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Venlafaxin Nebenwirkungen und Erfahrungen

MissKitty91

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22.04.2019 23:59 • x 1 #1


Frederick1

liebe Kitty,

erstmal ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum. Und ich wünsche dir von Herzen, dass DU da für dich ganz viel Liebe und Annahme finden darfst. DU, das kenne ich auch, dass ich mich in meinem Körper nicht mehr wohl fühle.

Mein Blut war damals auch in Ordnung. Das Zittern, Herzklopfen usw. kam von meiner Depression. Das hat mich damals richtig wütend auf meine Depression gemacht. Und durch meine Wut wurde meine Depression noch schlimmer. Auch hatte ich eine Wut auf meinen behandelnden Arzt, aber der konnte ja nichts dafür.

Ich konnte mit der Wahrheit meiner Depression nicht umgehen, und so habe ich mich immer mehr abgelehnt. Nur wenn ich mich selbst ablehne, dann denke ich immer negativer über mich und mein Leben.

Geholfen hat mir, als ich mich und meine Depression mehr annehmen konnte. Das wenn ich mich nicht ablehne, sondern mich selbst von Herzen mehr lieb haben kann und annehmen, das hat mir sehr geholfen. Ich bekam auch wieder Freude an meinem Körper, an der Bewegung. Und gerade Bewegung, wenn du so richtig ins Schwitzen kommst, kann dir in deiner Depression auch sehr helfen.

Aber gerade was du denkst, das bestimmt ganz fest auch dein Leben. Gedanken sind Bilder, Ideen, die dein Leben bestimmen. So wie DU denkst, so bist DU! Wenn du gute positive Ideen und Gedanken für dein Leben hast, macht dich das stark. Wenn du dich aber deinen eigenen guten Gedanken für dich widersetzt, dann wirken Gedanken zerstörend, depressiv.

Gedanken, Bilder sind starke Mächte, weil sie unmittelbar auf deine Gefühle einwirken. Das gilt für deine guten, aber auch für deine verneinenden Gedanken. Gute Gedanken für dein Leben leiten dich, an den anderen Gedanken leidest du.

Was und wie du denkst, so lebst du,das bewirkst du.

Richtest du dein Denken auf das aus, was DU nicht willst, deine Depression, Verluste, dein Minderwertigkeitsgefühle, usw.so wird gerade das eintreten.

Deshalb verschreibt dir dein Arzt diese Tabletten, die sollen dir helfen, das du dein Leben wieder wichtiger, erfreulicher, gelassener, ruhiger, sehen kannst.

Und wenn alles gut läuft, brauchst du diese Tabletten nicht mehr

Ich wünsche dir mehr und mehr einen guten Blick auf dein Leben, gute und positive Gedanken für DICH-!


in guten Gedanken für dich,


viele liebe Grüße,


Frederick.

23.04.2019 17:58 • #2


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Eis

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Hallo MissKitty91
Mit Venlafaxin habe ich keine Erfahrung, hab dafür vieles andere ausprobiert. Geh bitte zu Deinem Psychiater, der Dir das Venlafaxin verordnet hat und frag ihn. Ich bin im Lauf von 2 Jahren mehrmals medikamentös umgestellt worden. Wenn die Wirkung nicht mehr reicht, oder Nebenwirkungen auftreten gibt es noch so viele andere Präparate, die Du ausprobieren kannst. Gib nicht auf und rede mit Deinem Psychiater. Aus der Reha weiß ich, dass viele Ärzte oft nur maximal einmal umstellen und dann war es das. Da hat sich der Chefarzt von der Reha immer drüber aufgeregt, dass zu früh aufgegeben wird. Manchmal dauert halt die Suche nach dem richtigen Mittel einige Zeit. Mal passt was einige Monate und dann muss man doch wieder umgestellt werden. Ich hab auch den Psychiater wechseln müssen weil dort nichts passiert ist.
Alles Gute
Eis

23.04.2019 18:09 • x 2 #3


Marco75

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Hallo Eis, du hast wohl in der reha die richtige Medikation bekommen, das freut mich für dich wie wurde das so gut fuer dich eingestellt? Konnte man das auch klinisch rausbekommen welches medikament besser wirkt und welches weniger bei dir wirkt? Lg Marco

23.04.2019 21:12 • #4


bones

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Zitat von MissKitty91:
Hallo Zusammen!
Ich bin hier, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß und nicht wirklich Hilfe von meinem Arzt oder Psychiater bekomme.
Meine Geschichte fing vor 11 Jahren an.
Ich bekam eine schlimme Depression, welche mit Citalopram behandelt wurde. Am Anfang ging es mir viel besser, allerdings hatte ich immer das Gefühl, dass es einfach nicht weg war. Einige Zeit später bekam ich schlimme Panikattacken. Die Dosis von Citalopram wurde erhöht und hat anfangs auch etwas geholfen. Die Zeit verging und mir ging es immer noch nicht gut. Immer noch die Angst, nichts zu können, keine Kraft, Antriebslosigkeit usw. Ich ging zu einem anderen Psychiater. Dieser gab mir statt Citalopram nun Velafaxin 75mg. Anfangs hatte ich alle Nebenwirkungen, die im Beipackzettel standen, aber ich hielt durch und ich merkte, dass es mir um einiges besser geht. Allerdings habe ich jetzt seit Monaten ein neues Problem und ich weiß einfach nicht, ob es am Venlafaxin liegt, oder ob ich eine andere Krankheit habe. Mir ist immer Schwindelig, wenn ich 3 Stunden arbeite fange ich das zittern an, bekomme Herzklopfen und mein Körper ist total erschöpft und es fühlt sich an, wie ein Schwächeanfall fange dann an schlecht zu sehen. Oft bekomme ich auch bei jeder Kleinigkeit Panik. Hab mir Blut abnehmen lassen, da war alles in Ordnung. Kann das am Venlafaxin liegen? (Mittlerweile nehme ich es 6 Monate ein) Und was soll ich tun, wegen der Ärzte? Zu wem soll ich gehen. Bin so verzweifelt, weil ich mich einfach nicht mehr wieder erkenne und mich in meinem Körper ganz und gar nicht wohlfühle



Ich hatte mal ne Zeitlang venlafaxin genommen und die Symptome,die du schilderst, kenne ich. Ich tu ungern ein medikament empfehlen, weil ich keine falsche Hoffnung machen möchte. Aber gegen panikattacke vor allem ist paroxetin das beste, was ich auch anschliessend bekam. Frag doch einfach mal dein Arzt. Schildere deine Symptome und alles was dazu gehört.
Bist du in einer therapeutischen Behandlung? Wenn nein, würde ich dir ans Herz legen, sich um ein Platz zu kümmern. Es bereichert dein wissen und Erfahrung.

