soweit ich weiß, musst du das ALG zurückzahlen, wenn deine Rente weiter genehmigt wird.
Bist du Mitglied in einem Sozialverband? Die können dir ebenfalls Auskunft geben, sollte

Ich musste noch einen 2 Anwalt nehmen, weil der mich bei der Rentenversicherung vertritt, nicht gegen meinen alten Arbeitgeber vorgehen will, wegen öffentlicher Dienst.
Bei dem durfte ich für das Telefonat schon 250 Euro zahlen.
Und 2 Seiten, was wir besprochen haben, das übernimmt auch erst mal nicht die Rechtsschutz, weil der alte AG ja noch nichts falsch gemacht hat.
Aber alleine kann ich da auch nichts erreichen, weil die Stelle kann ich gesundheitlich eh nicht mehr antreten.
Auch wenn der Gutachter das meint.
Ich bin damals so gemobbt worden, daß ich nur mit Beruhigungsmitteln arbeiten gehen konnte.
Man hatte mir abgeraten, zu kündigen.
Und allein habe ich Angst was falsch zu machen, wegen Aufhebungsvertrag zsw

27.08.2021 10:21 • #17



Hallo Mare30,

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Greta

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Zitat von Mare30:
ch weiß nicht, ob die Rentenversicherung das ans Jobcenter zurück zahlen muss

Du wirst Arbeitslosengeld bekommen, welches du dann, wenn dir die Rente weiterhin genehmigt wird, zurückzahlen musst. Die Rente bekommst du dann ja rückwirkend ausbezahlt.
Zitat von Mare30:
das übernimmt auch erst mal nicht die Rechtsschutz,

Wenn du in einem Sozialverband bist (VdK, SovD), dann beraten die dich dort kostenlos.
Außerdem übernehmen sie für dich den Widerspruch und falls notwendig auch die Klage vorm Sozialgericht.
Dafür zahlst du monatlich einen Mitgliedsbeitrag von 5 oder 6 Euro und für den Widerspruch eine einmalige Bearbeitungsgebühr von ca. 30 Euro. Beim Klageverfahren ist es etwas mehr, aber immer noch günstiger als ein freier Rechtsanwalt.

27.08.2021 11:44 • x 1 #18

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