Mirtazapin wirkt nicht mehr, falsche Dosierung?

Jenniinskii

3
1
Hallo ihr Lieben! Ich hoffe, dass ich hier auf hilfreiche Ratschläge stoße. Es ist so, dass ich seit einigen Monaten unter sehr plötzlich auftretenden Panikattacken leide. Die erste kam ganz spontan, mitten in der Nacht. Seitdem ist nichts mehr wie es vorher war. Wochenlang lag ich nur rum, konnte nichts machen. War ewig krank geschrieben und habe es nur mit Mühe und Not geschafft, mich irgendwann wieder zur Arbeit zu quälen. Während dieser Zeit konnte ich so gut wie nichts essen, mir war permanent übel und ich hatte häufig mit einem lästigen Würgereiz zu kämpfen. Insgesamt war das sogar das Schlimmste an der ganzen Sache, da ich ohnehin schon sehr schlank bin. Habe dann innerhalb von ca. 2 Monaten fast 5 Kilo abgenommen. Irgendwann fasste ich den Entschluss, zusammen mit meinem Therapeuten die Maßnahme eines Antidepressiva in Erwägung zu ziehen. Die Wahl fiel auf Mirtazapin (15mg) die mir dann mein Hausarzt verordnete. Aus Angst vor zu starken Nebenwirkungen nahm ich vorerst nur eine halbe (7,5mg) zur Nacht ein. Bereits am nächsten Tag ging es mir deutlich besser. Ich konnte endlich wieder schlafen, hatte keine Panikattacken mehr und bekam wieder Appetit. Habe sogar ganz gut zugenommen, hab alles wieder drauf was ich verloren hatte. Jedoch waren die letzten Wochen für mich sehr sehr stressig, hauptsächlich weil es plötzlich einen Todesfall in der Familie meines Freundes gab. Die Dosis behielt ich einfach bei, was erstmal auch geklappt hat. Aber da es nach einigen Tagen doch wieder schlechter wurde und ich mich nicht mehr so gut fühlte, erhöhte ich auf 15mg. Die Dosis, die mir sowieso verordnet wurde. Vorerst war alles gut, aber am letzten Sonntag ging es mir wieder so plötzlich wie die Panikattacken damals kamen, schlechter. Ich hatte keinen richtigen Appetit mehr, die Übelkeit kam wieder und heute morgen war es sogar so heftig, dass ich am ganzen Körper zitterte, bis jetzt kaum was gegessen habe, mit Schweißausbrüchen usw. kämpfen muss. Ich war so unendlich dankbar und glücklich, dass es mir etwa einen Monat lang wieder so gut ging, dass ich ein weitestgehend normales Leben führen konnte. Aber jetzt? Ich weiß nicht ob es an der erhöhten Dosis liegt, vielleicht muss sich mein Körper da erst wieder drauf einstellen? Vielleicht hätte ich auch gar nicht erhöhen sollen. Ich weiß nicht mehr weiter und hoffe, dass es hier Menschen gibt mit denen ich mich darüber austauschen kann und die bereit sind, mir Tipps zu geben.
LG Jennifer

01.01.2019 15:05 • #1


florica

florica

623
15
554
Laut meinem Doc ist Mirtazapin in geringer Dosis dafür das man besser schlafen kann,
in höheren Dosen gegen Depressionen. Und viele nehmen davon zu.

Ich habe es gerade abgesetzt, weil ich auch ohne einschlafen kann. Aber allerdings nicht mehr durchschlafen kann.

Ich hatte verstärkt Alpträume bekommen und habe deswegen ende des Monats einen Termin im Schlaflabor. Und danach entscheide ich ob ich es wieder mit 7,5mg versuche

Ich würde noch mal mit deinem Therapeuten sprechen.

Verstehe ich es richtig - das du davor Mirtazapin abgesetzt hattest und es nun neu nimmst?
Wie lange war denn die Pause dazwischen und warum hast du es abgesetzt?

01.01.2019 19:26 • #2


Jenniinskii


3
1
Hallo :) nein, ich habe es vorher noch nie genommen, ist also das erste Mal. Vielleicht sollte ich doch lieber bei 7,5 bleiben, denn es macht ja doch den Anschein, dass die höhere Dosis eventuell zu viel sein könnte. Vielen Dank übrigens für die Antwort!

01.01.2019 19:36 • #3


florica

florica

623
15
554
Zitat von Jenniinskii:
Die Dosis behielt ich einfach bei, was erstmal auch geklappt hat.


Ich dachte weil du erstmal auch geklappt hat, geschrieben hast. Es las sich irgendwie nach einer Pause.

Mein Doc in der Klinik und auch meine Therapeutin hat gesagt, es wäre ok wenn ich mit der Dosis "spiele" und gucke was am besten klappt. In der Zeit als ich es noch genommen habe, habe ich das abends immer nach dem Prinzip entschieden... wie war der Tag... und dann 7,5 oder 15mg genommen.
Ich hatte auch mal auf Antraten der Therapeutin 30mg versucht, aber das hatte gar nichts verändert - also bin ich wieder runter gegangen.
Da alle Medikamente ja auch Nebenwirkungen haben, versuche ich immer (nach Absprache mit der Therapeutin) so wenig wie möglich zu nehmen. Aber das dann konstant.
Wann nimmst Du denn abends das Mirta?

01.01.2019 20:19 • #4


Jenniinskii


3
1
Dann habe ich es falsch formuliert, tut mir leid.. Also ich nehme es seit Anfang Dezember (einen Monat). Der Arzt hat 15mg verordnet, ich habe aber selbst entschieden nur eine halbe zu nehmen. Und das jeden Abend etwa zwischen 22 und 23 Uhr. Entweder ich gehe dann direkt schlafen oder ich liege noch ein bisschen auf dem Sofa und gehe dann ins Bett. Je nachdem.

01.01.2019 21:57 • #5


florica

florica

623
15
554
Dann würde ich testweise reduzieren auf 7,5mg und schauen ob es dann wieder besser geht. Aber ich würde dem ganzen auch so 2 Wochen Zeit geben und es beobachten.

01.01.2019 22:05 • #6




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag