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Was hat euch am meisten gegen die Depression geholfen?

anir

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@Sanny1990

ich gehe heute arbeiten.
5 Stunden und zur Zeit macht es großen Spaß.

14.11.2022 14:00 • #91


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
Ich möchte heute wieder spazieren gehen, singen, lernen, lesen und zeichnen.

Ich hoffe doch sehr für dich - und deine Umgebung - dass das Singen geklappt hat ...?

14.11.2022 18:28 • x 1 #92



Hallo Sanny1990,

Was hat euch am meisten gegen die Depression geholfen?

x 3#3


Sanny1990

Sanny1990

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@anir das ist toll, dass dir das Arbeiten so viel Spaß macht.

@Bassmann72 ja, das Singen hat geklappt! Es hat echt Spaß gemacht!

14.11.2022 18:42 • x 1 #93


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
Singen hat geklappt! Es hat echt Spaß gemacht!

Sehr schön! Was singst du denn so, wenn du richtig im Flow bist?

14.11.2022 19:27 • #94


Sanny1990

Sanny1990

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@Bassmann72

Im Moment singe ich Easy On Me von Adele.

14.11.2022 20:17 • #95


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
Easy On Me von Adele.

Wow! Mit Gitarre?

15.11.2022 10:44 • #96


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
das ist toll, dass dir das Arbeiten so viel Spaß macht.

@anir: Da schließe ich mich an, ich bemühe mich auch gerade, wieder berufstätig zu werden...

15.11.2022 10:45 • #97


Sanny1990

Sanny1990

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@Bassmann72

Erstmal mit Karaokeversion von Youtube, aber Gitarre wäre die nächste Stufe. Das könnte ich echt auch versuchen.

Heute oder Morgen möchte ich gerne Schwimmen gehen. Das habe ich früher immer sehr gerne gemacht. Jetzt muss ich mich dazu zwingen, aber ich denke es wird mir dann auch echt gut tun.

15.11.2022 10:48 • x 1 #98


Sanny1990

Sanny1990

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Ich war heute im Schwimmbad und bin 30 Minuten Bahnen geschwommen. Dann war ich noch im kleinen Becken zum entspannen.

Danach hat mich die Ärztin angerufen, die für die EKT zuständig ist und sie hat mit dem Chefarzt gesprochen, dass ich die EKT machen darf. Ich habe aber gesagt, dass ich auf den Medikamentenspiegel noch warte und dann mit meinem Arzt in der Ambulanz bespreche, ob wir das Antidepressivum vorher noch mal erhöhen wollen. Ich hoffe, dass man doch noch was medikamentös machen kann. Für die EKT müsste ich nämlich wieder mindestens teilstationär und ich würde ja auch Narkosen bekommen. Das ist schon nicht so angenehm,aber wenn es sein muss, werde ich die EKT machen.

15.11.2022 18:17 • x 1 #99


Bassmann72

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Schön, dass du es geschafft hast schwimmen zu gehen. Diesmal hoffe ich aber, du hast währenddessen nicht gesungen - es sei denn, das kannst das auch...
Ich habe meinen Sport heute leider nicht geschafft.

Das mit den Narkosen ist zwar etwas belastend für den Körper, aber das sind, soweit ich weiß, sehr kurze. Das steckt man in der Regel gut weg (da weiß ich, wovon ich spreche).

15.11.2022 19:31 • #100


Sanny1990

Sanny1990

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@Bassmann72

Ich habe tatsächlich etwas gesummt während des Schwimmens. Ich habe früher auch Liedtexte geübt während des Schwimmens.

Du hattest auch mal die EKT? Wie war sie denn für dich?

15.11.2022 19:46 • #101


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
Ich habe tatsächlich etwas gesummt während des Schwimmens.


Jetzt staune ich doch etwas...

Zitat von Sanny1990:
Du hattest auch mal die EKT? Wie war sie denn für dich?

Nein, ich hatte einige OPs, größere und kleinere, daher weiß ich, wie das mit den Narkosen so ist. Die EKT interessiert mich aber auch nach wie vor.

15.11.2022 21:02 • x 1 #102


anir

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@Sanny1990

Hallo Sanny1990
ja, du bekommst vor der Ekt eine kurze Vollnarkose, für 12-15 Minuten.
Ekt-dauer: ca. 30 sec. .
Ein epeleptischer Anfall wird ausgelöst.
Ekt ist ein Stimmulationsverfahren.
Hirneigene Heilungsprozesse werden angestoßen.
Neue Nervenzellverbindungen entstehen.
Glückshormone werden positiv angeregt.
Positive Wirkung auf die Botenstoffe des Gehirns, Hormone und Eiweiße.
Alles Gute.

