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Warum möchte ich nicht mehr leben? Keine Selbsterhaltung

sam_sam

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Hallo wieder zusammen,
Ich hatte bereits ein ähnliches Thema eröffnet aber jetzt geht es um ein komisches Gefühl über dass ich gerne schreiben möchte und ob dass jemand kennt.

Ich bin wirklich so weit, wenn mir etwas lebensgefährlichen passieren würde, ich wäre bereit und glücklich das der Kampf endlich vorbei ist.

Ich müsste keinen mehr belasten und müsste nicht selbst immer wieder "kämpfen" jeden Tag.

Es gibt genau eine Frage die ich mir ( ganz theoretisch ) stelle:

Ist es eine Schuld oder eben ein Verbrechen sich das Leben zu nehmen?

Gibt es einen natürlichen Grund? Nicht etwa "selbsterhaltung" weil ja Leben an sich natürlich ist, sondern gibt es etwa einen natürliches "allumfassendes" wissen quasi dass nicht Gott ist aber in die Richtung geht und sagt: selbstmord ist FALSCH es ist einfach eine Schuld sich das anzutun.

Ps: ich meine ausdrücklich nicht die Schuld an Familie und hinterbliebene, durch die man egoistisch sein kann indem man ihnen auch dadurch schadet.

09.12.2020 20:53 • x 2 #1


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Kate

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Zitat von sam_sam:
Ist es eine Schuld oder eben ein Verbrechen sich das Leben zu nehmen?

Weder noch.
Ich denke, es ist eine Entscheidung die man trifft.
Solange, wie man noch Gründe dagegen findet, ist es kein eindeutiges Ja.

Du müsstest im Grunde Dich selbst fragen, was erhoffst Du Dir nach dem Tod.

Grüße Kate

09.12.2020 21:13 • x 7 #2


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DownTown

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Ich finde dass es auch damit zu tun hat, wie du zu dir und deinem Körper stehst. Ich bin derzeit glücklicherweise nicht an diesem Punkt. Aber wenn bei mir die Gedanken in diese gingen, habe ich mich bis jetzt auch immer gefragt, ob ich das überhaupt darf, oder ob ich mich schuldig mache. Ich als gläubiger Mensch finde da schnell Antworten. Da Gott mich erschaffen hat, darf ich sein Werk nicht zerstören. Genauso wie ich oft denke, dass ja nicht ich entschieden habe auf die Welt zu kommen, sondern meine Eltern. Daher kann ich mein Leben nicht beenden. Es war für mich durch diese Gedankengänge bis jetzt immer möglich nicht in diesen Strudel zu geraten, sondern mich und meinen Körper so zu lassen wie ich bin /er ist.

09.12.2020 22:41 • x 3 #3


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Miss_Lizbeth

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Ganz schwierig, zu beantworten für mich. Auf, Der einen Seiten steht, Die shöpfung, Und ehre der Werte Gottes.
Auf, Der anderen Seite wäre, es für mich wahnsinnig toll, Das ich diesen Krieg beendet habe.
[trigger]
Meine letzten Versuche Endeten im Krankenhaus...
Mit, Absoluter Unverständniss und noch mehr Hass und Witze die, über mich gerissen wurden von, seitens meiner Kompletten Umgebung...
Lg.
L. A. B

09.12.2020 22:52 • x 3 #4


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Bommer

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Als ich vor etwa 3,5 Wochen, wieder mal, an genau diesem Punkt angelangt habe ich begonnen umzudenken.
Trigger

Da ich die Gedanken an den Tod, durch Unfall, Krankheit oder auch Selbstmord, schon öfters hatte und als erlösend empfand wurden diese für mich irgendwann normal. Mir kam garnicht in den Sinn das es etwas ist das so nicht normal, sondern zu behandeln ist. Und auch noch möchte ich für mich nicht sagen das es ein No-Go ist, wenn die Gedanken auftauchen. Aber ich will nicht, dass mich diese Krankheit umbringt. Ich will leben. Und deswegen hab ich mich hier einweisen lassen. Ich befürchte das es nicht lange mehr gut gegangen währe. Nicht mehr nachdem ich in den letzten zwei Jahren etwa drei Anläufe genommen hatte. Ich bin trotzdem nicht los und habe Hilfe gesucht. Aber jetzt weis ich. Es ist für mich die richtige Entscheidung, mir Hilfe zu suchen und nicht die Krankheit siegen zu lassen.



Ich wünsche Dir viel Kraft. Und kann Dir sagen. Ich stehe am Anfang vom Weg, raus aus diesen Strudel. Er ist und wird nicht einfach. Aber er lohnt sich, bin ich mir jetzt schon sicher. Dank der Hilfe glaube ich auf Dauer meine Probleme in den Griff bekommen zu können und diesen Gedanken den Wind aus den Segeln nehmen zu können. Und sollten sie doch kommen, die Kraft zu haben mich gegen sie zu stellen.

09.12.2020 23:24 • x 7 #5


bake37

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Hallo, sam_sam,
es ist weder ein Verbrechen noch eine (moralische) Schuld. Nicht ohne Grund heißt es Suizid und nicht Selbstmord. Gläubige sehen das anders. Wir, die wir nicht glauben, sehen es als unsere freie Entscheidung an, sehen unseren Körper und damit unser Leben als unser Eigentum an. Es gehört niemandem als nur mir allein, es ist kein Objekt, kein Möbelstück, nicht das Eigentum von jemand anderem.- Wer weiß einem Weg aus der totalen Ausweglosigkeit? Niemand! "Es gibt immer einen Weg", das sind lieb gemeinte Kalendersprüche. Was bleibt mir anderes übrig, als Ballast abzuwerfen, mich zu befreien und dem Elend ein Ende zu bereiten? Und wieso Angst vor dem Tod? Schlimmer als gerade jetzt kann es nicht mehr kommen. Wir glauben ja nicht an Hölle und Fegefeuer. Wir glauben, dass nach dem Tod nichts mehr kommt und das ist auch gut so. Ich finde das tröstlich. Wer will denn schon auf alle Ewigkeit irgendwo da oben herumschweben und Halleluja singen? Horrormäßig!
Hallo, sam_sam, Du fragtest, was einem so durch den Kopf geht, wenn es so weit ist. Ich hab keinen Rat und keine Hilfe für Dich.
Doch da ist noch was, worüber Du nachdenken solltest: bei meinem ersten SV wurde ich gestört. Ich war in diesem Moment total schockiert darüber, dass ich fähig bin, so etwas zu vollbringen. Eine halbe Stunde nach diesem Schock bekam ich eine richtige Euphorie und wollte nur noch leben. Das hat bei mir noch nicht mal der Elektroschock in der Klinik fertig gebracht.
Gruß von bake37

17.12.2020 15:54 • x 2 #6


Robbe

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Hallo sam_sam,
ich kenne das Gefühl auch zu gut, dass ich froh wäre, wenn ich endlich nicht mehr kämpfen müsste. Und ja, ich hatte dann auch schon öfters daran gedacht suizid zu begehen.
Ich glaube an Gott und weiss, dass Er mir dieses Leben gegeben hat und ich weiss auch, dass Er nicht möchte dass ich es mir nehme. Das ist aber für mich nicht der Grund, warum ich es nicht tun würde, weil ich weiss, dass Gott mich dafür nicht verurteilen oder bestrafen würde, weil Er genau weiss warum ich es getan hätte. Er weiss um meine Ausweglosigkeit, meine Hilflosigkeit, meine Hoffnungslosigkeit, einfach des Lebens müde zu sein durch die Erkrankung und nicht mehr kämpfen zu können. Er würde auf mich warten und mich in Seine Arme nehmen und trösten, wie nur Er trösten kann.
Ich würde es nicht tun, weil mein Mann das nicht verkraften würde. Ich weiss, dass er daran zerbrechen würde und das hält mich immer wieder davon ab es zu tun.
Liebe Grüße, Robbe
PS: Was bedeutet Trigger?

19.12.2020 19:35 • x 1 #7


sam_sam

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Zitat von Robbe:
Hallo sam_sam,
ich kenne das Gefühl auch zu gut, dass ich froh wäre, wenn ich endlich nicht mehr kämpfen müsste. Und ja, ich hatte dann auch schon öfters daran gedacht suizid zu begehen.
Ich glaube an Gott und weiss, dass Er mir dieses Leben gegeben hat und ich weiss auch, dass Er nicht möchte dass ich es mir nehme. Das ist aber für mich nicht der Grund, warum ich es nicht tun würde, weil ich weiss, dass Gott mich dafür nicht verurteilen oder bestrafen würde, weil Er genau weiss warum ich es getan hätte. Er weiss um meine Ausweglosigkeit, meine Hilflosigkeit, meine Hoffnungslosigkeit, einfach des Lebens müde zu sein durch die Erkrankung und nicht mehr kämpfen zu können. Er würde auf mich warten und mich in Seine Arme nehmen und trösten, wie nur Er trösten kann.
Ich würde es nicht tun, weil mein Mann das nicht verkraften würde. Ich weiss, dass er daran zerbrechen würde und das hält mich immer wieder davon ab es zu tun.
Liebe Grüße, Robbe
PS: Was bedeutet Trigger?


Hallo Robbe danke für die Antwort und trigger hatte ich dazugeschrieben weil es ja ein "trigger" Thema ist, also ein Thema dass gewisse Personen dazu bringen könnte Dinge zu tun die sie eigentlich nicht möchten.

