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Warum Männer selten glückliche Männer sind

Dys
Zitat von FranzFranz:
Kennst du Tamara Wernli

Kannte ich bislang nicht. Zu deiner Frage, ob das nun ein Mann vorgetragen hätte oder ein anmierter Pokemon, die Botschaft wäre die Gleiche und hat ihren Informationsgehalt.
Dieser kann aber genauso auf Männer zutreffen und würde wenn man statt Frauen, Menschen sagen, könnte es unabhängig vom Geschlecht zutreffen. Es kann aber eben auch sein, dass es nicht zutrifft, bei jemandem, der es für sich und auf sich bezogen als nicht zutreffend erachtet.

In wieweit überhaupt irgendjemand etwas über Gefühle und Denken erklären kann, dass dann auch eine Erklärung über einen Selbst liefern würde, kann man am Ende nur selbst beurteilen. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, was laut Frau Wernli bezüglich Frauen als nicht so gegeben ansieht, spielt es tatsächlich keine Rolle, welches Geschlecht man hat. Männer können sich auch selbst belügen. Weil Menschen sich selbst belügen können.

Was ich für mich aussage ist lediglich, dass ich von einem Coaching für Männer, weil es für Männer gedacht ist, nicht automatisch etwas halte, nur weil ich ein Mann bin.

Wenn ich Blickwinkel Anderer Menschen im Bezug auf meine Gedanken, Gefühle und mein Verhalten haben will, muss ich sie lediglich zulassen. Wenn dann etwas von deren Blickwinkel etwas in mir bewirkt, dass ich mich besser fühle, wenn ich es anwende, dann ist mir egal ob es was wäre, das weshalb auch immer überwiegend von einem bestimmten Geschlecht praktiziert wird und erstrecht von welchem Geschlecht dieser Blickwinkel kommt.
Mir nutzt nur was ich mir zu eigen mache und es mir nutzt. Dabei ist mir klar, das Menschen unterschiedlich fühlen und denken und sich auf ihre Weise verhalten.

Was Frau Wernli aber zutreffend aussagt ist, dass eben viel davon abhängt wie Andere einen sehen könnten oder von etwas halten könnten, dem man sich zuwendet. Aber das ist auch nicht Frauen vorbehalten. Es ist einzig dem eigenen Ego geschuldet, wie man mit Bewertungen von Außen durch eine wie auch immer geartete Gruppe umgehen will.

Wenn ein Mann sich nur Männern öffnen will, so darf er das ja und wird halt seine Gründe haben. Das gleiche gestehe ich auch Frauen zu. Und ich gestehe Jedem zu, der meint, sein zu müssen wie Andere meinen, wie er zu sein hat und wenn er sich lediglich darauf verlassen will, dass es zutreffend ist, weil es geschlechtsspezifisch geäußert wird. Wenn einem der kleinste gemeinsame Nenner reicht, dann ist das so und darf so sein.

Ich für meinen Teil, öffne mich Menschen denen ich das nötige Vertrauen zuspreche, dass ich dafür an den Tag legen muss.

x 2 #16


HDD
Das hier fiel mir zufällig in die Hände (Link in einem Ebook). So würde ich es mir wünschen (ich denke, dann könnten auch Männer glücklich sein):




... und andersrum natürlich entsprechend.

x 2 #17


A


Hallo Sifu,

Warum Männer selten glückliche Männer sind

x 3#3


HDD
Ich sehe gerade, das gibts auch:



Finde ich auch sehr gut.

x 2 #18


Sifu

#19


FranzFranz
Schieflage - es ist definitiv eine Schieflage - aber durch Jahrtausende an Patriachat.

Wernlis message impliziert, dass man von Gleichheit ausgeht und plötzlich die eine Hälfte der Menschheit auf die andere Menschheit los geht.

Ist aber nicht so - es ist über die Jahrtausende die eine Hälfte der Menschheit (Männer) auf die andere Hälfte losgegangen (Frauen). Es herrschte und herrscht noch immer keine Gleichheit*. Auf dem Papier vielleicht in Mitteleuropa, aber nicht in den Köpfen.

