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Wann wirkt Citalopram?

Hilfesuchender

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Hallo zusammen,

kurz zu meiner Geschichte, ich habe vor drei Wochen eine Art Nervenzusammenbruch gehabt. Ich war in meiner Wohnung und habe gedacht, dass ich nicht mehr ich selbst bin, mir wurde schwindlig, ich bekam herzrasen und schweißausbrüche. Da ich die letzten Jahre schon öfters kleine Panikattacken hatte dachte ich mir erst es wäre wieder eine. Aber so extrem war es noch nie und ich habe es grad noch so geschafft zu meinem Hausarzt zu gehen. Dem habe ich alles erzählt, auch dass ich es die letzten Jahre immer mal wieder hatte. Er verschrieb mir Citalopram 10 mg, hat mich an eine Psychologin überwiesen und hat mich 3 Wochen krank geschrieben.
In der ersten Woche hatte ich deutliche Nebenwirkungen, sprich Durchfall und Schlaflosigkeit. In der dritten Woche gings mir wieder deutlich besser und deswegen bin ich vorgestern wieder arbeiten gegangen. An dem Tag war alles gut, meine Kollegen haben sich gefreut, dass ich wieder da bin und ich mich auch. Gestern überkamen mich dann wieder starke Ängste und Panikattacken in der Firma. Ich habe mich grad so durch den Tag kämpfen können. (Bei den Attacken wirds mir auch oft schlecht und ich bekomme Durchfall, deswegen bin ich die letzten Jahre auch nie gerne dahin wo es keine Toilette gab). Heute bin ich dann wieder zum Arzt und wurde erneut 3 Wochen krank geschrieben, ich soll jetzt 20 mg einnehmen, was ich heute morgen auch gemacht habe. Nun habe ich wieder Durchfall, ist das normal? Eigentlich dachte ich letzte Woche noch, dass das Citalopram gut wirkt, nun wurde ich eines besseren belehrt, wann habt ihr eine Besserung gemerkt? Vielleicht hat ja auch jemand mit einer Therapie Erfahrung, ich würde gerne wissen wie lange so eine Therapie dauert und ob ich in 3 Wochen wieder arbeiten kann, sonst muss ich von Krankengeld leben und das wäre mir sehr unangenehm weil ich eigentlich immer gerne gearbeitet habe.
Ich hoffe die Erfahrenen unter euch können mir weiter helfen.

Gruß
Stefan

13.12.2018 00:14 • x 1 #1


bones

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Dass ist bei jedem unterschiedlich , wann es wirkt. Jedoch muss du Geduld mitbringen. Jede medikatöse Behandlung braucht seine Zeit. Was ich aber nicht verstehe ist, warum dein Hausarzt dir wegen Panikstörung dieses medikament verabreichen tut?

Dafür gäbe es andere Medikamente, die eher dein symptom gut behandeln lässt. Hat dein Arzt dir den Grund warum er dieses medikament gegeben hat?

Eins solltest du dir vor Augen halten. Antidepressiva sind zwar gute Medikamente ,die nur deine Symptome unterdrücken. Ich würde da vorsichtshalber sagen dich helfen , um erfolgreich mit anderen Therapie bewältigen lässt. Ich würde an deiner stelle noch mit Psychotherapie parallel absolvieren.

13.12.2018 13:40 • x 3 #2


Michael2018

Michael2018

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Hallihallo Hilfesuchender
Ich selber nehme jetzt schon gut 10 Jahre das Antdepressiva Citalopram in 20 mg.
Es wird von Person zu Person unterschiedlich sein wann es anfängt richtig zu wirken.
Ärztlich würde mir mal gesagt, dass es etwa 14 Tage dauern würde bei regelmäßiger Einnahme. Nur wie oben schon gesagt kann dieses auch etwas länger sein oder auch kürzer sein.

Gruß Micha

14.12.2018 11:41 • x 2 #3


Frederick1

Frederick1

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hallo lieber Hilfesucher,

ich nehme jetzt nicht dein Medikament, aber ein ähnliches. Und es wirkt echt unterschiedlich, weil wir Menschen ja alle Originale und nicht gleich sind. Damals am Anfang habe ich für mich Urlaub genommen, weil es für mich so vier Wochen gebraucht hat, bis es endlich anfing zu wirken.......................................................................................................