16.11.2022 07:17 • x 1 #103


Sanny1990

Sanny1990

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@anir

Danke für die Beschreibung zur EKT. Ich sehe eine große Chance mit dieser Behandlung.
Leider ist meine Familie total dagegen. Sie haben eine falsche Vorstellung über dieses Verfahren.
Ich wollte meinem Vater eine Broschüre geben, die ich von der Ärztin darüber bekommen habe, aber er will sich die nicht mal angucken. Das finde ich schade, stur und engstirning. Aber ich werde die EKT wohl trotzdem machen, wenn es sein muss, auch wenn meine Familie nicht damit einverstanden ist. Es ist ja mein Leben und ich muss damit klar kommen.

16.11.2022 09:20 • #104


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
Es ist ja mein Leben und ich muss damit klar kommen.

So sehe ich das auch. Du bist ja auch diejenige, die mit den Problemen einer langwierigen Depression klarkommen muss, wenn diese auftreten. Und du informierst dich ja auch gut über alles...

16.11.2022 16:32 • #105


Sanny1990

Sanny1990

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Bei meinen Blutergebnissen kam heraus, dass das Doxepin und Lithium noch nicht sehr hoch dosiert sind. Das wollen der Arzt und ich erstmal versuchen. Bevor wir über die EKT nachdenken. Hoffentlich reicht eine Dosiserhöhung schon aus. Er will mir eventuell auch noch Clomipramin geben.

16.11.2022 16:47 • #106


Sanny1990

Sanny1990

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Ich war gestern in einem Musical und das hat mir echt Kraft gegeben. Mir geht es immer noch recht gut deswegen.
Vor einem Jahr wäre das noch nicht denkbar gewesen. Es geht langsam voran mit der Genesung.
Ich denke es ist ganz wichtig eine Leidenschaft zu haben, auch wenn man depressiv ist.
Selbst wenn man nicht so viel fühlt dabei, geht es einem trotzdem danach besser.
Meine Leidenschaft ist die Musik und es war ein super tolles Gefühl in diesem Musical zu sein, weil ich mal meine Probleme für 2 Stunden vergessen hatte.
Ich habe mich dadurch wieder lebendig gefühlt.

21.11.2022 20:48 • x 1 #107


anir

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@Sanny1990
Das freut mich sehr für dich

22.11.2022 06:39 • x 1 #108


Bassmann72

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Zitat von Sanny1990:
Selbst wenn man nicht so viel fühlt dabei, geht es einem trotzdem danach besser.

Absolut! Ich fühle mich nach dem Musikmachen auch immer etwas besser, vor allem währenddessen bin ich völlig in einer eigenen, ruhigen Welt... Auch wenn es nur eine (halbe) Stunde oder so ist, diese eine oder halbe Stunde ist dann aber wenigstens schön und normal. Sie wäre es wohl nicht ohne das Spielen/Hören...
Das ist auch die einzige Aktivität, bei der ich mich sehr selten aufrege, auch wenn ich ich mal Dinge nicht hinkriege. Das ist schön...
Aber deswegen bin ich ja auch der Bassmann

22.11.2022 09:56 • #109


Sanny1990

Sanny1990

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Ja, Musik hilft enorm.

Ich hatte leider ein Loch im Zahn, aber das Bohren war nicht so schlimm zum Glück.

22.11.2022 15:24 • #110


Sanny1990

Sanny1990

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Es ist total erschreckend, wie wenig ich mich für meinen Körper interessiert habe während der Depression. Der Zahnarztbesuch hat mir heute gezeigt, dass ich wieder mehr tun muss.
Es ist krass wie man sich vernachlässigt während der Depression.
Ich versuche jetzt echt wieder mehr für meinen Körper zu machen.

Kennt ihr solche Probleme?

22.11.2022 18:36 • #111


anir

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@Sanny1990
Guten Sanny1990.
Ja.
Die wichtigkeiten verschieben sich.
Wenn ich in der D. den punkt erreicht habe, daß alles keinen Sinn mehr macht,
es für mich keinen Lebenssinn mehr gibt,
Dann trinke ich zu wenig, esse zu wenig, führe mir nix gutes mehr zu, warum auch,
wenn mir mein Leben nicht mehr lebenswert erscheint, in diesem Zustand wird es gefährlich für mich.
Schließlich funktioniere ich nur noch und mache es einfach, ohne zu fragen, wozu noch.

23.11.2022 07:19 • x 1 #112


Sanny1990

Sanny1990

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Genau das ist es, dass man keinen Lebenssinn mehr hat und dann kümmert man sich auch nicht gut um einen.
Das war bei mir auch so.
Es ist wirklich gefährlich. Zum Glück hatte ich nur ein Loch und nichts Schlimmeres.