24.04.2019 06:14 • x 1 #5


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Eis

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Hallo Marco
Ich hatte erst mal VOR der Reha die große Befürchtung, dass ich ÜBERHAUPT Tabletten nehmen MUSS. Zu dem Zeitpunkt war ich noch total gegen Antidepressiva und hab gemeint, ich schaffe (wie vor der Krankheit) immer alles selbst. Und dann natürlich noch Vorbehalte wegen der Depression selbst, "das kriegt doch nicht jemand wie ich, der alles schafft".
Mit Hilfe meiner Psychotherapeutin zu Hause und den Gesprächen in der Reha habe ich dann gelernt, dass die Depression ein "normale" Krankheit ist, die jeden treffen kann. So habe ich dann langsam die Depression auch annehmen können. Das war ein langer und schwieriger Weg, war für mich aber erst mal das Wichtigste.
Durch Vorträge in der Reha und die Arztgespräche ist mir dann auch bewusst geworden, dass da mit den Neurotransmittern im Gehirn einiges durcheinanderkommen kann. Bei jeder anderen Erkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck usw. würde man ja auch Tabletten nehmen. Die Ärztin war bei der Aufnahme zwar erstaunt, dass ich bei meinem Beschwerdebild keine Tabletten bekommen habe, aber sie meinte, wenn ICH das möchte, wird sie mir nichts aufzwingen, auch wenn ich ihrer Meinung nach was nehmen sollte. So hab ich es die ersten Wochen auch gehalten. Dann hab ich langsam gemerkt, dass es fast allen anderen Patienten besser ging als mir, ich hab viel geheult, hatte Probleme mit sozialen Kontakten und der Lautstärke beim Essen z.B., bin aus Gruppengesprächen raus, weil mir alles zu viel war.
Dann hat sich der Chefarzt nochmal Zeit genommen, hat mir die Wirkung der Tabletten erklärt und ich hab dann FREIWILLIG, mit der Möglichkeit, jederzeit die Tabletten wieder abzusetzen, wenn sie mir nicht gut tun. Der erste Versuch, Milnacipran, ging dann gleich in die Hose. Übelkeit, sass ich mich hinlegen musste und Blutdruckanstieg auf über 160. Gleich wieder abgesetzt. Nächster Versuch war dann Elontril, da hab ich nach 2-3 Tagen gemerkt, wie gut es mir von der Stimmung ging, hab wieder mehr gelacht, war ausgeglichener und konnte länger als ein paar Minuten in Gesprächen bleiben. Aber der Antrieb war noch etwas schlecht. Darum habe ich noch Sertralin dazubekommen. Gleiches Spiel wie beim ersten Antidepressiva, Übelkeit und Blutdruckanstieg nach ca. 3-4 Tagen. Abgesetzt. Dann hab ich auf Empfehlung des Arztes NACH der Reha noch Fluoxetin probiert in der niedrigsten Dosierung. Nach 1 Woche wieder Blutdruckanstieg, das mit den SSRI's funktioniert bei mir einfach nicht.
Bei Elontril bin ich aber lange geblieben, hab dann noch u.a. wegen Migräneprophylaxe noch Amitriptylin ausprobiert, da wird mir der Mund so trocken, dass ich auf 3 Tropfen runter bin, das geht gerade so.
Nach einem Rückfall (hab schon wieder gearbeitet zu dem Zeitpunkt) ist noch Lithium dazukombiniert worden, das hat mir sehr gut getan, ich war stabiler und ausgeglichener. Nach einigen Monaten hab ich aber ständig Kopf- und Magenschmerzen bekommen und musste Lithium wieder absetzen. Dann war es erst mal besser, aber ich hätte ohne ein weireres/anderes Antidepressiva nicht arbeiten können. Den Stress hab ich nicht ausgehalten. So hab ich mich nach langen Gesprächen mit meinem (inzwischen gewechselten) Psychiater entschlossen, zum irreversiblen MAO-hemmen Jatrosom zu wechseln. Auch hier ist der Mund seeehr trocken, aber das ist mit Abstand das Mittel, das bei MIR, den Antrieb ganz massiv zum positiven beeinflusst. Ich fühl mich richtig gut und hoffe, dass ich die Mundtrockenheit aushalte.
Du siehst, es war ganz viel "try and error".
Gib nicht auf, wenn mal ein Antidepressiva nicht hilft, es gibt noch ganz viele andere. Der Arzt in der Reha meinte, die meisten Ärzte stellen auf 1 Antidepressiva ein, wechseln oder kombinieren noch 1 anderes und dann hören sie auf und lassen die Patienten weiter leiden. Drum finde ich ja die Reha gut, man kommt noch mal in den Genuss, eine andere Meinung zu hören.

Liebe Grüße
Eis

24.04.2019 06:47 • x 1 #6


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Alexandra2

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Liebe Misskitty,
Ich habe Venlaflaxin bis 225mg genommen, am Schlimmsten waren die Sehstörungen, andere NW hatte ich kaum. Weil die Wirkung nachließ, bekam ich Elontril anstatt Venlaflaxin, und Lithium dazu.
Elontril half gegen die massive Erschöpfung.
Ich finde Psychotherapie sehr wichtig, um sich besser bzw. einschätzen zu lernen, Stress/ Überforderung zu vermeiden. Deine Situation am Arbeitsplatz liest sich wie eine Überforderungssituation.
Liebe Grüße
Alexandra

24.04.2019 15:19 • x 1 #7


MissKitty91

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Hallo und schon mal vielen Dank, für die bisherigen Antworten.
Mit einer Psychosomatischen Reha hatte ich keinen Erfolg. Hat mitmr persönmich nicht all zu viel gebracht.
Überfordert im Job bin ich nicht, da ich keine Vollzeitstelle habe. Diese Symptome treten einfach so auf, selbst im Urlaub, wenn ich im Garten mal 1 Stunde arbeite und körperliche Anstrengungen habe, dann zittere ich und mir wird schwindelig.
Habe jetzt nochmal einen Termin bei meinem Psychiater gemacht. Ich hoffe, dass da was raus kommt und sich was ändert, denn so kann es nicht weiter gehen:(

24.04.2019 19:53 • x 1 #8


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Dojo965

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13.02.2020 16:07 • #9


Pooky82

Ich nehme Venlafaxin seit November finde es sehr gut.Hatte am Anfang leichte Nebenwirkungen war nach 2 Wochen alles weg.

13.02.2020 16:24 • x 1 #10


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Dojo965

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Das freut mich zuhören. Also in den sauren Apfel beißen und durch sozusagen.
Nimmst du es u.a. auch gegen Ängste?

13.02.2020 16:26 • #11


Pooky82

Ich nehme es gegen meine Depression mit Erschöpfung.

