Zitat von Ziva: Ich würd vielleicht auch noch mal mit der Krankenkasse und dem Neurologen sprechen, dass dein Arbeitgeber dir die Hölle heißt macht und du Unterstützung brauchst. Oder vielleicht wirklich mal beim Sozialverband nachfragen. Kost ja nix.
Ja, die Krankenkasse um Hilfe zu bitten, ist eine gute Idee. Mit dem Neurologen habe ich gesprochen, der macht das auf keinen Fall.
Den interessiert nicht, was mein AG dazu sagt.
Zitat von Alexandra2: Wende Dich an den Personalrat (=Betriebsrat öffentlicher Dienst), Die Interessenvertretung für die Mitarbeiter:innen.
Das kannst du bei uns knicken, die stecken alle unter einer Decke. Und ich vertraue der Vorsitzenden vom Personalrat nicht. Wir sind ein kleines Haus, und da bleibt so gut wie nichts privat. Erfahrungswerte halt.
Zitat von Alexandra2: Und die Äußerung Deiner Chefin ist wirklich frech. Sie zweifelte die ärztliche Kompetenz an...Wenn es dicke kommt, hat jeder Chef selbst einen Chef. Schreib die Erfahrungen zu Hause auf mit Datum und Uhrzeit. Gedächtnisprotokolle sind gerichtsfest.
Ich sag ja, das ist eine richtige Hexe. Die will mich nur unter Druck setzen, was sie allerdings auch geschafft hat.
Das mit dem Aufschreiben ist ein guter Tipp, danke!
Zitat von Alexandra2: Du hast uns an Deiner Seite.
Und darüber bin ich auch sehr froh und dankbar!
Zitat von Alexandra2: Hilft ein Schaumstoffpolster beim Schreiben?
Nein, es ist ja der Ellenbogen, der nicht auf dem Tisch aufgestützt werden soll. Inzwischen halte lege ich nur die Unterarme auf den Tisch, das funktioniert auch ganz gut. Wenn ich dran denke.
Zum Glück habe ich morgen Therapie. Ich hatte ihm die Tage auch schon eine Mail geschrieben, das ist die Antwort:
" Hallo Frau ... Sie haben recht, dass Sie keine ausreichende Unterstützung erhalten.
Dann ist es absolut nachvollziehbar, dass einem alles sinnlos erscheint.
Wenn es einem so schlecht geht, fragt man sich wozu man überhaupt lebt.
Ich habe bereits Patienten durch Suizid und durch Tod verloren und ich vermisse sie immer noch.
Mir würde es jedenfalls auffallen, wenn Sie nicht mehr da wären.
Heute um 16 Uhr habe ich mich auch gefragt, wo Sie denn bleiben.
Habe ich mir vielleicht eine falschen Termin notiert?
Es ist wohl wirklich so, dass Ihrer Vogesetzten egal ist, ob Sie noch da sind.
Der wäre es ja vielmehr sehr recht, wenn Sie nicht mehr am Gericht beschäftigt wären.
Den Neurologen können Sie leider genauso vergessen wie den Personalrat.
Ich glaube, dass diese ganzen Leute nicht beeindruckt, wenn Sie sterben.
Die haben doch schon längst bewiesen, dass sie keine Menschlichkeit besitzen.
Die Frage warum es sich lohnt, weiter zu kämpfen und zu leiden, kann auch ich nicht beantworten.
Natürlich suche ich schon aus Berufsgründen immer nach einer Lösung. "
Das finde ich wirklich sehr empathisch.
Ich habe Angst davor, impulsiv etwas Dummes zu machen. Ich muss das Morgen mit ihm besprechen.