Liebe grüße

20.12.2020 13:33 • x 1 #8


wozu

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Hallo sam-sam,
ich kann deine Fragestellungen gut nachvollziehen.
Bei mir war es so, dass ich die Frage nach Gott sehr schnell positiv für mich beantworten konnte: in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen, also auch ein Platz für mich.
Im Moment bin ich nicht suizidal, aber war es schon einige Male : Ich habe mir die Entscheidung nie leicht gemacht, wenn sie dann aber da war, dann wurde ich immer euphorischer und habs dann getan, irgendwie war dann kein Schutzmechanismus mehr da.
Hinterher war ich schon enttäuscht.
Aber
heute,
entdecke ich immer wieder mal, dass das Leben lebenswert sein kann.
(ich möchte einen neuen Nick: wohin geht's)

27.12.2020 13:28 • x 2 #9


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Kate

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Zitat von wozu:
Ich habe mir die Entscheidung nie leicht gemacht, wenn sie dann aber da war, dann wurde ich immer euphorischer und habs dann getan, irgendwie war dann kein Schutzmechanismus mehr da.

Hi, offensichtlich funktionierte der Schutzmechanismus sehr gut, sonst hättest Du das ja jetzt nicht schreiben können.
LG Kate

27.12.2020 13:39 • #10


Ex-Mitglied

Zitat von Kate:
Hi, offensichtlich funktionierte der Schutzmechanismus sehr gut, sonst hättest Du das ja jetzt nicht schreiben können.
LG Kate


Vielleicht war es ein Versuch. . und somit fiel der Schutzmechanismus sehr wohl . .

Trigger

Ich kann deine Gedanken alle gut nachvollziehen, weil ich sie selber kenne. Ich kenne sie nicht aus der Gegenwart, aber ich habe schon zweimal in meinem Leben versucht, mir das Leben zu nehmen.

Ich bin sehr dankbar, dass es das eine Mal nur ein Hilfeschrei war - ganz offensichtlich.
Und ich habe zu diesem Zeitpunkt die Hilfe, die danach kam, sehr wohl annehmen können. Aber es hat mich nicht wirklich überzeugt. Nicht in meinem Inneren. Das Leben wurde erst mal wieder ein bisschen lebenswerter, aber so sehr ich auch nicht mehr nicht leben wollte, so hat es mich schlussendlich nicht dazu geführt, dass ich unbedingt leben wollte. Ich habe einfach weitergemacht. Allerdings war dieses sich umbringen wollen auch nicht wirklich so tief in mir verankert, dass ich mir genug Gedanken gemacht hätte, nämlich über das was wäre wenn. So ernst . . hab ich es nicht gemeint.

Aber der zweite Versuch, der war geplant, ausgetüftelt, fast minutiös. Ich lebte damals bei der jüngsten Schwester meiner Mutter, es war so eine WG, sie hat viel gearbeitet, als Dipl. Sozialpädagogin ( weswegen sie sich lange Vorwürfe ala "Ich hätte es merken müssen" machte ) und sie hatte immer noch hier oder da das eine Hascherl. . und sie war fort, geplant. 4 Tage Niederlande mit G., 10:00 Uhr ging es los. Und ab da arbeitete ich meinen Plan ab - hatte vorher noch Abschiedstreffen - natürlich nicht offiziell - und erlöste mich nachts, allein und nur die Urlauberin hatte noch Schlüssel. Perfekt.

Um 5:15 Uhr habe ich laut Einsatzprotokoll eine, wenn auch unverständliche, Reaktion gezeigt; ich selber habe Erinnerungen ab Spätnachmittag / früher Abend - in der Klinik.

Sie hatten Streit. Sie war aufgeregt und wollte nach Hause. Und sie fuhr und fand mich im Bett.

Ohne diesen Zufall wäre ich nicht mehr da. Ohne diesen Zufall hätte ich nicht zwei wundervolle Kinder, ohne diesen Zufall würde ich nicht so unfassbar dankbar sein, zu leben.

Ohne dieses unfassbare Glück wäre ich wirklich wirklich wirklich nicht mehr da. Das ist für mich. . aus meiner Perspektive danach . . so bewusst geworden. Ich würde diesen Schritt niemals wieder gehen. Im ersten Moment war ich enttäuscht und wütend. Aber seit ich realisiert habe, dass ich wirklich hätte tot sein können - ist dieses geschenkte Leben, so hart es auch ist . . und das ist es. .

das größte Geschenk, dass ich je erhalten habe. Es ist über 15 Jahre her . . Und ich bin auf jeden Fall jemand, der immer wieder fühlt, dass er nicht mehr kann, dass er nicht mehr weiter weiß. Aber selbst wenn ich keine Kinder hätte, was unbestritten der absolute Hauptgrund ist, warum ich einfach gar nicht mehr auf diese Gedanken kommen würde. .

ich würde das auch ohne Kinder nie wieder versuchen. Dieser Schock damals - etwas aus voller Überzeugung zu tun, jedoch rückblickend so unfassbar dankbar zu sein, dass es nicht geklappt hat. .

Hat mich persönlich davon überzeugt, dass es ganz bestimmt viele Dinge gibt, die man in Erwägung ziehen sollte - aber niemals der, sich das Leben nehmen zu wollen. eine fatale Entscheidung, die man hinterher, wenn man sie bereuen kann, bereuen wird.

Aber um zum Ausgangspunkt zu kommen: ja diese Gedanken können normal sein. Wenn sie aber der Normalität entsprechen, dann ruft da was schon sehr sehr lange Hilfe. Es sollte sich Gehör verschaffen, nicht sich komplett zum Schweigen bringen.



man weiß nie was noch kommt und man weiß auch nie, was noch auf einen wartet. Ich finde, man sollte sich die Chance geben, mit besten Absichten weiter durch Leben zu gehen.

Ich hätte verpasst, wie diese Jungs in ihren Zimmern schlafen, wie sie auf die Welt kommen . . wie der Kater hier auf meinem Schoß liegt, . . Verdammt ich hätte so viele Serien verpasst ( die meinetwegen abschotten, aber auch einfach mega sind ).

Ich hätte verpasst, wie das Verhältnis zu meiner Familie und zu meinen Freunden weiterhin so sicher ist, hätte verpasst neue Menschen in mein Leben zu lassen. Die mich manchmal ein Stück lang bereichert haben, mich manchmal schwer verletzt haben, aber auch manchmal einfach unfassbar viele gute Zeiten mit sich gebracht haben und auch noch bringen -wenn auch momentan so gut wie nicht.

Vorbei wäre nicht besser! Nein.

12.01.2021 22:36 • x 6 #11


wozu

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Hallo Clara Fall,
es ist so, wie du es schreibst. Meine Versuche waren ernstgemeinte Versuche. Und die Euphorie die ich bei diesen Versuchen hatte, war wirklich sehr groß. Wirklich nach dem Motto: jetzt hast du es bald geschafft. Ich lebe alleine und war dann doch sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat, zumal ich auch noch Schmerzen bekam.
Nun ja, das ist einige Jahre her und ich bin nicht mehr suizidal. Aber auch gerade jetzt gibt es Zeiten, wo ich nicht mehr mag. Es ist alles nicht so einfach
wozu

17.01.2021 20:08 • x 3 #12


Robbe

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Liebe wozu,
da hast du recht das Leben ist nicht einfach und schon gar nicht wenn man Depressionen hat. Ich wünsch dir ganz viel Kraft, Trost und immer wieder Momente in denen du spüren darfst, dass du nicht alleine bist. Es gibt Menschen die können sehr gut verstehen wie es dir geht und was du durchmachst, weil sie es selbst erlebt haben oder immer noch erleben. Und es gibt einen Gott der dich kennt und über die Maßen liebt. Er sieht dich liebe wozu, Er leidet mit dir, Er ist besorgt um dich und Er nimmt sich deiner an.
Herzliche Grüße, Robbe

17.01.2021 21:11 • x 1 #13


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DanielTechet

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Zu der Frage, ob man sich das Leben nehmen darf:

Ich persönlich sehe das gerne aus einer auch etwas spirituellen Sicht.
An sich darfst du mit deinem Körper natürlich tun, was immer du willst, denn es ist ja dein Körper.
Die große Frage ist nur, ob damit das eigentliche Problem gelöst ist.. denn vielleicht ist deine Depression ja auch eine Aufgabe, die es zu meistern gilt, die dich verwandeln kann und die dich letztlich zu einem Menschen macht, der du nie hättest werden können, ohne dies.
Menschen, die sich damit mehr beschäftigen sagen, dass "Gott" dich für einen Selbstmord sicherlich nicht bestraft, dass es aber 1. sehr sehr schade ist und 2. damit die "Probleme" (eigentlich sind es ja eher wichtige und wertvolle Aufgaben) nicht aus dem Weg geschafft worden sind.
Diejenigen die an Reinkarnation glauben sagen, dass du nach einem Selbstmord mit exakt der gleichen Lebensaufgabe noch einmal kommen musst, um sie in einem neuen Leben zu lösen. (Das hieße du müsstest eine ganz ähnliche Kindheit noch einmal durchmachen.. was ziemlich unklug wäre, schließlich hast du sie in diesem Leben ja bereits hinter dir und musst die jetzt "nur noch" verwandeln)

Aber ich persönlich kenne natürlich diesen Wunsch gut..
Einfach mal abschalten und ausschalten können, so wie man einen Fernseher einfach per Knopfdruck abschaltet und endlich einmal Ruhe hat.
Oder auch - wenn man religiös ist - eintauchen können in das Himmlische und dort ausruhen und sich erholen.. Sehnsucht habend, nach dieser Welt.