13.02.2020 16:37 • #12


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Dojo965

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Okay. Ich habe auch Depressionen

13.02.2020 16:38 • #13


Pooky82

Das kommt gut gehst Du auch regelmässig in Therapiestunde?

13.02.2020 16:40 • x 1 #14


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Dojo965

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Zurzeit bin ich auf der Suche nach einer Therapeutin oder einem Therapeut im Berich Tiefenphyschologie.

13.02.2020 16:41 • x 1 #15


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Dojo965

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Ist es auch normal das man unterdruck bzw dichte Ohren hat? Also überdruck ich weiß nicht genau, aufjeden fall so wie beim Fliegen?

13.02.2020 17:43 • #16


Pooky82

Das kenn ich nicht .Ich würde mich nicht so auf die NB fixieren sondern positiv an das Medikament rangehen.Es braucht 2 bis ca.3 Wochen bis du die volle Wirkung spührst.

13.02.2020 17:51 • #17


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Dojo965

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Okay. Weil ich aktuell diesen Druck habe deswegen dachte ich. Danke

13.02.2020 17:53 • #18


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Irgendeine

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Zitat von Dojo965:
Weil ich aktuell diesen Druck habe deswegen dachte ich.

Bei Antidepressiva kommt die antriebssteigernde Wirkung meistens 2 Wochen vor der stimmungsaufhellenden. Der gesteigerte Antrieb bei gleich schlecht gebliebener Stimmungslage könnte deinen Druck erklären.

13.02.2020 22:56 • x 1 #19


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Dojo965

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Dankeschön Irgendeine

14.02.2020 08:32 • #20


Mikka

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05.06.2020 19:19 • #21


bones

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Hallo,

Nun da wirst du in etwa mindestens 4 Wochen gedulden müssen. Du hast aber zügig hochdosiert.
In der Zeit vielleicht aktiv werden auch wenn es schwer fällt.

05.06.2020 19:27 • #22


bones

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Hallo,

Nun da wirst du in etwa mindestens 4 Wochen gedulden müssen. Du hast aber zügig hochdosiert.
In der Zeit vielleicht aktiv werden auch wenn es schwer fällt.

05.06.2020 19:34 • #23


Mikka

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Danke bones
Lieb dass du geantwortet hast
Vier Wochen sind lang aber wenn es dann wirkt bin ich überglücklich
Nur kann mir das keiner sagen

05.06.2020 20:03 • #24


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Anima

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Inwiefern bist Du mit dem alten Medikament nicht mehr zurecht gekommen? Dann so eine hohe Dosis?

05.06.2020 23:22 • #25


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111Sternchen222

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Guten Morgen, ich nehme auch Venlafaxin und der Richtwert von 4 Wochen ist gut. Bei mir ging es danach spürbar Bergauf
LG Sternchen

06.06.2020 09:47 • #26


Martl

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Hallo, ich habe auch schon einige Medikamenteversuche der letzten 12 Jahre hinter mir. Bin seit drei Jahren bei Venlafaxin gelandet. Hat bei mir auch ungefähr vier Wochen gedauert. Nehme 2x 37,5 ein. Leider merke ich sehr stark bestimmte Nebenwirkungen. Und das ist halt für einen Mann nicht ganz so toll.
Alles Gute

06.06.2020 10:08 • #27


Mikka

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Hallo anima
Ich habe unter Citalopram einen heftigen depressiven Schub bekommen war dann in einer Klinik und wurde auf Milnacipran einestellt. Das hat aber leider auch nur s das o wirklich gut geholfen ich war antriebslos an Sport war nicht zu denken
Dann war ich bei meiner Psychiater und der hat bupropion vorgeschlagen was bei mir überhaupt nichts gebracht hat
Dann bekam ich venlafaxin heute ist nun mein neunter Einnahmetag und ich habe Angst das es auch nicht wirkt. Aber wahrscheinlich muss ich mich noch gedulden wie ihr alle schreibt!
Danke euch allen
Mikka

06.06.2020 11:12 • #28


bones

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Ist ja auch verständlich dass dir das sorgen bereitet.
Wurde bei dir auch die Schilddrüse überprüft, ob deine Werte in Ordnung sind?

06.06.2020 14:46 • x 1 #29


Mikka

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Hallo bones,
Ja es macht mir große Sorgen ich habe das Gefühl ich müsste zumindest eine leichte Verbesserung spüren
Ja meine Schilddrüse wurde überprüft es ist alles in Ordnung
Wie geht es dir denn jetzt?

06.06.2020 15:44 • #30

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