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Wichtige Entscheidungen treffen und die eigene Unsicherheit

Guten Tag,
seit ca. 10 Jahren habe ich enorme Ängste vor relevanten Entscheidungen und kann mich nur schwer entscheiden. Vor 2 Jahren bin ich in mein Haus umgezogen. Die bisherige Wohnung steht seither frei und ich beabsichtigte einen Verkauf da eine Vermietung auf gar keinen Fall mehr in Betracht kommt. Nun gab es drei poten.zielle Käufer allerdings habe ich kurz vor dem Notartermin immer den Verkauf gecancelt da ich gar keine Verwendung für das Papier habe. Auf der Bank zahlt man schon Minuszinsen, das EM und kryptische Währungen inzwischen zu teuer geworden und meine größte Angst wäre dass wenn die Zahlung erfolgt ist, der Euro abgewertet oder völlig abraucht und der Käufer noch schnell sein Papier durch den Kauf von Betongold retten konnte. Solche Entscheidungsängste habe ich seit 10 Jahren, dazwischen auch schon mal das gegensätzliche entschieden da ich dachte, wenn ich es so wie immer gemacht hätte, wäre es eh eine Fehlentscheidung gewesen. Hinterher war es dann tatsächlich entgegen jeder Logik und so verfolgten mich diese noch jahrelang wie eine verschlimmerte Depression. Diese Momente laufen dann ab wie die bisherigen PTBS "Filme" oftmals von gewaltigen Alpträumen begleitet.
Empfinde ich dann wie eine Art der Selbstgeiselung und die permanente Frage, warum war das so und warum habe ich das gemacht grrr

Inzwischen bin ich extrem träge geworden und schiebe solche Entscheidungen nur vor mich her um bloß keinen Fehler zu machen.

Vor 10 Jahren begannen etliche Medikationen, irgendwann hatte ich dann eine Mülltonne voll Pharmazie entsorgt und nehme seit 8 Jahren gar nichts mehr, heute neutral betrachtet denke ich oft diese Entscheidungsängste und die negativen Folgen wurden durch die früheren Einstellungen verursacht.

Kommt das so jemandem bekannt vor?

13.02.2020 15:49 • x 1 #1


Rustin
Hallo Mark,
erstmal finde ich es gut, das Du die Medikamente in der Mülltonne entsorgt hast, das ist genau mein Ding.
Ich respektiere mal Deine Einstellung, dass Du nicht vermieten willst, obwohl ich das nicht verstehe. Aber das Haus, das ich vor 5 Jahren verkauft habe, würde heute 100 tsd. mehr erzielen, also eine bessere Geldanlage als Immobilien gibt es zur Zeit nicht.
Vielleicht kannst Du mit der Wohnung etwas anderes sinnvolles anfangen, eine kreative Werkstatt, eine Kinderkrippe, bedürftige Freude/Verwandte drin wohnen lassen, Ferienwohnung, StudentenWG, Treffpunkt für Paare mit Partner oder oder oder.
Übergib die Wohnung einem Makler/Verwalter, der kümmert sich um alles.
Oder laß es schleifen, sie wird immer mehr wert. Geld das Du nicht brauchst, macht Dich in diesen Zeiten vielleicht richtig mürbe, wie Du ja selbst auch schon festgestellt hast.

13.02.2020 16:56 • x 1 #2



Hallo Ex-Mitglied,

Wichtige Entscheidungen treffen und die eigene Unsicherheit

x 3#3


Hallo Rustin,
dankeschön für Deine Einschätzung.

Zitat von Rustin:
bedürftige Freude

Ja das war bisher auch beabsichtigt, inzwischen hört man ja öfters das eine Eigenbedarfskündigung erfolgte und die Leute danach keinen Wohnraum finden aber ausziehen müssen. So dachte ich das auch, für zuverlässige Freunde würde ich auch vermieten.
Allerdings ist meine Planung die Wohnung doch irgendwann abzustoßen um mir von dem Geld in Ungarn am Theißsee ein Haus zu kaufen um erstmal die Sommermonate dort zu verbringen und wenn mir das zusagt, dauerhaft dort zu bleiben. Allerdings fehlt mir die passende Partnerin die mich dabei mental unterstützt. Die letzten 5 Jahre war ich mit einer Frau zusammen allerdings ist sie verheiratet und da fängt die nächste Baustelle in meinem Leben ganz akut an. Auf sie ist null Verlass, vielleicht ihrer Psyche geschuldet da auch schon lange berentet.

Dann folgt zwischendurch natürlich wieder die Frage der Entscheidung ob Ungarn überhaupt die passende Option darstellt, einmal ja dann wieder nein. Dann noch die Sprache die augenscheinlich schwieriger als chinesisch zu erlernen ist.