Insgesamt denke ich:
Es ist nicht verboten, aber es bringt dich auch nicht wirklich weiter und ist darüber hinaus sehr schade.. wer weiß, was noch alles werden könnte, was noch alles entstehen könnte in deinem Leben.

Alles kann besser werden und man ist auf eine Depression nicht festgelegt.. auch wenn viele Menschen das glauben. Das Leben kann wieder schön werden, aber man muss dafür halt etwas tun, zum Beispiel die eigenen Gedanken und Emotionen transformieren.

Liebe Grüße und viel Glück dabei!
Daniel

24.01.2021 14:24 • x 3 #14


sam_sam

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Zitat von DanielTechet:
Zu der Frage, ob man sich das Leben nehmen darf:

Ich persönlich sehe das gerne aus einer auch etwas spirituellen Sicht.
An sich darfst du mit deinem Körper natürlich tun, was immer du willst, denn es ist ja dein Körper.
Die große Frage ist nur, ob damit das eigentliche Problem gelöst ist.. denn vielleicht ist deine Depression ja auch eine Aufgabe, die es zu meistern gilt, die dich verwandeln kann und die dich letztlich zu einem Menschen macht, der du nie hättest werden können, ohne dies.
Menschen, die sich damit mehr beschäftigen sagen, dass "Gott" dich für einen Selbstmord sicherlich nicht bestraft, dass es aber 1. sehr sehr schade ist und 2. damit die "Probleme" (eigentlich sind es ja eher wichtige und wertvolle Aufgaben) nicht aus dem Weg geschafft worden sind.
Diejenigen die an Reinkarnation glauben sagen, dass du nach einem Selbstmord mit exakt der gleichen Lebensaufgabe noch einmal kommen musst, um sie in einem neuen Leben zu lösen. (Das hieße du müsstest eine ganz ähnliche Kindheit noch einmal durchmachen.. was ziemlich unklug wäre, schließlich hast du sie in diesem Leben ja bereits hinter dir und musst die jetzt "nur noch" verwandeln)

Aber ich persönlich kenne natürlich diesen Wunsch gut..
Einfach mal abschalten und ausschalten können, so wie man einen Fernseher einfach per Knopfdruck abschaltet und endlich einmal Ruhe hat.
Oder auch - wenn man religiös ist - eintauchen können in das Himmlische und dort ausruhen und sich erholen.. Sehnsucht habend, nach dieser Welt.

Insgesamt denke ich:
Es ist nicht verboten, aber es bringt dich auch nicht wirklich weiter und ist darüber hinaus sehr schade.. wer weiß, was noch alles werden könnte, was noch alles entstehen könnte in deinem Leben.

Alles kann besser werden und man ist auf eine Depression nicht festgelegt.. auch wenn viele Menschen das glauben. Das Leben kann wieder schön werden, aber man muss dafür halt etwas tun, zum Beispiel die eigenen Gedanken und Emotionen transformieren.

Liebe Grüße und viel Glück dabei!
Daniel


Erstmal vielen dank für die Antwort,

Glaubst du es gibt so etwas wie Reinkarnation?
Ich für mich glaube nicht an den einen Gott sondern viel mehr dass wir alle gewissermaßen "gott" sind bzw eine göttliche essenz haben.

Ich für mich hab immer geglaubt dass man vielleicht Pech haben kann mit dem Leben dass man sozusagen bekommt also in welches man hineingeboren wird.

Somit hab ich immer gedacht: Ja das Leben an sich kann schön und gut sein, nur ist nicht alles im Leben von jedem von Gott geplant und manches läuft einfach leider nicht so gut.

Wir haben alle eine höhere Essenz in uns die wir aber noch nicht voll begreifen können.

Es ist so dass wenn wir sterben ist, das Leben dass wir hatten vorbei und muss nie wieder gelebt werden.
Zumindest glaube ich dass. Dann wäre alles irgendwie befreiend nach dem Tod.

Bei Reinkarnation frage ich mich ob und wie man seine "aufgabe" entdeckt durch die man nicht mehr das eigene Leben wieder leben muss.

26.01.2021 12:39 • x 1 #15


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DanielTechet

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Zitat von sam_sam:
Glaubst du es gibt so etwas wie Reinkarnation?


Hallo sam_sam,

ich halte die Reinkarnation für möglich, was aber nicht heißt, dass ich diese Lehre für die Wahrheit halte. Was ich aber für die Wahrheit halte, also glaube, ist, dass das Leben einen höheren Sinn hat und man über sein irdisches Sein hinaus - auf positive Weise - existiert.

Du hast einen tollen Satz gesagt:
"Ich für mich glaube nicht an den einen Gott sondern viel mehr dass wir alle gewissermaßen "gott" sind bzw eine göttliche essenz haben."
Das sehe ich ganz ähnlich und diese Sicht hilft mir sehr, mein Leben aktiv und positiv zu gestalten.
Denn eine der Komponenten des Göttlichen ist ja bekannterweise die Fähigkeit schöpferisch zu Sein.
Demnach müssten wir in unserer Essenz ja schöpferische Wesen sein, oder?
Vielleicht ist sogar unser Leben und alles was uns begegnet, von uns selbst "geschaffen", wer weiß..

Liebe Grüße und alles Gute!
Daniel

26.01.2021 16:30 • x 2 #16


bake37

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Hallo, Daniel Techet,
Gerade Du solltest statt "Selbstmord" das Wort Suicid verwenden.
"Mord" ist bekanntlich ein strafwürdiges Verbrechen.
Gruß von bake37

27.01.2021 17:48 • #17


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ZeroOne

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Zitat von sam_sam:
Ist es eine Schuld oder eben ein Verbrechen sich das Leben zu nehmen?


Ich denke, dass es dafür keine richtige oder falsche Antwort geben kann, die für jeden pauschal oasst.

Da wirst du sicherlich auch unterschiedliche Antworten in Abhängigkeit von Kultur und Geschichte bekommen. Japan z.B. hat eine lange Suizid-Tradition (Seppuku, Harakiri,...), die u.a. mit Ehre verbunden ist. Auch heute noch - nicht umsonst gibt man dort zwischenzeitlich Unsummen für Präventionsprogramme aus.

Persönlich denke ich, dass wir niemanden darum gebeten haben, geboren zu werden.

Das kann aus dem Egoismus der Eltern geschehen sein, die sich unbedingt Kids wünschten, ohne dabei an die Konsequenzen für die Kinder zu denken?
Oder es kann einfach nur ein ungewollter Unfall gewesen sein?
Oder auch nur aus dem gesellschaftlichen Zwang heraus, weil es sich "so gehört", eine Familie zu gründen und Kinder in die Welt zu setzen?
Oder es wird einfach nur von der Evolution getriggert?

Was auch immer die Motivation dafür war - es war definitiv nicht Wunsch des ungeborenen Kindes, in die Welt gesetzt zu werden.

Daher ist mein persönliches Fazit, dass man auch nicht von Schuld oder Verbrechen sprechen kann, denn man schuldet niemand gegenüber Rechenschaft für sein Leben, um das man weder irgendeinen Gott, seine Eltern, oder sonst wen gebeten hat.
Man hat sich die Suppe selbst nicht eingebrockt, also sollte es auch einem selbst überlassen sein, ob, wann und wie man sie auslöffelt - oder auch nicht.

Keine Pflicht zur Rechenschaft. Keine Schuld. Kein Verbrechen.

Vielleicht ist meine Art zu denken etwas abgedreht, aber das bin eben ich.

LG
ZeroOne

27.01.2021 18:22 • x 3 #18


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DanielTechet

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Zitat von bake37:
Hallo, Daniel Techet,
Gerade Du solltest statt "Selbstmord" das Wort Suicid verwenden.
"Mord" ist bekanntlich ein strafwürdiges Verbrechen.
Gruß von bake37


Hallo bake37,

ja, da hast du Recht. Danke für den Hinweis!
Alternativ ginge auch das Wort Freitod.

Grüße
Daniel

27.01.2021 18:36 • #19


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Bella72

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Hallo zusammen,

ich möchte Euch berichten, was ich nach meinem Suizidversuch erlebt habe. Ich lag im Koma und es lief ein Film, der so krass war, dass ich ihn gar nicht wirklich beschreiben kann. Ich wurde von einem Psychiater und 2 Gehilfen verfolgt, weil ich eine Lügnerin sei und meine Familie zerstört habe. Dafür sollte ich bestraft werden. Der eine Gehilfe hatte immer einen Baseball-Schläger und der andere einen Säure-Kanister dabei. Ich lag regungslos im Bett und habe immer versucht, meine Umwelt auf diese Typen aufmerksam zu machen, was mir nicht gelang. Es gab so viele krasse Szenen, die ich noch im Kopf habe aber schlecht wiedergeben kann, so verrückt waren sie.

Als ich von der Intensiv Station auf die Unfall verlegt wurde, war ich sicher, in eine Todeszelle zu kommen. Ich habe nur das Foto von meinem kleinen Sohn mitgenommen und auf meine Brust gelegt. Ich war bereit, zu sterben. Als ich meine Familie dann in dem Zimmer sah, fragte ich "was macht ihr denn hier?" Die dachten natürlich dass ich jetzt komplett übergeschnappt bin. Diese Wahnvorstellungen hielten noch länger an. Vielleicht war ich in einer Zwischenwelt, vielleicht war es auch das Trauma und die Medikamente, die das alles ausgelöst haben. Who knows?

