Traurige Mutter

Katie64

2
1
Hallo Zusammen,
ich bin ganz neu hier und ich bin mega traurig. Eigentlich sollte ich nicht traurig sein. Ich habe soviele Jahre gekämpft für meine Tochter und jetzt ist sie seit 7 Wochen in der Klinik.
Warum bin ich traurig. Ich habe dafür gesorgt, dass meine Tochter zwangsweise in die Klinik gekommen ist. Alles aus Liebe, wirklich aus totaler Liebe. Sie hat vor meinen Augen so gelitten und war nicht bereit Hilfe anzunehmen.
Sie leidet unter borderline und starken Verlustängsten, plus depressionen.
Ich sollte mich doch eigentlich freuen, dass es ihr besser geht. Trotzdem ich fühle mich so schlecht. Das war ein totaler Alptraum für mich. Mein kleines Mädchen in der geschlossenen Psychiatrie.
Ich kann mit niemanden darüber reden. Gibt es hier im Forum jemanden, der das verstehen kann?

Ganz liebe Grüße an Alle :herz:

14.04.2018 17:31 • #1


julienne

96
6
25
Hallo,

ich kann mir gut vorstellen, dass dir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist und dich die Unsicherheit traurig macht. Du schreibst, dass es deiner Tochter jetzt besser geht - hast du Kontakt zu ihr?

Gruß
Julienne

15.04.2018 17:58 • #2


sumpfisheim

sumpfisheim

5
1
Kurz zu unserer Geschichte

Meine Tochter , ist 16 Jahre . 2015/2016 fingen bei ihr die Schlafstörungen an. Da sie oft zu müde für die Schule war, kamen einige fehltage zusammen. Zuerst dachte ich, das liegt am Gymnasium und Pubertät . Meine Tochter ist sehr verschlossen und redet nicht gern über Gedanken und Gefühle . ich ging mit ihr zu einer Psychologin

Ich schätze es waren ca 6 Sitzungen. Da Sie sich aber nicht wirklich öffnen konnte und selbst dachte das bringt alles nichts, wurde die Therapie abgebrochen . Sie ist eine sehr gute Schülerin aber sie musste sich jeden Tag zwingen in den Tag zu starten . sie unternahm nichts mehr und blieb in ihrem Zimmer . Ihre Hausärztin stellte ein Attest aus, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen eine Klasse zurück geht. Obwohl die Noten gut waren klappte es reibungslos . Ich Schulte sie um in eine Privatschule im Nachbarort und sie ging in die regionale klasse . Anfangs war alles gut . Ihre Noten super . Das ist im November 2016 gewesen .
Letztes Jahr fingen die Schlafstörungen wieder an . sie meinte es war nie ganz weg aber es war besser . Im September 2017 war es sehr schlimm . sie wollte nicht mehr zur Schule weil sie müde , kaputt , antriebslos war . Konzentration war nicht drin. Dennoch hielt sie ihre Leistung und wechselte auf eigenen Wunsch in die gymnasial klasse . Sie will Lehrerin werden . Egal ob regional oder gymnasial das macht keinen großen Unterschied . Meint sie , denn es sind die gleichen Lehrer und Lehrmethoden . Immer wieder kämpfte sie sich in den Tag . Im September 2017 bekam sie ihren Welpen den sie sich schon lange wünschte . wir wollten ihr eine Aufgabe geben , sie motivieren . ich dachte es ist besser und sie schafft ihren Weg langsam wieder zurück . Dadurch ist sie nicht mehr nur in ihrem Zimmer . Ihr Hund tut ihr gut . Aber leider sind ihre Depressionen nicht weg . Sie war lange krank ( Grippe ) und will am liebsten die Schule verlassen . Sie fühlt sich nicht wohl dort und alle Symptome ( Schlaflosigkeit, Alpträume , Kopfschmerzen , antriebslos , mutlos . )sind stark . Da sie verschlossen ist und entmutigt von der früheren Therapie denkt sie , dass es alles nichts bringt und nichts besser wird. Da es schon so lange ist . wir haben viel geredet und überlegt . sie hat das Ziel Abitur aber sie schafft es nicht momentan . Es geht nichts mehr . Sie möchte Hilfe und glaubt daran , dass der Aufenthalt in der Klinik ihr hilft . Zumal sie dort auch Unterricht hat und den Anschluss nicht verliert . Denn den Schulalltag hier schafft sie nicht .
Die Warteliste ist lang und es kann bis 12 Wochen dauern . Zur Schule geht sie nicht . Sie schafft es nicht

Ich weiß nicht mehr weiter .




Liebe Katie , ich kann dich so verstehen . Ich wünsche dir viel Kraft du hast richtig gehandelt .

14.05.2018 09:26 • #3




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag