Wie komme ich mit einer bipolaren Störung klar ?

Ich war das letzte halbe Jahr depressiv , teilweise schwer depressiv .

Ich bin jetzt völlig wieder rausgekommen , brauche kein Mirtazapin und Escitalopram mehr .

Ich denke , dafür verantwortlich waren meine sozialen Engagements und vor allem mein Engagement für den richtigen Gott .

Aber das hat überhaupt keinen Sinn , wenn sich niemand dafür interessiert .

#1 in Bipolare Störung, Psychosen & Schizophrenie


Ich heisse Manfred , bin seit 24 Jahren manisch - depressiv erkrankt .
Der Auslöser war wahrscheinlich Mobbing seitens der Firmenleitung einer grossen EDV - Firma .
Ich verlor meinen ziemlich gutbezahlten Arbeitsplatz und im Verlauf ca. eines halben Jahres auch mein kleines Vermögen .
Meine Familie erkannte richtig , dass ich (hoch)manisch war und grosszügig Dinge und Geld verteilte .
Die Folge war ein Psychiatrieaufenthalt , dem noch 4 folgten . In den letzten beiden Jahren war ich noch zwei Mal depressiv ,
davon ein Mal sehr schwer .
Ich habe jetzt ein Rezept gefunden , diese (angeblich unheilbare) Erkrankung in den Griff zu kriegen :
ehrenamtliches Engagement bei Lebenshilfe , Kriegskindernothilfe , und bei meinen Brüdern .
Dazu kommt , dass ich mit aller Kraft nach dem Sinn des Lebens suche , und der geht - das kann ich euch versichern -
nur über die Existenz des Schöpfers des Universums . Gott segne euch .

#2


Saonserey
Hallo Manfred,

schön dass du in Gott deinen Weg aus der Krise gefunden hast. Ehrenamtliches Engagement und Hilfestellung für andere bringt immer auch für einen selbst etwas. Aber dazu braucht man auch die Kraft und die fehlt ja oft bei Depressionen. Ich wünsche dir, dass du im Glauben diese Kraft findest.

Bei mir funktioniert das nicht, da ich nicht an den Gott der Bibel glaube. Wohl aber an das Leben und die Liebe und wenn man so will, an das Universum und alle Wunder darin.

#3


Zitat von Saonserey:
Hallo Manfred,

schön dass du in Gott deinen Weg aus der Krise gefunden hast. Ehrenamtliches Engagement und Hilfestellung für andere bringt immer auch für einen selbst etwas. Aber dazu braucht man auch die Kraft und die fehlt ja oft bei Depressionen. Ich wünsche dir, dass du im Glauben diese Kraft findest.

Bei mir funktioniert das nicht, da ich nicht an den Gott der Bibel glaube. Wohl aber an das Leben und die Liebe und wenn man so will, an das Universum und alle Wunder darin.

Hallo Saonserey , ich würde Dir gerne helfen . Und höchstwahrscheinlich kann ich Dir helfen .
Mein ehrlicher Glaube an Gott - keine Kirche , keine Religionsgemeinschaft - hat mir geholfen . Gott hat mir geholfen .
Ich bin die unheilbare manisch - depressive Erkrankung los . Allerdings bin ich weiter gekommen als irgendein Mensch
in den mindestens letzten 1000 Jahren . Ich habe Gott erkannt , und bin jetzt sein Werkzeug und sein Freund . Gott
möchte auch dein Freund sein ( das Verhältnis ist unkompliziert wie in etwa zu einem guten Freund hier - das Verhältnis zu ihm als Vater ist ähnlich) . Wie Du so weit kommst , kann ich Dir sagen : Du musst mit all deiner Kraft
nach Gott suchen (er ist der Schöpfer von allem) und tun , was er von uns will . Das hat Jesus gesagt :
Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen , deiner ganzen Seele und deinem ganzen Sinn . Und deinen Mitmenschen wie dich selbst .
Das ist nicht unmöglich , denn ich kann es auch .
Vielleicht hilft es Dir sogar bei der Krankheit , wenn Du es wirklich versuchst .
P.S. : ich habe zwar nicht an Gott , aber viele Jahre an dem Gott der Bibel gezweifelt . Aber nachdem ich die nötige
menschliche und moralische Reife erreichen konnte , hat Gott mich erkennen lassen , dass er der Gott der Bibel ist .
Ich verstehe immer noch etliche Stellen der Bibel nicht , aber ich weiss , dass sie sinngemäss Wort für Wort wahr
ist . Da ich für Gott als sein Werkzeug voll beschäftigt bin , muss das jetzt etwas warten .
Ich brauchs ja auch nicht , denn Gott "sagt" mir ( richtig ist : lässt mich erkennen ) , was ich zu tun habe .
Stressig , aber schön . Gott segne Dich - Manfred , dein Freund und Bruder

#4


Hallo,

ich habe auch eine bipolare Störung. Das größte Problem bei mir ist es, aus der Depression rauszukommen. Mir fehlt dann oft die Kraft um das was ich mir vorgenommen habe auch umzusetzen. Eigentlich würde ich mich auch gerne ehrenamtlich engagieren. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass ich erstmal mein eigenes Leben sortieren und in geeignete Bahnen lenken sollte.

Ich philosophiere gern, aber Religion oder Gottglaube helfen mir nur bedingt, da ich dazu neige mich in etwas hineinzusteigern. Was Saonserey geschrieben hat, gefällt mir gut und trifft auch in etwa meinen Standpunkt.

@ Manfred: Es freut mich, dass du einen Weg gefunden hasst, der dich erfüllt. Warum denkst du, dass sich niemand für dein Tun interessiert? Nimmst du jetzt gar keine Medikamente mehr?

Liebe Grüße

#5


Kalypso , ich nehme noch das Lithium - mehr meiner Frau zuliebe .
Ich habe festgestellt : die Menschen sind an der Wahrheit nicht interessiert . Auch nicht an der Wahrheit über Gott .
Ich kann Dir nur raten : such Dir eine (ehrenamtliche) sinnvolle Tätigkeit . Ich bin 2x pro Woche für 2 Stunden bei der Kriegskindernothilfe und im Herbst wohl wieder bei den geistig Behinderten ( auch 2 Stunden ) . Daneben versuche
ich Asylanten bei Wohnungs - und Arbeitssuche zu helfen . Und meinen Brüdern , wenn ich wieder kann (Beinoperation) .
Meine Haupttätigkeit ist allerdings zu versuchen , die Menschen wieder näher zu Gott zu bringen . Das ist sehr sehr
mühsam , aber wir haben keine andere Möglichkeit . Das geht natürlich nur , wenn man völlig überzeugt ist .
Der echte Glaube an Gott , den Schöpfer des Universums , würde Dir natürlich helfen , aber der ist ungeheuer schwer zu erlangen . Meiner Ansicht nach hat die Kirche ihn nicht .

#6




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