Von daher kann ich nur warnen. Niemand weiß was nach dem Tod geschieht und was mit Selbstmördern passiert. Es gibt ja viele Mythen, die Seele findet keine Ruhe, man ist verdammt usw. Wissen tun wir es alle nicht und es kann immer schief gehen. Ich hatte noch Glück im Unglück aber werde mein Leben lang die Folgen des Versuchs ertragen müssen. Ich lebe damit. Und bin froh, noch hier zu sein und mich um meinen süßen und frechen kleinen Mann und meinen Mann, meine Eltern und Freunde kümmern zu können und die schönen Seiten des Lebens wieder zu genießen.
Für mich sind Selbstmordgedanken ein Symptom von Depressionen und gefährlich. Ein psychisch gesunder Mensch ist meiner Meinung nach nicht in der Lage, diesen Überlebenswillen zu überwinden. Das macht die Krankheit
Eure Bella

01.03.2021 22:52 • x 4 #20


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Bella72

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Ich habe gestern in einem Buch gelesen, dass Suizidanten (interessantes Wort) sich vor der Tat in einem Tunnel befinden, aus dem sie nicht anders herauskommen als durch die Tat. Sie führen diese Tat also nicht willentlich durch sondern werden von der Krankheit gesteuert.
Ich kann das bestätigen, so kam es mir auch vor. Der stärkste Wille eines jeden Lebewesens ist der Überlebenswille und wenn die Krankheit diesen besiegen kann, kann man sich vorstellen, wie mächtig sie ist.

17.03.2021 15:52 • x 5 #21


wozu

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Liebe Bella 72,
ich glaube ich kann das auch bestätigen: "sie werden von der Krankheit gesteuert" - ich kann mich daran erinnern, dass ich mich total euphorisch fühlte bei meinem Versuch: - jetzt hast du's bald geschafft. Und es gab nichts anderes mehr. So wie d u es zitiert hast: ein Tunnel.
wozu

17.03.2021 21:26 • x 1 #22


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Bella72

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@wozu,

euphorisch habe ich mich nicht gefühlt nur einfach wie ferngesteuert. Als ob eine fremde Kraft mich dazu gebracht hat, mich aus dem Fenster fallen zu lassen. Welcher normal denkende Mensch macht sowas auch? Ich wollte mein Umfeld und mich erlösen. Dachte, mein Mann und mein Kind sind ohne mich besser dran. Das muss man sich mal vorstellen. Beide lieben mich sehr und diese Krankheit hätte es beinah geschafft, mich ihnen wegzunehmen.
Schade ist, dass es schwer nachvollziehbar ist. Sprüche wie " das hast Du Dir ja selbst angetan" oder " außer Dir war ja niemand an dem Sturz beteiligt" oder "Du wolltest einfach abhauen und hättest uns im Stich gelassen" NEEIIIIIINNNNNNNNNNNNN so ist es verdammt nochmal nicht!
Ich hatte keine Chance mehr. Nichts in der Welt wäre schöner als gesund und bei der Familie und den Freunden zu sein. Aber diese sch. Krankheit macht alles kaputt. Bei einem schweren Unfall haben alle Mitleid aber bei einem Suizidversuch sind die meisten schockiert. Sogar das Krankenpersonal hat solche Sprüche los gelassen. Ich wurde auch nicht so gut behandelt wie "normale" Patienten auf der Unfallstation. So nach dem Motto die ist ja eh selber schuld. Echt heftig.

So das musste mal raus, sorry
Liebe Grüße von Bella

14.04.2021 15:47 • x 4 #23


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Nottolate

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@sam_sam Dein Beitrag ist schon etwas älter, dennoch möchte ich ihn gerne kommentieren.
Freitod, Suizid oder wie immer man es nennt, löst das Problem nicht. Weder deines, noch jener der Hinterbliebenen. Ich hab mich über 20 lange Jahre mit dem Thema Freitod und dem Leben danach befasst. Grund war die Neugierde was wohl nach dem Tod sein könnte und weil ich mit Adam und Eva nichts anfangen konnte.

Ich fand meine Antwort woanders, es ist aber meine Antwort, du solltest Deine suchen. Die Frage unbeantwortet zu lassen, wird Dein Problem nicht lösen, genauso wenig wie wegschauen, ignorieren oder den Schritt zum Suizid. Vor letzterem rate ich im Allgemeinen ab, denn nur weil dein Körper danach nicht mehr funktioniert, weil er tot ist, heißt das noch lange nicht das was anderes noch seine Antwort erwartet. Damit meine ich nicht Gott!

