Zitat von Phinchen:Hallo Traumaland
Na ja ich habe zum Beispiel Kinder. Und oft nicht die Kraft mich wirklich um sie zu kümmern oder etwas mit ihnen zu unternehmen. Mein Haushalt sieht auch ziemlich bescheiden aus, so das sie deswegen und auch weil es mir zu viel wird keine Freunde mitbringen können. Mein Sohn ist schon mit 11 Jahren stark übergewichtig. Na ja das alles tut ihnen und meinem Mann bestimmt nicht gut.
Verstehst du?
Gruß Phinchen
Hallo Phinchen, warum du keine Schuldgefühle haben musst gegenüber den Sozialsystemen, das haben dir hier ja schon andere gut beschrieben. Und halte dich fern von Leuten, die dir da etwas Falsches einreden wollen, auch wenn es Verwandte sind! Das kannst du dir gar nicht leisten als Kranke, dich mit sowas noch zu belasten. Bitte sie, das zu unterlassen und sonst gehe auf Distanz. Das muss sich niemand antun, weil es falsch und krankmachend ist.
Dass Kinder aber durch ein psychisch krankes Elternteil zu sehr belastet oder vernachlässigt werden könnten, darüber als depressive Mutter nachzudenken, das finde ich nur verantwortlich und auch notwendig. Und das tust du ja!
Dein Mann ist zwar erwachsen, aber dass Partnerschaften an Depressionen scheitern, das kommt leider auch sehr häufig vor.
Denn es ist belastend für die Angehörigen!
In der Partnerschaft hilft da Offenheit, habe ich als chronisch kranke Depressive erfahren, und genügend Unterstützung und Hilfestellung durch Haushaltshilfen und Fremdbetreuung der Kinder, die Krankenkasse (oder Pflegekasse) auch bereitstellen. Alle Gemeinsamkeit, die in der Partnerschaft durch die Krankheit nicht mehr funktioniert, lässt sich durch die Entlastung im Haushalt und in der Kinderbetreuung doch auch erwas kompensieren.
Für die Kinder ist es wichtig, auch andere erwachsene enge Bezugspersonen zu haben, mit denen sie Gesundheit leben können, seien es Verwandte oder gute FreizeitbetreuerInnen. Und auch ihnen gegenüber ist Offenheit über die Krankheit wichtig in kindgerechter Weise ohne Angst zu machen.
Sie brauchen aber auch Personen, mit denen sie nicht Angst haben müssen, ihre Wut oder ihre Angst zu formulieren.
Gut ist für Kinder auch eine Selbsthilfegruppe für Kinder kranker Eltern wie es sie in Städten gibt, um zu erleben, dass es nicht nur ihnen so geht.
Auch dafür, dass sie nie Freunde einladen können, kann man Ausgleich schaffen, indem das Verwandte, Bekannte oder Freunde oder Betreuer für einen übernehmen an einem anderen Ort.
Manchmal tut den Kindern auch selber Therapie bei KinderpsychologInnen gut.
Und euch Eltern Familienberatung, um Ideen zu bekommen, wie ihr am besten die besondere Familiensituation miteinander gestalten könnt.
Weil ich selber mit einer depressiven Mutter aufgewachsen bin, weiß ich, wie wichtig es ist, dass die Kinder selber auch Hilfe bekommen und Unterstützung. Und das habe ich dann bei meinem Mann und Sohn berücksichtigt. Das geht.
Liebe Grüße! maya