Der eigentliche Grund für Ungarn sind die merkwürdigen Zustände im deutschen Lande, hier fühle ich mich längst nicht mehr sicher und wenn man morgens die Zeitung sichtet, könnte ich nach 4 Minuten nur noch würgen. Am hellichsten Tag wurde hier bei einer 81 jährigen Dame eingebrochen obwohl sie sich bemerkbar machte, alltäglich liest man von Raub, Einbruch, Vergewaltigung, Mord im nahen Umfeld. Für mich sind das Zustände wie in der früheren dritten Welt. Von den restlichen Vorgängen ganz zu schweigen!

13.02.2020 17:35 • x 1 #3


Zitat von Mark78:
Der eigentliche Grund für Ungarn sind die merkwürdigen Zustände im deutschen Lande, hier fühle ich mich längst nicht mehr sicher und wenn man morgens die Zeitung sichtet, könnte ich nach 4 Minuten nur noch würgen.


Spontaner Gedanke - du und Rustin . . . wäre das nicht was? Ihr habt schließlich ähnliche Vorstellungen.

Ich persönlich würde mich von der Zeitung und den Medien ansich nicht mehr so vereinnehmen lassen, dass sich nur noch schlechte Gefühle entwickeln.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden . . .

13.02.2020 17:44 • x 1 #4


Zitat von laluna74:
Ich persönlich würde mich von der Zeitung und den Medien ansich nicht mehr so vereinnehmen lassen, dass sich nur noch schlechte Gefühle entwickeln.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden . . .


Mal ganz ehrlich, denkt dein Mann auch so oder nur du?

13.02.2020 17:48 • x 1 #5


ich besitze im Übrigen gar keine Tageszeitung . . . noch nie . . . und ich habe es überlebt . . .

13.02.2020 17:48 • x 1 #6


Zitat von laluna74:
ich besitze im Übrigen gar keine Tageszeitung . . . noch nie . . . und ich habe es überlebt . . .


Ich auch nicht aber die Realität kannst du da gratis nachlesen !
https://www.presseportal.de/blaulicht/nr/117708

13.02.2020 17:50 • x 1 #7


Rustin
Eine gute Freundin von mir hat ein Anwesen in Ungarn, sie nutze es ähnlich Deinen Vorstellungen, hat es mit viel Liebe renoviert. Ich war mal da, supertoll, die Ungarn sind total freundlich zu Deutschen, winken, grüßen, etc.

Selbst bräuchtest Du ja gar nicht viel tun, außer einen guten Makler finden, der entweder verkauft oder vermietet. Vielleicht auch auf Zeit vermietet, so umgehst Du den Kündigungsschutz und kannst z.B. alle 2 Jahre (wenn der Mietvertrag ausläuft) entscheiden, wie es weiter geht.

Ich hätte schon etwas bedenken, in Urgarn Ferienhausbesitzer zu sein und dort nicht ganz zu leben, die ungarischen Behörden finden Fremdbesitz aus dem Ausland nicht so ganz witzig, wie es mir schien.

Ich plädier ja für ein Wohnmobil und der endlosen Freiheit

13.02.2020 17:55 • x 1 #8


Zitat von Mark78:
Mal ganz ehrlich, denkt dein Mann auch so oder nur du?


was hat mein Mann denn damit zu tun? Ich halte nichts von den Medien, da ich genau weiß, um was es da geht. Ich beobachte das schon seit etlichen Jahren . . . da brauche ich gar nicht zu diskutieren . . .

13.02.2020 17:55 • #9


Zitat von laluna74:

was hat mein Mann denn damit zu tun? Ich halte nichts von den Medien, da ich genau weiß, um was es da geht. Ich beobachte das schon seit etlichen Jahren . . . da brauche ich gar nicht zu diskutieren . . .


Sehr schön, dann diskutiere doch bitte in anderen threads.
Thx!

13.02.2020 17:58 • x 1 #10


Zitat von Mark78:
Ich auch nicht aber die Realität kannst du da gratis nachlesen !


Das empfinde ich jetzt wiederum als sehr aufmerksam, danke

Dennoch weiß ich, dass mich solche Informationen nicht weiter bringen.

13.02.2020 21:38 • #11


Zitat von Rustin:
Ich plädier ja für ein Wohnmobil und der endlosen Freiheit


Ob Du es glaubst oder nicht, schaue verstärkt nach einem Womo

13.02.2020 21:52 • x 1 #12


Rustin
Eine Weisheit lautet ja, "nur die Veränderung ist konstant" aber genausogut ist nur die Unsicherheit konstant.
Ich denke, ein Womo ist eine gute Wahl.

13.02.2020 21:57 • x 1 #13





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