Lösen Deinen Blick von dem was Du glaubst zu sehen und schau mal genauer hin. Du wirst merken das dort noch viel mehr ist als du dir bewusst bist.
Metapher: Der dichte Nebel verdeckt die Schönheit der Landschaft. Sobald ein einziger Lichtstrahl den Nebel durchdringt, löst sich der Nebel auf und bringt die volle Schönheit zum Vorschein.

14.04.2021 16:29 • x 2 #24


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Bella72

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@Nottolate ,

darf ich Dir sagen, dass in einer schweren Depression solche Gedanken nicht mehr ankommen? Wie gesagt, es ist ein Tunnel und man ist gesteuert. Rationales Denken ist nicht mehr möglich. Ich habe es selber erlebt, deswegen kann ich das mit Sicherheit sagen. Ich glaube auch eine höhere Macht, denn es müssen unzählige Schutzengel bei mir gewesen sein, dass ich das so überlebt habe. Dennoch kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob ich es nochmal machen würde, wenn ich wieder in dem Tunnel wäre...

14.04.2021 16:36 • x 4 #25


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Nottolate

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@Bella72
Was lehrt uns das? Das unser Gehirn mit uns macht was es will. Es zeigt uns wie Machtlos der Mensch gegenüber seinem selbst in Wirklichkeit ist. Eine tiefe Depression ist mir fremd, aber eine leichte sehr wohl und ich kann dir deine Aussage nur bestätigen. Er hat noch die Kraft Fragen zu stellen und Antworten geben ihn Halt. Richtig oder falsch ist die Entscheidung des Betrachters. Nicht zu reagieren wäre die falsche Antwort.

14.04.2021 16:44 • #26


wozu

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@Bella 72 - du hast geschrieben, du kannst nicht mit Sicherheit sagen, ,ob du es noch einmal machen würdest. Verstandesmäßig spricht ja so viel dagegen, du hast es aufgeführt, aber ich habe auch gemerkt, dass es bei mir auch keinen klaren Gedanken mehr gab, sondern nur das Ziel- bald habe ich es geschafft. Gedanken an andere , in der Situation gab es die nicht, ich war auch nicht fähig noch an andere zu denken.
Bei einem Suizid-Versuch in der Klinik habe ich auch erlebt, dass das Pflegepersonal mich herablassend behandelt hat, genau, wie du es geschrieben hast, die ist ja selbst schuld.
Für mich ist es Teil meiner Krankheit und ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, ob ich es nicht wieder mache, gerade wenn es so dunkel ist wie jetzt
wozu

14.04.2021 19:32 • #27


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Kate

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Zitat von wozu:
Für mich ist es Teil meiner Krankheit und ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, ob ich es nicht wieder mache, gerade wenn es so dunkel ist wie jetzt

Ich kenne das (leider) auch. Ich hatte es aber nie ernsthaft versucht, eher ganz lapidar der Ruhe wegen.
Auch wenn das jetzt vielleicht unpassend ist, dann einfach überlesen.
Ich habe auch von den Situationen der Überlebenden im Krankenhaus gehört. Aus dem Grund würde ich mich schon extra anstrengen, dass es nicht dazu kommt, dass ich dort lande.
Ich wüsste auch genau, ich käme danach mit den vorwurfsvollen Blicken der Familie nicht klar. Mein Plan ist sozusagen todsicher.

Aber zum Glück gibts ja viele gute Hilfsangebote die das verhindern. Und man selbst verhindert das ja auch.

Gott war das jetzt unangebracht?
Aber wie sonst schreibt man, dass man genauso denkt.

14.04.2021 20:05 • x 2 #28


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Bella72

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@Kate ,
Zitat von Kate:
Ich hatte es aber nie ernsthaft versucht, eher ganz lapidar der Ruhe wegen

was meinst Du damit?
Ich muss Dir leider sagen, dass es kaum einen absolut sicheren Versuch gibt außer Du nimmst vielleicht einen 50m Turm. Es haben so viele mehr oder weniger überlebt. Auch bei mir war es ein Wunder.
Leider ist es so, auch wenn es hart ist

15.04.2021 09:06 • x 2 #29


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Kate

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Zitat von Bella72:
was meinst Du damit?

Es ist nie eine große Sache. Eher gehts wirklich nur um ganz lange schlafen. Das kann man echt nicht zählen. Früher dachte ich mal, das zählt unter Versuche mittlerweile aber nicht mehr.
Zitat von Bella72:
Auch bei mir war es ein Wunder.

Das Glück hast Du auch verdient.
Zitat von Bella72:
Ich muss Dir leider sagen, dass es kaum einen absolut sicheren Versuch gibt

Oftmals ist es leider tatsächlich so, mit gravierenden Folgen.

LG Kate

15.04.2021 09:43 • #30

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