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Während Wartezeit auf Termin wieder arbeiten gehen?

Notmyself

Notmyself

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Hallo, dies ist mein erster Beitrag hier, Da ich einfach nicht weiter weiß.

Ich bin momentan krankgeschrieben und war bei zwei Erstgesprächen, nachdem ich auf der Arbeit nervlich zusammengebrochen bin (schon das zweite Mal in nur einer Woche) undsehr viel geweint habe. Ich konnte einfach nicht mehr.

Nun das nächste Problem:
Ich werde Ende des Monats die 6 Wochen überschreiten und es ist keine Hilfe in Aussicht.
Ich stehe zwar auf Wartelisten, allerdings kann das schnell mal ein halbes Jahr oder länger dauern sagte man mir.
Die eine Einrichtung meinte heute, wenn sie sich nicht innerhalb von 3 Monaten bei mit melden, dann ist eben noch nichts frei.
Also alles sehr unsicher.
In der Tagesklinik darf ich mich erst am 3.9. vorstellen und auch dann steht nicht fest ob und wann man mir dort hilft.

Eine mittelschwere depressive Episode wurde bei mir festgestellt.
Auslöser auch die Arbeit und mein Kollege, bzw. Der mit ihm verbundene starke Liebeskummer.
Lange komplizierte Geschichte.

Ich drehe hier langsam durch mit dem herumsitzen und abwarten weil es in meinem Kopf ununterbrochen rattert.
Ich würde gerne wieder arbeiten habe aber auch Angst davor und fühle mich auf keinen Fall schon wieder fit genug da wie bisher fortzufahren (Leitende Position, aber ständig unterbesetzt, etwa 60-70 Std pro Woche im Schichtdienst).

Was ist Eure Meinung dazu?
Habt ihr Erfahrung damit vielleicht erstmal ein paar Stunden weniger zu arbeiten oder so? Ich habe Sorge dass meine Chefs mich vielleicht rauswerfen wenn ich nicht die volle Leistung bringen kann.

Danke für Eure Meinungen!

10.07.2018 18:34 • #1


CeHaEn

CeHaEn

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Moin

Schön, dass du dich bereits um Hilfe kümmerst! Auch wenn du dich jetzt mit den Wartezeiten herumärgern musst.

Du wirst nur im Gespräch mit deinen Chefs erfahren, ob sie eine reduzierte Stundenzahl für sinnvoll halten und vielleicht(!) ist ist der Personalmangel bei euch ein Vorteil für dich. Das ist jetzt aber bloß Kaffeesatzlesen.
Möglicherweise ist allerdings eine andere Frage für dich zunächst viel wichtiger: Hättest du besagten Kollegen dann weiterhin vor der Nase? Wenn er so eine große Rolle für deinen Zustand spielt, dann kann das für dich richtig nach hinten losgehen.

10.07.2018 19:46 • x 2 #2


Notmyself

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Hallo CeHaEn,

danke für deine Antwort.
Ja ich hätte ihm ständig vor der Nase, sprich wir würden uns nahezu täglich sehen.

Was mir ansonsten noch vorschieben würde, ist auf einem anderen Schiff anzufangen (ich arbeite auf einem Schiff das hauptsächlich Tagesfahrten anbietet).
Dann wäre ich ein paar Monate komplett weg von allem und abgelenkt und Gehalt hätte ich dann auch.
Mich reizt es so oder so seit Monaten dass ich gern auf einem Schiff arbeiten würde, was längere Fahrten weltweit unternimmt.

Allerdings weiß ich nicht wie es dann wäre wenn ich endlich einen Therapieplatz bekommen würde.
Denn das könnte ich ja auf die Entfernung nicht und müsste spätestens dann wieder zurück in die Stadt.
Dann hätte ich allerdings auch keinen Job mehr und müsste mich wieder neu umsehen.

Kompliziert..
Ich hoffe auf eine "Spontanheilung" oder zumindest "Spontanentliebung" oder was auch immer

11.07.2018 14:51 • x 1 #3


Lara80

Lara80

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Hallo,

wenn Dir deine Stelle wichtig ist, würde ich wohl arbeiten gehen. Allein schon um guten Willen zu zeigen. Für die Firma ist es sicherlich auch eine Belastung, wenn Du für eine Weile ausfällst, so kannst du das vielleicht etwas kompensieren. Ich würde das ehrlich ansprechen.

Liebe Grüße

11.07.2018 14:59 • x 1 #4


CeHaEn

CeHaEn

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Das mit der Spontanheilung kannst du knicken, fürchte ich. Wenn du an deinem Kollegen jetzt nicht zufällig einen riesengroßen Abtörner entdeckst, dann braucht das seine Zeit. Ich gehe jetzt davon aus, dass es keine Schwärmerei von bisher fünf Wochen Dauer ist...
Bei solch beengten Verhältnissen wie auf einem Schiff kannst du auch nicht mal eben für die Mittagspause raus gehen. Da könnte Dienst auf einem anderen Schiff tatsächlich eine Lösung sein. Das hängt allerdings auch davon ab, was dir sonst noch zu schaffen macht. Diese anderen Probleme würden schließlich nicht verschwinden, selbst wenn du deinen Kollegen komplett vergessen könntest.
Da musst du abschätzen können, wo deine Probleme liegen, wie groß sie sind und ob ein Tapetenwechsel z.B. in Form von Kreuzfahrten was bringt - oder ob er lediglich eine zeitlich begrenzte Flucht wäre. Es kann ja durchaus sein, dass es dir hinterher besser geht, aber es kann eben auch anders kommen. Das ist nun leider auch nicht so wie auf dem Traumschiff, wo die Chefhostess die Welt in Ordnung bringt. :haha:

Du hast geschrieben, dass du bereits zwei Vorgespräche hattest. Hast du es denn noch bei weiteren Therapeuten versucht? Das kann zumindest nicht schaden. Diese langen Wartezeiten kommen sehr häufig vor, aber manchmal werden auch kurzfristig Plätze frei.
Und lote mal die Möglichkeiten bei deinen Chefs aus. Die Idee mit dem anderen Schiff (Tagesfahrten) finde ich echt nicht verkehrt, sofern du dann das tatsächliche Arbeitspensum für realistisch hälst.

11.07.2018 15:30 • x 2 #5


Notmyself

Notmyself


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Hi, also ich bin für eine Woche zu einem guten Freund gefahren und habe dort spontan ein Jobangebot bekommen für ein Schiff was mehrere Monate unterwegs ist im Ausland. Mal rauszukommen mit Freunden hat super gut getan.
Das war Erholung für die Seele.

Leider hat sich während dieser Zeit aber auch herausgestellt, dass mein Team mir davon abrät zurück zu kommen und eine Kollegin (ich dachte wir wären Freunde) sehr über mich herzieht seit ich weg bin.. :(

Das finde ich wirklich traurig, da ich an diesem Standort gern die Zeit "überbrückt" hätte, bis meine Kündigung durch ist (ich möchte den angebotenen Job im Ausland gern annehmen).

Was Therapeuten angeht gebe ich langsam auf und verdränge das Ganze.. Habe etwa 20 angerufen und genützt hat es mir bisher noch gar nichts. Ich stehe auf einer Warteliste, aber soll mich dort nochmal melden wenn sie nach 3 Monaten noch keinen Platz für mich haben, ob ich dann noch immer einen Platz möchte.

Nun sind bald 6 Wochen um und die Krankenkasse hat sich gemeldet.
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, einerseits weiß ich ich kann nicht wieder zurück zur alten Arbeit, andererseits komme ich mir blöd vor dabei so lange nichts zu tun.
Mir geht es ja mittlerweile deutlich besser.
Kündigungsfrist habe ich mehrere Monate, danach würde ich dann wenn alles klappt direkt die neue Stelle anfangen und wäre etwa 2-3 Monate im Ausland.
Vielleicht dauert es ja eh so lange bis man eine Therapie bekommt?
Dann bin ich zumindest beschäftigt und komme mir nicht ganz so nutzlos vor.

Nur was tun mit der Kündigungsfrist?
Ich weiß dass über mich gelästert wird und man mir nichts mehr zutraut. Alle würden fragen warum ich nicht wieder in meinem eigenen Standort arbeite.
Ich würde viel von dort mitbekommen.
Am Liebsten möchte ich nur weg.

23.07.2018 09:19 • #6


Notmyself

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So, ich habe Neuigkeiten. Meine Krankenkasse bietet mir ein Programm an, bei dem man innerhalb von 14 Tagen mit einer Therapie beginnen kann. Man bekommt dann bis zu 15 Sitzungen. Nur zu Beginn muss man noch krankgeschrieben sein, danach kann man theoretisch auch wieder arbeiten und die Termine "nebenher" machen.
Kennt ihr das? Habt ihr da Erfahrungen gemacht wie häufig man Termine bekommt z.B.?

23.07.2018 11:25 • #7


CeHaEn

CeHaEn

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Es kann tatsächlich sein, dass du auf "normalem" Wege einige Monate auf einen Therapieplatz warten musst. Du hast ja deutlich mitbekommen, dass der Bedarf sehr groß ist.
Wenn du jetzt lieber wieder arbeiten würdest, dann zumindest wirklich nicht mehr in deinem alten Team. Es sei denn, du fühlst dich stabil genug, um deinem besonderen Kollegen und deiner lästernden Kollegin wieder zu begegnen. Dein Betrag liest sich aber ohnehin so, dass das für dich nicht in Frage käme.

Wenn du nun doch so bald eine Therapie beginnen könntest, dann solltest du dir das echt überlegen. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen und du musst nur ehrlich in dich hineinhorchen.
Die Dauer der Therapie (= Anzahl der Sitzungen) hängt davon ab, wie schwer dein Therapeut deine Erkrankung burteilt, welche Art der Therapie durchgeführt werden soll und wie die Therapie für dich verläuft.

23.07.2018 17:48 • x 1 #8


Notmyself

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Hey, gestern habe ich gekündigt.
Meine Krankenkasse konnte mir einen Therapieplatz vermitteln. Da geht es nun ganz bald los.

01.08.2018 22:56 • #9


CeHaEn

CeHaEn

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Schön, dass es jetzt doch so fix geklappt hat. :)

01.08.2018 23:33 • #10




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