Wer hat den den neuen Film "Rose" mit Sandra Hüller gesehen?

*Damit meine ich nicht, dass Frauen und Männer im Durchschnitt gesehen gleich sind. Ich meine echte Gleichberechtigung.

#20


Sifu
Zitat von FranzFranz:
Schieflage - es ist definitiv eine Schieflage - aber durch Jahrtausende an Patriachat. Wernlis message impliziert, dass man von Gleichheit ausgeht und plötzlich die eine Hälfte der Menschheit auf die andere Menschheit los geht. Ist aber nicht so - es ist über die Jahrtausende die eine Hälfte der Menschheit ...

Wer verreckt denn in Kriegen oder wird verstümmelt seit Jahrtausenden ?

x 1 #21


FranzFranz
Zitat von Sifu:
Wer verreckt denn in Kriegen oder wird verstümmelt seit Jahrtausenden ?

Frauen kriegen die Kinder, Männer müssen an die Front. Diesen Ausgleich fände ich ok, wenn es einer wäre.
Aber Frauen geht es im Krieg auch nicht viel besser, beispielsweise Massenvergewaltigungen oder einfach bei Bombardierungen im Hinterland. Kannst dich noch an die Gebärklinik am Anfang des Ukraine-Krieges (Mariupol?) erinnern? Und wie war das mit der Menschenjagd in Sarajevo in den 90ern? Usw., etc. u. dgl.

x 1 #22


Sifu
🔁 Video geteilt von Sifu:

#23


FranzFranz
Oh ja, Erich Fromm!
49 Jahre altes Interview, noch immer brandaktuell.
"Das Leiden am sinnlosen Leben."

x 1 #24


HDD
Zitat von FranzFranz:
Es herrschte und herrscht noch immer keine Gleichheit*.

Zitat von FranzFranz:
*Damit meine ich nicht, dass Frauen und Männer im Durchschnitt gesehen gleich sind. Ich meine echte Gleichberechtigung.

Was denn jetzt? Gleichberechtigung - oder Gleichheit? Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Gleichberechtigung bedeutet, dass alle geleiche Chancen haben - was sie daraus machen, ist ihnen überlassen.
Ich denke, das haben wir (abgesehen von Ausnahmen, wie immer) im Westen inzwischen schon seit einiger Zeit.

Gleichheit bedeutet, dass sie wirklich gleich sind.
Das haben wir nicht, hatten wir nicht und werden wir auch nie haben - und es ist auch keineswegs wünschenswert, solange die Menschen nicht wirklich auch gleich sind - und das sind sie nun mal nicht; wir sind schließlich keine Insekten.

Im Übrigen finde ich es nicht gut, eine neue Ungerechtigkeit mit einer alten Ungerechtigkeit zu rechtfertigen. Wo würde uns das denn hinbringen?

x 3 #25


HDD
Was Erich Fromm angeht:

Seiner Kapitalismuskritik stimme ich zu - aber seine Diagnose, dass der stabilsten Charaktere krank sind, weil sie (gut) an ein krankes System angepasst sind - das halte ich für etwas fragwürdig. Stabilität (und Anpassungsfähigkeit) halte ich für Werte an sich - unabhängig vom System, denn sie unterstützen den Einzelnen in seinem Leben.

Und die Behauptung, im Mittelalter und in anderen Kulturen sei die Menschenverachtung des Kapitaliusmus nicht gegeben gewesen und diese Kulturen hätten dem Menschen gedient (6:25) - das halte ich für Quatsch. Man schaue sich das römische Reich an - oder Dschingis Khan - oder die Kreuzzüge: Dienten die "dem Menschen"? Oder nicht vielleicht eher dem Machtanspruch Einzelner bzw. einer Gesellschaft (Rom), ganz egal, über wie viele Leichen dabei gegangen wurde?

(6.50): Auch diese Gesellschaften hatten ihren eigenen Neurotizismus. Sie waren vielleicht nicht so sehr beherrscht vom Prinzip des Habens - aber durchaus vom Prinzip des Herrschens über andere. Und ist das Besser?

Aber im Großen und Ganzen kann man ihm schon zustimmen. Nützt nur nicht viel - wir müssen mit dem zurecht kommen, was wir haben, und versuchen, unseren kleinen Teil dazu beizutragen, dass der Kapitalismus und das alles nicht überhand nimmt; Kapitalismus als wirtschaftliches und gesellschaftliches Werkzeug ist ja nicht schlecht - es kann gut zur vernünftigen Verteilung von knappen Ressourcen funktionieren - aber es muss eben unter Kontrolle sein und nicht so freilaufend bzw. unter Kontrolle leicht kranker Menschen.

x 1 #26


Dys
Zitat von FranzFranz:
Schieflage - es ist definitiv eine Schieflage - aber durch Jahrtausende an Patriachat.

Zitat von Sifu:
Wer verreckt denn in Kriegen oder wird verstümmelt seit Jahrtausenden ?

Noch ein Bisschen Whataboutismus gefällig? Wer zettelt denn meistens die Kriege an?
Zur frage wer verreckt oder verstümmelt wird, Menschen und Tiere und Verluste haben gerne auch diejenigen die zumindest mit dem Leben davon gekommen sind.

x 1 #27


FranzFranz
Zitat von HDD:
Gleichberechtigung - oder Gleichheit? Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Danke für die Klarstellung. Ich hatte das einfach "gleich" gesetzt 🙂 . Das war nicht so gut.

Gleichberechtigung auf dem Papier in Mitteleuropa. Bis es in den Köpfen drinnen ist, wird es noch einige Generationen dauern, Jahrtausende an patriachalischer Sozialisation und Erziehung sind nicht mit einem Knips auszuschalten.

x 1 #28


Sifu
Care-Argument als billige Ausrede für reine Männerwehrpflicht


https://manndat.de/fakten-und-faltblaet...newsletter

#29


A


Hallo Sifu,

x 4#15


Dys
Zitat von Sifu:
Care-Argument als billige Ausrede für reine Männerwehrpflicht

Was willst Du damit aussagen? Ist das deine Meinung? Falls ja, wäre es ja schön, wenn Du es entsprechend formulieren könntest. Falls es nur papageienartiges Nachplappern ist, von etwas, dass irgendjemand aussagt, wäre die Frage, wieso?

Erstens gibt es faktisch noch keine Wehrpflicht, wobei die aber auch nur ausgesetzt ist und nicht abgeschafft. Zweitens gibts laut Grundgesetz ja die Möglichkeit den Wehrdienst zu verweigern und oh Wunder, als es sie noch gab, haben Männer diese Möglichkeit auch wahrgenommen und Care Arbeit im Rahmen von Zivildienst leisten können in Kliniken und Pflegeheimen und in anderen sozialen Einrichtungen. Wo ist da eine Ausrede, wenn Frauen Arbeiten leisten würden, die denen eines Zivildienst entsprechen würde. Abgesehen davon wurden auch keine alleinerziehenden Männer zum Wehrdienst eingezogen und dann deren Kinder zu Großeltern oder ins Heim verfrachtet. Du dürftest auch bei einer Wehrpflicht ohnehin nicht davon betroffen sein und dass viele User hier davon betroffen sein könnten, sehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Und ob es die Männer hier unglücklich machen würde, was ja mal das Thema des Threads war, wenn es keine Wehrpflicht für Frauen gäbe, könntest Du ja erfahren, wenn Du eine entsprechende Frage stellen würdest.

Weißt Du Sifu, es ist ja okay Themen aufzugreifen die auch Andere, so wie Dich interessieren könnten. Aber lediglich irgendwelche Inhalte aus dem Netz picken und hier einpflanzen ohne selbst mal eine Dir zuzuordnenden Meinung oder Ansicht preiszugeben, finde ich persönlich eher spammig, besonders wenn nur lapidare Einzeiler ohne erkennbare Intention kommen.

#30

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