23.11.2022 10:04 • #113


Sanny1990

Sanny1990

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Ich war gestern beim Psychologen und der meinte, wenn ich medikamentös gut eingestellt bin und bei ihm Therapie mache, dass ich dann alles wie früher machen kann.
Das klingt sehr optimistisch. Ich selbst kann das gar nicht so positiv sehen. Aber denke das ist normal, wenn man in der Depression drin steckt. Da sieht man dann schwarz für die Zukunft.
Aber es ist schön, dass mein Therapeut und die Ärzte den Glauben haben, dass ich wieder gesünder werde, sodass ich auch arbeiten oder studieren kann.

25.11.2022 10:02 • x 2 #114


Sanny1990

Sanny1990

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Ich mache jetzt jeden Tag 15 Minuten Sport auf dem Crosstrainer und seitdem hat sich auch noch mal meine Stimmung verbessert. Ich habe gestern gelesen etwas mehr als 10 Minuten Sport pro Tag würden ausreichen, dass sich eine Depression verbessert.

Ansonsten versuche ich gesund zu essen und gut zu schlafen. Ich möchte selbst auch etwas bewirken. Aber ich muss mich auch sehr auf den Psychiater verlassen.

Körperlich ist alles gut. Ich habe auch einen Vitamintest gemacht, aber da war auch alles in Ordnung und meine Schilddrüse ist auch gut eingestellt.

Vielleicht geht es mir bald noch besser und ich kann dann wieder mehr Freunde treffen. Das wäre echt gut.

Gestern 08:55 • #115


Bassmann72

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Ja, das sind erfreuliche Nachrichten. Es gibt Studien, die besagen, dass sportliche Aktivität den gleichen (positiven) Effekt wie ein Antidepressivum hat. Wahrscheinlich sind hier auch mittelgradige Depressionen mit einbezogen worden. Das Ergebnis beruht natürlich auf Durchschnittswerten und bedeutet nicht, dass Antidepressiva grundsätzlich bei jedem durch Sport zu ersetzen wären. Das muss man immer dazu sagen, weil es gern mal missinterpretiert wird.

Weiter so

Gestern 12:20 • x 1 #116


Sanny1990

Sanny1990

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Ja, ich denke es geht um mittelgradige oder schwache Depression. Da kann Sport einen schon aus der Depression helfen. Bei heftigen Depressionen habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir nur Medikamente geholfen haben. Ich war zwar da auch länger spazieren, aber das hat leider meine Stimmung nicht ausreichend aufgehellt und für intensiveren Sport hatte ich keinen Antrieb. Ich bin dann in die Klinik gegangen. Da gab es dann Medikamente und wir sind aber auch meistens nur spazieren gegangen. Es hat leider Wochen gedauert bis meine Depression besser wurde. Mittlerweile ist es so viel besser, dass ich eine Gruppen- und Psychotherapie machen kann. Ich kann wieder intensiveren Sport machen und lernen. Also ich kann schon wieder etwas mehr leisten. Aber ich bin immer noch nicht medikamentös richtig eingestellt. Also es ist ein sehr langer Weg aus dieser schweren Depression wieder rauszukommen, aber man schafft es in kleinen Schritten.

Gestern 13:12 • #117


anir

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@Sanny1990
Guten Morgen, Sanny1990
Bei einer schwachen oder mittleren Schwere der D. kann auch ich noch mehr leisten,
machen. Alle Symptome der D. sind nicht so stark ausgeprägt.
Ich kann meditieren, spazieren gehen......
Bei einer scheren oder tiefen D. geht wenig bis gar nix mehr.
Nach langer zeit wird es besser, noch besser und auch wieder gut.
Gerade geht es mir gut.
Herauskommen in kleinen Schritten, so emfinde ich es auch.
Alles Gute, dir.

Vor 8 Stunden • #118



Hallo Sanny1990,

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Sanny1990

Sanny1990

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@anir

Guten Morgen anir,
ja du hast mit allem recht. Bei einer schwächeren Depression kann man echt noch mehr leisten.
Ich hatte auch schon schwere Depressionen und da ging echt so gut wie gar nichts.
Wie lange hat es bei dir gedauert bis es besser wurde?
Mir ging es mit einer Medikamentenumstellung besser.
Ich nehme Lithium, Doxepin und Reagila. Seitdem geht es mir besser.
Leider brauche ich diese ganzen Medikamente, weil meine Depression sehr schlimm war.
Ich freue mich sehr, dass es dir gut geht. Nimmst du auch Medikamente ein?
Genau man kommt nur in kleinen Schritten aus der Depression.
Ich wünsche dir auch alles Gute!
Liebe Grüße
Sanny

Vor 5 Stunden • #119

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