Aber unser Körper trägt den Schmerz auch mit, gerade die körperlichen Schmerzen in der Depression. Meine psychischen Beschwerden lagern sich auch in meinen Körper aus.Meine Trauer, mein Kummer, Rückenschmerzen, wenn ich mein Schweres, meine Last fast nicht mehr tragen kann. Es kann dann in der Depression zu körperlichen Erkrankungen kommen, wenn mein Körper es nicht mehr schafft, meine Depression auszugleichen. Verschiedenste Bereiche meines Körper können da bedroht sein. Meine Depression und meinen Körper kann ich nicht trennen, beides ist ein Teil von mir.

Mir persönlich hilft, nicht nur achtsam mit meiner Depression umzugehen, sondern auch mit meinem Körper. Ich habe gelernt, wenn mein Körper stark ist, bin ich auch stärker in meiner Depression.

So habe ich ganz langsam angefangene, auch meinen Körper zu trainieren. Mit wandern, Laufen, dann auch mal joggen.

Und sehr gerne fahre ich Fahrrad, das hilft mir sehr viel, zu sehen, wie ich mit meiner eigenen Muskelkelkraft so schnell vorwärts komme.

Und da wünsche ich dir jetzt ganz viel Geduld, Liebe und Annahme für dich, das es dir bald wieder besser geht. Und das du versuchst, auch deinen Körper zu trainieren, indem du aber ganz langsam anfängst, jeden Tag ein wenig mehr.


in guten Gedanken für dich,


viele liebe Grüße,


Frederic

14.12.2018 17:53 • x 1 #4


Hilfesuchender


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Hi, sorry hat ein bisschen länger gedauert mit meiner Antwort. War jetzt 6 Wochen krank geschrieben und arbeite heute den zweiten Tag. Gestern war alles super, heute gehts mir schon wieder etwas schlechter. Heute morgen hatte ich wieder eine Panikattacke. Nehme das Citalopram 20 mg jetzt seit 3 Wochen, ob ea hilft kann ich garnicht genau sagen, aber ich habe das Gefühl, dass die Attacke nicht mehr so stark ist. Mache allerdings nebenbei noch eine Therapie, hatte gestern meinen dritten Termin, kann also da auch noch nichts genaues sagen.

Gruß und danke für eure Antworten!

Vor 1 Stunde • #5


Versunkenheyt

Versunkenheyt

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Ich will niemanden verunsichern...

Aber citalopram scheint die erste Wahl der Ärzte zu sein, wenn sie das erste Mal ihren Patienten ein Medikament (Psychopharmaka) verschreiben. Mir wurde dieses Medikament zu Beginn auch verschrieben (40 mg). Wirkung gleich 0. Ich hab bei diesen Tabletten den Eindruck eines Placebos.

Dennoch... wie schon geschrieben, jeder Körper ist und reagiert anders.

Vor 50 Minuten • #6


florica

florica

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Ich hatte damals EScitalopram .Genau genommen handelt es sich dabei um eine Weiterentwicklung von Citalopram.
Und es ist wohl teurer.

Es hat mir geholfen - zumindest die erste Zeit.
Aber irgendwie ist das mit dem Helfen so eine Sache. Bevor ich es genommen hatte - ging es mir so wirklich richtig beschi...
Ich war irgendwie gar nicht mehr anwesend.
Und danach ging es besser - aber wie der Mensch so ist... nie zufrieden ... weil besser war irgendwie noch nicht mal in der Nähe von normal.
Ich war nicht mehr abwesend... aber mein Antrieb ist im Keller gewesen und hat es sich da gemütlich gemacht - und das Leben war immer noch ziemlich... bescheiden.
Und dann ging es wieder bergab. So weit bergab das ich dann 8 Wochen Klinik angefangen habe.

Also ich bin wirklich hin- und her gerissen - ich hatte in der Zeit vor der Klinik noch Lithium dazu bekommen, was aber außer einem Tremor auch nichts gebracht hat.

Allerdings finde ich auch das was ich jetzt nehme nicht optimal.

Vor 18 Minuten • #7




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